RobinParfum
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Golden, sinnlich, warm - ich wandere in Seide gehüllt durch die Wüste
Den Sahara hatte ich schon lange auf meiner Liste von Düften die ich unbedingt mal testen muss. Um es kurz zu machen: noch nie ist ein Flakon bei mir so schnell eingezogen. Es gibt da draußen unzählige Parfums aber nur wenige würde ich mit einer 10/10 bewerten, meistens stört mich eine Kleinigkeit oder es fehlt etwas zur Perfektion aber der Sahara ist einfach nur perfekt, er löst einfach etwas ganz besonderes in mir aus.
Kurzfassung:
Kopfnote: harzig, süßlich, leicht fruchtig und leiht orientalisch
Herznote: harzig, süß, warm, sinnlich, leichte Noten von Rose
Basisnote: Vanille, Moschus, harzig, süßlich, sinnlich umhüllend
Nach dem Aufsprühen und während der Kopfnote steht ganz klar das Elemiharz im Vordergrund, dazu gesellt sich die Orange und ein Hauch von Safran. Durch die Orange wird es leicht fruchtig und leicht süßlich. Mir fällt es unwahrscheinlich schwer den Geruch vom Elemiharz in Worte zu fassen aber es fasst sowohl den Safran als auch die Orange unheimlich schön ein. Durch das harzig-süße wird Sahara klar orientalisch aber komplett anders als man das von anderen orientalischen Düften kennt. Bereits nach dem Aufsprühen wird es ein sehr warmer und umhüllender Duft. Ich habe hier eindeutig ein Bild von riesigen Dünen in der Wüste mit aufgewirbelten Sand vor meinem inneren Auge.
In der Herznote wird Sahara immer kräftiger und das Elemiharz drängt sich noch mehr in den Vordergrund in Kombination mit der Orange und Orangenblüte. Die Rose ist kaum wahr einzeln wahrzunehmen aber ihre Wirkung ist unverkennbar. Sie bringt eine Leichtigkeit mit wodurch die Gesamtkomposition nie zu süß oder erdrückend wird. Im Kern verändert sich Sahara nicht sonderlich: er bleibt warm, umhüllend, harzig und leicht süß. Zu diesen Zeitpunkt gibt er mir das Gefühl ich bin bereits ein ganzes Stück durch die Wüste gewandert. Nach 3h verstärkt sich diese Entwicklung zunehmend. Er legt sich um einen und umhüllt den Träger, die Rose und Orangenblüte werden etwas präsenter aber sind nach wie vor nur die Begleiter. Ich würde das Elemiharz fast schon als balsamisch beschreiben. Für mich ist Sahara spätestens ab diesem Zeitpunkt sehr sinnlich, warm, ja fast schon erotisch. Die Sonne senkt sich langsam am Horizont und taucht die Dünen in goldenes Licht, der Sand klebt teilweise an der Haut.
In der Basis gibt das Elemiharz die Führung an die Vanille und den Moschus ab, bleibt aber nach wie vor präsent. Es bleibt warm, harzig und leicht süßlich. Vanille liebe ich generell sehr, weswegen ich hier die Kombination im Drydown zwischen Vanille, Moschus und Elemiharz sehr gut finde. Habe ich auch noch nie woanders so gerochen. Sahara umhüllt einen als wäre man einbalsamiert und in Laken gehüllt. Das Gefühl von Sinnlichkeit wird durch eine Intimität und Einzigartigkeit bestens ergänzt. Dieser Duft kann einen tatsächlich wärmen. Nach etwa 9h ist der Duft nur noch hautnah und ist harzig/ balsamisch umhüllend, sehr sinnlich, warm und süß. Zu keinem Zeitpunkt geht er zu stark in eine Richtung oder wird erdrückend, simply perfect. Die Sonne ist untergegangen aber es es ist gerade so noch etwas Licht vorhanden, der Sand klebt einen auf der Haut, der Schweiß von der Anstrengung des Tages ist getrocknet und man erreicht sein Nachtlager in dem man zur Ruhe kommen kann.
