
ElysaShades
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Ich und mein Pech mit den Sharings
Als der Duft rauskam, musste ich ihn unbedingt haben. also hab ich ein Sharing veranstaltet. Leider habe ich bei Sharings meistens kein Glück, deswegen mach ich mittlerweile keine mehr. Sofern es mich mal wieder überkommt, tut euch selbst einen Gefallen und tragt euch NICHT ein. Es besteht die Gefahr, dass der Duft plötzlich nicht mehr lieferbar ist, die Post den Duft zwar als "geliefert" vermerkt, er aber nie bei mir ankommt, der Deckel vom Flakon nicht abgehen will (Schöne Grüße an die Schüttflakons von Guerlain) oder die Abfüllungen auslaufen.
Bei Gemma di Paradiso liefs nicht ganz so schlimm. Ich kam nur, als das Sharing halbvoll war und ich den Duft vor dem Kauf im Laden probegesprüht hab, drauf, dass er mir nicht wirklich gefällt. Hatten aber schon alle bezahlt. Sharing abblasen ist nicht mehr... Nein, ich lass solche Sachen mittlerweile bleiben!
Interessanterweise ist Gemma di Paradiso einer der wenigen Cavalli-Düfte, die vor den Nasen der strengen Youtube-Community Gnade finden. Mir gehts genau umgekehrt. Ich liebe die Cavalli-Düfte alle, außer den hier.
Der Gesamteindruck ist fruchtig und Traubenzucker. Erst Traubenzucker mit Birnengeschmack und etwas Spritzig-aquatischem. dann Traubenzucker mit Birnengeschmack und süßem, leicht stechenden Jasmin. Das war es dann auch schon. Sillage gibts kaum, wenn man mehr sprüht, etwa 2 Stunden. Aber an der Kleidung hält der Duft weit über 12 Stunden. Der Gesamteindruck ist irgendwo zwischen OK und nervig. Bin hier schon enttäuscht, weil ich halt die Cavalli-Düfte an sich alle mag. Da sind dann die Ansprüche höher. Wenn wir hier einen 10€-Duft von Tom Tailor oder so hätten, würd ich ihn schon ganz in Ordnung finden... aber trotzdem eher nicht kaufen. Schade!
Was mich hier stört, dürfte die Duftnote Petalia sein. Bei Cassili und Missoni ist das Zeug ja auch drin und da muss ich auch immer an Traubenzucker denken. Laut Parfumo sollte Petalia ja eher nach Rose und Maiglöckchen riechen, tuts hier aber kein Stück. Das Einzige, was hier blumig riecht, ist der Jasmin. Wenn das anders wär, würd mir der Duft vielleicht sogar gefallen. Oder ich versuch mal, ihn im Winter zu tragen. Die fruchtig-leichten Düfte passen für mich eigentlich eher in den Sommer, aber wer weiß. Möglicherweise entwickelt sich die mich störende Duftnote bei kaltem Wetter anders. Wenn ihr dahingehend Erfahrungen gemacht habt, teilt sie mir gern mit.
Bei Gemma di Paradiso liefs nicht ganz so schlimm. Ich kam nur, als das Sharing halbvoll war und ich den Duft vor dem Kauf im Laden probegesprüht hab, drauf, dass er mir nicht wirklich gefällt. Hatten aber schon alle bezahlt. Sharing abblasen ist nicht mehr... Nein, ich lass solche Sachen mittlerweile bleiben!
Interessanterweise ist Gemma di Paradiso einer der wenigen Cavalli-Düfte, die vor den Nasen der strengen Youtube-Community Gnade finden. Mir gehts genau umgekehrt. Ich liebe die Cavalli-Düfte alle, außer den hier.
Der Gesamteindruck ist fruchtig und Traubenzucker. Erst Traubenzucker mit Birnengeschmack und etwas Spritzig-aquatischem. dann Traubenzucker mit Birnengeschmack und süßem, leicht stechenden Jasmin. Das war es dann auch schon. Sillage gibts kaum, wenn man mehr sprüht, etwa 2 Stunden. Aber an der Kleidung hält der Duft weit über 12 Stunden. Der Gesamteindruck ist irgendwo zwischen OK und nervig. Bin hier schon enttäuscht, weil ich halt die Cavalli-Düfte an sich alle mag. Da sind dann die Ansprüche höher. Wenn wir hier einen 10€-Duft von Tom Tailor oder so hätten, würd ich ihn schon ganz in Ordnung finden... aber trotzdem eher nicht kaufen. Schade!
