
Louka
21 Rezensionen

Louka
Sehr hilfreiche Rezension
6
das leben ist kein ponyhof. oder: ohne gift kein heilen.
ihre wachen augen beobachten dich, nehmen jede regung deines körpers und deiner seele wahr. sie wartet. lässt dir die zeit, die du brauchst, um dich zu entscheiden.
ihre worte wirbeln – wie die schwaden der dunklen harze, die sie zu deiner begrüßung geräuchert hat – in einem wilden tanz durch dein gehirn, nichts ergibt mehr richtig sinn.
»reise in die andere welt… verbindung mit deinen ahn_innen… die erde… das wird kein spaziergang… sie warten schon auf dich… niemand weiß, was dir begegnen wird… ich begleite dich und halte den raum…«
dein in unserer angeblich zivilisierten welt gut trainierter verstand steigt aus. hier gibt es nichts mehr zu tun für einen wie ihn.
auf einer vollkommen(en) anderen ebene spürst du ein tiefes begreifen. nicht mehr ihre worte sind wichtig, keine logik. statt dessen breitet sich in dir ein intuitives, gleichsam atmosphärisches erfassen aus, ein vorsichtig tastendes, diffuses und doch unumkehrbares erkennen, ein ängstliches und dennoch wohliges einsinken in die tiefe wahrheit ihrer worte, ihrer weisheit, ihrer präsenz.
alles ist genau richtig. wahr. hier und jetzt.
du blickst auf, tauchst auf aus deiner kleinen entscheidungsfindungs-trance, und wendest dich ihr zu. ihr gesicht lächelt dich liebevoll an, ihre dunklen augen, ihre wangen, jede einzelne ihrer tiefen falten heißt dich willkommen.
»hast du noch fragen, bevor wir anfangen?«
du denkst: ja, hunderte.
du hörst dich sagen: »nein. ich bin bereit.«
**
wo unsere reisen uns so hinführen im leben… manchmal in eine zuvor nie wahrgenommene kleine parfumerie in der kleinstadt deines vertrauens, die sich als kleinod einiger ausgewählter nischen-düfte entpuppt. die inhaberin liebt ihre arbeit seit 40 jahren und hält mir einen andreoli unter die nase.
das schamanengift, was für ein schöner und fordernder duft!
bei mir eröffnet er mit schönsten safranwarmen, dunkelsüßen trockenfrüchten, die – zum glück oder leider? wer weiß das schon… – sehr bald von ebenso dunklem tabak durchdrungen und ein bisschen entsüßt werden. nur ein bisschen.
und dann entziehen sich die einzelnen noten meiner wahrnehmung. rauch, leder, gewürze, harze, keine ahnung, was das alles ist. wärmend, süß, rau und rauchig ist der duft auf meiner haut.
in mir entsteht ein heimeliges, geborgenes gefühl. und ja, allmählich beginne ich zu verstehen, warum andreoli sich mit seiner kreation im schamanischen feld verortet. es ist dieses gefühl von „hier bin ich richtig, hier bin ich sicher und gehalten. zuhause”. allerdings ganz und gar ohne eine oberflächliche heilewelt-gaukelei. hier geht’s zur sache, bis ins mark deiner knochen. in liebe getragen und unerbittlich. das ist das geschenk, das dir dargeboten wird. hier kannst du dir begegnen, ohne filter, kein ausweichen möglich. ohne den gang durch die tiefen deiner dunkelheit kannst du nicht wissen, wer du wirklich bist. und ja: niemand sagte, dass das leicht geht oder spaß macht. ganz sicher nicht. aber am anfang und am ende (und dazwischen) ist im schamanischen alles liebe.
diese beiden facetten hat auch venom:
er ist mit seinem rauchigen, dunkelwürzigschweren leder auf meiner haut anstrengend, fordernd, braucht aufmerksamkeit. da ist kein locker-leichtes nebenherplätschern möglich. auch dann nicht, wenn der duft leiser wird. immer wieder nimmt er sich raum, schiebt sich in mein bewusstsein.
und dann sind da die süßen, warmen trockenfrüchte zu beginn, die im verlauf ganz leicht mit vanilliger geborgenheit bestäubt werden und im dd als zärtliche, behagliche erinnerung die haut begleiten.
alles ganz nach meinem geschmack:)