Die Haltbarkeit liegt bei ca. 10h bevor er komplett verschwindet und die Sillage ist in den ersten Stunden stark aber wird niemanden stören. Ich würde sagen, dass er sehr gefällig ist aber trotzdem sehr einzigartig ist wodurch man definitiv auffällt.
In wenigen Worten würde ich sagen: harzig/ balsamisch, süßlich, sinnlich umhüllend und wärmend - für mich durchaus auch als leichter Orientale zu bezeichnen. Der Touch Orient bleibt durch das Elemiharz über den gesamten Duftverlauf erhalten.
Insgesamt ein sehr besonderer Duft, den jeder mal getestet haben sollte. Für mich persönlich ein Highlight meiner Sammlung. Für den Alltag zu besonders aber für Abende oder besondere Anlässe perfekt, ich trage ihn dennoch manchmal im Alltag im Büro wenn ich Lust auf eine Wanderung durch die Wüste haben. Wenn man einen grauen Novembertag entfliehen möchte ist das genau der richtige Duft.
Der Flakon ist ein Meisterwerk, golden schimmert die Essenz darin die mich augenblicklich nach dem ersten Sprüher in die Wüste befördert.
Ich hoffe, dass ich mit meiner Beschreibung dem Sahara zumindest annähernd gerecht wurde.
Danke fürs lesen & lasst gerne ein Feedback da
Kurzfassung:
Kopfnote: harzig, süßlich, leicht fruchtig und leiht orientalisch
Herznote: harzig, süß, warm, sinnlich, leichte Noten von Rose
Basisnote: Vanille, Moschus, harzig, süßlich, sinnlich umhüllend
Nach dem Aufsprühen und während der Kopfnote steht ganz klar das Elemiharz im Vordergrund, dazu gesellt sich die Orange und ein Hauch von Safran. Durch die Orange wird es leicht fruchtig und leicht süßlich. Mir fällt es unwahrscheinlich schwer den Geruch vom Elemiharz in Worte zu fassen aber es fasst sowohl den Safran als auch die Orange unheimlich schön ein. Durch das harzig-süße wird Sahara klar orientalisch aber komplett anders als man das von anderen orientalischen Düften kennt. Bereits nach dem Aufsprühen wird es ein sehr warmer und umhüllender Duft. Ich habe hier eindeutig ein Bild von riesigen Dünen in der Wüste mit aufgewirbelten Sand vor meinem inneren Auge.
In der Herznote wird Sahara immer kräftiger und das Elemiharz drängt sich noch mehr in den Vordergrund in Kombination mit der Orange und Orangenblüte. Die Rose ist kaum wahr einzeln wahrzunehmen aber ihre Wirkung ist unverkennbar. Sie bringt eine Leichtigkeit mit wodurch die Gesamtkomposition nie zu süß oder erdrückend wird. Im Kern verändert sich Sahara nicht sonderlich: er bleibt warm, umhüllend, harzig und leicht süß. Zu diesen Zeitpunkt gibt er mir das Gefühl ich bin bereits ein ganzes Stück durch die Wüste gewandert. Nach 3h verstärkt sich diese Entwicklung zunehmend. Er legt sich um einen und umhüllt den Träger, die Rose und Orangenblüte werden etwas präsenter aber sind nach wie vor nur die Begleiter. Ich würde das Elemiharz fast schon als balsamisch beschreiben. Für mich ist Sahara spätestens ab diesem Zeitpunkt sehr sinnlich, warm, ja fast schon erotisch. Die Sonne senkt sich langsam am Horizont und taucht die Dünen in goldenes Licht, der Sand klebt teilweise an der Haut.
