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Orphéon (Eau de Parfum) von Diptyque
Flakondesign:
Illustration: Gianpaolo Pagni
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Orphéon 2021 Eau de Parfum

8.1 / 10 1023 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Diptyque für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2021. Der Duft ist blumig-frisch. Es wird von Manzanita Capital vermarktet.
Aussprache Vergleich
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Duftrichtung

Blumig
Frisch
Holzig
Pudrig
Würzig

Duftnoten

chinesische Magnoliechinesische Magnolie türkische Damaszener-Rosetürkische Damaszener-Rose WacholderbeereWacholderbeere MoschusMoschus Jasmin-SambacJasmin-Sambac ZedernholzZedernholz AmberAmber AmbroxanAmbroxan GalbanumGalbanum HonigwabeHonigwabe komorischer Ylang-Ylangkomorischer Ylang-Ylang MastixharzMastixharz Siam-BenzoeSiam-Benzoe venezolanische Tonkabohnevenezolanische Tonkabohne ZistroseZistrose PatchouliPatchouli VetiverVetiver

Parfümeur

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Bewertungen
Duft
8.11023 Bewertungen
Haltbarkeit
7.5877 Bewertungen
Sillage
6.9876 Bewertungen
Flakon
8.5821 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.9708 Bewertungen
Eingetragen von Morpheus1 · letzte Aktualisierung am 02.02.2026.
Quellenbasiert & geprüft

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Rezensionen

38 ausführliche Duftbeschreibungen
6.5Duft 8Haltbarkeit 8Sillage
Rivegauche

39 Rezensionen
Rivegauche
Rivegauche
Top Rezension 42  
Paris bei Nacht?
Als Inspirationsquelle zu Orphéon diente wohl die gleichnamige Nachtbar, die direkt an das Stammhaus Diptyque’s auf dem Boulevard Saint-Germain, zugegebenermaßen am weniger trubeligen unteren Ende dessen, angrenzte.

Orphéon soll uns nun in die Atmosphäre dieser seit langem nicht mehr existierenden Bar, dem wohl zweiten Wohnzimmer der drei Firmengründer, entführen. Und wenn dieser Duft tatsächlich an diese Bar erinnern soll, ist es kein Wunder, dass sie nicht mehr existiert.

Der Duft selbst ist relativ schnell beschrieben. Dem schon oft gerochenen fruchtig frischen Start (Johannisbeere als Reminiszenz an L’Ombre dans L’Eau?) folgt ein unschuldig floraler Hauch von Jasmin, hier von allen menschelnden Facetten nahezu unkenntlich gemacht, gerührt in einer Basis von zurückhaltendem Shampoomoschus, der immerhin leicht pudrige Kosmetikfacetten geschminkter Gesichter im Halbdunkel erkennen lässt....und luftig leichten Hölzern mit moderater Süße, die glücklicherweise nicht gezuckert wirken. Tonkabohne wird die natürlich cremige Süße beisteuern, während die trockene Zeder alles im Zaum hält, Wacholder bringt wohl die leichte Aromatik mit bei. Orphéon behält durchgehend eine eher unbeschwerte Klarheit, die immerhin langanhaltend ist.

Aber wo bitteschön ist jetzt das Pariser Nachtleben? Dieser Duft soll uns in eine Nachtbar zurückführen, in eine Nachtbar des hippen linken Seineufers, dem rive gauche in Paris...also in das Paris der Sechziger bis Achtziger Jahre. In die Zeit der sexuellen Befreiung, dem Paris des YSL, dem Paris des Karl Lagerfeld, der Sonia Rykiel, Sartre, Gréco, Gainsbourg, Hallyday etc, der Couture, dem Schick des Café de Flore, dem Deux Magots, den ersten großen Drogenerfahrungen, dem Paris des Weines, des Champagners...und am wichtigsten: dem rauchenden Paris!
Dieser Duft vermittelt leider das komplette Gegenteil, es ist Paris in Zeiten von Corona: Alle sind zu Hause, die Bar ist zu und keiner raucht mehr, die Klimaanlage funktioniert hervorragend und vegan gegessen wird eh schon lange.