Was mich hier stört, dürfte die Duftnote Petalia sein. Bei Cassili und Missoni ist das Zeug ja auch drin und da muss ich auch immer an Traubenzucker denken. Laut Parfumo sollte Petalia ja eher nach Rose und Maiglöckchen riechen, tuts hier aber kein Stück. Das Einzige, was hier blumig riecht, ist der Jasmin. Wenn das anders wär, würd mir der Duft vielleicht sogar gefallen. Oder ich versuch mal, ihn im Winter zu tragen. Die fruchtig-leichten Düfte passen für mich eigentlich eher in den Sommer, aber wer weiß. Möglicherweise entwickelt sich die mich störende Duftnote bei kaltem Wetter anders. Wenn ihr dahingehend Erfahrungen gemacht habt, teilt sie mir gern mit.
Gibts den überhaupt noch??
Ich hab ihn schon lang nicht mehr im Laden gesehen. Verschwindet wohl unrühmlich in der Versenkung, was mich eigentlich schon wundert. Wir haben hier einen typischen Fruitchuly. sowas war doch mal ziemlich angesagt.
Die Kopfnote riecht nach Traubenzucker. Mit Brombeere hat das nicht viel zu tun. Traubenzucker mit Fruchtgeschmack. Und Vinyl? Ich rieche hintergründig etwas Scharfes, könnte man mit viel Fantasie mit Vinyl assoziieren. Mir gefällt die Kopfnote jedenfalls nicht. Zu zuckrig, zu spitz und zu unatürlich.
Die blumige Herznote erinnert tatsächlich etwas an Partis. eine süße, schwere Rose. Sehr ladylike, man könnte auch sagen, altmodisch. Gefällt mir an sich gut (ich liebe YSL Paris), aber hier kommt sie etwas unerwartet um die Ecke nach der quietschigen Kopfnote. Das wirkt sehr unausgewogen, aber irgendwie auch interessant. Je länger ich dran schnupper, desto besser gefällts mir dann doch. vorallem die Basisnote, in der ich in erster Linie den Patchouli wahrnehme, umhüllt den Rosenduft wunderbar weich. Es wirkt ein bisschen aus der Zeit gefallen. Ich erinnere mich, dass es vor 15 Jahren einige Düfte dieser Art gab. Oft noch mit einer alkoholischeren Kopfnote. Paco Rabanne Black XS for her fällt mir da ein. Oder Miss Wild von Joop!. Die waren damals total angesagt. Heute rieche ich die nirgendwo mehr. Parisienne kann sich da gut mit einreihen. An sich zumindest, weil was Parisienne hervorstechen lässt ist, dass die Herznote für meiin Empfinden sehr klassisch riecht. Sowas hatte man bei ähnlichen Düften nicht und wirkt auch erstmal so, als würds überhaupt nicht dazupassen. Ich mjusste mich da echt dran gewöhnen. Mir fällt auch kein vergleichbarer Duft ein, der heute am Markt wär, bzw. sowas wie angesagt ist, in der Community. Wahrscheinlich muss man noch 10 Jahre warten, bis sowas wieder in Miode kommt.
Was mir außerdem nicht gefällt ist, dass der Duft gen Ende hin eine immer stärkere Plastiknote bekommt. (von wegen Vinyl??)
Parisienne ist auf jeden Fall momentan(!) nur was für Leute, die sich nicht um Trends kümmern (und dies auch nicht stört, wenn sie nach 2010 riechen). Und selbstfür damals war Parisienne wohl eher eigen, wegen der klassichen Herznote. Da brauchts schon ein bisschen Mut.
Parisienne ist für mich ein Duft, den man auf jeden Fall mal testen sollte (der Kuriosität wegen), aber zulegen sollte man ihn sich nicht, ohne ihn vorher ein paarmal getragen zu haben.
Die Kopfnote riecht nach Traubenzucker. Mit Brombeere hat das nicht viel zu tun. Traubenzucker mit Fruchtgeschmack. Und Vinyl? Ich rieche hintergründig etwas Scharfes, könnte man mit viel Fantasie mit Vinyl assoziieren. Mir gefällt die Kopfnote jedenfalls nicht. Zu zuckrig, zu spitz und zu unatürlich.
