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Le Pere du Noire

8.3 / 10 28 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Duftkumpels für Damen und Herren. Das Erscheinungsjahr ist unbekannt. Der Duft ist würzig-ledrig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird noch produziert.
Vergleich
Ähnliche Düfte
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Duftrichtung

Würzig
Ledrig
Holzig
Rauchig
Erdig

Duftnoten

Java-Vetiver AbsolueJava-Vetiver Absolue Kaschmir-Safran AbsolueKaschmir-Safran Absolue NagarmothaNagarmotha HedionHedion sibirisches Bibergeilsibirisches Bibergeil Arabica-Kaffee CO2Arabica-Kaffee CO2 bulgarische Rose Ottobulgarische Rose Otto PheromonePheromone spanisches Labdanum Absoluespanisches Labdanum Absolue
Bewertungen
Duft
8.328 Bewertungen
Haltbarkeit
8.424 Bewertungen
Sillage
7.725 Bewertungen
Flakon
8.523 Bewertungen
Eingetragen von Floyd · letzte Aktualisierung am 08.07.2025.
Quellenbasiert & geprüft

Duftet ähnlich

Womit der Duft vergleichbar ist

Rezensionen

3 ausführliche Duftbeschreibungen
8Duft 9Haltbarkeit 8Sillage
Marieposa

90 Rezensionen
Marieposa
Marieposa
Top Rezension 30  
Pans Labyrinth
Die Rauchwolken der Detonationen sind mir gefolgt bis in das undurchdringliche Schwarz-Grün der nächtlichen Wälder, durch die schneidend scharfen, hochaufragenden Gräser und Farne, bis zu den kargen Ästen des toten Baumes. Mir ist, als könne ich ihre Stimmen in der Ferne hören, wie sie harsche Befehle bellen, den rot glühenden Safranflammen entfliehen oder sich ihrem prasselnden Züngeln ergeben, denn zum Löschen ist es längst zu spät.
Ich schließe meine Finger fester um die drei magischen Steine, damit sie sich in meiner Hand erwärmen wie Leder, krieche auf bloßen Knien durch den Schlamm, hinein in die schier endlose Dunkelheit des Baumes, wo wogende Wurzeln sich wie gierige Finger recken, sich Moos und Flechten mit meinem Haar verweben, sich Käfer und Gewürm um meine Glieder ringeln. Spuren von Brandgeruch sind mir gefolgt, von Benzin. Mit im Schlick versinkenden Händen gelingt es mir kaum, die Steine festzuhalten oder den Tierspuren zwischen den Baumwänden zu folgen, doch ich gebe nicht auf, bis ein Tropfen Blut im Mondlicht leuchtet und verlorene Blüten an totgeglaubten Zweigen sprießen. Denn ich bin Prinzessin Moanna und ich habe keine Angst.

**

Manchmal ist es unglaublich, wie unmittelbar und intensiv ein Duft eine ganz bestimmte Erinnerung oder Assoziation erwecken kann. Im Fall von Le Pere du Noire – an dem ich schon seit einer ganzen Weile herumschnuppere, mich aber bis heute nicht getraut habe, den Duft richtig zu tragen – ist es so, dass ich ganz unmittelbar die Filmmusik von Pans Labyrinth in meinem Kopf höre.
Die Kopfnote, in der ich vor allem die scharfen Facetten von Vetiver, Nagarmotha und Safran wahrnehme, lodert bedrohlich wie ein näherkommendes Feuer, in dem immer wieder kleine Benzinwolken detonieren – und vielleicht fühle ich mich ein bisschen wie Guillermo del Toros Ofelia, als sie am Ende des Films mit ihrem Babybruder im Arm dem flammenden Inferno in Vidals Hauptquartier entflieht.
Die Schärfe hält noch eine Weile an und ich kämpfe mich durch die lanzenartigen, scharfkantigen Blätter von Vetivergräsern, bevor der Duft immer kühler und erdiger zu werden scheint. Offenbar bin ich immer noch Ofelia, aber nun zu einem früheren Zeitpunkt im Film, denn ich sinke auf die Knie und krieche über schlammige Böden ins Innere des toten Baumes. Die erdig-wurzeligen Facetten des Vetiver verbinden sich mit kaltem, bitterem Grün und den rauchig-ledrigen Seiten von Nagarmotha, das eine Erinnerung an das initiale Inferno wachhält. Da ist auch eine mineralische Note, deren Herkunft ich nicht deuten kann, und immer wahrnehmbarer Castoreum. Tiere müssen ihre Fähren auf meinem Weg hinterlassen haben.
Während sich mein Herzschlag beschleunigt, versuche ich, etwas Blumiges im Duft auszumachen. Rosen sind normalerweise nicht meine besten Freunde, aber in dieser schwarzgrünen Dunkelheit wäre mir ihre Süße ein kleiner Wegweiser und immerhin sind sie unter den Duftnoten gelistet. Interessanterweise gelingt es mir erst in der etwas wärmeren, ledrigen Basis, etwas Rosenähnliches auszumachen – ein paar wenige weiche Blütenblätter mildern schließlich den Duft und eine metallische Note, die mich an Blut erinnert, bohrt sich wie eine Nadel in meine Haut. Verwundert bin ich nicht über diese Entwicklung, schließlich wird auch im Film Ofelias Blut vergossen, bevor der totgeglaubte Baum wieder Blüten treiben kann.
Die Duftreise, auf die mich Le Pere du Noire entsendet, ist unglaublich intensiv und genauso fesselnd und verstörend wie Guillermo del Toros dunkles Märchen. Und so, wie der Film die Kraft des Ungehorsam und der Vielstimmigkeit inszeniert, wagt es auch der Duft, sich dem allgegenwärtigen Gefälligkeitsdiktat zu entziehen, ohne die Tragbarkeit einzubüßen.

