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Louka

Louka

Rezensionen
1 - 5 von 21
Louka vor 5 Monaten 7 8
lässiges blütentheatervergnügen
ich sitze auf einem dieser ungemütlichen caféhausstühle an dem tisch, den du für uns reserviert hast, hier mitten auf dem marktplatz, und bekomme gerade die karte gereicht, als ich dich auf mich zu eilen sehe.

*wird auch zeit, schätzelchen!*

in einer schwarzen hose aus weichem ziegenleder (dass es weich ist, darf ich später noch feststellen), dazu ein cremefarbenes leinenhemd, barfuß, und mit einem bunten pork pie auf dem kopf.

*nice, ich mag einfach seinen style, ich glaub, ich verzeih ihm sein michwartenlassen.*

dann bist du bei mir, baust du dich vor mir auf, nimmst meine hand und machst mich aufstehen.

*huch? was kommt denn jetzt?*

eine erste duftimpression von dir wird durch den luftzug, den du mit deinem schwung mitbringst, zu mir hergeweht.

*echt jetzt? der kommt mit nem süßen frucht-rum-kaugummi zum date? ganz schön mutig!*

dann vollführst du eine theaterreife verbeugung vor mir, immer noch meine hand haltend. „meine liebe, was für ein vergnügen, dich zu sehen! ich bin trunken vor freude auf den nachmittag mit dir! verzeihst du mir meine kleine verspätung?”

*süß, oldschool kann er auch. und galant. like.*

mein innerstes winkt dir vergnügt grinsend zu und die psychodramatikerin in mir steigt sofort auf deinen szenenentwurf ein: ich nicke und hoffe, es wirkt irgendwas zwischen huldvoll, selbstsicher und amüsiert.

du greifst mit der freien hand – du hast meine immer noch nicht losgelassen! – an deinen hut und nimmst das kleine sträußchen, das du dort ins hutband gesteckt hattest. du machst einen schritt auf mich zu und stehst jetzt ganz schön dicht vor mir. und reichst mir die blumen: „darf ich dir als zeichen meiner zuneigung diesen kleinen blütengruß überreichen?”. ein feiner, cremiger jasminduft erreicht mich, dahinter meine ich, den geruch deiner leicht verschwitzten haut zu riechen.

mein neurodivergentes gehirn läuft zur hochform auf:
*huch, wie kann denn dieses schöne kleine jasminsträußchen an seinem hut so gut halten? voll schön! hey, es stört mich gar nicht, dass er so lang meine hand hält, wow! mhm, was ist denn das noch, was da meine nase umweht? rau irgendwie, vielleicht das leder seiner hose? hey, die ist ja gar nicht schwarz sondern ein superschönes espressodunkles braun. wie die sich wohl anfühlt? auja, ich hab lust auf diesen leckeren espresso, den sie hier haben, decolonized zum glück. ich darf nicht vergessen, ihn nach der kaugummi-marke zu fragen, der riecht echt auch ganz schön lecker! er legt sich ja ganz schön ins zeug, der liebe. aber woher weiß er, dass ich auf ein bisschen oldschool stehe? hab ich ihm das schonmal erzählt, oder wie? ach, ich muss ihm auf jeden fall sagen, dass er mir keine schnittblumen mehr schenken soll, ich hasse das, ihnen zuzugucken, wie sie in der vase langsam vor sich hin sterben. aber egal, ich freu mich eh, und allein die geste ist ja schön.*

ich nehme mit einem gelächelten „dankeschön” und der andeutung eines knickses das sträußchen entgegen.

*hilfe, was machst du denn da??! einen knicks??! und auch noch den kopf schräggelegt dabei!! meine güte, die verhaltensbiologie lässt grüßen.*

„setzen wir uns?” ich nicke, setze mich und freue mich auf einen unterhaltsamen und lässigen nachmittag mit dir.