Die blumige Herznote erinnert tatsächlich etwas an Partis. eine süße, schwere Rose. Sehr ladylike, man könnte auch sagen, altmodisch. Gefällt mir an sich gut (ich liebe YSL Paris), aber hier kommt sie etwas unerwartet um die Ecke nach der quietschigen Kopfnote. Das wirkt sehr unausgewogen, aber irgendwie auch interessant. Je länger ich dran schnupper, desto besser gefällts mir dann doch. vorallem die Basisnote, in der ich in erster Linie den Patchouli wahrnehme, umhüllt den Rosenduft wunderbar weich. Es wirkt ein bisschen aus der Zeit gefallen. Ich erinnere mich, dass es vor 15 Jahren einige Düfte dieser Art gab. Oft noch mit einer alkoholischeren Kopfnote. Paco Rabanne Black XS for her fällt mir da ein. Oder Miss Wild von Joop!. Die waren damals total angesagt. Heute rieche ich die nirgendwo mehr. Parisienne kann sich da gut mit einreihen. An sich zumindest, weil was Parisienne hervorstechen lässt ist, dass die Herznote für meiin Empfinden sehr klassisch riecht. Sowas hatte man bei ähnlichen Düften nicht und wirkt auch erstmal so, als würds überhaupt nicht dazupassen. Ich mjusste mich da echt dran gewöhnen. Mir fällt auch kein vergleichbarer Duft ein, der heute am Markt wär, bzw. sowas wie angesagt ist, in der Community. Wahrscheinlich muss man noch 10 Jahre warten, bis sowas wieder in Miode kommt.
Was mir außerdem nicht gefällt ist, dass der Duft gen Ende hin eine immer stärkere Plastiknote bekommt. (von wegen Vinyl??)
Parisienne ist auf jeden Fall momentan(!) nur was für Leute, die sich nicht um Trends kümmern (und dies auch nicht stört, wenn sie nach 2010 riechen). Und selbstfür damals war Parisienne wohl eher eigen, wegen der klassichen Herznote. Da brauchts schon ein bisschen Mut.
Parisienne ist für mich ein Duft, den man auf jeden Fall mal testen sollte (der Kuriosität wegen), aber zulegen sollte man ihn sich nicht, ohne ihn vorher ein paarmal getragen zu haben.
1 Antwort
Scandal mit Holzhammer
Mit Gsultier tu ich mir ein bisschen schwer. Der originale Le Mâle ist mein absoluter Anti-Duft und die Damen-Düfte sind mir einfach meistens zuviel.
Scandal by Night riecht für mich wie eine Mischung aus dem normalen Scandal und Classique (liegt wohl daran. dass Tonkabohne ähnlich riecht wie die Vanille-Moschus-Basis in Classique).
Ich sprühe Scandal by Night immer sehr vorsichtig und sparsam. da er sonst viel zu intensiv ist. Ich rieche anfangs schwere und (durch den Honig) süße Tuberose. Nach einer guten Stunde zeigt sich die Vanille. Süß, üppig, schwer. Im weiteren Verlauf rieche ich dann nur mehr Honig,. allerdings mit etwas herbem Unterton, was vermutlich vom Patchouli kommt. Als solches rausriechen kann ichs nicht; aber es bewirkt ; dass der Duft nicht NUR klebsüß ist.
Scandal ist ein sehr simpler und sehr intensiver Duft. Nicht elegant, nichr verspielt, nicht subtil. Er ist ein Holzhammer! Ich denk, zu mir passt das ganz gut, da ich einen ziemlich schrillen Kleidungsstil habe. Trotzdem hab ich auf diese "Klotzdüfte" nicht so oft Lust. Eher wenn ich einen schlechten Tag habe und einen "Boost" brauche.
Scandal by Night riecht für mich wie eine Mischung aus dem normalen Scandal und Classique (liegt wohl daran. dass Tonkabohne ähnlich riecht wie die Vanille-Moschus-Basis in Classique).
Ich sprühe Scandal by Night immer sehr vorsichtig und sparsam. da er sonst viel zu intensiv ist. Ich rieche anfangs schwere und (durch den Honig) süße Tuberose. Nach einer guten Stunde zeigt sich die Vanille. Süß, üppig, schwer. Im weiteren Verlauf rieche ich dann nur mehr Honig,. allerdings mit etwas herbem Unterton, was vermutlich vom Patchouli kommt. Als solches rausriechen kann ichs nicht; aber es bewirkt ; dass der Duft nicht NUR klebsüß ist.
