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Top Rezension
Mein Angstkandidat
Caron gehört definitiv zu meinen Lieblingsmarken, als ich jedoch vor ca. 5 Jahren das erste Mal hier die Pyramide einsah und die damaligen Kommentare las, war ich am Ende sehr verwirrt und eher abgeneigt.
Pfefferbombe, Gewürzbombe, Zibetbombe??? Das war so gar nichts für mich.
Doch dank eines netten Angebotes aus Italien, habe ich mich in diesem Jahr doch noch entschlossen, mir auch diesen Caron zuzulegen, und ich könnte kaum glücklicher sein, dass ich die vorherige Abneigung überwunden und diesen Duft erworben habe. Inzwischen ist es so, dass ich meinen Caron Favoriten kaum noch benennen kann - einer ist schöner als der andere.
Sicher, Parfum Sacré beginnt mit einer ordentlichen Ladung an Pfeffer. Keine grünen Pefferkörner, auch kein rosa Pfeffer (wie er heute absolut angesagt ist), sondern getrockneter und gerade erst gemahlener schwarzer Pfeffer. Begleitet wird er von vielen weiteren Gewürzen, Kardamom, Gewürznelke etc. Ein Einstieg, der durchaus gewöhnungsbedürftig ist, für GewürzliebhaberInnen jedoch eine Offenbarung.
An die 20 - 30 Minuten kann ich mich an dieser Gewürznote erfreuen, dann verändert Parfum Sacré sein komplettes Gesicht und zeigt nun eine cremig weiche Blütennote, zu schön und zu perfekt komponiert, um sie auseinander zu dröseln. Zum Glück ist die in der Pyramide genannte Zibetnote (mein Feind) nicht wirklich zu spüren, sie gibt dem Duft bestenfalls etwas Tiefe.
Amber, Vanille und Holz begleiten die Blüten schon früh und halten den Duft bis zum Schluss in diesem wunderbaren Akkord fest. Es ist durchaus möglich, dass Jean-Pierre Béthouart sich hier den hauseigenen Duft 'Poivre' zum Beispiel nahm, als er Parfum Sacré kreierte. Er hat dabei die starke und strenge Gewürznote sehr fein dosiert und mit weichen blumigen, ambrierten und vanilligen Tönen ersetzt, so dass am Ende ein neuer, sehr femininer Duft entstanden ist.
Ich bin nicht sicher, ob ich den Duft als "heiligen Duft" benennen würde, bei heiligen Düften kommt mir immer Weihrauch und Myrrhe in den Sinn, die hier jedoch gänzlich fehlen. Im Gegensatz zu Poivre oder Farnesiana würde ich Parfum Sacré auch im Sommer tragen, denn seine Sillage erlaubt eine nur sehr dezente Projektion und keine unangenehme "Stinkefahne". Trotz seiner weichen, cremigen Akkorde würde ich Parfum Sacré keinesfalls als Gourmand einsortieren, denn das wäre in diesem Fall eine Abwertung.
Die Haltbarkeit ist für meinen Geschmack etwas reduziert, hier hat das Haus Caron im Verhältnis zum Kaufpreis ein wenig untertrieben, aber vier Stunden sind in etwa drin. Auf der Kleidung hält er sich natürlich besser, ebenso auf den Haaren, weshalb ich meine Düfte auch stets auf die Haare sprühe.
Mein Fazit: ich bin sehr froh, meine Abneigung überwunden und diesen Duft in meiner Kollektion zu haben. Ein weiteres Highlight meiner Caron Sammlung.
**********************************************
Nachtrag: Bei weiteren Internet-Recherchen habe ich eine Information gefunden, die besagt, dass "Parfum Sacré" der Nachfolger des Caron Parfums "Or et Noir" sei. Ob das korrekt ist, konnte ich nirgendwo verifizieren. Auch empfinde ich beide Düfte als extrem unterschiedlich - ich besitze beide.
Pfefferbombe, Gewürzbombe, Zibetbombe??? Das war so gar nichts für mich.
Doch dank eines netten Angebotes aus Italien, habe ich mich in diesem Jahr doch noch entschlossen, mir auch diesen Caron zuzulegen, und ich könnte kaum glücklicher sein, dass ich die vorherige Abneigung überwunden und diesen Duft erworben habe. Inzwischen ist es so, dass ich meinen Caron Favoriten kaum noch benennen kann - einer ist schöner als der andere.
