Dunkel, rauchig, eigenständig. Aber verführerisch?
Burning for Oud ist für mich ein durchaus gelungener Duft, bei dem vor allem das Oud und der Ingwer klar zum Vorschein kommen.
Dazu gesellen sich rauchige, holzige und weihrauchartige Eindrücke, die dem Ganzen eine dezemt dunkle Ausstrahlung verleihen.
Trotz dieser markanten Noten empfinde ich den Duft insgesamt als harmonisch und gut abgestimmt. Er hat Charakter und einen gewissen Wiedererkennungswert, ohne für meine Nase gleich völlig aus dem Rahmen zu fallen.
Was die Jahreszeit betrifft, bin ich mir ziemlich sicher: Burning for Oud ist für mich ein absoluter Winterduft.
Etwas schwieriger finde ich dagegen die Frage, zu welchem Anlass ich ihn am liebsten tragen würde.
Grundsätzlich könnte ich ihn mir durchaus bei einem Date vorstellen. Allerdings fehlt mir persönlich dafür ein bisschen diese raffinierte, sinnliche Verführung, die ich an manchen anderen Düften so schätze.
Und trotzdem glaube ich, dass Burning for Oud eine gewisse Anziehungskraft haben kann.
Vielleicht liegt es an dieser leicht animalischen Seite, die ich durch das Oud wahrnehme. Der Duft wirkt auf mich dadurch etwas rauer, ursprünglicher und weniger gefällig.
Das kann durchaus seinen Reiz haben.
Aber für mich ist eben nicht jeder Duft, der anziehend wirkt, automatisch auch besonders verführerisch.
Burning for Oud gehört eher in die erste Kategorie.
Ich finde ihn gut tragbar, obwohl er alles andere als ein gewöhnlicher Mainstream-Duft ist. Er hat eine eigene Handschrift und hebt sich angenehm von vielen alltäglichen Düften ab.
Dabei empfinde ich ihn aber nicht als so extrem oder kompromisslos, dass er zwangsläufig überall anecken müsste.
Wer im Winter gerne etwas Dunkles, Rauchiges und Holziges trägt und sich bewusst von den üblichen Duftprofilen abheben möchte, könnte hier durchaus fündig werden.
Für mich persönlich kein Duft, der mich restlos begeistert, aber ein guter, eigenständiger Kandidat mit einer interessanten Ausstrahlung.
Nur für ein wirklich verführerisches Date hätte ich vermutlich noch ein paar andere Favoriten im Regal.
Mandarine trifft Leder. Nicht alltäglich, aber gelungen.
Cuir Mandarine ist für mich ein durchaus interessanter Nischenduft, der vor allem durch seine etwas ungewöhnliche Kombination aus fruchtiger Mandarine, Würze und Leder auffällt.
Ich empfinde ihn als angenehm, elegant und durchaus eigenständig.
Gerade diese Verbindung aus fruchtigen und ledrigen Noten macht ihn für meine Nase interessant. Er riecht eben nicht wie irgendein beliebiger Duft von der Stange, sondern bringt eine gewisse Exklusivität und einen schönen Wiedererkennungswert mit.
Was die Einsatzmöglichkeiten betrifft, habe ich bei Cuir Mandarine eine ziemlich klare Vorstellung.
Ich sehe ihn vor allem im Herbst und Winter, bevorzugt in den Abendstunden. Für einen Restaurantbesuch, einen schönen Abend in einer Bar oder auch ein Date kann ich ihn mir gut vorstellen.
An warmen Sommertagen würde ich persönlich dagegen eher zu etwas anderem greifen.
Trotzdem gehört Cuir Mandarine nicht zu meinen absoluten Favoriten.
Ich mag ihn, finde seine Duftcharakteristik gelungen und schätze gerade das etwas Ungewöhnliche an ihm. Aber wenn ich vor meinem Duftregal stehe und mich für einen besonderen Abend entscheiden möchte, gibt es einige andere Kandidaten, zu denen ich vermutlich eher greifen würde.
Das soll seine Qualität keineswegs schmälern.
Nicht jeder gute Duft muss schließlich gleich zum persönlichen Lieblingsduft werden.
Cuir Mandarine ist für mich ein schöner, würzig-fruchtiger Lederduft mit einer eigenständigen Note, der sich angenehm vom Mainstream abhebt.