**

nunja, wenn ein duft sich bei mir stehenden fußes in eine szenerie ergießt, dann muss ich das eben aufschreiben.

lawrence eröffnet bei mir tatsächlich mit einer leckeren note von süßfruchtigem, rumgetränktem kaugummi. letzterer bekommt alsbald schöne jasminblüten als gesellschaft, cremig-weich, leicht süß und doch frisch. irgendwann wird das alles auch noch angenehm spicy, und auch oud lässt sich mal blicken. bis dahin finde ich den duft wirklich sehr nett, amüsant irgendwie, trotz seiner synthetik, die in meiner nase alle noten eher ein bisschen zermatscht als verbindet. doch dann kommt jene art moschus hinzu, die mir einen duft uninteressant macht, indem sie alles irgendwie cremig (bis hin zu schmierig, auf meiner haut) und beliebig werden lässt.

anyway.
danke für diese wirklich vergnüglichen, entdeckungsreichen und erquicklichen stunden mit dir, lieber lawrence!
8 Antworten
Louka vor 6 Monaten 7 4
herzheimat
sie steigt aus ihrem auto, 5 stunden fahrt hinter sich, und atmet tief die luft dieses sonnigen, noch warmen oktobertages ein. sie ist angekommen. ihr herz atmet frei und leicht und weit, ein jauchzendes lächeln liegt auf ihren lippen und in ihren augen schimmern tränen tief empfundener freude und dankbarkeit. wie hat sie sich gesehnt! nach ihrer herzheimat, der pfalz entlang der südlichen weinstraße, zwischen edenkoben und der französischen grenze.

hier hat sie eineinhalb jahrzehnte gut gelebt und berauschend geliebt – das leben, die frauen, die menschen hier und ihre openmindedness, und den betörenden duft des landes.
sie atmet tief ein und aus und genießt.

hier an einem ihrer lieblingsorte saugt sie den blick in die weite des landes ein, sie kann bis in die rheinebene sehen, die von nussbäumen, streuobstwiesen, brombeerhecken und langen baumalleen unterbrochenen weinberge ergießen sich meeresgleich über die sanft ausklingenden hügel vor ihr, und in ihrem rücken spürt sie den hellen, freundlichen wald des pfälzerberglandes, der sich weit bis nach westen und norden zieht und eine vielzahl an felsformationen aus buntsandstein sowie burgruinen aus vergangenen zeiten beherbergt.

wie eine liebende inhaliert sie diesen typischen geruch des frühen herbstes nach der noch sommertrockenen roten erde, nach dem allgegenwärtigen duft nach maische, gemosteten trauben und gutem wein, nach den von der trockenheit gezeichneten kastanienwäldern, die bereits ihre ersten köstlichen früchte verschenken.

der leichte wind spielt mit dem geschmeidig fließenden, abstrakt geblümten stoff ihres kleides, ein kuschliger hoodie und ihre schweren lederstiefel spenden ihrem körper die wärme, die ihn am frösteln hindert.

den abend wird sie mit einer weinprobe im wohlig-dunklen gemäuer eines bio-weinguts in der nähe verbringen, mit liebevoll zubereitetem essen und herzensguten, zugewandten menschen.

und für die nacht wird sie hierher zurückkehren. atmen, lieben, sein.

**
burgundy oud lässt mich in genau diesem glück schwelgen.

was für ein duft! wäre er ein wein, dann wäre er ein tiefdunkelroter spätburgunder aus der pfalz, im barrique-fass ausgebaut. kraftvoll, rau, würzig, tanninreich, mit trocken-holziger textur und doch von leichtfüßiger eleganz und wundervoll beerig-spritziger jugendlichkeit.

burgundy oud ist urban und genauso auf dem land zuhause. er ist stylish bis elegant und gleichzeitig pragmatisch-robust. ebenso sophisticated wie tief in der erde verwurzelt. saftige beeren, würziges, dunkles holz und ausgedörrte sandsteinerde.

auf meiner haut entfaltet sich zum einen eine unglaublich schöne verbindung aus schwarzer johannisbeere – so authentisch, dass ich das trockene, adstringierende gefühl auf der zunge spüren kann –, frischem, hellwürzigem kardamom und einer bitterzitrischen bergamotte, die mit ihrer prickeligen textur und ihrer säure das beisteuert, was mich an die aromen gemosteter trauben erinnert.

die blüten reiche ich nicht als eigene noten heraus, sie ergänzen bei mir dieses sinnliche fruchtfeuerwerk mit einer samtigen, stillen freundlichkeit, weder süß noch cremig, sondern trocken und weich.