Scandal ist ein sehr simpler und sehr intensiver Duft. Nicht elegant, nichr verspielt, nicht subtil. Er ist ein Holzhammer! Ich denk, zu mir passt das ganz gut, da ich einen ziemlich schrillen Kleidungsstil habe. Trotzdem hab ich auf diese "Klotzdüfte" nicht so oft Lust. Eher wenn ich einen schlechten Tag habe und einen "Boost" brauche.
Die Teenie-Schwester von Tuscan Leather
Abgerocktes Leder und dazu zarte Blümchen und süße Früchtchen. Tom Ford hat da einen Trend gestartet, auf den auch MAC aufgesprungen ist, dabei aber Eigenständigkeit beweist.
Insgesamt kommt Ruby Woo natürlich zarter und einfacher daher. Wenn Tuscan Leather der arrogante Blackmetaller ist (siehe mein Kommentar), Ombre Leather 16, der etwas nettere, aber immer noch versnobte Bruder, ist Ruby Woo die kleine Teenager-Schwester, die auf Avril Lavigne steht (oder ein zeitgemäßes Pendant, von dem alte Frauen wie ich noch nix mitbekommen haben).
Ich rieche hier gern getragenes Leder. Der Blackmetal-Bruder hat wohl seine Jacke von den Patches befreit und sie seiner Schwester vererbt. Sehr nett von ihm. Und Klein-Ruby fühlt sich damit voll edgy. Auch wenn sie im Mundwinkel einen Kirschlolli kleben hat und das Taschengeld nicht für Parfum, sondern nur für ein Veilchen-Bodyspray gereicht hat. Wenn sie groß ist, wird sie bestimmt mal eine coole Rockerbraut.
Wer sich also girliemäßig süß und nur ein ganz kleines bisschen verwegen fühlen möchte, darf gern zu Ruby Woo greifen. Die Ledernote fügt dem, ansonsten schon ziemlich quietschigen Duft schon eine gewisse Extravaganz hinzu. Mit den oben genannten TFs hat er allerdings nichts gemeinsam. Diese sind nicht ansatzweise so süß ubd das Leder ist viel präsenter. Eher würd ich ihn mit dem eingestellten Gucci-Première vergleichen, (plus Kirschlollis natürlich).
Mir macht der Duft Spaß. Ich trag ihn aber lieber Zuhause, weil das, was er für mich darstellt, absolut nicht meinem Wesen entspricht. Bin halt kein Girlie mehr. Aber hin und wieder mag ich zumindest so riechen.
Insgesamt kommt Ruby Woo natürlich zarter und einfacher daher. Wenn Tuscan Leather der arrogante Blackmetaller ist (siehe mein Kommentar), Ombre Leather 16, der etwas nettere, aber immer noch versnobte Bruder, ist Ruby Woo die kleine Teenager-Schwester, die auf Avril Lavigne steht (oder ein zeitgemäßes Pendant, von dem alte Frauen wie ich noch nix mitbekommen haben).
Ich rieche hier gern getragenes Leder. Der Blackmetal-Bruder hat wohl seine Jacke von den Patches befreit und sie seiner Schwester vererbt. Sehr nett von ihm. Und Klein-Ruby fühlt sich damit voll edgy. Auch wenn sie im Mundwinkel einen Kirschlolli kleben hat und das Taschengeld nicht für Parfum, sondern nur für ein Veilchen-Bodyspray gereicht hat. Wenn sie groß ist, wird sie bestimmt mal eine coole Rockerbraut.
Wer sich also girliemäßig süß und nur ein ganz kleines bisschen verwegen fühlen möchte, darf gern zu Ruby Woo greifen. Die Ledernote fügt dem, ansonsten schon ziemlich quietschigen Duft schon eine gewisse Extravaganz hinzu. Mit den oben genannten TFs hat er allerdings nichts gemeinsam. Diese sind nicht ansatzweise so süß ubd das Leder ist viel präsenter. Eher würd ich ihn mit dem eingestellten Gucci-Première vergleichen, (plus Kirschlollis natürlich).
