34 Boulevard Saint Germain 2011 Eau de Toilette

34 Boulevard Saint Germain (Eau de Toilette) von Diptyque
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7.9 / 10 390 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Diptyque für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2011. Der Duft ist würzig-holzig. Es wird von Manzanita Capital vermarktet.
Aussprache
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Duftrichtung

Würzig
Holzig
Blumig
Süß
Fruchtig

Duftnoten

PatchouliPatchouli ZimtZimt AmberAmber RoseRose Schwarze-Johannisbeere-KnospeSchwarze-Johannisbeere-Knospe

Parfümeur

Bewertungen
Duft
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Preis-Leistungs-Verhältnis
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Eingetragen von Louce, letzte Aktualisierung am 18.05.2024.

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Rezensionen

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Siebter

49 Rezensionen
Siebter
Siebter
Top Rezension 72  
Die Bernsteinblume
Diptyque gehört zu den tradionsreichen Nischenhäusern, 1961 wurde das erste Ladengeschäft am Boulevard Saint Germain eröffnet, wo zunächst verschiedene Stoffe, dekoratives Handwerk und aus England importierte Eaux de Toilette verkauft wurden. Später kamen Duftkerzen hinzu, seit 1968 stellt Diptyque eigene Parfums und Seifen her. Schon früh wurde Neuland beackert: alle Düfte von Diptyque sind und waren unisexoid, nicht selten werden starke Kontraste heraufbeschworen und mit Vinaigre de Toilette warf Diptyque bereits 1975 einen Duft auf den Markt, den man auch als beherztes "Fuck you!" in Richtung herkömmliche Duftkonzepte interpretieren kann.

Diesem Duft liegt ein klares Konzept zugrunde: es handelt sich um den Versuch, den olfaktorischen Eindruck des bereits genannten Ladengeschäfts in Flaschen zu bannen. Diese Herangehensweise wurde von Olivier Pescheux umgesetzt, der seit etwa fünf Jahren regelmäßig für Diptyque arbeitet, aber auch schon Düfte für Dior und Lanvin einerseits sowie Heidi Klum und Paco Rabannes 1 Million andererseits erschaffen hat. Viel Liebe scheint in diesen Duft geflossen zu sein, dies suggeriert zumindest der anspielungsreiche Flakon mit Kerzendocht-Sprühschlauch, einer siegelartigen Magnetkappe aus Bakelit und dem niedlichem Stoffsäckchen, in dem der Flakon steckt. Es entsteht der angenehme Eindruck, ein persönliches Kleinod in der Hand zu halten.

34BSG wartet mit ganzen Lastwagenladungen unterschiedlicher Noten auf, Diptyque gibt an, über 40 Rohmaterialien für diesen Duft verwendet zu haben: zitrisches ist dabei, holziges ebenfalls, das Feigenblatt wird herangezogen sowie Patschouli, Rose, Tuberose, Veilchen, Eukalyptus, Benzoe, Kardamom, Zimt, Gewürznelke und überhaupt: Gewürze! Man muss aufpassen, wenn man keinen Baustein auslassen möchte. Als ich diesen Duft das erste mal testete, kannte ich die Duftpyramide nicht und das erste Wort, welches mir in den Sinn kam war: Chaos. Würzig und mit kräftiger Melisse sprang mich der Duft zunächst an, das Holz war bereits zu erahnen, ebenso das Feigenblatt und recht kräftige florale Noten, mit denen ich nicht selten auf Kriegsfuß stehe - obwohl dieser Duft eigentlich rein gar nichts mit dieser Art von Düften gemein hat, erinnerte mich das Ganze zunächst an Männerdüfte der 70er und 80er Jahre; kakophonisch, überladen, irgendwie würzig und ziemlich old fashioned. Nicht mein Stil.

Trotzdem kehrte ich immer wieder zu diesem sich mir zunächst so biestig präsentierenden Duft zurück. Irgendwann wurde mir bewusst, dass diesem Duft eine Komponente fehlte, die mir klassische Herrendüfte fast immer verleidet: er ist nicht grob, sondern bis zur Perfektion ausbalanciert. Olivier Pescheux schafft es, eine unüberschaubare Vielfalt an Dufteindrücken zu bündeln, sie in harmonischen Einklang zu bringen und sie dennoch für sich scheinen zu lassen. Es ist schwierig, diesen Duft zu beschreiben und dabei allen Facetten gerecht zu werden; wenn ich dies hier versuche, bitte ich die geneigten Leser, immer im Hinterkopf zu behalten, dass dieser Duft im gesamten Verlauf ausgewogen und sanft ist, auch wenn es sich hier zum Teil liest, als würden olfaktorische Feuerwerke abgebrannt werden. 34BSG drängelt nicht, seine eigenwillige Präsenz belebt das Gemüt, ohne zu nerven.