In der Basis gibt das Elemiharz die Führung an die Vanille und den Moschus ab, bleibt aber nach wie vor präsent. Es bleibt warm, harzig und leicht süßlich. Vanille liebe ich generell sehr, weswegen ich hier die Kombination im Drydown zwischen Vanille, Moschus und Elemiharz sehr gut finde. Habe ich auch noch nie woanders so gerochen. Sahara umhüllt einen als wäre man einbalsamiert und in Laken gehüllt. Das Gefühl von Sinnlichkeit wird durch eine Intimität und Einzigartigkeit bestens ergänzt. Dieser Duft kann einen tatsächlich wärmen. Nach etwa 9h ist der Duft nur noch hautnah und ist harzig/ balsamisch umhüllend, sehr sinnlich, warm und süß. Zu keinem Zeitpunkt geht er zu stark in eine Richtung oder wird erdrückend, simply perfect. Die Sonne ist untergegangen aber es es ist gerade so noch etwas Licht vorhanden, der Sand klebt einen auf der Haut, der Schweiß von der Anstrengung des Tages ist getrocknet und man erreicht sein Nachtlager in dem man zur Ruhe kommen kann.
Die Haltbarkeit liegt bei ca. 10h bevor er komplett verschwindet und die Sillage ist in den ersten Stunden stark aber wird niemanden stören. Ich würde sagen, dass er sehr gefällig ist aber trotzdem sehr einzigartig ist wodurch man definitiv auffällt.
In wenigen Worten würde ich sagen: harzig/ balsamisch, süßlich, sinnlich umhüllend und wärmend - für mich durchaus auch als leichter Orientale zu bezeichnen. Der Touch Orient bleibt durch das Elemiharz über den gesamten Duftverlauf erhalten.
Insgesamt ein sehr besonderer Duft, den jeder mal getestet haben sollte. Für mich persönlich ein Highlight meiner Sammlung. Für den Alltag zu besonders aber für Abende oder besondere Anlässe perfekt, ich trage ihn dennoch manchmal im Alltag im Büro wenn ich Lust auf eine Wanderung durch die Wüste haben. Wenn man einen grauen Novembertag entfliehen möchte ist das genau der richtige Duft.
Der Flakon ist ein Meisterwerk, golden schimmert die Essenz darin die mich augenblicklich nach dem ersten Sprüher in die Wüste befördert.
Ich hoffe, dass ich mit meiner Beschreibung dem Sahara zumindest annähernd gerecht wurde.
Danke fürs lesen & lasst gerne ein Feedback da
Luxus pur und reine Eleganz
Auch wenn es bereits viele Rezessionen zu diesem hier gibt möchte ich dennoch wenige Sätze dazu selber schreiben. Irgendwann hört jeder mal den Name Reflection Man und mit ihm auch Reflection 45. Gerade die Irisnote hat mich davon überzeugt mal beide zu testen - auch um einfach mitreden zu können. Vorab, für mich hat ganz klar der 45 die Nase vorn.
Nach dem Aufsprühen vernehme ich eine dezente, zurückhaltende würzige Note - ganz klar der Pfeffer und vielleicht der Kardamom. Dies ist aber nur ein Teil der extrem schönen Kopfnote. Gleichzeitig ist der Duft blumig erfrischend, hier prescht der Lavendel vor und übernimmt die Führung. Bereits nach wenigen Minuten ist der R. 45 sehr weich und leicht cremig, für einige eher pudrig. Gerade zu Beginn ist die Sillage sehr ordentlich.
Nach und nach lässt die Intensität des Pfeffers nach und zieht sich mehr in den Hintergrund zurück, dafür betritt die Iris die Bühne wodurch alles etwas pudriger wird. Gleichzeitig bleibt es blumig-frisch. In der Herznote ist der Duft sehr gefällig, hat keine Ecken und Kanten und bleibt dabei blumig-frisch-pudrig. Alles in allem lässt die Intensität der einzelnen Noten sowie die Sillage nach. Im Hintergrund lässt sich eine dezente Süße durch die Vanille und/ oder Tonkabohne feststellen. Die Mainplayer sind ganz klar Lavendel, Iris und Angelika.