Mir ist schon klar, dass nicht in jeder Nachtbar permanent ungezügeltes Leben gelebt wurde, aber bei Orphéon fehlt jegliche Leidenschaft. Nicht mal ein bis drei Funken Rauch dürfen in diesem Duft glimmen...damals haben doch alle überall permanent gequarzt was das Zeug hielt, vor allem die Franzosen mit ihren Gauloises und Gitanes. Auch der hier verwendete Jasmin ist leider frei von undesodorierten körperlichen eng an ang stehenden menschlichen Facetten am Abend, und dunkel (dunkel!) ist Orphéon gar nicht, hier scheint die 100 Watt Klarglasbirne.

Nicht falsch verstehen, der Duft ist ganz wunderbar unkompliziert und leicht tragbar, tendenziell wahrscheinlich eher feminin. Er ist sorgfältig komponiert, gut verblendet, wirkt hochwertig, ist gut haltbar und verfügt über genügend Abstrahlung. Liebhabern von Philosykos, Eau Rose oder Eau Mohéli könnte er gefallen, auch die Hermès Gärten oder die harmloseren Maison Dior Düfte kommen mir noch in den Sinn.
Wie man lesen konnte gefällt er mir nicht so, weil ich einfach das Thema komplett verfehlt finde...und den Duft halt leider auch eher langweilig. Aber als ein großer langjähriger Fan der Marke darf ich ja auch mal was nicht so toll finden.
Aktualisiert am 07.06.2022 - 18:54 Uhr
20 Antworten
9Duft 8Haltbarkeit 9Sillage
Jovijove

3 Rezensionen
Jovijove
Jovijove
Top Rezension 32  
Ein Duft mit einer gewissen Magie
Seit langer Zeit suche ich einen schönen frischen Duft, der besonders ist und das gewisse Etwas hat. Ich habe schon unzählige „frisch gewaschen“ Parfüms getestet und immer hat mich etwas gestört: entweder war der Duft zu seifig, zu synthetisch, zu blumig, zu linear oder einfach kaum warnehmbar. Ich wollte einen Duft der klassisch ist wie ein gut geschnittenes weißes Hemd aber trotzdem andere in den Bann ziehen kann und etwas Magisches und Geheimnisvolles hinterlässt.

Als ich Orphéon getestet habe, hatte ich keine großen Erwartungen und wurde auch erstmal enttäuscht. Ich habe eine ganz andere Richtung erwartet, da der Duft laut Diptyque an einen Jazz Club der 60er-Jahre in Paris erinnern soll. Die Wacholderbeere war mir anfangs viel zu kratzig und ich habe den Duft fast abgeschrieben. Doch dann entwickelte er sich auf meiner Haut zu einem wundervollen cremigen, pudrigen Duft, der eine gewisse Würze besitzt. WOW! Mehrere Minuten vergingen und ich konnte nicht aufhören an meinem Handgelenk zu riechen. Noch nie habe ich so einen Duft gerochen!
Er erschien mir fast mystisch, geheimnisvoll und trotzdem so schön frisch und gepflegt!

Ich habe das Parfüm in den kommenden Tagen voller Bewunderung getragen und konnte kaum glauben, als es an jeder Ecke Komplimente gab. Normalerweise werde ich wirklich nie oder nur sehr selten auf meinen Duft angesprochen!
Ich würde nicht sagen, dass die Sillage enorm ist, aber dennoch erfüllt der Duft irgendwie den Raum, fast wie eine Aura, ein schönes Gefühl, weniger wie eine nervige Duftwolke. Der Duft wird definitiv von anderen wahrgenommen. Doch so ganz weiß man es dann nicht: ist es das Parfüm, der Hautgeruch, hat jemand eine gute Bodylotion aufgetragen oder Kerze angezündet? Was versetzt mich hier gerade an so einen schönen Ort?
Was riecht hier so gut?