Diptyque weist auf ein Chypre-Gerüst hin, und wenn man nicht dogmatisch ist, kann man diesen Duft durchaus als floralen Chypre bezeichnen. 34BSG startet mit einer zitrisch-fruchtigen Eröffnung; Melisse und Johannisbeere dominieren mit spritziger Frische, zu der sich bald das Feigenblatt gesellt, welches mit seiner weichen und leicht süßen Cremigkeit einen sanften Kontrapunkt setzt. Dies wiederum kontrastiert mit den Gewürznoten, die sich nach rund fünf Minuten zeigen - Zimt und Kardamom empfindet meine Nase als vordergründig, aber auch sie bleiben nicht lang allein, die floralen Zutaten zeigen sich nach etwa einer viertel Stunde, Eukalyptus noch einen Tick früher. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich hier keinen kompletten Duftverlauf beschreibe, sondern die ersten Minuten nach dem Aufsprühen und außerdem wiederholen, dass auch diese Phase bereits sehr harmonisch ist und nur denjenigen überfordern wird, der sich allzu verkopft diesem Duft widmet. Die verwendeten Noten erscheinen nicht mal entfernt synthetisch und sie sind fein aufeinander abgestimmt.

Als zitrische Komponente zieht sich die Melisse bis zur Basis, in der Herzphase assistiert sie dem nun auftretenden Strauß floraler Noten. Eine leichtfüßige Tuberose und die Rose erscheinen als frische Blüten, tief, anheimelnd und gleichsam aufhellend schmeicheln sie der Nase, aber da sind noch andere florale Mitspieler: eine abstrakte Anmutung getrockneter Blumen, welche die crispness der nun in den Hintergrund tretenden Gewürze weiterführen. Dieser Duft ist abwechslungsreich und widersprüchlich: immer wieder begeistert mich die Ausgewogenheit und Geschlossenheit dieses Dufts, und immer wieder erstaunt mich, wie einzelne Zutaten bisweilen hervortreten, um sich ein wenig länger im Nasenspotlight aufzuhalten. Stellt Euch ein transparentes Kartenspiel vor, welches laufend von neuem auffächert wird, um dann wieder eine farbliche Einheit zu bilden.

34BSG ist nicht avantgardistisch. Sein grundsätzlicher Charakter ist klassisch. Dies ist kein herausfordernder Duft, dazu sind die einzelnen Phasen zu schmeichelnd. 34BSG ist eine großartige Wahl für Ausstellungen oder einen Theaterbesuch. Von Altersfreigaben für Düfte halte ich wenig, tendenziell ist dies aber kein Parfum für ausgehfreudige Nachtküken, die hormonell aufgepeitscht über Tanzböden robben wollen, eher suggeriert er nonchalanten Luxus. Saisonal präsentiert sich 34BSG vielseitig, für mich ist dies aber vor allem ein herausragender Duft für den Herbst - warm, sanft würzig, balsamisch, im weiteren Verlauf holzig-floral, keinesfalls aber dunkel oder schwer, sondern uplifting. Kräftig genug für kühle Witterungen ist er, ich empfehle sogar eine achtsame Dosierung, auch wenn dieser Duft keine raumfüllende Sillage besitzt - aber er ist sehr präsent und dicht, für rund acht Stunden ist er ein verlässlicher Begleiter.

In der Basis werden die holzigen Anteile in den Vordergrund gestellt. Unverkennbar wurde viel Sandelholz verwendet, selten erlebe ich Holz derart butterig und balsamisch. Ich erahne auch Zeder und sehr feinen Patschouli, die crisp-floralen Noten halten sich lange und verändern sich nur wenig. Zuletzt möchte ich Benzoe nennen, der dem Duft eine leichte und elegante Süße verleiht. Sehr herbstlich, das alles, und zudem einfach wunderschön.