In der Basisnote verändert sich der Duft nicht mehr sehr, es handelt sich um einen schleichenden Übergang. Iris und Lavendel bleiben weiterhin wahrnehmbar, drängen sich aber nicht mehr in den Vordergrund. Zu den frischen-pudrigen Noten gesellt sich eine holzige Note dazu, welche aber mehr in die cremige Richtung sich entwickelt, klarer Fall von Sandelholz. Daneben vermute ich noch Myrrhe und Patchouli sowie für süßliche Akzente die Vanille und die Tonkabohne. Der Duft wird aber keinesfalls klebrig süß. Gegen Ende hin wird der R. 45 mehr und mehr holzig und somit cremig, bleibt dabei sehr angenehm und gefällig. Eine leichte frische Lavendelnote bleibt bis zum Schluss erkennbar, ehe er nach 7h hautnah wird und nach ca. 9h verschwunden ist.
Insgesamt ein sehr schöner Duft, welcher bei wahrscheinlich niemanden anecken oder negativ ankommen wird. Für mich eine sehr schöne Dufterfahrung und eine volle Empfehlung meinerseits. Etwas stärker könnte die Sillage sein aber der Duft will gar nicht schreien sondern umhüllt den Träger auf eine angenehme Weise. Ein Duft für jeden der durch hohe Qualität auffallen möchte ohne alle anderen zu überstrahlen. Der Duft verleiht jeden der ihn trägt pure Eleganz und dennoch könnte man ihn täglich tragen.
Danke fürs lesen!
Nach dem Aufsprühen vernehme ich eine dezente, zurückhaltende würzige Note - ganz klar der Pfeffer und vielleicht der Kardamom. Dies ist aber nur ein Teil der extrem schönen Kopfnote. Gleichzeitig ist der Duft blumig erfrischend, hier prescht der Lavendel vor und übernimmt die Führung. Bereits nach wenigen Minuten ist der R. 45 sehr weich und leicht cremig, für einige eher pudrig. Gerade zu Beginn ist die Sillage sehr ordentlich.
Nach und nach lässt die Intensität des Pfeffers nach und zieht sich mehr in den Hintergrund zurück, dafür betritt die Iris die Bühne wodurch alles etwas pudriger wird. Gleichzeitig bleibt es blumig-frisch. In der Herznote ist der Duft sehr gefällig, hat keine Ecken und Kanten und bleibt dabei blumig-frisch-pudrig. Alles in allem lässt die Intensität der einzelnen Noten sowie die Sillage nach. Im Hintergrund lässt sich eine dezente Süße durch die Vanille und/ oder Tonkabohne feststellen. Die Mainplayer sind ganz klar Lavendel, Iris und Angelika.
In der Basisnote verändert sich der Duft nicht mehr sehr, es handelt sich um einen schleichenden Übergang. Iris und Lavendel bleiben weiterhin wahrnehmbar, drängen sich aber nicht mehr in den Vordergrund. Zu den frischen-pudrigen Noten gesellt sich eine holzige Note dazu, welche aber mehr in die cremige Richtung sich entwickelt, klarer Fall von Sandelholz. Daneben vermute ich noch Myrrhe und Patchouli sowie für süßliche Akzente die Vanille und die Tonkabohne. Der Duft wird aber keinesfalls klebrig süß. Gegen Ende hin wird der R. 45 mehr und mehr holzig und somit cremig, bleibt dabei sehr angenehm und gefällig. Eine leichte frische Lavendelnote bleibt bis zum Schluss erkennbar, ehe er nach 7h hautnah wird und nach ca. 9h verschwunden ist.
Insgesamt ein sehr schöner Duft, welcher bei wahrscheinlich niemanden anecken oder negativ ankommen wird. Für mich eine sehr schöne Dufterfahrung und eine volle Empfehlung meinerseits. Etwas stärker könnte die Sillage sein aber der Duft will gar nicht schreien sondern umhüllt den Träger auf eine angenehme Weise. Ein Duft für jeden der durch hohe Qualität auffallen möchte ohne alle anderen zu überstrahlen. Der Duft verleiht jeden der ihn trägt pure Eleganz und dennoch könnte man ihn täglich tragen.
Danke fürs lesen!
1 Antwort
Wenn der Koch nicht weiß was er kochen möchte nützen auch die besten Zutaten nichts...