In diesem Sinne: viel Spaß beim Schnuppern.
5 Antworten
9Duft 10Haltbarkeit 8Sillage
Lenii

9 Rezensionen
Lenii
Lenii
Top Rezension 13  
Sprachlos...
Ich habe vor einigen Tagen ein feines Paket mit Proben erhalten...mein Fokus war ein netter Rosenduft, in Andenken an den Sommer. Der Duft war ganz nett...so nach dem Motto „kann man mal machen“

Im Paket war außerdem eine unscheinbare Probe von Orphéon. Ich hab sie zunächst links liegen lassen und erst als alle anderen Düftchen gerochen waren kam dieser Duft heute dran. Auf dem Tester der erste Eindruck...ohh Mhhhhhhm...lecker. Frisch, würzig und ein wenig Frucht. Allerdings nicht zu süß oder erschlagend...also auf der Haut getestet :)

Der Duft ist zunächst frisch, beerig und sehr spritzig mit einer feinen Würze. Im Verlauf wird er etwas süßer und pudrig. Ein richtiger Gute-Laune-Duft, ein Vorgeschmack auf den Sommer!

Ich werde weiter ausgiebig testen, aber ich bin im ersten Anlauf richtig euphorisch einen tollen Duft für die warmen Tage gefunden zu haben!!!

Nachtrag: angekommen bei der Basis erinnert der Duft mich sehr an Attropa Belladonna (Shay&Blue)
Aktualisiert am 12.03.2021 - 15:10 Uhr
1 Antwort
8.5Duft 6Haltbarkeit 6Sillage
loewenherz

920 Rezensionen
loewenherz
loewenherz
Top Rezension 36  
'You make me forget myself...'
sang Lou Reed 1972 in 'Perfect day', von David Bowie produziert '...I thought I was someone else - someone good.' 'Trainspotting' verhalf dem Song zu einem zweiten Frühling, das ist nun auch schon fast dreißig Jahre her.

Augen zu. Und vergessen. Den Nachtclub namens Orphéon, dem dieser Duft gewidmet ist. Den Boulevard Saint-Germain am linken Seineufer, wo er lag. Dass dieser Duft im Grunde so vielstimmig ist. Nicht wichtig. Vergessen.

Augen zu. Ihn kommen lassen. Ein Duft wie Sonne auf dem Gesicht - die erste nach einem Winter wie Jahrhunderte. Ein Duft wie ein Streicheln - flüchtig wie die Erinnerung. Wie eine leise Stimme raunt: alles ist gut.

Orphéon ist ein olfaktorisches Mysterium. Einer, der anders ist als andere - und so ganz anders, als man denkt, zumindest ich. Er hat Frische, ohne keck zu sein, hat Süße ohne Lieblichkeit, hat Kühle ohne Distanz.

Orphéon ist ein Duft zum Innehalten. Einer zum Reflektieren. Zum Nachspüren und sich Erinnern. Um endlich loszulassen. Ein Duft wie ein langersehntes Ausatmen, wie Licht am Ende einer langen Nacht.

Augen zu. Da ist eine Ahnung von Frühling, ist nüchterne Sachlichkeit - farblose Blüten, Zeder und Wacholder. Da ist eine Basis zu blass und fein, um sich dran zu erinnern - Harz, ein bisschen Honig - intim, aber nicht süß.

Fazit: ein Duft zum ganz alleine tragen. Zum sich vergessen. Und zum sich verzeihen.
10 Antworten
9.5Duft 7Haltbarkeit 6Sillage
Kayra

13 Rezensionen
Kayra
Kayra
Top Rezension 30  
Fensterplatz
Der Regen fiel in Strömen auf das Pflaster, das glänzte wie nasses Glas. Es war früh am Morgen, doch der Himmel hatte seit ein paar Tagen kein klares Licht mehr zugelassen. Die Straßen waren leer, bis auf ein paar hastige Gestalten mit Kapuzen und gesenkten Köpfen.

In einem kleinen Café saß sie allein, am Fenster. Vor ihr dampfte die dritte Zigarette und ein Kaffee, welcher längst kalt und bitter geworden war. Ihre Finger kreisten um die Tasse, wie als wolle sie sich an einem längst vergangenem Moment aufwärmen. Der Duft von Orphéon hing in der Luft, eine Mischung aus Holz, Blumen und pudriger Nostalgie.

