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Odenaturae 2023

8.0 / 10 84 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Rubini für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2023. Der Duft ist grün-würzig. Es wird noch produziert.
Vergleich
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Duftrichtung

Grün
Würzig
Blumig
Holzig
Frisch

Duftnoten

Römische KamilleRömische Kamille Ginster AbsolueGinster Absolue KamilleKamille TomatenblattTomatenblatt BasilikumBasilikum HölzerHölzer MastixharzMastixharz MuskatellersalbeiMuskatellersalbei AngelikaAngelika BitterorangeBitterorange ImmortelleImmortelle LorbeerLorbeer WildbeerenWildbeeren YsopYsop Zentifolie AbsolueZentifolie Absolue BohnenkrautBohnenkraut Orangenblüte AbsolueOrangenblüte Absolue

Parfümeur

Bewertungen
Duft
8.084 Bewertungen
Haltbarkeit
7.966 Bewertungen
Sillage
7.363 Bewertungen
Flakon
7.665 Bewertungen
Preis-Leistung
7.042 Bewertungen
Eingetragen von Chizza · letzte Aktualisierung am 24.06.2025.
Quellenbasiert & geprüft

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Rezensionen

2 ausführliche Duftbeschreibungen
7.5Duft 8Haltbarkeit 8Sillage
Bellababarog

15 Rezensionen
Bellababarog
Bellababarog
5  
Krautige grüne Honig Kamille
Wenn ich die Augen zumache und mich nicht anstrenge rieche ich trockenen Kamillentee (intensiv!), Trockene Salbei Blätter, frischen Basilikum und Moos. Der Duft ist aber nicht linear und überrascht mich.

Nach einer Weile eine Briese wilder Beeren, Lindenblüten/Heu (die Kombi nehme ich als Honig war), die immer wieder kurz weht und verschwindet.

Ein richtiges Chamäleon. Nicht ZU niche, ZU grün, ZU artsy, aber schon an der Grenze.

Nichts für mich persönlich. Die Person, die das trägt, stelle ich mir so vor:

Trägt Vintage Pullis und indie brands, macht sich aber nichts aus Mode. Liebt die Natur, wandern, klettern, lesen und ist introvertiert. Sehr kreativ. Hat Räucherstäbchen zuhause und ein holzperlen Armband am Handgelenk, reist viel, mischt Davana oder Kamille in seine selbst gedrehte Kippe. Hat einen Plattenspieler und eine exquisite Platten Sammlung (kein Poser oder Hipster). Sehr bodenständig. Pflanzenliebhaber. Er riecht manchmal nach Neem Öl. Mysteriöse Aura, immer für Überraschungen gut!
Aktualisiert am 30.12.2024 - 19:31 Uhr
5 Antworten
10Duft 9Haltbarkeit
Profumo

289 Rezensionen
Profumo
Profumo
Top Rezension 39  
Bukolische Duftlandschaften

„Inspired by the bucolic writings of the Latin poet Virgil“, so beginnt der Text auf dem postkartengroßen Flyer, der auch in dem Päckchen aus Mantua steckte.

Nach der italienischen Rennfahrer-Legende Tadzio Nuvolari, nun also der Staatsdichter des alten Rom und seine ‚Bucolica’, eine Sammlung von Hirtengedichten.
Schon die Rubini-typischen schweren Gips-Schalen, zwischen denen der Flakon steckt verraten, hier wird’s grün, genauer: moosgrün.
Aber der Duft wäre nicht von Rubini, würde er das Thema „Grün“ nicht völlig anders interpretieren, als es die großen Recken dieses Genres gemeinhin taten und noch immer tun: von ‚Vent Vert’, über ‚Ma Griffe’, bis zu ‚Cristalle’, ‚Aliage’ und schließlich ‚Synthetic Jungle’. Ihr Grün ist durchweg ein helleres Grün, ein luftigeres. Meist sind dabei Maiglöckchen im Spiel, etwas Vetiver, vor allem aber Galbanum.
In dieser Ode an die Natur, fehlen alle drei. Stattdessen rieche ich frische Mahd, neben schon gedörrtem Heu, herbes Tomatenblatt und beerige Frucht, über allem aber: das süßlich-aromatische Aroma der Kamille.
Kamille muss man mögen, um diesen Duft etwas abgewinnen zu können. Ich mag sie, und hier sind sogar gleich zwei dieser Korbblütler am Start: Römische Kamille und Blaue, bzw. Echte Kamille. Ihr charakteristischer Duft ist für mich der eigentliche Link zu Vergil und seinen bukolischen Dichtungen: die Römer liebten Kamille. Nicht nur trank man ihren Sud oder verrührte sie zu Salben, auch zum Aufhellen der Haare wurde sie verwandt.
Hier steht die Kamille im Zentrum des Duftes, als Bindeglied zwischen der leisen Beerensüße zu Beginn und allmählich aufblühenden floralen Noten, die mich in Summe ein wenig an den Duft von Lindenblüten erinnern. Wie ein dichter Teppich unter allem: die frische Mahd, aromatisches Kraut, koniferische Sträucher, staubig-vertrocknetes Gestrüpp (vermutlich von Strohblumen, den Everlasting Flowers stammend, die auf der Hersteller-Seite angegeben werden, und nicht von der Immortelle, die hier genannt wird, die ich beim besten Willen aber nicht entdecken kann), und darunter wiederum moosige und holzige Nuancen, die dem Duft Tiefe geben, ihn fixieren.
Das Interessante an diesem Duft: jedes Mal, wenn ich ihn aufsprühe, habe ich das Gefühl andere Facetten wahrzunehmen. Mal rieche ich deutlich die Beeren, die ich beim nächsten Mal vor lauter Heu und krautigen Noten vergeblich suche, während ich beim dritten Mal in einem Kamillen-Feld zu stehen meine – ein irgendwie kaleidoskopartiger, irrisierender Duft, der sich permanent, wie die Natur durch stetig sich ändernden Lichteinfall, zu wandeln scheint.

