TonyTonka

TonyTonka

Rezensionen
1 - 5 von 25
TonyTonka vor 25 Tagen 3 6
8
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
7.5
Duft
Italienischer Zitronenkuchen
Besuch in der Italienischen Partisserie. Beim betreten weht einem der Geruch von frischem Zitronenkuchen entgegen. Fluffiger Teig, frisch aus dem Ofen. Dazu Zitronen, die in der warmen Sonne am Mittelmeer gerefit sind und dem Kuchen ihr tolles Aroma geben. Am Ende wird der Kuchen zur Zierde und für den vollen Geschmack noch mit einer Zuckergussglasur übrzogen. Ein Biss und das Aroma breitet sich in deinem Mund aus. Fluffig, weich und saftig-süße Verführung.

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Genau das ist der Lira für mich. Ein Gourmand, wie er im Buche steht. Die angegebenen Duftnoten kann ich hier nur vergeblich Suchen. Denn was ich bekomme ist einfach ein leckerer Zitronenkuchen mit Glasur. Man kann den Teig hier riechen, dazu die Zitronen, wow. Auch wenn ich den Duft nicht tragen würde, da es einfach nicht ganz meinen Geschmack trifft, finde ich doch das es ein echt schön gemachter Duft ist. Die einzigen Duftnoten, die ich hier wirklich erkennen kann sind die Zitrusnoten, sowie die Vanille im Drydown. Ansonsten ist es einfach eine Duftkomposition. Ein zusammenschmelzen der einezelnen Noten.

Der Name "Lira" stammt wohl vom italienischen Wort für Leier, dem antiken Musikinstrument. Passend zu Marke Casamorati, welche 1888 gegründet worden ist. 2009 hat Xerjoff sie dann wieder auferstehen lassen, nachdem Casamorati in der Mitte des 20. Jahrhunderts schließen musste. Bisher konnte mich keiner der Casamoratis wirkllich nachhaltig überzeugen, trotzdem finde ich die Geschichte dahinter ganz spannend. Mal schauen was da noch kommt, oder was ich bisher übersehen habe.
6 Antworten
TonyTonka vor 26 Tagen 5 4
8
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
6
Duft
Wirklich ein ideales Bouquet?
Das Bouquet habe ich hier suchen müssen.

Für mich beginnt der Bouquet Ideale mit einer süßen Würze. Ich bekomme Zimt, Muskat und Vanille. Im Verlauf kommen noch Hölzer hinzu.
Vielleicht sollte ich mir Gedanken machen, aber ich hatte sehr schnell die Assoziation zu einem Korken einer Whisky Flasche. Wenn man ploppend den Verschluss abnimmt und seine Nase an den Korken hält. Diese leichte Whisky Note, gemischt mit dem Geruch des Korken, trifft es hier für mich ziemlich genau.
Im Verlauf kommt etwas Staubigkeit hinzu und die Tabakblüte entfaltet sich im Drydown sehr stark. Ich habe ehrlicherweise ziemlich Probleme mit Tabakblüte, weshalb diese für mich evtl. so hervorsticht. Diese Staubige, süßliche Note ist eine Herausforderung für meine Nase. Vielleicht ist dies der Grund des Namensgebenden Bouquets, denn andere Blüten suche ich hier vergeblich.

Auch wenn Jacques Flori den ein oder anderen wirklich tollen Duft kreiert hat - und dabei sind auch Düfte, welche ich wirklich ins Herz geschlossen habe - muss ich hier doch passen. Hätte von der Handschrift her auch ein Carbonnel sein können. Denn im Drydown meldet sich auch die Xerjoff typische Moschus-Vanille und klingt dann Großtönig aus.

Ob das wirklich ein Ideales Bouquet ist, bleibt sicherlich Ansichtssache, aber meine Definition geht dann doch in eine andere Richtung. Die Würzigkeit am Anfang hat mir gut gefallen, der Rest hätte meiner Meinung nach etwas frischere und hellere Blüten gut vertragen können, die Sinne durch ein richtiges Blumenfeld schicken können. Aber wie schon gesagt, Ansichtssache.
Ich will auch nicht abstreiten das ich evtl durch die Tabakblüte etwas voreingenommen bin.

Was ich gut finde ist die Kreativität, mir würde spontan kein anderer Duft einfallen, der in eine ähnliche Richtung geht. Auch Synthetik nehme ich hier nicht wahr.
4 Antworten
TonyTonka vor 1 Monat 7 10
10
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Ein Tag der Ruhe
Die ersten Sonnenstrahlen erscheinen am Horizont. Die Blumen recken ihre Köpfe in das warme, heller werdende Licht, während die Sonne langsam höher steigt über die noch verträumte Landschaft Indonesiens.

Das Vogelgezwitscher weckt nun auch die letzten Pflanzen und Tiere aus ihren Träumen. Die Lotusblauen Seen spiegeln das Sonnenlicht und strahlen ihre tiefe Ruhe aus. Die Spiegelglatte Oberfläche wird nur durchbrochen, durch die Blüten und Blätter des Blauen Lotus.

So nimmt die Sonne ihren Lauf über die alten Wälder, wo die Baumkronen im Zenit Schatten spenden. Dort steht sie nun in voller Pracht, wärme spendend und wachend über der Erde. Zieht weiter und taucht die Landschaft in Bernsteinfarbenes Licht, wärmt noch mit den letzten Strahlen bevor Sie am Horizont erlischt.