Kein absolutes Highlight meiner Sammlung, aber definitiv einer, den ich gerne ab und zu trage.
Viel Zitrus. Wenig Begeisterung.
Mit Mefisto werde ich einfach nicht so richtig warm.
Ich weiß, dass dieser Duft durchaus seine Anhänger hat, und ich möchte ihm auch gar nicht absprechen, dass er handwerklich gut gemacht ist. Aber die Duftrichtung trifft meinen persönlichen Geschmack leider überhaupt nicht.
Was mich besonders stört, ist diese für meine Nase ziemlich stechende Zitrusfrische.
Ich empfinde sie als etwas zu scharf, teilweise fast schon synthetisch. Und ja, manchmal muss ich dabei tatsächlich ein bisschen an einen Klostein denken.
Das klingt jetzt vielleicht etwas böse, aber genau diese Assoziation habe ich nun einmal.
Mir fehlt bei Mefisto vor allem eine gewisse Tiefe und Raffinesse. Der Duft wirkt auf mich nicht besonders rund, sondern eher flach und einseitig.
Dabei habe ich grundsätzlich überhaupt nichts gegen frische, zitrische Düfte. Gerade im Sommer trage ich solche Düfte durchaus gerne.
Aber dann möchte ich auch dieses Gefühl von Leichtigkeit und Unbeschwertheit haben. Einen Duft, der mich gedanklich vielleicht an Sonne, Urlaub oder einen schönen Sommertag erinnert.
Und genau das schafft Mefisto bei mir nicht.
Statt einer angenehmen, spritzigen Frische bleibt bei mir vor allem dieser etwas stechende, zitrische Eindruck hängen.
Natürlich ist das alles ausgesprochen subjektiv. Was andere an Mefisto möglicherweise besonders schätzen, ist eben genau das, was mich persönlich weniger anspricht.
Ich werde den Duft, den ich noch habe, sicherlich aufbrauchen. Aber ein Nachkauf kommt für mich definitiv nicht infrage.
Dafür gibt es einfach zu viele andere Düfte, die mich deutlich mehr begeistern.
Unterm Strich ist Mefisto für mich ein gutes Beispiel dafür, dass ein Duft durchaus hochwertig gemacht sein kann und trotzdem nicht den eigenen Geschmack trifft.
Meinen jedenfalls leider nicht.
Ein schönes Parfum. Aber nicht mein erster Griff ins Regal.
Pegasus ist für mich ein durchaus interessanter Duft, den ich gerne mag und auch schon einige Male getragen habe.
Was mir besonders gefällt, ist seine cremige Süße. Ich nehme eine schöne Mischung aus Vanille, Lavendel und etwas Bergamotte wahr. Dazu kommt für meine Nase auch eine erkennbare Mandelnote, die dem Ganzen noch einmal einen besonderen Charakter verleiht.
Insgesamt empfinde ich Pegasus als angenehm, hochwertig und ziemlich gut ausbalanciert.
Interessant finde ich, dass in vielen Rezensionen von einer metallischen Note die Rede ist.
Die kann ich persönlich allerdings nicht wirklich herausriechen. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich gar nicht so genau weiß, wie ich mir eine metallische Duftnote vorstellen muss.
Was ich dagegen ganz klar wahrnehme, ist diese cremige, leicht süße und mandelige Ausrichtung.
Pegasus wird als Unisex-Duft eingeordnet, und das kann ich durchaus nachvollziehen. Ich finde, dass er sowohl an Männern als auch an Frauen gut funktionieren kann.
Was die Jahreszeiten betrifft, sehe ich ihn vor allem im Herbst und Winter. Auch im Frühling kann ich ihn mir gut vorstellen, solange es nicht zu warm wird.
An richtig heißen Sommertagen wäre er dagegen nicht unbedingt meine erste Wahl.
Auch bei den Anlässen habe ich eine recht klare Vorstellung.
Für mich persönlich ist Pegasus eher ein Duft für die Abendstunden. Beispielsweise für einen schönen Restaurantbesuch oder einen entspannten Abend außer Haus.
Im Büro würde ich ihn als Mann eher nicht tragen wollen. An einer Frau könnte ich ihn mir dort allerdings durchaus vorstellen, wenn er entsprechend dezent aufgetragen wird.