Einen Filmtrailer gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=nxDKN4wwo5k

Lieber Floyd, ich danke dir für die Testgelegenheit – und auch wenn mir hier Pans Labyrinth in den Sinn kam, bist du selbstverständlich immer noch mein Lieblingsfaun.
Aktualisiert am 13.10.2024 - 08:20 Uhr
29 Antworten
9.5Duft 8Haltbarkeit 8Sillage
Camino74

1 Rezension
Camino74
Camino74
Hilfreiche Rezension 12  
Vantablack

Schwarz ist nicht gleich schwarz. Vielmehr gibt es eine Reihe von Steigerungsformen dieser Nicht-Farbe. Für alle, die schon über Ralph Laurens „Double Black“ schmunzeln mussten, daher eine nicht mehr ganz aktuelle Meldung aus dem Wikipedia-Kosmos: „Anish Kapoor, ein sehr wohlhabender britische Künstler, hat sich 2016 das Patent an der gestalterischen Nutzung des schwärzesten Materials der Welt – Vantablack - gesichert. Der Zugriff auf dieses aus gerichteten Kohlenstoffnanoröhrchen aufgebaute Material blieb anderen damit verwehrt.“ Dank „Le Père du Noire“ kann es jetzt zumindest jeder riechen.
Die Eröffnung dieses Duftes ist tatsächlich wie das Eintauchen in ein lichtschluckendes Schwarz: opak, monolithisch und dicht, dabei gleichzeitig kühl und ohne jede Süße. Zunächst überwiegt ein medizinischer Eindruck mit zartem Rauch über schwarzgrünem Vetiver, einer bitteren, öligen Nuß und nach und nach einer Ledernote. Die langsame Abschwächung der olfaktorischen Dunkelheit gleicht mit zunehmender Tragedauer dem Sonnenaufgang unter einer Aschewolke – 12 Stunden Dämmerung. Wie in Zeitlupe entwickelt sich die synästhetische Assoziation dabei von Schwarz nach Dunkelgrün.
Highlight, Herz, beziehungsweise Dreh- und Angelpunkt ist die außergewöhnliche Vetivernote. Der Duft ist so komponiert, dass dieses Material sich voll entfalten und uneingeschränkt glänzen kann. Absolut zu Recht! Im Vergleich mit anderen Düften, die Vetiver in den Mittelpunkt stellen, erscheint die Note hier weniger stechend, eine ganze Oktave tiefer gestimmt, voluminöser und komplexer; das ist auch der geschickten Kombination mit anderen Materialien geschuldet, aber der schwarz-grüne Effekt hätte ohne das vom Hersteller aufgeführte „Vintage Java-Vetiver Absolue“ vermutlich nicht erzielt werden können. Da kann man nur bedauern, dass der verwendete Rohstoff mit dieser Charge von „Le Pére Du Noire“ verbraucht sein dürfte.
Das Dufterlebnis endet mit einem sanften „fade out“: Gras und Wurzeln (kaum auszumachen wo hier Vetiver endet und Nagarmotha beginnt), Leder und noch immer ein Rauchschleier. Ja, jetzt zeigt sich sogar etwas Wärme – auf der Haut deutlicher, als auf Papier. Ein schöner Kontra- und Schlußpunkt zum Hauptthema.
Der beeindruckende und kompromisslose „Père Du Noire“ war zu guter Letzt auch der Anlass dafür, diese erste Rezension zu verfassen und mich damit der Parfumo-Gemeinde vorzustellen, der ich bei dieser Gelegenheit für viele Stunden Lesegenuss, Horizonterweiterung und großartige Unterhaltung danke. Ad multos annos!
4 Antworten
8.5Duft 8Haltbarkeit 7Sillage
Floyd

