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Top Rezension
Green in Black
Vetiverus ist einer der vier Avant-Garden Lab Düfte, die ich kürzlich getestet habe. Und er ist einer, der aus dem Quartet ( "Veil / Nebula 3 | Avant-Garden Lab / Oliver & Co." , "Nebulae Series - Orion / Nebula 1 (Eau de Parfum) | Avant-Garden Lab / Oliver & Co." , "Ambergreen | Avant-Garden Lab / Oliver & Co." , "Vetiverus | Avant-Garden Lab / Oliver & Co." ) deutlich hervorsticht, durch seine - wenn auch nur vermeintliche - Natürlichkeit.
Der Duft startet herbsüß und teerig-rauchig: als hätte man fleischige, bernsteinfarbene Trockenaprikosen aufgerissen und sie sogleich genussvoll durch eine Schale Teer gezogen.
Diese harsche und herbe Kombi mag durchaus animalisch anmuten - mir kommt jedoch Salamanca in den Sinn: aber gut abgestimmt mit der Urversion von Bat (2015).
Vetiverus könnte locker aus der Ideenkiste von Dr. Ellen Covey stammen - so überraschend erscheint er zu den ansonsten monothematischen und sorgenbefreiten Synthetik-Experimenten aus dem Lab des Avantgärtners Oliver Valverde.
Teerige Rauchnoten und herbe, überreife, fruchtledrige Süße erzeugen hier einen wunderbaren und wandlungsfähigen, mittelschweren Duft:
Auf Kleidung gesprüht, verfangen sich die ersten Akkorde im Stoff, und erstarren.
Auf der Haut entfaltet sich dagegen - nach mehreren Stunden - ein grüner Vetiver mit einem schönen Osmanthus-Einschlag. Ich als Hobby-Nase, glaube hier beide Noten gut wahrnehmen zu können, und der lange schwarze Asphaltweg durch den feuchtwarmen Fruchtleder-Dschungel gefällt mir ausgesprochen gut.
Teer und Rauch mit Blumen oder Früchten zu garnieren, ist wohl nicht mehr die absolute Avantgarde, dennoch ist Vetiverus mit seinen zwei Zündstufen - der schönen Metamorphose aus dem Süßen und Pechschwarzen ins Grüne und Spritzige, kaum eine Provokation, sondern eine recht gut durchdachte Komposition.
Dass "Ambergreen | Avant-Garden Lab / Oliver & Co." mit seiner Gemüsefrische die Lorbeeren der Preisrichter seinerzeit eingesackt hatte, ist irgendwie verständlich; Vetiverus erschien da, so scheint mir, nicht groß auf dem Radar - zu unrecht, meiner Meinung nach. Ein bemerkenswert wuchtiges Zeug, ein mutiges olfaktorisches Experiment - und ein gelungenes obendrein.
Der Duft startet herbsüß und teerig-rauchig: als hätte man fleischige, bernsteinfarbene Trockenaprikosen aufgerissen und sie sogleich genussvoll durch eine Schale Teer gezogen.
Diese harsche und herbe Kombi mag durchaus animalisch anmuten - mir kommt jedoch Salamanca in den Sinn: aber gut abgestimmt mit der Urversion von Bat (2015).
Vetiverus könnte locker aus der Ideenkiste von Dr. Ellen Covey stammen - so überraschend erscheint er zu den ansonsten monothematischen und sorgenbefreiten Synthetik-Experimenten aus dem Lab des Avantgärtners Oliver Valverde.
Teerige Rauchnoten und herbe, überreife, fruchtledrige Süße erzeugen hier einen wunderbaren und wandlungsfähigen, mittelschweren Duft:
Auf Kleidung gesprüht, verfangen sich die ersten Akkorde im Stoff, und erstarren.
Auf der Haut entfaltet sich dagegen - nach mehreren Stunden - ein grüner Vetiver mit einem schönen Osmanthus-Einschlag. Ich als Hobby-Nase, glaube hier beide Noten gut wahrnehmen zu können, und der lange schwarze Asphaltweg durch den feuchtwarmen Fruchtleder-Dschungel gefällt mir ausgesprochen gut.
Teer und Rauch mit Blumen oder Früchten zu garnieren, ist wohl nicht mehr die absolute Avantgarde, dennoch ist Vetiverus mit seinen zwei Zündstufen - der schönen Metamorphose aus dem Süßen und Pechschwarzen ins Grüne und Spritzige, kaum eine Provokation, sondern eine recht gut durchdachte Komposition.
Dass "Ambergreen | Avant-Garden Lab / Oliver & Co." mit seiner Gemüsefrische die Lorbeeren der Preisrichter seinerzeit eingesackt hatte, ist irgendwie verständlich; Vetiverus erschien da, so scheint mir, nicht groß auf dem Radar - zu unrecht, meiner Meinung nach. Ein bemerkenswert wuchtiges Zeug, ein mutiges olfaktorisches Experiment - und ein gelungenes obendrein.
5 Antworten
Bloodxclat vor 4 Jahren
Effektiv, gelungenes Experiment!
Sweetscent vor 4 Jahren
Sehr spannend beschrieben, klingt interessant.
Foxear vor 4 Jahren
Tönt nach einem überaus soliden Erzeugnis aus dem Labor
Vrabec vor 4 Jahren
Sehr schöner Kommentar. Teer, herbe Süße und Vetiver: alles mein Geschmack! Klingt echt gelungen:)
Floyd vor 4 Jahren
Dr. Covey mag ich ja sehr, Salamanca auch. Könnte mir gefallen!