ihre worte wirbeln – wie die schwaden der dunklen harze, die sie zu deiner begrüßung geräuchert hat – in einem wilden tanz durch dein gehirn, nichts ergibt mehr richtig sinn.
»reise in die andere welt… verbindung mit deinen ahn_innen… die erde… das wird kein spaziergang… sie warten schon auf dich… niemand weiß, was dir begegnen wird… ich begleite dich und halte den raum…«
dein in unserer angeblich zivilisierten welt gut trainierter verstand steigt aus. hier gibt es nichts mehr zu tun für einen wie ihn.
auf einer vollkommen(en) anderen ebene spürst du ein tiefes begreifen. nicht mehr ihre worte sind wichtig, keine logik. statt dessen breitet sich in dir ein intuitives, gleichsam atmosphärisches erfassen aus, ein vorsichtig tastendes, diffuses und doch unumkehrbares erkennen, ein ängstliches und dennoch wohliges einsinken in die tiefe wahrheit ihrer worte, ihrer weisheit, ihrer präsenz.
alles ist genau richtig. wahr. hier und jetzt.
du blickst auf, tauchst auf aus deiner kleinen entscheidungsfindungs-trance, und wendest dich ihr zu. ihr gesicht lächelt dich liebevoll an, ihre dunklen augen, ihre wangen, jede einzelne ihrer tiefen falten heißt dich willkommen.
»hast du noch fragen, bevor wir anfangen?«
du denkst: ja, hunderte.
du hörst dich sagen: »nein. ich bin bereit.«
**
wo unsere reisen uns so hinführen im leben… manchmal in eine zuvor nie wahrgenommene kleine parfumerie in der kleinstadt deines vertrauens, die sich als kleinod einiger ausgewählter nischen-düfte entpuppt. die inhaberin liebt ihre arbeit seit 40 jahren und hält mir einen andreoli unter die nase.
das schamanengift, was für ein schöner und fordernder duft!
bei mir eröffnet er mit schönsten safranwarmen, dunkelsüßen trockenfrüchten, die – zum glück oder leider? wer weiß das schon… – sehr bald von ebenso dunklem tabak durchdrungen und ein bisschen entsüßt werden. nur ein bisschen.
und dann entziehen sich die einzelnen noten meiner wahrnehmung. rauch, leder, gewürze, harze, keine ahnung, was das alles ist. wärmend, süß, rau und rauchig ist der duft auf meiner haut.
in mir entsteht ein heimeliges, geborgenes gefühl. und ja, allmählich beginne ich zu verstehen, warum andreoli sich mit seiner kreation im schamanischen feld verortet. es ist dieses gefühl von „hier bin ich richtig, hier bin ich sicher und gehalten. zuhause”. allerdings ganz und gar ohne eine oberflächliche heilewelt-gaukelei. hier geht’s zur sache, bis ins mark deiner knochen. in liebe getragen und unerbittlich. das ist das geschenk, das dir dargeboten wird. hier kannst du dir begegnen, ohne filter, kein ausweichen möglich. ohne den gang durch die tiefen deiner dunkelheit kannst du nicht wissen, wer du wirklich bist. und ja: niemand sagte, dass das leicht geht oder spaß macht. ganz sicher nicht. aber am anfang und am ende (und dazwischen) ist im schamanischen alles liebe.
diese beiden facetten hat auch venom:
er ist mit seinem rauchigen, dunkelwürzigschweren leder auf meiner haut anstrengend, fordernd, braucht aufmerksamkeit. da ist kein locker-leichtes nebenherplätschern möglich. auch dann nicht, wenn der duft leiser wird. immer wieder nimmt er sich raum, schiebt sich in mein bewusstsein.
und dann sind da die süßen, warmen trockenfrüchte zu beginn, die im verlauf ganz leicht mit vanilliger geborgenheit bestäubt werden und im dd als zärtliche, behagliche erinnerung die haut begleiten.
alles ganz nach meinem geschmack:)
Aktualisiert am 10.06.2025 - 03:16 Uhr
11 Antworten



Kopfnote
Dattel
Safran
getrocknete Früchte
schwarzer Pfeffer
Herznote
Tabak
dunkle Hölzer
Harze
Basisnote
Strohblume
Vanille
Patchouli








Lukamo
SaGa
RaniJuli
Dentist04
Chnokfir


