Irgendwann stößt jeder mal auf die Marke Roja und ich dachte mir ich bestelle beim nächsten Mal drei Proben mit. Eigentlich wollte ich für den hier gar keine Bewertung schreiben aber da hier die schlechteste Rezession eine 4, gefolgt von einer 7 hat, möchte ich doch mal die Euphorie für diesen Duft in Frage stellen.
Im Opening nehme ich die Orangenblüte, die Zitrone, Bergamotte und Grapefruit wahr, die einzelnen Zitrusfrüchte ergeben hier einen interessanten Mix, bis hierhin war noch alles gut aber dann kommen die Aldehyde dazu und übernehmen die Führung. Ich würde den Duft als sehr klassisch zitrisch frisch bezeichnen, aber für mich riecht er einfach nur altbacken. Im Verlauf der Kopfnote wird’s nicht besser. Bei jemand anderem habe ich gelesen, er riecht verschimmelte Zitrone - das kann ich irgendwie bestätigen. Es ergibt sich ein sehr klassisch/ altbackender Duft mit balsamischen und leicht seifigen Noten, welcher versucht zitrisch frisch zu riechen. In meiner Nase sticht er zu dem Zeitpunkt nur noch und ich hatte das erste Mal wirklich das Bedürfnis einen Duft abzuwaschen.
Mit der zunehmenden Blumigkeit aus der Herznote mit es noch schwieriger einzelne Noten zu nennen. Er riecht hier einfach nur blumig- leicht frisch, aber halt frisch durch diese eklige Zitrone. Im Verlauf der Herznote wendet sich das Blatt leicht und AMD wird etwas cremiger und süßer. Die zitrische Note hat sich stark zurückgezogen. Der Duft wird etwas wärmer und weicher, riecht grün-frisch-süßlich mit einem leicht blumigen Einschlag. Trotzdem bleibt für mich eine chemische - künstliche Note zurück.
Die Vanille aus der Basis wertet die letzte Etappe deutlich auf. Der Duft wird süßer und weicher und ist dabei leicht frisch/ kühl, wodurch er nicht zu schwer wird. Endlich hat er Duft sich für eine Richtung entschieden. Zu diesem Zeitpunkt umgibt er einen wie ein Schleier und umhüllt einen.
Die Haltbarkeit liegt bei ca. 7-9h und die Sillage ist eher moderat, aber vollkommen in Ordnung.
Vorab: der Duft ist handwerklich sehr gut gemacht und die Zutaten sind allesamt hochwertig aber für mich funktioniert das Zusammenspiel der einzelnen Noten einfach nicht. Und an diesem Punkt frage ich mich: warum muss ein Duft soviel verschieden Noten enthalten wenn er sich nicht einmal phasenweise für eine bestimmte Richtung entscheiden kann? Mir hat isch während des Tragens ein bestimmtes Bild im Kopf abgezeichnet: ein Mann Ü60, beladen mit Goldschmuck ohne Feingefühl.
Fazit: Es muss nicht immer der teuerste sein, weder Midsummer Dream noch Oceania konnten mich auch nur ansatzweise überzeugen aber Elysium (das Cologne) ist nach ausführlichen Testen aber meiner Wunschliste gelandet. So viel zum Thema: ist er es wert?
Ein sehr außergewöhnlicher Duft, das steht außer Frage aber für mich funktioniert er absolut nicht. Trotzdem verstehe ich, dass einige Menschen ihn lieben und das ist ja gerade das Schöne an unserem Hobby.
Danke fürs Lesen!
Im Opening nehme ich die Orangenblüte, die Zitrone, Bergamotte und Grapefruit wahr, die einzelnen Zitrusfrüchte ergeben hier einen interessanten Mix, bis hierhin war noch alles gut aber dann kommen die Aldehyde dazu und übernehmen die Führung. Ich würde den Duft als sehr klassisch zitrisch frisch bezeichnen, aber für mich riecht er einfach nur altbacken. Im Verlauf der Kopfnote wird’s nicht besser. Bei jemand anderem habe ich gelesen, er riecht verschimmelte Zitrone - das kann ich irgendwie bestätigen. Es ergibt sich ein sehr klassisch/ altbackender Duft mit balsamischen und leicht seifigen Noten, welcher versucht zitrisch frisch zu riechen. In meiner Nase sticht er zu dem Zeitpunkt nur noch und ich hatte das erste Mal wirklich das Bedürfnis einen Duft abzuwaschen.