Mir macht der Duft Spaß. Ich trag ihn aber lieber Zuhause, weil das, was er für mich darstellt, absolut nicht meinem Wesen entspricht. Bin halt kein Girlie mehr. Aber hin und wieder mag ich zumindest so riechen.
Ausgebremst
Ich liebe dunkle, opulente Rosendüfte! Deswegen wars keine langwierige Entscheidung, dass Soir d'Orient bei mir einziehen würde. Trotz des, für einen Designerduft, sehr stolzen Preises.
Ich rieche hier einen typischen Rosen-Oud ohne Schnickschnack. Und ja, ich weiss, in der Duftpyramide steht nix von Oud. Es ist wohl die Basisnoten-Kombi, die den Eindruck entstehen lässt. Safran macht den Duft süß und Pfeffer etwas spritzig, die Geranie setzt auch noch Akzente, aber der Star der Vorstellung bleibt die tiefdunkle Rose. Solide Angelegenheit
Also jeder, der z B. Armani's Rose d'Arabie mag, darf hier bedenkenlos zugreifen.
Ich bin nur etwas enttäuscht von der Performance. Sisley ist zwar nicht für Beastmode bekannt, trotzdem suggerieren mir der Name Soir d'Orient und auch der Duft selbst, eine gewisse Opulenz, die aber nicht vorhanden ist. Zwar hält er brav den ganzen Tag durch,bleibt aber sehr dezent und flach, als würd er sich nicht trauen. Mich frustriert das etwas, weil ich der Meinung bin, dass diese dunklen Rosendüfte einfach Rumms brauchen. Der Gesamteindruck ist hier also leider ziemlich unstimmig, auch wenn der Duft selber echt schön ist.
Sisley hätte das Konzept vom "orientalischen Abend" einfach mehr durchziehen sollen. 2015 gabs solche Düfte im Designerbereich eher selten, und garantiert wäre er einigen Damen zu heftig gewesen (Da fällt mir sogar ein, dass ich mich mal mit einer Dame um die 70 unterhalten habe, die mir erzählt hat, dass sie am liebsten Sisley trägt "außer den Dunklen, der ist ihr zu schwer"). So iat er irgendwie weder Fisch noch Fleisch. Wenn ich einen opulenten Rosenduft will, greif ich zu Rose d'Arabie oder auch Noir de Noir, wenn ich was Dezentes will, nehm ich eins von den Sisley-Eaux. Schade, hätte man mehr draus machen können.
Ich rieche hier einen typischen Rosen-Oud ohne Schnickschnack. Und ja, ich weiss, in der Duftpyramide steht nix von Oud. Es ist wohl die Basisnoten-Kombi, die den Eindruck entstehen lässt. Safran macht den Duft süß und Pfeffer etwas spritzig, die Geranie setzt auch noch Akzente, aber der Star der Vorstellung bleibt die tiefdunkle Rose. Solide Angelegenheit
Also jeder, der z B. Armani's Rose d'Arabie mag, darf hier bedenkenlos zugreifen.
Ich bin nur etwas enttäuscht von der Performance. Sisley ist zwar nicht für Beastmode bekannt, trotzdem suggerieren mir der Name Soir d'Orient und auch der Duft selbst, eine gewisse Opulenz, die aber nicht vorhanden ist. Zwar hält er brav den ganzen Tag durch,bleibt aber sehr dezent und flach, als würd er sich nicht trauen. Mich frustriert das etwas, weil ich der Meinung bin, dass diese dunklen Rosendüfte einfach Rumms brauchen. Der Gesamteindruck ist hier also leider ziemlich unstimmig, auch wenn der Duft selber echt schön ist.
Sisley hätte das Konzept vom "orientalischen Abend" einfach mehr durchziehen sollen. 2015 gabs solche Düfte im Designerbereich eher selten, und garantiert wäre er einigen Damen zu heftig gewesen (Da fällt mir sogar ein, dass ich mich mal mit einer Dame um die 70 unterhalten habe, die mir erzählt hat, dass sie am liebsten Sisley trägt "außer den Dunklen, der ist ihr zu schwer"). So iat er irgendwie weder Fisch noch Fleisch. Wenn ich einen opulenten Rosenduft will, greif ich zu Rose d'Arabie oder auch Noir de Noir, wenn ich was Dezentes will, nehm ich eins von den Sisley-Eaux. Schade, hätte man mehr draus machen können.