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Der Malik Al Motia öffnet mit einer unglaublich schönen hellen Blumigkeit, bestehend aus Jasmin, Lotus und Davana. Unterstützt wird das ganze noch vom Motia Attar. Ein sehr natürlicher und ruhiger Start, zu dem dann im Verlauf noch ein kleines bisschen thailändisches Oud hinzukommt, welches aber eher hintergründig bleibt.
Im Drydown wird es schön Balsamisch und ambriert, Holzig. Die Blüten werden langsam leiser und so bleibt der Duft dann die letzten Stunden, zurückhaltend und mit warmer Duft-Aura. Das Sandelholz bringt noch etwas Cremigkeit mit und fügt sich hier sehr gut mit ein.

Für mich aus dem Release einer der schönsten und tragbarsten Düfte. Diese angenehme Ruhe und die zurückhaltende Sillage passen super zu den Duftnoten. Besonders der Jasmin und der Blaue Lotus haben es mir hier angetan.
10 Antworten
TonyTonka vor 1 Monat 7 10
10
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
Sommernächte
Nachts ist das Arbeiten am schönsten. Kein nerviges Telefon, keine aufgeregten Schülergruppen. Nur der Kaffee, der Sternenhimmel und ich. Besonders in Sommernächten, wenn die Perseidenschauer am Himmel aufleuchten, liebe ich es in der Sternenwarte allein zu sein. Wenn die kühle nach Blumen duftende Sommernachtluft hereinweht. Diese Frische, die durch die vom Tag aufgewärmten Räume zieht und Ihren Duft hinterlässt. Die meiste zeit verbringe ich dann damit an meinem Bleistift rumzukauen und mir zwischendurch ein paar Notizen zu machen, während ich mir immer wieder das Spektakel am Himmel ansehe. Auch den Mond schaue ich mir gerne an, wandere mit dem Teleskop von Krater zu Krater und beobachte still.

**

Der Apollonia ist wirklich ein toller, ruhiger Duft. Die weißen Blüten, Irisbutter und Moschus legen sich dezent auf die Haut, machen kaum einen Verlauf und halten sich angenehm zurückhalten, vordergründig auf.
Ich bekomme neben der Bleistift-Note – welche mich von Beginn an begleitet – auch eine recht herbe Note. Ich weiß nicht ob sie durch die Blumen kommt, oder von der Irisbutter. Sie ist jedenfalls ein leichter Störfaktor für mich.
Cremigkeit habe ich eher weniger, dafür ist die Pudernote durch die Iris und den Moschus schon präsent. Diese bleibt auch den gesamten Duftverlauf erhalten.

Der Duft hält sich schön im Hintergrund auf, ist aber für mich die ganze Zeit trotzdem wahrnehmbar. Zum Glück, da ich kein Fan von Sillagemonstern und Aufdring-Beachte mich-Düften bin.

Für einen Platz in meiner Sammlung hat er mich nicht ganz überzeugen können. Ich hätte mir hier etwas mehr Cremigkeit und etwas weniger von der herben Note gewünscht. Auch die Iris könnte für mich noch deutlicher und Blumiger sein. Trotzdem hat er mir gut gefallen und er bleibt mir positiv im Kopf.
10 Antworten
TonyTonka vor 1 Monat 4 8
10
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
6
Duft
Vanille, Vanille, Vanille
Ja, ich bin ein kleines Schleckermäulchen. Zumindest was Parfums angeht. Gourmands, Winter-Düfte, sowie Pflaume, Kirsche, Zimt und auch Vanille mag ich wirklich gerne. Darum hat mich zumindest die Duftpyramide vom Allende erstmal neugierig gemacht. Madagaskar-Vanille im Überfluss, plus Kakao und Magnolie. Klingt erstmal verführerisch. Zumindest für mich. Per Zufall bekam ich dann eine Abfüllung vom Allende. Als ich ihn aufgesprüht habe, empfand ich ihn im ersten Moment als sehr schön. Ich hatte direkt eine Assoziation zum Vanillin von Dr. Oe… Auch Vanilleschoten kamen mir in den Sinn. Gespannt habe ich dann den Verlauf abgewartet. Doch was da passiert ist, hat mich dann etwas enttäuscht. Zu der anfangs wirklich schönen Vanille kam eine Stör-Note, die für mich etwas muffiges, Gebäckartiges hatte. Nicht so eine Teig-Gebäck-Note wie bspw. beim Casamorati - Lira Eau de Parfum , sondern wirklich eher stickig und schwer. Wenn es nur diese Teig-Gebäck Assoziation wäre, hätte ich mich damit abfinden können, aber das muffige und auch zunehmend schwerere Duftgefühl war mir auf Dauer einfach zu stark. Ich tippe mal auf die Magnolie, wobei mich Magnolie bisher nie gestört hat. Sogar eher im Gegenteil. Evtl. ist es auch etwas ungelistetes, was es hervorruft. Von dem Kakao bekomme ich ehrlicherweise nicht wirklich etwas mit. Hier hätte ich mich schon gefreut, wenn der Kakao zumindest ein bisschen in Erscheinung tritt.

An sich ist der Allende ein schöner Duft, wäre dieses Muffige nicht. Ich denke ein leichter Touch in eine frische, evtl. Zitrische Richtung hätten ihm glaube ich gut getan. Somit ein weiterer Carbonnel der mir nicht gefällt.

Ich werde ihn auf jeden Fall noch einmal Testen, da er zu Beginn wirklich schön ist. Geschmäcker ändern sich ja auch mit der Zeit und evtl. empfinde ich die Stör-Note nicht mehr so.

Auch wenn man hier nicht den spannendsten Duftverlauf erwarten kann, für Vanilleliebhaber ist es sicherlich mal einen Test wert.
8 Antworten
1 - 5 von 25