34BSG ist ein gelungener unisexoid. Mir erschien er zunächst eher maskulin, spätestens mit dem Auftreten der floralen Noten, die den Dreh- und Angelpunkt dieses Dufts ausmachen, gleicht sich das wieder aus. Dies ist ein Duft, der nicht zu einem Geschlecht, sondern zu einem Charakter passt, einem Charakter, der kultiviert, aufgeschlossen und entspannt ist. An Komplexität ist er kaum zu überbieten, zu keinem Zeitpunkt wirkt diese Komplexität aber gewollt oder bemüht, sondern bleibt stets elegant und dabei distinguiert. Keine seiner Phasen wird ein überraschtes "Wow!" erklingen lassen oder gar das Geräusch droppender panties, seine herausragende Qualität liegt in seiner unfassbaren Liebe zum Detail, in seinem interessanten Duftverlauf und den über jeden Zweifel erhabenen Zutaten.

Wirklich ein sehr feiner Duft.
24 Antworten
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Flakon
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Sillage
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Haltbarkeit
8
Duft
Siebenkäs

63 Rezensionen
Siebenkäs
Siebenkäs
Top Rezension 45  
Just do it.
7. Feb., 8.30
Gähn!
Was für eine Uhrzeit! Nachtarbeit… nicht mein Ding.
Ich sitze in der Redaktionskonferenz des „Parfumboten“
und überlege, wie ich ein Paar Comme des Garcons-
Sneaker über die Redaktion abrechnen könnte –
da herrscht mich die raue Stimme des Chefredakteurs an:
„7-Cheese, das übernimmst du!“
„Ich, ähm, ja klar, mach‘ ich…“
Tanja, die Praktikantin, schiebt mit ein 10ml-Röhrchen zu.
„Und du hast genau eine Woche, denk dran!“ bellt der
Chefredakteur noch hinterher.
„Ja, klar, krieg‘ ich hin…“
Nach der Konferenz lass ich mir erzählen, was ich nicht
mitbekommen habe. Ab sofort soll es eine neue Rubrik
geben – „der Blindtest der Woche“. Ein Redakteur schreibt
über einen anonymisierten Duft – die Leser können raten,
welcher es ist und ein Auto gewinnen. Oder war’s ein Bade-
schaum? Jedenfalls effizientere Leserbindung und so.
Und ich hab‘ jetzt eine Woche, um etwas über den Duft
in diesem Röhrchen zu schreiben.

Pffft… und schon schnuppere ich an meiner Hand.
Erster Eindruck: dunkle Beeren, paniert mit Pfeffer und
etwas Zimt… vielleicht Nelkenpfeffer? Auch etwas Warmes,
Harziges spielt mit, strange… Eine Art Saft-Eindruck,
leicht zitrisch-gesund wirkend kommt dazu, die Gewürze
erinnern an eine Apotheke oder auch einen alten
Krämerladen… sehr schwer einzuordnen.
Aber mein Plan steht fest – ich werd‘ rausfinden, was es
ist und glänzen wie noch nie. Sie werden mich bewundern!
Und - befördern!
Genau das wird die Basis für die Umsetzung meines Traums:
mein eigenes Parfum-Magazin! „The Parfum-Observer“ wird
es heißen. Gobal. Independent. Unverzichtbar.
Ich seh‘ schon das Gebäude… 34 Etagen… auf dem Dach
der Schriftzug und mein Logo – eine Nase, aus Neonröhren.
Und der gute, alte Name 7-Cheese wird neu erstrahlen…
Und das ist nicht unrealistisch. Ich stand schon immer mit
beiden Beinen fest in den Wolken.

7. Feb., 12.20
Der Duft verwirrt mich. Mittlerweile geistern allerlei florale
Elemente drin rum… Und der Frucht-Würz-Harz-Mix
tönt immer noch dazu. Das erzeugt bei mir eine Art von
Geisterduft-Wahrnehmung… Dufteindrücke, die vermutlich
nur durch den wilden Mix in meinem Kopf entstehen.
Assoziationen, Erinnerungen… Tante Emma Laden…
Bürstengeschäft… Straßenhändler…
Ziemlich harte Nuss, fürchte ich.
So was kann ich unmöglich in Deutschland rausfinden,
dafür brauch ich Pariser Luft.
Zum Glück hat keiner gesagt, wie hoch mein Budget für den
Job ist.