Sicher, Parfum Sacré beginnt mit einer ordentlichen Ladung an Pfeffer. Keine grünen Pefferkörner, auch kein rosa Pfeffer (wie er heute absolut angesagt ist), sondern getrockneter und gerade erst gemahlener schwarzer Pfeffer. Begleitet wird er von vielen weiteren Gewürzen, Kardamom, Gewürznelke etc. Ein Einstieg, der durchaus gewöhnungsbedürftig ist, für GewürzliebhaberInnen jedoch eine Offenbarung.
An die 20 - 30 Minuten kann ich mich an dieser Gewürznote erfreuen, dann verändert Parfum Sacré sein komplettes Gesicht und zeigt nun eine cremig weiche Blütennote, zu schön und zu perfekt komponiert, um sie auseinander zu dröseln. Zum Glück ist die in der Pyramide genannte Zibetnote (mein Feind) nicht wirklich zu spüren, sie gibt dem Duft bestenfalls etwas Tiefe.
Amber, Vanille und Holz begleiten die Blüten schon früh und halten den Duft bis zum Schluss in diesem wunderbaren Akkord fest. Es ist durchaus möglich, dass Jean-Pierre Béthouart sich hier den hauseigenen Duft 'Poivre' zum Beispiel nahm, als er Parfum Sacré kreierte. Er hat dabei die starke und strenge Gewürznote sehr fein dosiert und mit weichen blumigen, ambrierten und vanilligen Tönen ersetzt, so dass am Ende ein neuer, sehr femininer Duft entstanden ist.
Ich bin nicht sicher, ob ich den Duft als "heiligen Duft" benennen würde, bei heiligen Düften kommt mir immer Weihrauch und Myrrhe in den Sinn, die hier jedoch gänzlich fehlen. Im Gegensatz zu Poivre oder Farnesiana würde ich Parfum Sacré auch im Sommer tragen, denn seine Sillage erlaubt eine nur sehr dezente Projektion und keine unangenehme "Stinkefahne". Trotz seiner weichen, cremigen Akkorde würde ich Parfum Sacré keinesfalls als Gourmand einsortieren, denn das wäre in diesem Fall eine Abwertung.
Die Haltbarkeit ist für meinen Geschmack etwas reduziert, hier hat das Haus Caron im Verhältnis zum Kaufpreis ein wenig untertrieben, aber vier Stunden sind in etwa drin. Auf der Kleidung hält er sich natürlich besser, ebenso auf den Haaren, weshalb ich meine Düfte auch stets auf die Haare sprühe.
Mein Fazit: ich bin sehr froh, meine Abneigung überwunden und diesen Duft in meiner Kollektion zu haben. Ein weiteres Highlight meiner Caron Sammlung.
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Nachtrag: Bei weiteren Internet-Recherchen habe ich eine Information gefunden, die besagt, dass "Parfum Sacré" der Nachfolger des Caron Parfums "Or et Noir" sei. Ob das korrekt ist, konnte ich nirgendwo verifizieren. Auch empfinde ich beide Düfte als extrem unterschiedlich - ich besitze beide.
9 Antworten
Bloeme vor 8 Jahren
An den habe ich mich noch nicht heran getraut. LG Bloeme
Estate vor 9 Jahren
Ich habe ihn schon länger auf der Merkliste. Vom Namen her hätte ich ihn auch eher mit Weihrauch und Myrrhe assoziiert.
Scheeheratze vor 9 Jahren
Bombe hin, Bombe her: der Duft ist einfach nur Bombe und Dein Kommentar ebenfalls !
ParfumAholic vor 9 Jahren
Vielen Dank für Deine sehr gelungene Beschreibung. Irgendwie schafft es Caron, immer wieder zu begeistern.
Yatagan vor 9 Jahren
Superzeug! Ich kenne allerdings wohl eine andere Variante.
Ergoproxy vor 9 Jahren
Ich kenne die ersten Version in der goldenen Flasche und die hatte es in sich. Die neuere Version empfand ich dagegen eher leicht und zurückhaltend.
BelAmi vor 9 Jahren
Hast du schon mal die neuere Version getestet? Icv besitze die 2013er-Version, der die gleiche, von dir so schön beschriebene Cremigkeit und Würzigkeit und bei mir hält der sehr, sehr gut "Parfum Sacré (2013)"
0815abc vor 9 Jahren
Schön zu lesen.Cremepokal.
Precious vor 9 Jahren
Diesen Caron wollte ich unbedingt haben u. war enttäuscht. An mir kaum wahrnehmbar. Vielleicht bin ich andere Gewürzbomben gewöhnt, aber auch Freunde nahmen ihn nicht an mir wahr. Schön, dass er dir so gut gefällt u. eine Abwechslung darstellt.