Sie hatte diesen Duft getragen, als sie zum ersten Mal durch die Tür trat, vor einem halben Jahr. Ich erinnerte mich an die Musik, die an jenem Tag lief "Xavier Naidoo - Frei sein". Sie war hereingekommen wie jemand, der schon zu viele Abschiede hinter sich hatte, mit einem Blick, der gleichzeitig müde und unendlich tief war. Ihre Hände zitterten leicht, aber ihre Stimme war ruhig, als sie den Kaffee bestellte. Schwarz, ohne Zucker. Als hätte sie sich längst an den bitteren Geschmack des Lebens gewöhnt.

Damals war der Duft von Orphéon das Erste, was ich wahrnahm. Warm und so leicht, fast wie ein altes Theater mit Samtvorhängen, verraucht von Erinnerungen. Ich wusste aber sofort, diese Frau trägt eine Geschichte auf der Haut. Eine Geschichte, welche sie nicht erzählt, man jedoch spürt.

Sie kam immer wieder, immer allein, immer zum selben Fensterplatz. Wir wechselten oftmals nur wenige Worte. Es waren die Blicke, das Schweigen, die kleinen Gesten, die sagten "Ich sehe dich".

Eines Tages fragte sie mich, ohne mich dabei anzusehen: „Kennst du das Gefühl, wenn du in einem Raum bist, voller Menschen, und dich trotzdem niemand wirklich sieht?“ Ich nickte nur. Denn was hätte ich sagen sollen? Dass ich sie sah? Dass sie in einem Café mehr Platz einnahm als all die anderen zusammen, obwohl sie kaum sprach?

In Wahrheit hatte ich Angst, sie zu verlieren, noch bevor ich sie wirklich kannte.

Sie hatte diesen Blick, der dir gleichzeitig Hoffnung und das Ende zeigte.

Dann kam der Tag, an dem sie nicht mehr erschien. Kein letzter Blick, keine Zigarette, kein Duft von Orphéon in der Luft, nur Stille. Und ein leerer Fensterplatz, der wochenlang mehr über sie erzählte als jeder Brief es hätte tun können.

Den Schal, den sie einmal liegen gelassen hatte, liegt noch immer hinter der Theke. Manchmal halte ich ihn in der Hand, nur für einen Moment.

Und wenn ich tief einatme, rieche ich sie wieder.

Ist es die Begierde an der Person oder an Orphéon?

Danke fürs Lesen.

Kayra.

Duftbeschreibung: In der heutigen Duftbeschreibung möchte ich über den Duft "Orphéon" von der Marke Diptyque sprechen, eine Marke, welche ich noch nicht kannte und dies mein erster Test von eines der vielen Düfte ist. Persönlich kann ich sagen, dass ich viel früher mal einen Blick auf die Marke werfen hätte sollen. Aber besser spät als nie. Orphéon startet sehr blumig, dies kommt durch die Magnolie, Rose und der Jasmin. Im weiteren Verlauf kommt ein Hauch von Frische durch die Wacholderbeere und dem Ylang-Ylang, danach wird der Duft wärmer durch Moschus, Honigwabe, Galbanum, Harze, Amber und der Tonkabohne, abschließend lässt sich sagen, dass es ein blumiges, frisches, würziges und pudriges Meisterwerk der Marke ist, und ich persönlich bin sehr angetan von diesem Duft, der erste Test verlief mehr als nur positiv und es bleibt sicher nicht nur bei diesem Duft dieser Marke.
29 Antworten
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Statements

234 kurze Meinungen zum Parfum
41
36
Duftende Damaszener
Kleine Magnolien
Richten den Pudervorhang
Hinterlassen seifige Spuren
Bei ihrem Frühlingsauftritt
36 Antworten
36
27
In deinen Augen spiegelt sich der Mondsee. Sirenengesänge locken uns tief ins schwarz-samtene Wasser, hinter uns schließt sich die Nacht...
27 Antworten
33
27
Umarmung
Puderblumen
Harzfäden
Honigtropfen
Fruchtreste
Liebliche
Cremespuren
auf deiner Haut...
27 Antworten
29
20
Vielversprechende Duftnoten addieren sich zu einem fad cremigen, fast fruchtigen (?) Gesamtton. Harz, Vetiver und Patch gehen leider unter.
20 Antworten
30
12
Wie besonders! Herbes Badewasser. Auf dem Wasser schwimmen liebliche Blüten. Frische, honiggesüßte Seifigkeit. Hell, leicht, lieblich.
12 Antworten
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So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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