8. Feb., 11.15
Ich sitze im Zug nach Paris, 1.Klasse, Wagen 7, Platz 34.
Und ich sprühe und schnuppere weiter.
Zu allem Überfluss ist jetzt noch ein seifiger Eindruck da.
Nah am Barbershop. Der Rest ist zarter geworden,
aber etwas Rosiges und Süßliches schleicht um den Bart-
schneider herum… leicht pudrig… Iris?
Hier spielen sich ja fast Kämpfe ab… Kontraste, die sich
gegenseitig fertig machen wollen. Oder spielen die nur?
Ich schreib‘ jetzt erst mal alle Eindrücke auf.
Immer schön locker bleiben.
In Paris finde ich ein preiswertes Hotel (Zweifel an der
Budgethöhe) auf dem Boulevard Saint Germain,
Ecke Rue des Bernadins. Gute Gegend.
Abends zu einem kleinen Chinesen um die Ecke.
Bestelle die Nr. 34, Hähnchen Süß-Sauer, und Burgunder.
Dann schnuppere ich weiter an meinem Arm.
Neben der Feige entdecke ich deutlich Sandelholz, Zeder,
auch etwas Patchouli. Eine solide, weiche Grundlage,
aber immer noch durchzogen von floralen und würzigen
Tönen. Mittlerweile kenn‘ ich alle Phasen, aber es ergibt
kein klares Gesamtbild. Zurück ins Hotel, erst mal schlafen.

9.Feb., 10.15
Karges Frühstück. Schlecht geschlafen, blöd geträumt:
ein kleiner Herr in weißem Habit kommt angeflogen, in der
Hand einen Weidenkorb. „Ich bin der Eiermann“, ruft er munter,
„bin gekommen, damit niemand umsonst auf mich wartet.
Und noch ein kleiner Tipp – denk mal an 31 Rue Cambon!“
Sprach’s und reicht mir kleine Eier mit Chanel-Logo.
Muss am chinesischen Essen liegen. Egal.
Träume sind Schäume.
Plan für heute: Düfte zum Vergleich ranziehen.
Bei Caron in der Rue de Caumartin fang‘ ich an.
Rechter Arm mein Testduft, links sprüh ich sparsam etwas
Yatagan auf. Nur so eine Assoziation, die ich gestern hatte.
Wer weiß?
Fehlanzeige.
Der Testduft ist viel, viel feiner, fast cremig-süß im Vergleich.
War ja klar. Egal.
Weiter geht’s im Marais. Hippstes Arrondissment der Stadt.
In der Rue des Archives bei Eldo… Vorsichtig links, etwas
höher, ein Sprüher Jasmin et Cigarette…
Schnuppern - Hahaha.
Mist. So komm ich nicht weiter.
Kurz darauf im Cafè Charlot. Zwei Tische weiter eine ältere,
weißhaarige Dame, exzentrisch gekleidet, ultra-pariserisch.
Blitzidee! Ich frage sie einfach mal…
„Pardon, Madame, j’ai une petite question. Savez-vous
peut-etre le nom de ce parfum?
Ich halte ihr meinen rechten Arm unter die Nase.
Unter dem Tisch erscheint plötzlich ein knurrender lila
Kampfpudel.
„Fuck off, you bloody german asshole!“ sagt sie. Es klingt
fast freundlich.
Ich ziehe mich zurück.
Beim Verlassen des Cafès höre ich einen Kellner an ihrem
Tisch „Mais oui, Madame Westwood“ sagen.
Schnell vergessen das Ganze!

9. Feb., 16.35
Nachdenklich schlendere ich den Boulevard Saint Germain
runter. Weitere Impressionen des Duftes hab‘ ich genau
notiert – neue Schauspieler sind Vanille und Tonka. Oder
Benzoe. Und dazu Kerzenwachs. Gibt’s etwas, was hier nicht
drin ist? Oder spielt mir meine Nase Komödie vor?
Wie im Ohnesorg-Theater, wo alle paar Sekunden Türen
aufgehen und jemand anders reinpoltert.
An der nächsten Ecke steh‘ ich mit einem Mal vor einem
Dyptique-Laden. Stimmt ja, die hatten ja hier irgendwo
ihren Stammladen.
Ob ich das Spielchen noch mal versuche?
Why not.
Schon bin ich drin, erkläre einer nett aussehenden Dame
mein Problem und halte ihr meinen linken Arm hin.
Bereitwillig schnuppert sie mal.
Und zieht das Näschen kraus.
„Pardon Monsieur, mais je ne peux pas vous aider…“
Immerhin bekomme ich noch ein Kärtchen.
Na, wenigstens war’s ein Versuch.
Überlege noch kurz, ob ich eine Kerze kaufe, finde dann
aber die simple Adresse „34 Boulevard Saint Germain“
als Namen uninspiriert und phantasielos. Bei dem Preis…