und dann entfaltet sich, was schon im start zu ahnen war: ein raues, dunkel-ledriges oud. wie holzbalken in einem kellergewölbe oder die planken eines antiken schiffs, die über jahrzehnte immer dunkler, schwerer und edler geworden sind. das oud zeigt bei mir seine ganze kraft und wird mir trotzdem nie zu viel, das ist echt ein kunststück. und der immerwährenden, changierenden balance mit der sanft gewordenen fruchtnote und einer hell-aromatischen leichtigkeit zu verdanken.

wie etliche andere düfte aus diesem haus – ganz gleich, ob ich sie tragen mag oder nicht – haut mich auch burgundy oud mit seiner authentischen, natürlich wirkenden und unfassbar fein abgestimmten komposition einfach um.
atmen, lieben, sein.
4 Antworten
das leben ist kein ponyhof. oder: ohne gift kein heilen.
ihre wachen augen beobachten dich, nehmen jede regung deines körpers und deiner seele wahr. sie wartet. lässt dir die zeit, die du brauchst, um dich zu entscheiden.

ihre worte wirbeln – wie die schwaden der dunklen harze, die sie zu deiner begrüßung geräuchert hat – in einem wilden tanz durch dein gehirn, nichts ergibt mehr richtig sinn.
»reise in die andere welt… verbindung mit deinen ahn_innen… die erde… das wird kein spaziergang… sie warten schon auf dich… niemand weiß, was dir begegnen wird… ich begleite dich und halte den raum…«
dein in unserer angeblich zivilisierten welt gut trainierter verstand steigt aus. hier gibt es nichts mehr zu tun für einen wie ihn.

auf einer vollkommen(en) anderen ebene spürst du ein tiefes begreifen. nicht mehr ihre worte sind wichtig, keine logik. statt dessen breitet sich in dir ein intuitives, gleichsam atmosphärisches erfassen aus, ein vorsichtig tastendes, diffuses und doch unumkehrbares erkennen, ein ängstliches und dennoch wohliges einsinken in die tiefe wahrheit ihrer worte, ihrer weisheit, ihrer präsenz.

alles ist genau richtig. wahr. hier und jetzt.

du blickst auf, tauchst auf aus deiner kleinen entscheidungsfindungs-trance, und wendest dich ihr zu. ihr gesicht lächelt dich liebevoll an, ihre dunklen augen, ihre wangen, jede einzelne ihrer tiefen falten heißt dich willkommen.

»hast du noch fragen, bevor wir anfangen?«
du denkst: ja, hunderte.
du hörst dich sagen: »nein. ich bin bereit.«

**

wo unsere reisen uns so hinführen im leben… manchmal in eine zuvor nie wahrgenommene kleine parfumerie in der kleinstadt deines vertrauens, die sich als kleinod einiger ausgewählter nischen-düfte entpuppt. die inhaberin liebt ihre arbeit seit 40 jahren und hält mir einen andreoli unter die nase.

das schamanengift, was für ein schöner und fordernder duft!

bei mir eröffnet er mit schönsten safranwarmen, dunkelsüßen trockenfrüchten, die – zum glück oder leider? wer weiß das schon… – sehr bald von ebenso dunklem tabak durchdrungen und ein bisschen entsüßt werden. nur ein bisschen.

und dann entziehen sich die einzelnen noten meiner wahrnehmung. rauch, leder, gewürze, harze, keine ahnung, was das alles ist. wärmend, süß, rau und rauchig ist der duft auf meiner haut.

in mir entsteht ein heimeliges, geborgenes gefühl. und ja, allmählich beginne ich zu verstehen, warum andreoli sich mit seiner kreation im schamanischen feld verortet. es ist dieses gefühl von „hier bin ich richtig, hier bin ich sicher und gehalten. zuhause”. allerdings ganz und gar ohne eine oberflächliche heilewelt-gaukelei. hier geht’s zur sache, bis ins mark deiner knochen. in liebe getragen und unerbittlich. das ist das geschenk, das dir dargeboten wird. hier kannst du dir begegnen, ohne filter, kein ausweichen möglich. ohne den gang durch die tiefen deiner dunkelheit kannst du nicht wissen, wer du wirklich bist. und ja: niemand sagte, dass das leicht geht oder spaß macht. ganz sicher nicht. aber am anfang und am ende (und dazwischen) ist im schamanischen alles liebe.

