
Libelle11
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Wieder entdeckt...
Das Coco EdP war gut 20 Jahre mein Signature. Dann kam eine sehr lange Pause aufgrund der vielen "Umbauten" dieses Klassikers. Meine Nase war nicht müde davon, konnte ihn noch deutlich wahrnehmen, aber mochte diesen Duft nicht mehr. Er hatte sich zu sehr verändert. Darüber sind Jahre vergangen und zahllose erfolglose Versuche, den Duft wieder an mich ran zu lassen.
Nun wieder mal ein Versuch, dieses Mal mit dem EdT und siehe da, er gefällt mir wieder. Der Duft startet blumig/zitrisch, bevor diese Coco-typische, in meiner Nase orientalisch anmutende Note, raumgreifend Besitz nimmt....bis zum nächsten Morgen nachschwingt. Eine phantastische Komposition - schwer, wärmend und sooo sexy! H/S sind top, trotzdem das EdT wohltuend "leichter" daherkommt als die intensive EdP Schwester, die mir zu dicht ist. Eine wieder entdeckte Liebe!
Nun wieder mal ein Versuch, dieses Mal mit dem EdT und siehe da, er gefällt mir wieder. Der Duft startet blumig/zitrisch, bevor diese Coco-typische, in meiner Nase orientalisch anmutende Note, raumgreifend Besitz nimmt....bis zum nächsten Morgen nachschwingt. Eine phantastische Komposition - schwer, wärmend und sooo sexy! H/S sind top, trotzdem das EdT wohltuend "leichter" daherkommt als die intensive EdP Schwester, die mir zu dicht ist. Eine wieder entdeckte Liebe!
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So fein!
Auf der Suche nach einem für mich passenden Freshy ist der Sommer nun fast um. Nichts von dem, was mir unter die Nase kam, konnte mich begeistern und war entweder viel zu süß/fruchtig, Duschgelig, synthetisch, aufdringlich, beißend oder zu herb und maskulin. Da ich auch kein großer Fan von Bergamotte bin - sie wird m.E. zu inflationär in den Düften verarbeitet - war es eher dem Zufall geschuldet, dass ich am AdP Stand u.a. auch den Bergamotta di Calabria auf ein Kärtchen sprühte. Ich zog weiter...und kehrte 20min später an den Stand zurück, um mir den Duft auf den Handrücken zu sprühen.
Von da an war ich wirklich fasziniert, wie fein komponiert und verwoben ein Freshy sein kann. Eine sehr natürliche Zitrone im Auftakt, die weder kratzt noch piekst, wird in der Kopfnote von einer sanften, unscharfen Bergamotte umschmeichelt. Es wird relativ schnell einen Hauch holziger, doch die Zitrik behält das Duft-Zepter in der Hand, weil sich Ingwer dazu gesellt. So geht es eine Weile bis der Duft sehr elegant mit Moschus und Vetiver - viel zu schnell - ausklingt. Die Haltbarkeit ist, wie hier schon oft beklagt, unterirdisch. Ich sprühe gern nach, deshalb darf ein Flakon einziehen. Er ist zwar recht teuer, aber im Vergleich zum sehr teuren und wunderschönen Chanel Les Exclusifs Eau de Cologne, der eine Ähnlichkeit zum Bergamotto hat und zudem ebenso schnell verduftet, eine noch bezahlbare Alternative.
Von da an war ich wirklich fasziniert, wie fein komponiert und verwoben ein Freshy sein kann. Eine sehr natürliche Zitrone im Auftakt, die weder kratzt noch piekst, wird in der Kopfnote von einer sanften, unscharfen Bergamotte umschmeichelt. Es wird relativ schnell einen Hauch holziger, doch die Zitrik behält das Duft-Zepter in der Hand, weil sich Ingwer dazu gesellt. So geht es eine Weile bis der Duft sehr elegant mit Moschus und Vetiver - viel zu schnell - ausklingt. Die Haltbarkeit ist, wie hier schon oft beklagt, unterirdisch. Ich sprühe gern nach, deshalb darf ein Flakon einziehen. Er ist zwar recht teuer, aber im Vergleich zum sehr teuren und wunderschönen Chanel Les Exclusifs Eau de Cologne, der eine Ähnlichkeit zum Bergamotto hat und zudem ebenso schnell verduftet, eine noch bezahlbare Alternative.
In Love...
Nun hat er es geschafft! Dank einer lieben Parfuma, die mir einen Flakon angeboten hat, ist Coromandel bei mir eingezogen. Lange hab ich mit Abfüllungen herumlaboriert, irgendeine undefinierbare Note hat mich immer gestört. Aber dann hat sich plötzlich ein Schalter umgelegt und ich bin schockverliebt. Die Duftreise wird von weichem Patchouli begleitet, auf dem Weg veredelt mit weißer Schokolade und klingt vanillig, holzig aus. Ein Meisterwerk!
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Erstaunlicher Duft
Ich habe auch den Gris Charnel, mit dem Liam hier oft verglichen wird, und habe einen Side-by-side Vergleich gemacht. Die Ingredienzen und der Aufbau sind bei beiden Düften nahezu identisch. Liam entwickelt sich auf meiner Haut als Gesamtkomposition und kommt sehr nah an den Gris Charnel dran. Beim Gris Charnel scheinen mir die einzelnen Duftnoten deutlicher hervortreten und im Wechselspiel miteinander zu sein. H/S halte ich auch für sehr ähnlich bei beiden, weshalb ich dem wesentlich preiswerteren Liam mittlerweile den Vorzug gebe. Allerdings ist der Flakon von Gris Charnel für mich deutlich schöner als der Liam. Schwer, edel, dennoch puristisch und mit einem exzellenten Sprüher ausgestattet.
Lange Reise zu mir....
Ich weiß nicht, wie viele Abfüllungen ich von Gris Charnel hatte und sie nach dem ersten Sprüh direkt wieder in den Souk stellte. Die einzige Duftnote, die er bei mir entwickelte war: muffig. Es gibt ein paar Düfte, die mit meiner Hautchemie nicht matchen und Gris Charnel schien einer davon zu sein. Ich hatte ihn schon abgeschrieben, aber jetzt musste noch mal eine Abfüllung ins Haus. Und siehe da, die Überraschung war perfekt. Auf einmal zeigte sich der Duft in all seinen Facetten. Von der leicht süßen Feige im Auftakt über den edlen Kardamom, den man schon mögen muss, denn er bleibt bis zum Drydown. Eine Teenote bekomme ich nicht, es taucht gleich eine wunderschöne Iris auf, die den Kardamom begleitet. Sandelholz und Tonka runden den Duft weich ab. H/S sind ordentlich. Ich kann mir den Duft auch sehr gut an einem tropisch warmen Sommerabend vorstellen, elegant und edgy zugleich! Gris Charnel ist endlich bei mir angekommen und darf bleiben!
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