9. Feb., 21 Uhr
Wieder im Hotel.
Ich schnuppere erneut hochkonzentriert.
Ist das ein Chypre?
Oder ein grünes Floriental?
Irgendwie ist da auch was Balsamisch-Medizinisches.
Und dabei macht es auch noch Spaß.
Wirkt seltsamerweise natürlich. Natürliches Chaos?
Gibt’s das? Offensichtlich schon.
Vielleicht sollte ich die nette Verkäuferin einfach noch mal
anrufen – sie war doch ziemlich nett.
Hatte ich ihr auch den richtigen Arm hingehalten?
Ich schau noch mal das Kärtchen aus dem Dyptique-Laden an.
Feines hellblaues Bütten, oben steht „Celine“
darunter etwas fetter „Diyptque“ und die Adresse
„34 Boulevard Saint Germain“.
Ach was.
Ich glaube, ich gebe auf.
Vielleicht hätte ich einen anständigen Beruf ergreifen sollen,
wie’s meine Mutter schon immer gesagt hat.
Zum Beispiel Pianist in einem Bordell.
Oder noch besser – Privatdetektiv.
Ja, das wär’s – bei meinem Gespür für kleinste Hinweise.
Aber was soll‘s.
Ich werd‘ den Bericht im Zug fertig schreiben und in die
Redaktion mailen.
Mir fällt ein Satz ein, den ich mal an einer Klowand
gelesen habe: „Immer suchen wir etwas, das wir gar nicht
verloren haben und finden etwas, das wir gar nicht
gesucht haben.“
Als ich anfange zu packen, klingelt das Telefon.
Es ist Tanja, die Praktikantin.
„Hey 7-Cheese, ich weiß was in deiner Probe ist!“
„Echt?“
„Ja, ganz sicher!
„Lieb von dir, aber ich will’s gar nicht mehr wissen.“
Ich lege auf.
Haken dran.
Auf zu neuen Duft-Abenteuern.
25 Antworten
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Flakon
7
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Duft
Meggi

1019 Rezensionen
Meggi
Meggi
Top Rezension 29  
Rive Gauche im zweiten Anlauf
Der Anblick gleichgültig-abgestumpfter, junger Menschen lässt schaudern. Dem gegenüber steht die Freude angesichts jugendlicher Offenheit und Neugier - gesteigert zu einem Glücks-Gefühl, wenn es sich um den eigenen Nachwuchs handelt.

„Geübt“ hatten wir in Berlin, das ist nicht so weit und wirkt nicht so fremd. Nachdem die Kinder dort einen ganzen Vormittag lang begeistert durchs Ägyptische Museum gestromert waren und nachmittags dann obendrein unbedingt noch „rüber zu den Dinos“ (also ins Naturkunde-Museum) gewollt hatten, wussten wir: Wir können mit den beiden nun alles wagen. Seither waren wir gemeinsam in Paris, London, Mailand.

In Paris, vor zwei Jahren, hatten wir das linke Seine-Ufer, Rive Gauche, buchstäblich nahezu komplett links liegen lassen, lediglich sozusagen touristisch touchiert: Eiffelturm, Musée d'Orsay. Zu unserer Verteidigung darf ich anführen, dass bei einem Aufenthalt von nur vier Tagen einfach gewaltige Abstriche gemacht werden müssen. Bei unserem nächsten (bereits geplanten!) Aufenthalt wollen wir einige dieser Lücken füllen und da mag ein Besuch bei Diptyque auf besagtem Rive Gauche drin sein. Deren „Haus-Duft“ macht jedenfalls Lust darauf. Bisher wurde ich mit dieser Marke nicht recht warm, aber 34 Boulevard Saint Germain hat mich angenehm überrascht.

Beim Schnuppern am Röhrchen denke ich spontan an Fruchtbonbon; Aufsprühen hingegen fördert sogleich eine rau unterlegte floral-grüne Frische zutage, mit einem Hauch Bonbon dabei und überdies wie von säuerlichem Harz bekleckst. Nach wenigen Minuten wittere ich eine Spur Blattgrün der Schwarzen Johannisbeere. Dieser Garten-Ober-Stinker ist hier derart dezent eingesetzt, dass er gediegen würzig-frisch-grün daherkommt. Dennoch scheint mir diese Komponente Rückgrat des Duftes zu werden. Später stelle ich fest: Rückgrat des vorderen Teils.