diese beiden facetten hat auch venom:

er ist mit seinem rauchigen, dunkelwürzigschweren leder auf meiner haut anstrengend, fordernd, braucht aufmerksamkeit. da ist kein locker-leichtes nebenherplätschern möglich. auch dann nicht, wenn der duft leiser wird. immer wieder nimmt er sich raum, schiebt sich in mein bewusstsein.

und dann sind da die süßen, warmen trockenfrüchte zu beginn, die im verlauf ganz leicht mit vanilliger geborgenheit bestäubt werden und im dd als zärtliche, behagliche erinnerung die haut begleiten.

alles ganz nach meinem geschmack:)
11 Antworten
Louka vor 12 Monaten 10 10
good morning starshine!
szene 1:

früher morgen, es dämmert allmählich. frau, 53, sitzliegt - mit katze auf ihrem bauch eingekuschelt – in ihrem lieblingssessel, der wie sie selbst schon bessere zeiten gesehen hat, und trinkt ihren morgendlichen four-seasons-oolong-tee.

ihre perimenopausal gebeutelte körper-seele-geist-einheit schwächelt.

die hüftgelenke schmerzen, der rücken auch ein bisschen, der ganze körper fühlt sich unendlich schwer an und die kraft ihrer 40er jahre scheint wie weggeschmolzen. die 5. hitze-attacke dieses tages rollt mit voller gewalt an.

(sie wirft die kuscheldecke von sich, öffnet den reißverschluss ihres hoodies so weit, wie es der immer noch schlummernde katzenkörper erlaubt, schnappt sich ihren „dia de los muertos”-fächer und wedelt, was das handgelenk hergibt)

ihr gehirn arbeitet in slow motion, der geist ist dizzy und analog dazu ist die sehkraft immer ein bisschen blurry. emotional schwankt sie seit jahren zwischen verzweifelt-überfordert-tränenüberströmtem handtuchwerfen, wutanfällen mit einem f*cking raging f*cking furor auf alles, was nach f*cking patriarchalem bs klingt (sehr vieles also. sehr, sehr vieles!), und einer nie gekannten selbstliebe, begleitet von tiefem inneren frieden und einer staunenden freude an diesem tiefen transformationsprozess, den wir hierzulande massiv unterschätzend „wechseljahre” nennen. an diesem morgen neigt sie zur handtuch-lösung.

szene 2:

die katze verlässt für ein zweites frühstück den schoß ihrer menschenfrau. diese steht auf und kramt in ihrer parfüm-sample-kiste nach follow, der ihr aus düsterem himmel eingefallen ist. sie sprüht 2x auf ihre hand.

szene 3:

good morning starshine

the earth says hello

you twinkle above us

we twinkle below

good morning starshine

you lead us along

my love and me as we sing

our early mornin’ singin’ song

gliddy-glub-gloopy, nibby-nabby-noopy,

la-la-la, lo-lo, 

sabba-sibby-sabba, nooby-aba-naba, 

lee-lee, lo-lo,

tooby-ooby-wala, nooby-aba-naba

early mornin’ singin’ song

(text: galt macdermot et al., album: hair, soundtrack zum film, 1979
hier zu hören: https://youtu.be/nmZqb2VVc48?si=LAM-BHieZDRLy3nP)

der song aus dem musical-film hair – der film hat sie durch ihre jugend gerettet – lässt die sonne nevadas laut hörbar fürs publikum den ganzen saal erstrahlen. sie singt lauthals vergnügt mit.

**

noch so ein duft, der mich seit dem ersten date nicht mehr losgelassen hat. die zeit scheint jetzt reif:)

ich mag john peggs story und haltung und ich mochte schon einige seiner kreationen, aber keinen auf die art, dass ich ihn tragen möchte (r'oud elements: ich liebe räucherstäbchen, aber ich bin keins. broken theories: lecker lagerfeuer. santalum slivers: sauschön – lieber an einem mann. summer of 84: liebe die melone und das meersalz. tbc.).

jetzt also follow. der duft startet bei mir so: bäm! frisch geöffnete espresso-dose. mächtig-dunkel-schwerer espresso, trockentrockentrocken, dunkelstes schwarzbraun, deep, dark, heavy.

ein bisschen vanille-tonka-benzoe-amber-schnickschnack flankiert leise und durchaus wohltuend diese dunkle wucht, irgendwann eine kleine rauchhauch-anmutung. that’s it.