Und wie sieht es mit einem Date aus?
Dafür halte ich Pegasus grundsätzlich durchaus für geeignet. Ich würde ihn keineswegs ausschließen.
Allerdings habe ich in meiner Sammlung einige andere Düfte, die ich für ein Date persönlich noch lieber trage.
Und damit sind wir eigentlich auch schon bei meinem kleinen Zwiespalt mit Pegasus.
Ich finde ihn wirklich gut. Er riecht angenehm, hat einen interessanten Charakter und wirkt auf mich sehr ordentlich komponiert.
Aber er gehört eben nicht zu den Düften, bei denen ich sofort denke: Genau den möchte ich heute tragen!
Das soll seine Qualität keineswegs schmälern. Manchmal ist es einfach eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Alternativen, die man zur Auswahl hat.
Unterm Strich ist Pegasus für mich ein schöner, cremig-süßer Duft mit einer interessanten Mandelnote und einer gelungenen Unisex-Ausrichtung.
Einer, den ich gerne trage, wenn ich Lust auf genau diese Duftrichtung habe.
Aber eben keiner, der bei mir ganz oben auf der Favoritenliste steht.
Ein Meisterwerk, mit dem ich noch warm werden muss.
Es gibt Düfte, bei denen man sofort weiß: Der passt zu mir.
Und dann gibt es Düfte wie Alexandria II.
Ich finde ihn wirklich ausgesprochen gut. Er wirkt auf mich elegant, verführerisch, facettenreich und in seiner gesamten Komposition unglaublich harmonisch. Die einzelnen Duftnoten scheinen so perfekt aufeinander abgestimmt zu sein, dass ich die Ausgewogenheit schon fast als meisterhaft bezeichnen würde.
Ein Duft mit einer ganz besonderen Ausstrahlung.
Und trotzdem bin ich mir bei Alexandria II noch nicht so ganz sicher, wie ich persönlich zu ihm stehe.
Das liegt vor allem an seiner Unisex-Ausrichtung.
Normalerweise bevorzuge ich eher Düfte, die für meine Nase eine klar maskuline Richtung haben. Bei Alexandria II schwanke ich dagegen immer ein bisschen.
Einerseits kann ich ihn mir durchaus an einem Mann vorstellen. Andererseits empfinde ich ihn stellenweise als recht feminin und vermisse manchmal diese markante, männliche Ausstrahlung, die ich an anderen Düften so schätze.
An einer Frau habe ich Alexandria II bisher noch nie gerochen. Das würde mich allerdings wirklich interessieren, denn ich könnte mir vorstellen, dass er dort ganz wunderbar zur Geltung kommt.
Gleichzeitig frage ich mich, ob wir Männer diesen Duft vielleicht sogar etwas unterschätzen.
Ich könnte mir nämlich durchaus vorstellen, dass Alexandria II auch an einem Mann eine ausgesprochen anziehende Wirkung entfalten und für das eine oder andere Kompliment sorgen kann.
Vielleicht muss man sich einfach ein bisschen auf ihn einlassen.
Für mich ist Alexandria II jedenfalls kein typischer Alltagsduft. Ich sehe ihn eher im Herbst und Winter und vor allem zu besonderen Anlässen.
Wobei ich zugeben muss, dass ich bisher noch gar nicht so richtig den passenden Anlass für ihn gefunden habe.
Er steht in meiner Sammlung, ich finde ihn wirklich toll und erkenne seine besondere Qualität. Trotzdem greife ich bislang nur selten zu ihm.
Nicht, weil er mir nicht gefällt. Sondern eher, weil ich noch nicht genau weiß, wann und wie ich ihn am liebsten tragen möchte.
Vielleicht ist Alexandria II einfach einer dieser Düfte, die man erst mit der Zeit richtig kennenlernt und zu schätzen weiß.
Das Potenzial ist für mich jedenfalls unbestritten vorhanden.
Ein faszinierender, hochwertiger und beinahe perfekt ausbalancierter Duft, bei dem ich allerdings noch herausfinden muss, ob wir beide wirklich zusammenpassen.
Vielleicht brauchen wir einfach noch ein paar Dates miteinander.