Unter den Blumen würde ich zunächst, etwa eine Stunde ist vergangen, das Veilchen hervorheben, das zudem eine winzige, ledrige Idee in den Duft gibt. Im Anschluss daran liefert, als würde sie üben, wie leise sie stinken kann, die Rosengeranie ihre Herren-Würze ab. Die Rose spielt eine Nebenrolle, vermag kaum, sich aus der Fruchtbonbon-Anmutung zu lösen. Gleichwohl stellt sie, wie ich naturgemäß erst im Fortgang bemerke, die (einzige!) Konstante des Duftes dar - still, aber ausdauernd.

Der lange Mittelteil wird im weiteren Verlauf des Vormittags eingeleitet mit einer mehr zuckrig-ambratischen als balsamischen Schicht, die mittags in dunkles Holz übergeht, gepaart mit Süße, sacht gewürzt von Nadelbaum-Harz. Eine im Kontext originelle Iris-Pudrigkeit macht im Verein mit unserem Tupfer Frucht die „Mindermeinung“ verständlich, der Duft sei eher für Damen. Doch der Amber-Eindruck ist nicht geschlagen: Staubiger Amber neben oder aus pudriger Iris. Bisschen Labdanum ist womöglich mit an Bord, un-animalisch.

Eukalyptus – eine für eine Basisnote lustige Ansage. Und es lässt sich problemlos ein brauner Eukalyptus-Bonbon identifizieren. Das dürfte eine pyramidal induzierte Täuschung sein, vermutlich haben wir es mit zwei alten Bekannten zu tun, nämlich zuckrigem Amber und nadelholzigem Harz. Betrachten wir die Angabe mithin als Augenzwinkern oder Witz. Der Eukalyptus-Gedanke schwindet ohnehin während des Nachmittags und die beiden Camouflage-Aushilfs-Australier beschließen auf herkömmliche Weise den Haupt-Part des Duftes.

Erst jetzt, nach Stunden, fällt mir auf, dass die Frucht auf Wunsch eine Nähe zu Kinderpunsch zeigt, das muss an den einschlägigen Gewürzen liegen, obwohl ich diese ansonsten kaum wahrnehme.

Die End-Phase des Duftes ist wächsern-karamellig-vanillig. Die nebulösen „Hölzer“ sind zumindest kein offenriechliches Kunstholz. Vielleicht ist Guajak gemeint, das wäre dann erfreulicherweise eines ohne H-Sahne oder angebrannte Milch. Insgesamt ein Ausklang, der mich nicht vom Sitz reißt, allerdings um diese Zeit natürlich völlig in Ordnung ist.

Fazit: Im Unterschied zu manchen Vorrednern finde ich den Duft keineswegs wirr, er ist bloß verblüffend starken Wandlungen unterworfen. Doch zu jeder Zeit ist der Auftritt konsequent, stilvoll und hochwertig. Mir fehlt es nur etwas an Phantasie, an wen sich der Duft eigentlich wendet. Einerseits werden die Träger mit den Charakter-Schwenks ja durchaus gefordert, innerhalb der einzelnen Abschnitte geht es freilich sehr gesittet zu. Geschmackssache. Und ein Test-Tipp, versteht sich.

Ich bedanke mich bei MisterE für die Probe.
16 Antworten
8
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9.5
Duft
Precious

41 Rezensionen
Precious
Precious
Sehr hilfreiche Rezension 34  
Du traumhaft schöner Duft, wo warst du nur die ganze Zeit?
Ich bin zufrieden, mit den Düften die ich habe. Viele davon liebe ich schon seit Ewigkeiten. Sie sind mir wie treue, langjährige Freunde: Immer für mich da, schenken sie mir Freude und Geborgenheit.

Eigentlich suche ich deshalb kein neues Parfüm; bin auch nicht mehr wild wie in jungen Jahren, unbedingt einen tollen Duft für mich zu finden. Trotzdem schnuppere ich gern an Pröbchen und Abfüllungen. Es könnte ja doch mal etwas dabeisein, was mir gut gefällt und mich überzeugt.

Eine sehr liebe Parfuma versorgt mich regelmäßig mit Testsprüherchen, gefüllt mit den schönsten, teils auch teuersten Düften, die sie für mich passend findet. Sie kennt inzwischen meinen Geschmack sehr gut und liegt deshalb häufig sehr richtig mit ihrer Einschätzung, worüber ich mich natürlich freue. Durch sie habe ich schon einige wunderschöne Düfte kennen gelernt, die ich sonst nie gefunden hätte. Liebe C., du weißt, dass es um Dich geht, wenn Du das liest.