571 Rezensionen
Floyd
Floyd
Top Rezension 65  
Der Schöpfer der Schatten
Spürst Du den Schöpfer der schwarzen Schatten, er lässt die weiten Wiesen versotten, legt Rauchfäden von safranroten Streichholzköpfen an die dunklen Terpene der hohen Gräser, an die Halme von Rohöl getränktem Leder, die in Zeitlupe zu schwelender Erde zerplatzen, zu Wermut tropfenden feuchten Wurzeln, verwirbelnd in bittergrünen Harzen, fliegenden Funken aus Kardamom, die zischend in sumpfigen Moosen verglühen und in morschen Hölzern ertrinken. Fast so wie in finsteren Seen. Ihre Oberflächen glänzen von Rosenbenzin, sind Untiefen aus Pheromonen darin, in welchen sich Tierhäute spiegeln, die durch die Nebel der Nächte streunen und Dich mitnehmen, irgendwohin.
**
Die Duftkumpels haben sich das Ziel gesetzt, westlichen Liebhabern orientalische Düfte aus seltenen und hochwertigen Rohstoffen zu fairen Konditionen zugänglich zu machen. In "Le Pere du Noire" ist das von Beginn an ein Vintage Java-Vetiver Absolue, holzig-erdig, graswurzel-terpenartig, fast schon mit Anklängen an Benzin, bittergrün-würzig, moosig, dessen rauchig-ledrige Aromen von einem Vintage Kaschmir-Safran Absolue hervorgehoben werden, bei mir Assoziationen von Streichholzrauch und wildem Leder wecken. Ähnlich holzig-erdig und rauchig-ledrig zeigt sich das indische Nagarmotha, worin das dunkle Java-Vetiver seine Fortführung findet, genauso wie dessen ledrige Nuancen in einem animalischeren Castoreum, das offenbar mit einem Labdanumharz der eher herberen Sorte verblendet wurde. Sie halten sich allerdings eher zurück. Die bulgarische Rose schlüpft für mich in die Rolle der säuerlichen Graswurzelnoten, die in all dem ledrig-erdig-terpenigen Rauch vernebelt scheinen. Das von den Duftkumpels verwendete synthetische Pheromon Hedion, was in diesem Duft verbaut wurde, soll dem Duft von menschlicher Haut nahe kommen, leicht ledrig riechen. Es dient hauptsächlich als Katalysator, der den Gesamteindruck unterstreichen soll, der noch über etliche Stunden moderat bis hautnah langsam die rauchig-ledrigen Aromen ablegt und in erdig-terpenigen Graswurzelnoten verweilt.
Aktualisiert am 28.05.2024 - 03:36 Uhr
54 Antworten

Statements

13 kurze Meinungen zum Parfum
38
59
Mimikry der Finsternis!
Hier werden düsterste Schmetterlinge geboren in ölig-ledrigsten Vetiver und Castoreum. Verpupp Dich und flieg…!
59 Antworten
38
68
tiefdunkles Fühlen und Wünschen
Wurzelgrundvetiver
aus namenloser Schwärze umscheint mich
Himmelsahnung
Rosensafranfunken im Seelendunkel
68 Antworten
19
18
Schwarzer Kaffee im Gras
Hölzerne Erde
Kuschelledrig
Unsüß, leicht bitter doch auch zärtlich
18 Antworten
vor 1 Jahr
15
15
Vetiver war danach vermutlich aus; erdiges Nagarmotha, dunkle Kaffeebohnen, das ergibt eine herbe Mischung. Andere Noten gut akzentuiert.
15 Antworten
13
12
Put your face on Maskenmensch! Sieh: schwarze Glasspitzen rekristallisieren glitzernd im Schein kosmetischer Licht- und Schattenspielereien
12 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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