Mit der zunehmenden Blumigkeit aus der Herznote mit es noch schwieriger einzelne Noten zu nennen. Er riecht hier einfach nur blumig- leicht frisch, aber halt frisch durch diese eklige Zitrone. Im Verlauf der Herznote wendet sich das Blatt leicht und AMD wird etwas cremiger und süßer. Die zitrische Note hat sich stark zurückgezogen. Der Duft wird etwas wärmer und weicher, riecht grün-frisch-süßlich mit einem leicht blumigen Einschlag. Trotzdem bleibt für mich eine chemische - künstliche Note zurück.
Die Vanille aus der Basis wertet die letzte Etappe deutlich auf. Der Duft wird süßer und weicher und ist dabei leicht frisch/ kühl, wodurch er nicht zu schwer wird. Endlich hat er Duft sich für eine Richtung entschieden. Zu diesem Zeitpunkt umgibt er einen wie ein Schleier und umhüllt einen.
Die Haltbarkeit liegt bei ca. 7-9h und die Sillage ist eher moderat, aber vollkommen in Ordnung.
Vorab: der Duft ist handwerklich sehr gut gemacht und die Zutaten sind allesamt hochwertig aber für mich funktioniert das Zusammenspiel der einzelnen Noten einfach nicht. Und an diesem Punkt frage ich mich: warum muss ein Duft soviel verschieden Noten enthalten wenn er sich nicht einmal phasenweise für eine bestimmte Richtung entscheiden kann? Mir hat isch während des Tragens ein bestimmtes Bild im Kopf abgezeichnet: ein Mann Ü60, beladen mit Goldschmuck ohne Feingefühl.
Fazit: Es muss nicht immer der teuerste sein, weder Midsummer Dream noch Oceania konnten mich auch nur ansatzweise überzeugen aber Elysium (das Cologne) ist nach ausführlichen Testen aber meiner Wunschliste gelandet. So viel zum Thema: ist er es wert?
Ein sehr außergewöhnlicher Duft, das steht außer Frage aber für mich funktioniert er absolut nicht. Trotzdem verstehe ich, dass einige Menschen ihn lieben und das ist ja gerade das Schöne an unserem Hobby.
Danke fürs Lesen!
2 Antworten
Perfekt für den Sommer - aber leider nicht für mich
Vor einiger Zeit habe ich neben dem Forever Love mir ebenfalls eine Probe vom Aqua de Dora bestellt - mit dem Ziel einen neuen Sommerduft zu finden. Zu dem Forever Love habe ich bereits eine Rezession geschrieben und eins vorweg: auch der Aqua de Dora wird (vorerst) bei mir nicht einziehen, aber nicht weil er schlecht ist.
Im Opening bekommt man hier eine sehr authentische Zitronenschale und Grapefruit, wobei sich die beiden abwechselnd in den Vordergrund drängen. Es ergibt sich ein sehr frischer, zitrischer, fast schon bitter-grüner Duft. Die Grapefruit sorgt für eine minimale fruchtige Süße. Ein sehr gelungener und abkühlender Auftakt.
Nach einer halben Stunde betritt das Ambroxan die Bühne und wird diese auch nicht mehr verlassen. Zumindest ist diese Note für meine Nase sehr präsent. Aqua de Dora bleibt weiterhin frisch und gibt einem das Gefühl von Abkühlung. Zitrische Noten sind noch im Hintergrund zu finden und auch noch leicht süßlich-fruchtige Akzente sind vorhanden.
