Manchmal stolpert man über Düfte, die sich anfühlen wie eine Zeitreise. Der Hugo Boss Spirit ist genau so ein Kandidat. Wer hier moderne Süße oder spacige Moleküle sucht, ist definitiv an der falschen Adresse. Das Ding ist klassisch, durch und durch.
Der Spirit startet recht markant und würzig. Ich kriege sofort diese typische „Frisch oldschool geduscht, aber mit Charakter“-Aura. Er ist maskulin, ohne dabei so breitbeinig aufzutreten wie manch andere 80er-Jahre Kracher. Es ist eher dieser gepflegte, zeitlose Stil der fast 90er.
Souverän, sauber und bodenständig.
Ein klassischer Fougère-Verwandter, der nicht altbacken, sondern eher wie ein „echtes Original“ wirkt.
Leider ist das Original ja mittlerweile fast nur noch zu Mondpreisen im Netz zu finden, wenn man überhaupt noch einen gut erhaltenen Flakon erwischt. Wer den Duft liebt, aber keine Lust auf gekippte Vintage-Plörre hat, sollte mal einen Blick auf die deutsche Marke Monkouku werfen. Die haben eine Inspiration , den
Velvet Intrigue im Sortiment, die den Nagel wirklich auf den Kopf trifft. Riecht für mich quasi identisch und rettet einem das DNA-Erlebnis in die heutige Zeit.