Stockfinstere Nacht. Ein stummes Herz, was von Dunkelheit umschlossen ist. Knarzige Gewürze flachen auf der Haut ab, rutschen in die kalten Füße. Zwirbelnde, knisternde Süße, die mal rau, mal sanft wirkt. Blutorange, wohl etwas überreift. Eine Zunge, die lüstern über die vollen Lippen fährt um sich den Saft der Orange einzusaugen. Sachte Vanilleschoten prasseln in die Gedanken, verpuffen zu Staub. Trocken wirds, dann aber wieder feucht. Ein Funken Helligkeit tritt hervor.
Kalter Rauch in meinem Gesicht. Ganz dicht, kühl und nah. Mich schauderts.
Umschweifende Holznoten treten hervor. Sie irren wie wild durch die taube und blinde Nacht. Die Süße wird deutlich intensiver, mischt frech mit. Gewürze toben ab dem Moment, lassen den Boden erbeben. Ganz weit ist eine Eule zu hören. Der Blick schweift durch die umhüllende Trostlosigkeit.
Und wieder.. Dieser kalte Rauch in meinem Gesicht. Nun viel dichter, spürbarer.
Ich greife mit der Hand durch den dichten Rauchnebel. Schöpfe diesen, als würde ich den schwarzen Schund in mich aufnehmen.
So hallt es eine kurze Zeit durch meinen Körper und meine Gedanken. Doch dann kommt die Stockstarre. Der Duft flacht ab, die Würze geht zurück und der kalte Rauch, wird nüchtern lauwarm. Nur die Süße bleibt unbeeindruckt zurück.
So schön dass Spektakel auch war, so schnell kommt auch der Fall vom hohen Ross. Denn so genial der Duft auch ist und so sehr ich ihn genieße in den kurzen Momenten, wo er mich um den Finger wickelt, so ist er leider viel zu schnell am abfallen, verliert an Kraft und Stärke und nach fünf Stunden ist nur noch der Geist des Duftes im Raum zu verspüren.
Trotz der schwachen Haltbarkeit ein Muss für jeden Rauchliebhaber, der es auch gerne mag, wenn man diesen direkt ins Gesicht bekommt. Denn so kommt Broken Theories daher. Mit einem dunklen Rauchumhang, der mich direkt ins Gesicht boxt, ohne mich k.o. zu schlagen.
Der Flakon ist eine wunderbare Sache. Erinnert an gebrochenes, verzerrtes, dunkles und mysteriöses.