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HENSTROM

HENSTROM

Rezensionen
1 - 5 von 16
2 in 1 Gourmand
Beim ersten Aufsprühen war ich etwas enttäuscht - weniger dunkler Kaffee als ich erwartet hatte.

Doch nach mehrerem Tragen hat sich mir offenbart, dass dieser Duft fantastisch ist. Mein liebster Gourmand. Wieso? Nun,

Es gibt zwei Phasen:

Phase 1 eröffnet mit Karamell und Haselnuss. Haselnuss weicht, Milchkaffee gesellt sich dazu. Sie hält 2-3 Stunden an und wandelt sich dann zu

Phase 2, die eher auf Milch + Vanille + Moschus basiert und ebenfalls, so wie in den ersten Stunden, wunderschön daherkommt und für mich gar nicht großartig synthetisch anmutet, und auch nicht zu süßlich.

Langweilig wird es hiermit also nicht und man trägt durchweg einen leckeren Geruch mit sich herum, so als würde es im Raum, in der Bahn oder sonst wo nach Kaffeezeit duften.

Einziger Hinweis, den man hier geben muss: Wer tiefschwarzen Kaffee, pur, Kaffeebohne im Nasenloch erwartet, der könnte sich hier vom Namen ,,Coffee Passion" fehlgeleitet fühlen. Es ist eher Kaffee und alles drumherum was dazu gehört, eher die ,,Kaffeezeit" definiert und in einen Flakon gepresst.
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HENSTROM vor 4 Monaten 6
Dieser oder der?
Ich persönlich bin schon über den einen oder anderen Vergleich zwischen Kutay und Baraonda Extrait de Parfum gestoßen und besitze zweiteren bereits. Daher ist sicherlich mein größter Mehrwert, einen kleinen Vergleich zu ziehen...

Anfänglich ist er ziemlich ähnlich zum Baraonda Extrait de Parfum. Whisky, etwas getrocknete Früchte. Ich bilde mir ein, er sei von Anfang an ein kleines bisschen würziger und nach ein paar Minuten auch definitiv "dunkler". Das könnte an Nagarmotha liegen: Tiefer, holziger, erdiger und würziger Geruch. Der Baraonda Extrait de Parfum bleibt vergleichsweise linear und heller, während der Kutay etwas ins Böse abdriftet. Auf meiner Haut entfernt der Kutay sich im Gegensatz zum Baraonda Extrait de Parfum relativ schnell vom Whisky als Main Player und würziger Oud-Tabak-Kram stellt sich gleich mit ihm. Das passiert beim Baraonda Extrait de Parfum weniger bis nicht, was ich besser finde. Karamell merk ich übrigens leider in keinem Stadium beim Kutay. Nach 1-2 Stunden entfernt er sich leider immer mehr vom Baraonda Extrait de Parfum und driftet ab zu einem kleinen Stinker.

Die beiden nehmen sich anfangs nicht viel, aber der größte Unterschied ist für mich, dass Baraonda Extrait de Parfum verhältnismäßig hell bleibt mit etwas Würze + fruchtigem Whisky, während Kutay das nimmt und nach 1-2 Stunden auf mysteriös, dunkel und opulent macht. Das ist der kleine Bruder vom Baraonda Extrait de Parfum im schwarzen Hoodie und wirkt neben ihm ein bisschen aufmüpfig und weniger sympathisch. Baraonda Extrait de Parfum wirkt etwas besser ausbalanciert und vom reinen Duft her finde ich ihn immer noch überlegen, da er zurückhaltender und erwachsener auf mich wirkt.

H/S sind absolut unschlagbar, aber ich bin noch etwas verwirrt von diesem Duft. Am Anfang riechen sie ähnlich, aber nach 1-2 Stunden wird er ein ganz anderer Duft und kaum noch vergleichbar. Er ist deutlich strenger als der Baraonda und bringt deutlichen Tabak mit. Ich würde sogar sagen, hier ist der Tabak der Main Player und nicht der Whisky. Auf jeden Fall interessant, wenn man Bock auf Tabak hat. Der Baraonda wirkt etwas spritziger. Kommt letztendlich auf die Präferenzen an :)

PS: Nach circa 4,5 Stunden sind sie bei mir gerade zum Verwechseln ähnlich, wobei der Baraonda einen Tick fruchtiger bleibt.
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Süßigkeiten-Armband aus der Kindheit
Ein toller Sommerduft, den ich nur als Herstellerprobe besitze. Ich finde ihn besonders, aber leider nur den Duft selbst. Lest selbst.

Das Opening erinnert mich mit seiner süßen Zitrik an Ahoj-Brause mit Zitronengeschmack und außerdem kommt mir auch das ,,Süßigkeiten-Armband" in den Sinn. Ihr wisst schon, diese Armbänder, die man abknabbern kann, zum Beispiel damals im Schwimmbad.
Wer in Nostalgie schweben möchte, könnte sich hiermit gut aufgehoben fühlen.
Ich verstehe nicht ganz, woher ,,aquatisch" kommt.
Darunter stelle ich mir etwas anderes vor, als ich hier wahrnehme.
Im Opening ist beinahe einzig und allein die oben genannten Süßigkeiten. Im Hintergrund schwebt eine subtile Frische mit, die man als aquatisch interpretieren könnte. So, als würde man im Pool an dem Armband knabbern - das ist plausibel. Blau riecht es allerdings nicht!
Das zieht sich bei mir über Stunden hinweg. Irgendwann stoßen auf dem Weg ganz sanfte Blumen hinzu und irgendwann wird er etwas wärmer, aber die Hauptrolle spielt bei mir durchweg die Kopfnote.

