Carnal Flower Editions de Parfums Frédéric Malle 2005 Eau de Parfum
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Top Rezension
"Mastering the Tuberose is not a task for the young and the unexperienced. It is a bit like writing poetry about love. Making something new on this theme isn't easy." – Dominique Ropion
Laut dem Parfumeur sollten in Carnal Flower alle Eigenschaften von Tuberose – betörend-floral, medizinisch-grün, animalisch-cremig – herausgearbeitet und durch die anderen Noten unterstützt werden. Angeblich benötigte es 18 Monate Arbeit und 690 Versuche, um zum Endergebnis zu gelangen. Und Jenes hat mich durchaus beeindruckt.
Wenngleich ich beim ersten Test nicht gedacht habe, dass der Duft vollkommen neu wirkt, empfand ich diese sehr pflanzliche Seite der Tuberose (und für mich auch des Jasmins) von Anfang an als besonders hochwertig. Seinem Schöpfer ist es gelungen, beispielsweise den Eukalyptus nicht plakativ als kühlend-frisches Element hinzuzufügen, sondern um die hellen und grünen Facetten zu betonen. Eine enge Symbiose gehen hier also alle Bestandteile ein. Das Gesamtwerk hat schon eine sinnlich-florale Qualität, wie sie sonst nur bei echten Blüten wahrnehmbar ist. Kokosnuss ist nicht vordergründig zu entdecken, aber eine leichte Cremigkeit, die mich etwas an Sonnenlotion erinnert und mit der Zeit stärker hervortritt. Das Pflanzlich-Grüne bleibt dabei jedoch erhalten.
Diese Natürlichkeit und die strahlende und zunächst saubere Wirkung des Duftes sind durchaus heimtückisch, weil die Intensität der Weißblüher etwas Narkotisierendes mit sich bringt. Es ist diese winzige indolische Nuance, die den Unterschied macht. Obwohl die Süße moderat ausfällt und keine wirklich schwere beziehungsweise dunkle Note eingesetzt wird, hinterlässt Carnal Flower eine enorm intensive Aura, sodass die Dosis hier extrem wichtig ist. Zwei Sprüher (aus der kleine Probe) waren für mich das Maximum und unmittelbar nach dem Auftragen habe ich sie sogar unterschätzt, weil es eine Weile dauert, ehe sich der Duft vollends entfaltet. Alles darüber hinaus kann nicht nur für die Umgebung, sondern auch für die/den Träger(in) selbst anstrengend werden.
Dominique Ropion hat keine typischen Basis-Noten als Kontrast hinzugefügt und dennoch ein komplexes, starkes Parfum kreiert, dass wohl für Viele inzwischen als die Referenz für Tuberose gelten dürfte. Es ist absolut stereotyp feminin, aber natürlich auch von jedem Mann tragbar, der hell-florale Düfte liebt. Nur werden sich nicht allzu viele Anlässe finden, um Carnal Flower aufzusprühen – außer, man ist sehr selbstbewusst und will ein echtes Statement setzen.
Wenngleich ich beim ersten Test nicht gedacht habe, dass der Duft vollkommen neu wirkt, empfand ich diese sehr pflanzliche Seite der Tuberose (und für mich auch des Jasmins) von Anfang an als besonders hochwertig. Seinem Schöpfer ist es gelungen, beispielsweise den Eukalyptus nicht plakativ als kühlend-frisches Element hinzuzufügen, sondern um die hellen und grünen Facetten zu betonen. Eine enge Symbiose gehen hier also alle Bestandteile ein. Das Gesamtwerk hat schon eine sinnlich-florale Qualität, wie sie sonst nur bei echten Blüten wahrnehmbar ist. Kokosnuss ist nicht vordergründig zu entdecken, aber eine leichte Cremigkeit, die mich etwas an Sonnenlotion erinnert und mit der Zeit stärker hervortritt. Das Pflanzlich-Grüne bleibt dabei jedoch erhalten.
Diese Natürlichkeit und die strahlende und zunächst saubere Wirkung des Duftes sind durchaus heimtückisch, weil die Intensität der Weißblüher etwas Narkotisierendes mit sich bringt. Es ist diese winzige indolische Nuance, die den Unterschied macht. Obwohl die Süße moderat ausfällt und keine wirklich schwere beziehungsweise dunkle Note eingesetzt wird, hinterlässt Carnal Flower eine enorm intensive Aura, sodass die Dosis hier extrem wichtig ist. Zwei Sprüher (aus der kleine Probe) waren für mich das Maximum und unmittelbar nach dem Auftragen habe ich sie sogar unterschätzt, weil es eine Weile dauert, ehe sich der Duft vollends entfaltet. Alles darüber hinaus kann nicht nur für die Umgebung, sondern auch für die/den Träger(in) selbst anstrengend werden.
Dominique Ropion hat keine typischen Basis-Noten als Kontrast hinzugefügt und dennoch ein komplexes, starkes Parfum kreiert, dass wohl für Viele inzwischen als die Referenz für Tuberose gelten dürfte. Es ist absolut stereotyp feminin, aber natürlich auch von jedem Mann tragbar, der hell-florale Düfte liebt. Nur werden sich nicht allzu viele Anlässe finden, um Carnal Flower aufzusprühen – außer, man ist sehr selbstbewusst und will ein echtes Statement setzen.
9 Antworten


Es dauert tatsächlich etwas bis der Duft sich komplett entfaltet hat, was für mich immer ein Zeichen hoher Parfumkunst ist. An meinem Mann kommt dieser ausgesprochene Blumenduft hervorragend.
F. Malle habe ich erst letzte Woche kennengelernt und bin äußerst angetan.
Ich erinnere mich an einen winzigen Sprüher am Ärmelbünchen des Anoraks mit dem ich eine ganze Tierarztpraxis beduftet habe :)
Danach hab ich ihn gekauft