In der Kopfnote nehme ich die Feige leider fast gar nicht wahr, aber es kommen trockene und leicht hölzerne Noten hinzu. Daraus ergibt sich ein luftiger, herb-frischer und kühlender Duft. Die Luftigkeit erinnert einen leicht an aquatische Parfums. Wie auch in der Kopfnote bleibt eine sehr angenehme, dezente fruchtig-süße Note erhalten und rundet alles ein bisschen ab. Das Ambroxan ist nach vor sehr dominant.
In der Basis wandelt sich Aqua de Dora nochmal, ich vermute das liegt vorrangig am Sandelholz. Der Duft wird cremiger, die dominante Ambroxannote lässt nach (ist aber nach wie vor zu erkennen). Mich erinnert er in diesem Stadium entfernt an den 40 Knots von Xerjoff ohne die salzigen und süßeren Noten. Nach etwa 7h wird er hautnah und ist dabei frisch-holzig-süßlich, gepaart mit einer dezenten Cremigkeit.
Insgesamt handelt es sich hier um einen sehr guten Sommerduft mit dem man nicht viel falsch machen kann und zu jeden Anlass tragen kann. Sillage ist am Anfang stark und geht nach 4-5h zurück aber bleibt trotzdem gut wahrnehmbar. Nach ca. 8h hatte ich Schwierigkeiten Reste von ihm zu erschnüffeln. Alles in allem ist die H/S für diese Duftrichtung sehr gut.
Doch jetzt zur Frage, warum zieht er nicht bei mir ein? ZU VIEL AMBROXAN! Gerade Ambroxan ist eine Note, die jeder unterschiedlich stark wahrnimmt - ich scheine dafür eine sehr feine Nase zu haben und somit ist mir das zu viel. Bei meiner Punktvergabe werde ich das mal ausblenden... Um den oben beschriebenen Verlauf zu riechen muss ich mir schon Mühe geben und brauche die Duftpyramide dazu. Preis/ Leistung würde ich als ok bis gut einordnen, im Angebot bekommt man die 100ml schonmal für unter 200€…
Wer einen neuen Duft für warme Tage sucht sollte diesen hier unbedingt mal testen und sich nicht vom Ambroxan abschrecken lassen - vielleicht liebt ihr ihn ja, mir ist es nur zu etwas zu viel aber eine Abfüllung werde ich mir schonmal wieder zulegen. Er ist einfach zu gut als dass ich ihn gar nicht mehr tragen möchte - besonders an sehr warmen Tagen.
Danke fürs lesen!
Im Opening bekommt man hier eine sehr authentische Zitronenschale und Grapefruit, wobei sich die beiden abwechselnd in den Vordergrund drängen. Es ergibt sich ein sehr frischer, zitrischer, fast schon bitter-grüner Duft. Die Grapefruit sorgt für eine minimale fruchtige Süße. Ein sehr gelungener und abkühlender Auftakt.
Nach einer halben Stunde betritt das Ambroxan die Bühne und wird diese auch nicht mehr verlassen. Zumindest ist diese Note für meine Nase sehr präsent. Aqua de Dora bleibt weiterhin frisch und gibt einem das Gefühl von Abkühlung. Zitrische Noten sind noch im Hintergrund zu finden und auch noch leicht süßlich-fruchtige Akzente sind vorhanden.
In der Kopfnote nehme ich die Feige leider fast gar nicht wahr, aber es kommen trockene und leicht hölzerne Noten hinzu. Daraus ergibt sich ein luftiger, herb-frischer und kühlender Duft. Die Luftigkeit erinnert einen leicht an aquatische Parfums. Wie auch in der Kopfnote bleibt eine sehr angenehme, dezente fruchtig-süße Note erhalten und rundet alles ein bisschen ab. Das Ambroxan ist nach vor sehr dominant.
In der Basis wandelt sich Aqua de Dora nochmal, ich vermute das liegt vorrangig am Sandelholz. Der Duft wird cremiger, die dominante Ambroxannote lässt nach (ist aber nach wie vor zu erkennen). Mich erinnert er in diesem Stadium entfernt an den 40 Knots von Xerjoff ohne die salzigen und süßeren Noten. Nach etwa 7h wird er hautnah und ist dabei frisch-holzig-süßlich, gepaart mit einer dezenten Cremigkeit.
