
Serenissima
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Serenissima
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7
Maiglöckchen leuchten im satten, dunklen Gold
Die Flüssigkeit in dem kleinen Röhrchen ist von dunklem Gold – ist es das Alter des Duftes oder sind es die Kräuter, die gleich zu Beginn voller Würzkraft die bekannte Dreieinigkeit aus Aldehyden, Zitronen und sanftem Neroli begleiten, umschweben?
Man stelle sich vor: Muskatellersalbei, Koriander und Kardamom wurden hier dem südlichen Duftleuchten zur Seite gestellt.
Welch großartiger und so ganz untypischer Auftakt: Wie mag es wohl weitergehen?
Die Herznote meldet sich, ganz wie es sich gehört, erst einmal mit weißem aromatischen Duftschaum, gebildet aus unzähligen Tuberose- und Maiglöckchenblüten, der zum darin Versinken einlädt.
Wie freue ich mich Maiglöckchen wieder einmal zu treffen, denn ich liebe diesen kleinen weißen Stinkerchen sehr. Das jedenfalls habe ich mit Christian Dior gemein.
Mit ihrem zarten, fast jungfräulichen oder auch starken, ausdrucksvollen Aroma, das häufig auch recht überreif, gar schwülstig erscheint, streichelt es die jetzt eventuell noch schlummernden Sinne unvergleichlich.
Auch hier zaubert ein Strauß Maiglöckchen ein Lächeln in den Moment, gemeinsam mit Mimose, sensibel und deshalb fein herb mit einem zarten Anklang von Honig, genauso wie bei den Blüten von Ylang Ylang,
Noch ein Hauch Kurmarin und zusammen mit der Vanilleblume Heliotrop entsteht ein reicher orientalischer Duftzauber, der noch immer, nachdem ich doch schon sehr vieles in dieser Duftwelt kennenlernen durfte, ungeheuer sinnlich verführt.
Bei „Réplique“ wurde bereits jetzt der Dschinn aus dem Flacon mit seinem Glöckchenverschluss gerufen:
1.001 Nacht locken voller Magie; verführen in eine Welt aus satten, nicht zu hellen Weihrauch- und Moschusschleiern und würzig-erdigen, leicht schmutzigen Einflüssen von Vetiver und Patchouli, sobald Eichenmoos – das für mich einfach zu diesen reichhaltigen Kreationen dazugehört – wie immer etwas kratzig Zugang zu diesem geheimnisvollen Ort gewährt hat.
Hier fühle ich mich unwahrscheinlich wohl, behütet und gleichzeitig begehrt, ohne aber belästigt zu werden.
1944, im Erscheinungsjahr von „Réplique“ war das offenbar noch problemlos möglich.
Es ist jetzt zu spät sich zu fragen, was das Haus Raphael in Paris wohl mit diesem Namen meinte:
Hier und jetzt mag ich nicht hinterfragen; eingefangen von diesem würzigen und gleichzeitig blumigen Duftwesen möchte ich nur genießen und mich hinwegträumen.
Wohin?
Ich weiß es nicht; ich werde es vielleicht erleben.
Bei reicher Sillage und langer Haltbarkeit ist doch so einiges ohne weiteres möglich.
Die Maiglöckchen läuten, sie rufen mich – hört Ihr sie?
Es ist Zeit für mich, in diesem Dufttraum zu versinken!
Man stelle sich vor: Muskatellersalbei, Koriander und Kardamom wurden hier dem südlichen Duftleuchten zur Seite gestellt.
Welch großartiger und so ganz untypischer Auftakt: Wie mag es wohl weitergehen?
Die Herznote meldet sich, ganz wie es sich gehört, erst einmal mit weißem aromatischen Duftschaum, gebildet aus unzähligen Tuberose- und Maiglöckchenblüten, der zum darin Versinken einlädt.
Wie freue ich mich Maiglöckchen wieder einmal zu treffen, denn ich liebe diesen kleinen weißen Stinkerchen sehr. Das jedenfalls habe ich mit Christian Dior gemein.
Mit ihrem zarten, fast jungfräulichen oder auch starken, ausdrucksvollen Aroma, das häufig auch recht überreif, gar schwülstig erscheint, streichelt es die jetzt eventuell noch schlummernden Sinne unvergleichlich.
Auch hier zaubert ein Strauß Maiglöckchen ein Lächeln in den Moment, gemeinsam mit Mimose, sensibel und deshalb fein herb mit einem zarten Anklang von Honig, genauso wie bei den Blüten von Ylang Ylang,
Noch ein Hauch Kurmarin und zusammen mit der Vanilleblume Heliotrop entsteht ein reicher orientalischer Duftzauber, der noch immer, nachdem ich doch schon sehr vieles in dieser Duftwelt kennenlernen durfte, ungeheuer sinnlich verführt.
Bei „Réplique“ wurde bereits jetzt der Dschinn aus dem Flacon mit seinem Glöckchenverschluss gerufen:
1.001 Nacht locken voller Magie; verführen in eine Welt aus satten, nicht zu hellen Weihrauch- und Moschusschleiern und würzig-erdigen, leicht schmutzigen Einflüssen von Vetiver und Patchouli, sobald Eichenmoos – das für mich einfach zu diesen reichhaltigen Kreationen dazugehört – wie immer etwas kratzig Zugang zu diesem geheimnisvollen Ort gewährt hat.
Hier fühle ich mich unwahrscheinlich wohl, behütet und gleichzeitig begehrt, ohne aber belästigt zu werden.
1944, im Erscheinungsjahr von „Réplique“ war das offenbar noch problemlos möglich.
Es ist jetzt zu spät sich zu fragen, was das Haus Raphael in Paris wohl mit diesem Namen meinte:
Hier und jetzt mag ich nicht hinterfragen; eingefangen von diesem würzigen und gleichzeitig blumigen Duftwesen möchte ich nur genießen und mich hinwegträumen.
Wohin?
Ich weiß es nicht; ich werde es vielleicht erleben.
Bei reicher Sillage und langer Haltbarkeit ist doch so einiges ohne weiteres möglich.
Die Maiglöckchen läuten, sie rufen mich – hört Ihr sie?
Es ist Zeit für mich, in diesem Dufttraum zu versinken!
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