Zu Haltbarkeit und Sillage muss ich sagen, dass ich ja nicht den Flakon mit dem tatsächlichen Sprühvolumen habe, sondern eine Probe. Haltbarkeit und Sillage sind... okay. Leicht und sommerlich. Der wird auf jeden Fall keinem zu penetrant sein, falls er überhaupt gerochen wird. Ich find es eher intim.
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Eben Pardon
Es fällt mir schwer, ihn zu beschreiben... Assoziationen fallen mir schwer. Es fällt mir schwer, Noten herauszuriechen.
Ich habe ihn heute Nachmittag in einer Parfümerie aufsprühen lassen und trage ihn nun am Unterarm mit mir durch die Gegend.
Ich wusste gar nicht, was mit ihm auf mich zukommen würde. Und ich weiß es immer noch nicht so richtig.

Erster Gedanke: Der riecht vertraut. Die Aufregung verfällt. War das Terre d'Hermes, der so roch? Oder woher kenne ich diesen Duft?
Ich assoziiere keine bestimmte Person mit ihm, aber trotzdem riecht er, als wäre er schon immer in meinem Leben gewesen.

Ich fand ihn überraschend hell und sogar leicht frisch, ich finde ihn eher nicht dunkel. Ein gut-riechender !
Tja, also, alle bisherigen Duftbeschreibungen kann ich nachvollziehen, aber gleichzeitig würde ich ihn so eher nicht beschreiben.
Es fällt mir schwer, da genaue Noten rauszuriechen... Es ist für mich ein großes Ganzes.
Wenn ich es versuche, dann kommt dabei zunächst rum:
-Frische Erdigkeit, trotzdem gleichzeitig Wärme!
-Grün, vielleicht Moos (jetzt verstehe ich auch die Farbe des Saftes, der in Wirklichkeit deutlich grüner ist, als auf dem Bild)
-Würze
-dezent blumig
-möglicherweise und ganz bestimmt Holz, aber das riecht nicht so herb, wie ich es mir vorgestellt hätte

Nach 3 Stunden entwickelt er sich auch bei mir ein wenig weg vom Grünen hin zum Süßen, getrieben von Tonkabohne oder so. Schokolade rieche ich, wenn ich mich darauf konzentriere, sie riechen zu wollen, aber sie ist eher im Hintergrund, wie ich finde.
Nach 4,5 Stunden haben wir dann so langsam eine süß-holzige Situation.
So verweilt er dann, ähnlich wie Absinth Extrait de Parfum oder viele Düfte. Das ist auch, was mich an ihm ein wenig stört. Diese Entwicklung hin zu einer süßlichen Tonka-Basis mit irgendeinem Holz bla bla bla... Wie immer, irgendwie.
Ich habe gelesen, dass jemand das Opening schlecht findet, aber er dann gut werde. Meiner Meinung nach ist es eher andersherum, wobei auch nach ein paar Stunden oder eher gesagt nach 10 Stunden immer noch viele Noten des Openings vertreten sind, aber es halt Tonka-lastiger wird...

Aus den Rezensionen heraus hätte ich mir allerdings niemals vorstellen können, dass er SO riecht, wie er riecht.
Also empfehle ich, den mal zu testen :D
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Mein Allrounder in Genua
Dieser Duft erinnert mich an unsere Seminarfahrt nach Genua im Jahr 2023. Noch gar nicht so lange her. Da hatte ich ihn dabei.
Er war einer meiner ersten Düfte, auf der Rückfahrt vom Flughafen nach dem Mallorca-Urlaub blind gekauft, nachdem ich gutes über ihn gehört hatte.
Heute stört mich ein wenig die Ähnlichkeit zwischen ihm und meinem Le Mâle Eau de Toilette , aber sie unterscheiden sich doch etwas. Das Opening ist sehr ähnlich mit Pudrigkeit und Lavendel. Dieser Duft ist sehr pudrig und auch deutlich süßlich, was bei mir schon im Opening so ist.
Mit Sport hat er nichts zu tun, bis auf den Namen. Ich gehe 5 mal die Woche leidenschaftlich ins Gym und kann mir absolut nicht vorstellen, mit dem am Körper zu trainieren. Der ist zu pudrig, zu schön und zu entspannend, als dass das was mit Sport zu tun hätte - Bei ,,Sport" im Namen denkt man ja eher an so Duschgel-Düfte oder etwas Frisches.
Den konnte man den ganzen Tag in Italien nutzen. Morgens beim Frühstück, bei Ausflügen an Strände oder Abends beim Essen-gehen. Der geht immer und hat irgendwie sogar etwas Elegantes und Erwachsenes.
Schade ist der Flakon. Ich habe noch den alten mit silbernem Design. Das Silberne dürfte Plastik sein und der Flakon knatscht echt bemerkenswert beim in-der-Hand-halten. Eine Kappe gibt es nicht. Es fühlt sich leider echt etwas billig an, wenn man ihn in der Hand hält und es dann die ganze Zeit knatscht. Das Volumen des Zerstäubers gefällt mir aber wiederum sehr gut.
Gerade für den Preis kann man da nicht meckern. Den Flakon trägt man ja nicht als Accessoire mit sich herum :D Den kauft man für den tollen Allrounder-Duft im Inneren.
Hält auch seine 6 Stunden und ist danach natürlich immer noch wahrnehmbar als Hautduft. Auf Kleidung bleibt er natürlich deutlich länger. Mein Shirt riecht noch am nächsten Tag danach.
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