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Top Rezension
Von brennenden Bananen und Minnesang
Burnana, brennende Banane. So trashig der Titel klingen mag, so leitet dieser hier fehl. Auch wenn Früchte enthalten sind, so wird man die Dominanz der Harze unumwunden bejahen. Rauchige Potpourris neigen dazu, sonstige Ingredienzen zu verschlingen, das passiert hier nicht. Vielmehr „färben“ diese den Weihrauch und Konsorten und verhelfen so zu allerlei Facetten. Um jegliche Überraschung zu eliminieren: die Inhaltsstoffe sind keine Gegenspieler.
Rauchig beginnend, schnaubend ausgestoßener Qualm, Drachenfeuer. Daneben wächserne Welten, animalische Spuren umhüllend. Zibet darf nicht fehlen, wenigstens eine Nuance. Fruchtiges Beiwerk, teils echt, teils schmorendes Plastik. Sacht-süsslich-lodernd-verbrannte Kaskaden.
Herausgearbeitet werden holzige Vetivermomente und vertrocknetes Holz, welches zischend in der Devoration vergeht. Freigesetzte, grüne Aspekte des Ouds, Leben nach Katharsis, spannend konstruiert.
Irgendwann Präsenz dieses typischen Cade-Aromas, krautiger Holzrauch, markant zwar, doch nicht niederwalzend. Je tiefer man sich darin verliert, umso eher wird man der herantastenden, cremigen Benzoe gewahr. Gewissermaßen eine Nullifikation in Harmonie.
Ich weiß, die beiden beteiligten Brands lassen Deutungshoheiten in der Meinung zu Ihnen aufkommen, welche ähnlich verhandelbar sind, wie die von Walther von der Vogelweide und dem Pilger-Ich im Palästinalied. Dennoch kann ich nur raten, Burnana eine Chance zu geben. Sehr speziell, extrem ausdauernd, dennoch nicht unpassend. Das Ergebnis ist austariert und nicht, wie man im ersten Moment denken mag.
Im Palästinalied soll Gott gerecht entscheiden, was nun richtig ist, um nur wenig später durch das Pilger-Ich zu proklamieren dass natürlich der eigene Gott die eigene Bitte annehmen soll. Insofern: findet Burnana lieber gut, denn: „daz huob sich dort und endet hie.“
Ich wollte von der Vogelweide und diesen Ton von ihm schon länger mal verwerten, man sehe es mir nach. Nächstes Mal dann Carl Orff. Vielleicht.
Rauchig beginnend, schnaubend ausgestoßener Qualm, Drachenfeuer. Daneben wächserne Welten, animalische Spuren umhüllend. Zibet darf nicht fehlen, wenigstens eine Nuance. Fruchtiges Beiwerk, teils echt, teils schmorendes Plastik. Sacht-süsslich-lodernd-verbrannte Kaskaden.
Herausgearbeitet werden holzige Vetivermomente und vertrocknetes Holz, welches zischend in der Devoration vergeht. Freigesetzte, grüne Aspekte des Ouds, Leben nach Katharsis, spannend konstruiert.
Irgendwann Präsenz dieses typischen Cade-Aromas, krautiger Holzrauch, markant zwar, doch nicht niederwalzend. Je tiefer man sich darin verliert, umso eher wird man der herantastenden, cremigen Benzoe gewahr. Gewissermaßen eine Nullifikation in Harmonie.
Ich weiß, die beiden beteiligten Brands lassen Deutungshoheiten in der Meinung zu Ihnen aufkommen, welche ähnlich verhandelbar sind, wie die von Walther von der Vogelweide und dem Pilger-Ich im Palästinalied. Dennoch kann ich nur raten, Burnana eine Chance zu geben. Sehr speziell, extrem ausdauernd, dennoch nicht unpassend. Das Ergebnis ist austariert und nicht, wie man im ersten Moment denken mag.
Im Palästinalied soll Gott gerecht entscheiden, was nun richtig ist, um nur wenig später durch das Pilger-Ich zu proklamieren dass natürlich der eigene Gott die eigene Bitte annehmen soll. Insofern: findet Burnana lieber gut, denn: „daz huob sich dort und endet hie.“
Ich wollte von der Vogelweide und diesen Ton von ihm schon länger mal verwerten, man sehe es mir nach. Nächstes Mal dann Carl Orff. Vielleicht.
22 Antworten


Soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein? Jein!
(Die Zeile ist doch auch von von der Vogelweide, oder 🤔)
--> ML
glaub der ist mir auch zu stark :)