wenn tiefdunkelschwarzes espressobraun gute laune macht, dann ist das follow. #mademyday

glibby-glubby-glooby!
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Louka vor 12 Monaten 5 8
die schönheit allen lebens feiern.
du sitzt auf dem boden, trockene, steinige erde unter dir, umgeben von knorrigen zedern und altehrwürdigen arganbäumen. ein kleiner orangenhain schmiegt sich zusammen mit einem luftigen palmengarten in die hügel, auf denen das burgähnliche anwesen seit alter zeit ruht.
du bist nur mit einer weiten tunika bekleidet, ihr helles, weichgetragenes leinengewebe liebkost in der kühlen luft des frühen morgens zärtlich deine noch schlafwarme haut.

der köstliche geschmack der trockenwürzigen wüste und eine feine, unbestimmbare süße erfüllen die klare luft. insekten tummeln sich, bienen verrichten ihre lebenspendende arbeit und sammeln unermüdlich blütenstaub. der morgen ist wundervoll frisch und still.

eine eidechse kauert halb verdeckt unter einem stein. es ist ihr noch zu kalt, um sich zu bewegen.

du umschließt mit beiden händen deine tasse und genießt die wärme und die wohlig einhüllenden aromen des tees. rauer tabak mit einem hauch vanille – ergebnis der traditionellen verarbeitungskunst – verbindet sich mit der behaglichen, tiefen süße des akazienhonigs, den du hinzugefügt hast.

die kraft der sonne und der trubel, den das erwachende menschliche leben bringen wird, sind schon jetzt zu ahnen. nicht mehr lange und du wirst dich in die kühlen lehmmauern der burg zurückziehen, ins halbdunkel. geschützt vor grell gleißendem licht und dem lärm der menschen wirst du in dieser anheimelnden oase der ruhe den tag verbringen.

am abend wirst du wieder draußen sein, am feuer sitzen, mit musik und feinstem, liebevoll zubereitetem essen und diesem ganz besonderen gefühl von geschmeidig fließender leichtigkeit und zentrierend-erdender fülle, das du nur an diesem ort so intensiv erlebst. du wirst die schönheit feiern. die schönheit des landes, das dich umgibt. deine eigene innere und äußere schönheit. und die allen lebens.

**

was für eine schöne überraschung!
vor einigen jahren war mir kasbah unerträglich laut und süß. und jetzt will ich mich in den duft einhüllen, jeden zentimeter meiner haut damit beduften.

dieser 19-69-zufluchtsort beginnt seine reise bei mir mit einem knall: er haut mir die volle energie spritzigwürzigen, honigsüßen lebens um die nase, die mal marzipan auffängt, mal vanille oder zimt, mal eine kleine zitrische booziness. sehr bald wird der duft ruhiger. das holz spielt sich ins bild und schenkt rettende, würzige trockenheit. zusätzlich unterlegt ein gefühl hellen tabaks zusammen mit patchouli die süße kraft des honigs mit einem angenehm rauen und leicht rauchigen gefühl.
dieser mix bleibt bis zum dd bei mir erhalten, in veränderlichen gewichtsanteilen.

ja, der honig ist der mittelpunkt dieser burg. er wird jedoch nie klebrig süß, sehr bemerkenswert. sonst wäre ich auch eh raus. bei mir ist es ein heller, leichter akazienhonig, der so dünn und schwerelos fließt, dass er auf der oberfläche gar keine spuren hinterlässt, nur eine feinduftige helligkeit. (mein lustiges hirn erfindet gerade silikonhonig… nunja, wir kommen zurecht miteinander, danke der nachfrage)

die geranie ist bei mir erfreulich still. vor 4 jahren hatte ich mir zu dem duft nur notiert: „hilfe, die geranie!”. ich liebe die überraschungen, die das leben so bereithält. die meisten jedenfalls.

neben dem honig sind immer tonka präsent und das rau(chig)e, trocken-erdige patch-guajak-sandelholz-trio.
das macht den duft zu dem, was er für mich ist: super tragbar, non-gourmand, unisex, weder kompliziert noch komplex (kann ja auch mal nett sein). außerdem wundervoll umfangend, wärmend, beschützend und doch durchlässig und fröhlich-leicht. eine art gute-laune-orientale.
ein fest für die schönheit.
8 Antworten
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