Gestern hatte ich keinen so guten Tag. Wie das manchmal so ist im Leben. Eigentlich kein geeigneter Tag, um neue Parfüms zu testen, besteht doch die Gefahr, dass sie bei angegriffener Stimmungslage nicht gefallen könnten.

Keine Ahnung, warum ich gestern Nachmittag trotzdem zu den neuen Pröbchen griff. Vermutlich, weil sie noch auf meinem Wohnzimmertisch und somit direkt vor meiner Nase lagen.

Und so kam es, dass ich 34 Boulevard Saint Germain Eau de Toilette auf meinen Handrücken sprühte. Ich hatte keinerlei Erwartung und mich noch nie mit Diptyque befasst; ging also völlig unvoreingenommen an den Duft heran, und las auch gar nichts vorher über ihn. Das mache ich immer so, denn ich will mir, möglichst neutral und unbeeinflusst von Statements und Rezensionen, meine eigene Meinung zu einem Duft machen.

Der wunderbar, balsamisch weich-würzige Duft stieg mir sofort in die Nase und gefiel mir auf Anhieb. So etwas passiert mir nicht häufig. Seine Ausgewogenheit und Schönheit überwältigten mich umgehend. Dachte mir aber, ich sollte mich erstmal nicht zu früh freuen und erst die Basisnote abwarten. Der Duft könnte sich noch in eine Richtung entwickeln, die mir vielleicht nicht gefallen könnte.

Aber dem war nicht so. Er ist für meinen Geschmack einfach nur traumhaft, von der ersten bis zu letzten Nuance. Nichts stört mich, alles ist harmonisch und großartig ausbalanciert. Ich hätte mir keinen perfekteren Duft von dem Parfumeur Olivier Pescheux, der diese Duftschönheit kreiert hat, wünschen können. Ich wüsste nichts, was daran hätte verbessert werden können. Es ist eine so großartige, gefühlvoll erdachte Komposition, wie sie für mich nicht schöner hätte sein können. Nie hätte ich gedacht, dass meine Vintage-Lieblingsdüfte Tabu Eau de Toilette, Obsession Eau de Parfum oder Opium (1977) Parfum in diesem Leben nochmal Konkurrenz bekommen könnten.

Auch ging ich nicht davon aus, nochmal eine richtige Duftliebe zu finden, deren Schönheit und Perfektion mich derart überwältigt und berührt.

Wir wissen alle, es gibt Parfüms, die man toll findet und auch gern trägt; mit denen man sich wohlfühlt und zufrieden ist. Aber es gibt nur ganz wenige Duftkreationen, die zu Herzensdüften werden, und auf die man nicht mehr verzichten möchte.

Für mich ist 34 Boulevard Saint Germain Eau de Toilette so eine vollkommene Duftschönheit, dass ich sie gestern regelrecht tief von meinem Handrücken inhaliert habe. Da stimmt für mich jede kleinste Nuance, und jede dieser Noten erfreut mich wie ein wunderbares, zu Herzen gehendes Musikstück. So einen harmonischen, ansprechenden Duft, der sofort mein Innerstes berührt, habe ich schon lange nicht mehr gerochen. Der herrliche Wohlgeruch schenkte mir am gestrigen Tag ein Glücksgefühl und würzig-warmen Trost.

Das heißt nun nicht, dass Ihr, liebe Leser, diesen Duft auch so schön findet oder finden müsst. Ich habe inzwischen Statements und Rezensionen über ihn gelesen. Er kommt hier allgemein sehr gut weg, und viele User sind angetan.
Aber wie das immer so ist, was ich schön und überwältigend finde, muss euch nicht gefallen, und es ist eine Seltenheit, dass ein Duft solche Gefühle auslöst.
Ich muss gestehen: Beinah hätte mich seine kunstvolle Schönheit zu Tränen gerührt.

Darum sage ich meiner lieben Parfümfreundin C. nochmal ganz herzlichen Dank, dass sie ihrer Duftpost an mich 34 Boulevard Saint Germain Eau de Toilette beifügte, weil sie ahnte, dass er mir gefallen könnte. Ohne sie, hätte ich nicht dieses schöne kleine Erlebnis gehabt.