Die von Rubini so wortreich beschworene bukolische italienische Landschaft im Spätfrühling – ich finde, sie wurde in absolut plausible Duftbilder übersetzt: das Grün, die Beeren, die Kamille, die Lindenblüten, das Moos, alles greift wunderbar ineinander und amalgamiert zu einem dichten, aromensatten Odeur, das ich am liebsten wie einen Aperitif wegschlürfen würde. Nun eine Decke ausgebreitet, Rotwein, Käse, Brot und Oliven ausgepackt – ein Picknick in dieser so überaus wohlriechenden Natur, das wär’s!

Ich muss sagen, Rubini ist hier erneut ein außergewöhnliches Werk gelungen, in der Art, wie auch die drei Vorgänger jeweils außergewöhnlich waren: ‚Fundamental’ mit der charaktervollen wachsigen Trauben-Note, ‚Tambour Sacré’ mit der sehr speziellen Kombination von Tuberose, Akazie und Kaffee, und ‚Nuvolari’ mit seinen benzingetränkten, metallisch-ledrigen Facetten: allesamt tolle Düfte, teilweise ein bisschen bizarr und extravagant, aber niemals so sehr, dass man in Sachen Tragbarkeit ernsthaft Abstriche machen müsste.
Nein, sie sind alle tragbar, und ‚Odenaturae’ ist von den Vieren vielleicht der tragbarste: keine prekäre Animalik, keine schrillen Dissonanzen, kein (oft zu Unrecht!) übel beleumundetes Ambroxan. Dennoch ist ‚Odenaturae’ kein glatt polierter Nasenschmeichler, sondern ein anspruchsvoller und ausdrucksstarker Duft, kontrastreich, mit Tiefe, Volumen und spannender Notenauswahl (Ginster, Ysop, Bohnenkraut, Lorbeer, Angelika!), bei dem, zumindest für mein Empfinden, alles stimmt: Inspiration, samt Umsetzung, Qualität der Inhaltstoffe und eine kunstvoll ausgearbeitete Komposition.

Für mich bestätigt dieses neue Werk einmal mehr, dass das Haus Rubini ein ganz besonderes ist, eines, das Kreativität und hohes künstlerisches Niveau zu vereinen, und noch dazu zu halten weiß und damit ein ungeschriebenes Gesetz Lügen straft, wonach immer die ersten Kreationen die besten seien. Nein, Cristiano Canali und Andrea Rubini haben zwar vor acht Jahren mit ihrem fulminanten Einstieg die Messlatte verdammt hoch gehängt, sie aber seither (das dritte Mal in Folge!) nicht gerissen.
Das muss man erst mal hinkriegen!
So hebt sich das Haus wunderbar heraus aus der Menge der immer hektischer ganze Serien an Düften raushauenden Labels, die immer die gleiche Handvoll Parfümeure anheuern, die ihrerseits wie am Fließband die (gefühlt) immer gleichen Ouds, Aquatics, Gourmands, Neo-Chypres, Neo-Fougères usw. produzieren.

Profil gewinnt man anders. Profil gewinnt man mit einem Wagnis, und das sind Canali und Rubini eingegangen. Und Profil gewinnt man auch mit Kontinuität, wie Coco Chanel mit Ernest Beaux, wie Robert Piguet mit Germaine Cellier, wie Christian Dior mit Edmond Roudnitska, wie Estée Lauder mit Bernard Chant, und neuerdings Marc-Antoine Barrois mit Quentin Bisch – kongeniale Partnerschaften, die einzigartige Parfumkunstwerke schufen, und schaffen. Auch Rubini und Canali beschreiten diesen Weg, wenngleich in kleinerem Maßstab und mit kürzerer Reichweite, da ihre Werke nicht auf dem Ticket der Haute Couture daher gesegelt kommen, sondern als kleine, feine, für sich stehende Duftkunstwerke, die ohne das Tamtam der Modewelt auskommen müssen, und hoffentlich noch lange bestehen können.

Ach ja, zwischen dem Gummi und den beiden Gipsschalen, die er umspannt, steckte ein kleiner quadratischer Zettel, worauf handschriftlich geschrieben steht: Enjoy! Andrea Rubini

Signor Rubini, ich enjoye diesen Duft so was von!
Aktualisiert am 30.06.2023 - 14:32 Uhr
20 Antworten

Statements

28 kurze Meinungen zum Parfum
54
47
Als wir letzten Sommer
Die Wiesen mähten
Neben den Tomatenbeeten
Und uns mit Kamill
Die Hände kremten
Woran noch Stroh
Und Kräuter klebten
47 Antworten
49
74
Schneid endlich die Hecke
Grüner wirds nicht!
Dafür gibts
milden Kamillentee
Kühle Bitterorangen
Trockenwürzig-helle Kräuter
Zur Entspannung
74 Antworten
45
45
Kamilleblüten locken
Zum Waldesrand
Ins Sommerwiesen-Hell
Zerreib Tomatenblätter
In moosigen Händen
Verweh Heu
Im krautigen Flüstern
Ruhe...
45 Antworten
34
27
Hier rankt sich viel Grünes, und zwar vor allem um Kamille, insbesondere mild Krautiges, Heu, Strohblumen, süßlich, würzig, rund.
27 Antworten
25
21
Kindheitserinnerung - Reiterhof zwischen Gräsern & Galopp, die Ferne/ bittersüß-spritzige Kamillentee-Vibes/ Lederne Hölzer wälzen in Blüten
21 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

Bilder

10 Parfumfotos der Community
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