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Top Rezension
Mudda, was trägst Du denn wieder?!!!
Durch meine Vorkommentatorin animiert, habe ich nach langer Zeit wieder Arpège getestet. Arpège war Ende der 80iger Jahre mein „dezenter“ Main-Duft für Arbeit und Alltag. „Dezent“ deshalb, da ich außerdem zu dieser Zeit KL, Habanita, Poison, Loulou, Paris, Ysatis... trug, eben die 80iger. Das Arpège für die heutige Zeit nicht unscheinbar ist, zeigte mir meine gestriges Erlebnis.
Gestern kam nach 20 Jahren Arpège nun wieder auf meine Haut. Frisch einparfümiert ging ich an meiner Tochter vorbei und erntete sofort ein entsetztes „Mudda!!!“ Auf mein Nachhaken, was denn so schlimm sei, erhielt ich eine Antwort, die ich überhaupt nicht erwartet hatte: ich würde alt, gammelig und modrig riechen. Mit einer derart extremen, aber ehrlich gemeinten Reaktion hatte ich nicht gerechnet. OK, Arpège ist kein jugendlicher Duft, denn scheinbar kann er bei der weitestgehend aldehyd-unbelasteten Teenager-Generation keine Freunde gewinnen.
Gut, ich muss zugeben, Arpège ist nicht auf Anhieb gefällig, doch es hat verborgene Facetten und Reize. Wer es trägt, braucht Selbstbewusstsein, da Arpège nicht mehr den allgemeinen Geschmack trifft und man damit rechnen muss, als „nicht zeitgemäß“ zu gelten.
Den Duftverlauf würde ich aus meiner Sicht so beschreiben:
Im Auftakt fliegen einem stark aldehydlastige Fruchtbomben um die Nase. Die Sillage ist zu diesem Zeitpunkt gigantisch. Mit der Herznote wird der Duft leiser. Es erscheint ein Blumenstrauß, basierend auf einem nicht näher zu differenzierenden Rosen-Jasmin-Akkord. Die Blumen sind aber weder süß noch frisch, sondern eher rauchig und erdig mit einer gewissen Schärfe. Der Duft ist dabei nie gleichbleibend, er ist ständig in Bewegung und eröffnet ständig unterschiedliche Geruchseindrücke. Beim Übergang in die Basisnote wird Arpège dann aber ganz zahm und offenbart eine ganz zarte, warme Vanillenote. Stunden später erreichen noch einzelne weiche, holzige Aromen die Nase.
Anfang der 90iger Jahre wurde die Formulierung von Arpège geändert, aber scheinbar nicht nur für mich nicht besonders ansprechend, denn der Duft wurde später wieder in der ursprünglichen Form verkauft. Mittlerweile hatte ich mich damals aber umorientiert, viele schöne andere Düfte für mich entdeckt und benutzte Arpège nicht wieder.
Gerne würde ich mich ausgiebiger mit Arpège beschäftigen und seine Geheimnisse neu ergründen, aber aufgrund der allgemein eher negativen Familien-Resonanz kommt er vorerst auf die Warteliste.
Gestern kam nach 20 Jahren Arpège nun wieder auf meine Haut. Frisch einparfümiert ging ich an meiner Tochter vorbei und erntete sofort ein entsetztes „Mudda!!!“ Auf mein Nachhaken, was denn so schlimm sei, erhielt ich eine Antwort, die ich überhaupt nicht erwartet hatte: ich würde alt, gammelig und modrig riechen. Mit einer derart extremen, aber ehrlich gemeinten Reaktion hatte ich nicht gerechnet. OK, Arpège ist kein jugendlicher Duft, denn scheinbar kann er bei der weitestgehend aldehyd-unbelasteten Teenager-Generation keine Freunde gewinnen.
Gut, ich muss zugeben, Arpège ist nicht auf Anhieb gefällig, doch es hat verborgene Facetten und Reize. Wer es trägt, braucht Selbstbewusstsein, da Arpège nicht mehr den allgemeinen Geschmack trifft und man damit rechnen muss, als „nicht zeitgemäß“ zu gelten.
Den Duftverlauf würde ich aus meiner Sicht so beschreiben:
Im Auftakt fliegen einem stark aldehydlastige Fruchtbomben um die Nase. Die Sillage ist zu diesem Zeitpunkt gigantisch. Mit der Herznote wird der Duft leiser. Es erscheint ein Blumenstrauß, basierend auf einem nicht näher zu differenzierenden Rosen-Jasmin-Akkord. Die Blumen sind aber weder süß noch frisch, sondern eher rauchig und erdig mit einer gewissen Schärfe. Der Duft ist dabei nie gleichbleibend, er ist ständig in Bewegung und eröffnet ständig unterschiedliche Geruchseindrücke. Beim Übergang in die Basisnote wird Arpège dann aber ganz zahm und offenbart eine ganz zarte, warme Vanillenote. Stunden später erreichen noch einzelne weiche, holzige Aromen die Nase.
Anfang der 90iger Jahre wurde die Formulierung von Arpège geändert, aber scheinbar nicht nur für mich nicht besonders ansprechend, denn der Duft wurde später wieder in der ursprünglichen Form verkauft. Mittlerweile hatte ich mich damals aber umorientiert, viele schöne andere Düfte für mich entdeckt und benutzte Arpège nicht wieder.
Gerne würde ich mich ausgiebiger mit Arpège beschäftigen und seine Geheimnisse neu ergründen, aber aufgrund der allgemein eher negativen Familien-Resonanz kommt er vorerst auf die Warteliste.
9 Antworten


Der ist doch sicher reformuliert bis zum umfallen oder?