Manche User fügen einer Rezension einen Song bei, den sie passend finden und der ihren Gefühlen nahkommt, den der Duft auslöst. Ich erlaube mir das ausnahmsweise auch mal und verlinke hier einen geliebtes Musikstück von Nick Cave. Wer mag, kann es sich ja mal anhören:

https://www.youtube.com/watch?v=IEnVcYLmXUs

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5
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7.5
Duft
loewenherz

883 Rezensionen
loewenherz
loewenherz
Top Rezension 24  
Und ewig fließt die Seine, und ewig ist l'amour! So wird es immer bleiben - tagein, tagaus, toujours!
So heißt es in einem alten Schlager über die Stadt unter dem Eiffelturm, jene Stadt, in der neben so vielen anderen großen Namen auch das Haus Diptyque sein Stammgeschäft hat, im 6. Arrondissement am linken Seineufer - 'Rive gauche', wie die Pariser sagen. Das Geschäft liegt in einem biskuitfarbenen Stadthaus im Schatten hoher Plantanen an der Kreuzung des Boulevard Saint-Germain und der Rue de Pontoise.

Einen Kommentar zu 34 Boulevard Saint-Germain, dem Duft, mit dem Diptyque dieses Ladengeschäft ehren und als Parfum erlebbar machen möchte, will ich schon lange schreiben. Da aber mein Vorredner - und dem gebührt kein Tadel, sondern hohe Anerkennung - wirklich schon alles zusammengetragen hat, was sich über diesen Duft berichten lässt, hieß es etwas darüber nachzudenken, was dem noch beizustellen sein könnte.

Falls möglich beginne ich einen Besuch in Paris mit immer demselben kleinen Ritual. Ich fahre mit der Métro von der Gare de l'Est bis zur Station Sèvres-Babylone, um im Bon Marché bzw. dessen Lebensmittelabteilung im Nebengebäude, der Grande Épicerie, ein Croissant aux amandes zu kaufen. Dann laufe ich den Boulevard Raspail hinauf und nach links in den Jardin du Luxembourg, währenddessen das Croissant gegessen wird.

Durch den gegenüberliegenden Ausgang geht es weiter zum Boulevard Saint-Michel - und von dort ist es nicht mehr weit bis zum Boulevard Saint-Germain und jenem berühmten Ladengeschäft von Diptyque. Im letzten Jahr ist das Geschäft grundsaniert worden und war für ein paar Monate geschlossen, aber seinen 'Rive gauche'-Charme, die burgunderfarbenen Markisen und die wunderbaren Holztheken und -regale haben sie erhalten.

Drinnen duftet es nach köstlichen Essenzen in eleganten, sanduhrförmigen Diffusergläsern - und natürlich nach Parfums, von denen es manche nur hier im Geschäft zu kaufen gibt. Es ist nicht der ganz große Auftritt wie in der Maison Guerlain an der Avenue des Champs-Élysées im 8. Arrondissement - und kein Tempel in surrealem Zwielicht wie bei Serge Lutens in den Kolonnaden des Palais Royal. Und doch ein Fest für die Sinne.

Der Geruch im Ladenlokal ist - wie sollte es anders sein? - ein ziemlich anarchisches Gemisch aus allem, was sie hier verkaufen - und das ist nicht, wie der Duft mit Namen '34 Boulevard Saint-Germain' riecht. Im Gegenteil ist er unaufgeregt und ruhig - schwebt zwischen einer mattgrünen Blumigkeit und warmem Holz - wie die Platanen draußen auf dem Boulevard, die zart tanzende, graue Schatten auf die breiten Trottoirs der Straße werfen.

Fazit: der Duft eines wunderbaren Geschäftes in Saint-Germain-des-Prés. Ich kann das Pain aux amandes darin riechen und den Jardin du Luxembourg, den Boulevard Raspail und die Plantanen und - Paris.
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FrauKirscheFrauKirsche vor 10 Tagen
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Eggi37Eggi37 vor 7 Monaten
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6
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Duft
Dunkle Rose
Sauberes Patch
Mit spritziger Beereneröffnung
Hauch Zimtstaub
Transparent-süßlicher Balsam
erwärmt
Fein aber etwas zu parfümig
42 Antworten
PollitaPollita vor 16 Tagen
7
Sillage
8
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7
Duft
Pariserin
très chic
strenge Ausstrahlung und Eleganz
buddelt zu Hause auch mal gern
in der Erde des Kräutergartens.
26 Antworten
KollerlKollerl vor 2 Jahren
8
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Haltbarkeit
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Duft
Kolossales Durcheinander, das sich zu Harmonie fügt:
zimtholzharzig ambersüß
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DuftgroupieDuftgroupie vor 6 Monaten
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Duft
Insgesamt schüchtern und leise - Zimt ziept leise, Würze haucht sensibel - Blumen auf Klassenfahrt, Rose gibt acht mit minimaler Dominanz
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