
Nst85
34 Rezensionen

Nst85
Top Rezension
7
Elixir der Pharaonen, aber alltagstauglich im 21. Jahrhundert
Bast ist kein Duft, der ohne Kontext auskommt. ānti orientiert sich bei diesem Namen an historischen ägyptischen Parfümen – eine der ältesten bekannten Dufttraditionen der Menschheit, ein Weihrauch- und Myrrhe-Elixier, das in rituellen Kontexten verwendet wurde. Mit „Bast" setzt das französische Haus genau da an: nicht bei moderner Convenience-Parfümerie, sondern bei ihrer archaischen, substanziellen Wurzel. Das Ergebnis ist eine Komposition, die historisch orientiert und gleichzeitig tragbar ist.
Die Komposition von Sidonie Lancesseur (u. a. Sunshine Woman, Black Phantom - Memento Mori u d This Is Her!) eröffnet mit heller, würziger Präsenz: Kardamom schießt nach oben, trifft auf durchdringenden Weihrauch, der sofort Klarheit und Fokus bringt. Das ist keine flüchtige Kopfnote, sondern eine substanzielle olfaktorische Ansage. Safran und holziges Cypriol treten hinzu – ein warmer, leicht kampherartiger Akkord, der die anfängliche Würze in sinnliche Tiefe verwandelt.
Im Drydown verschmelzen Myrrhe und Amber zu einem warmen, samtigen Kern. Bast wird zu einer dichten, resinösen Komposition, ohne je schwer oder aufdringlich zu wirken. Die Myrrhe verleiht Tiefe und eine ganz subtile Animalität. Es erinnert irgendwie an alte Bücher, Räuchwerk, die Patina von Jahrhunderten, bleibt aber auf der Haut tragbar und nicht aufdringlich.
Das Bemerkenswerte an Bast ist die Balance zwischen ritueller Schwere und alltäglicher Tragbarkeit. Die Haltbarkeit ist ausgezeichnet, die Projektion präsent, aber nicht invasiv. Der Duft funktioniert über etliche Stunden und passt durchaus in den Alltag – sei es zur Arbeit oder zum abendlichen Spaziergang. Er verlangt nicht nach speziellen Anlässen, sondern integriert sich natürlich in den Tag.
Wer sich für Weihrauch, Myrrhe und orientalische Kompositionen begeistern kann, findet hier einen modernen Duft mit Klassikerpotential, der Raum für Alltag und Kontemplation zugleich bietet. Ein Duft, der zeigt, dass Substanz und Alltagstauglichkeit kein Widerspruch sein müssen. Absolut testenswert!
Die Komposition von Sidonie Lancesseur (u. a. Sunshine Woman, Black Phantom - Memento Mori u d This Is Her!) eröffnet mit heller, würziger Präsenz: Kardamom schießt nach oben, trifft auf durchdringenden Weihrauch, der sofort Klarheit und Fokus bringt. Das ist keine flüchtige Kopfnote, sondern eine substanzielle olfaktorische Ansage. Safran und holziges Cypriol treten hinzu – ein warmer, leicht kampherartiger Akkord, der die anfängliche Würze in sinnliche Tiefe verwandelt.
Im Drydown verschmelzen Myrrhe und Amber zu einem warmen, samtigen Kern. Bast wird zu einer dichten, resinösen Komposition, ohne je schwer oder aufdringlich zu wirken. Die Myrrhe verleiht Tiefe und eine ganz subtile Animalität. Es erinnert irgendwie an alte Bücher, Räuchwerk, die Patina von Jahrhunderten, bleibt aber auf der Haut tragbar und nicht aufdringlich.
Das Bemerkenswerte an Bast ist die Balance zwischen ritueller Schwere und alltäglicher Tragbarkeit. Die Haltbarkeit ist ausgezeichnet, die Projektion präsent, aber nicht invasiv. Der Duft funktioniert über etliche Stunden und passt durchaus in den Alltag – sei es zur Arbeit oder zum abendlichen Spaziergang. Er verlangt nicht nach speziellen Anlässen, sondern integriert sich natürlich in den Tag.
Wer sich für Weihrauch, Myrrhe und orientalische Kompositionen begeistern kann, findet hier einen modernen Duft mit Klassikerpotential, der Raum für Alltag und Kontemplation zugleich bietet. Ein Duft, der zeigt, dass Substanz und Alltagstauglichkeit kein Widerspruch sein müssen. Absolut testenswert!
6 Antworten



Kopfnote
Weihrauch
Kardamom
Herznote
Weihrauch Absolue
griechischer Safran
Cypriol
Basisnote
Myrrhe
Amber
Wisivc
Dan93
Sofiabld
Gollnir
JoeMicoud85