Insgesamt handelt es sich hier um einen sehr guten Sommerduft mit dem man nicht viel falsch machen kann und zu jeden Anlass tragen kann. Sillage ist am Anfang stark und geht nach 4-5h zurück aber bleibt trotzdem gut wahrnehmbar. Nach ca. 8h hatte ich Schwierigkeiten Reste von ihm zu erschnüffeln. Alles in allem ist die H/S für diese Duftrichtung sehr gut.
Doch jetzt zur Frage, warum zieht er nicht bei mir ein? ZU VIEL AMBROXAN! Gerade Ambroxan ist eine Note, die jeder unterschiedlich stark wahrnimmt - ich scheine dafür eine sehr feine Nase zu haben und somit ist mir das zu viel. Bei meiner Punktvergabe werde ich das mal ausblenden... Um den oben beschriebenen Verlauf zu riechen muss ich mir schon Mühe geben und brauche die Duftpyramide dazu. Preis/ Leistung würde ich als ok bis gut einordnen, im Angebot bekommt man die 100ml schonmal für unter 200€…
Wer einen neuen Duft für warme Tage sucht sollte diesen hier unbedingt mal testen und sich nicht vom Ambroxan abschrecken lassen - vielleicht liebt ihr ihn ja, mir ist es nur zu etwas zu viel aber eine Abfüllung werde ich mir schonmal wieder zulegen. Er ist einfach zu gut als dass ich ihn gar nicht mehr tragen möchte - besonders an sehr warmen Tagen.
Danke fürs lesen!
Ein König der leeren Worte und Versprechungen - kein königlicher Aufritt
Keine Panik, so schlimm wie der Titel vermuten lassen würde ist er nicht ;)
Ein recht neuer Xerjoff ohne eine Flut von Rezessionen, noch dazu der klassische Flakon mit der Verzierung unterhalb des Deckels und in einer royal blauen Lederbox… ich war angefixt und da ich sowieso einen 4er Pack Proben direkt bei Xerjoff bestellen wollte war dieser mit dabei.
Vorweg, rein von den Duftnoten hatte ich schon recht hohe Erwartungen, frisch würzige Noten im Auftakt, gefolgt von Rose und Kaffee. Das Ganze gebettet auf Sandelholz und Leder nur um einige Noten zu nennen. Aber genau hier zeigt sich warum bei dieser Preiskategorie ein Blindbuy keine gute Idee ist.
Nun aber zum eigentlichen Duft: Tatsächlich habe ich den Duft mehrmals getragen und auch 2mal den kompletten Duftverlauf in exakt gleichen zeitlichen Abständen notiert.
Im Opening bekommt man die volle Ladung würzige Noten. Diese sind hier ganz klar im Vordergrund. Neben den würzigen Noten nehme ich noch grüne bzw. krautige Noten sowie einen Hauch von Spritzigkeit wahr. Direkt nach dem Aufsprühen ist ein medizinischer Geruch präsent, verfliegt größtenteils sehr schnell.
In der Kopfnote bleiben jedoch Reste des medizinischen Alkoholgeruchs präsent, ich führe das auf den Safran und den Likör zurück. Als wirklich angenehm ordne ich das nicht ein. Trotzdessen wird der Duft wärmer und süßer, aber geht nicht in eine cremig-süße Richtung sondern eher würzig-süß. Auch nach ca. 30min ändert sich nicht wirklich viel, aber es sind erste Anzeichen von den blumigen Komponenten (Rose und Lavendel) zu erahnen.
Im Herz verliert Louis XV sein Ziel aus den Augen und wird recht belanglos. Immer wieder wechseln sich Rose, Kakao, Haselnuss, Safran sowie leichte holzige Noten ab. Keine übernimmt die Führung und alles verschmilzt zu einem süßen, warmen Duft. Positiv ist jedoch, dass die Rose und der Safran (vermute ich zumindest) dafür sorgen, dass es nicht zu süß wird.
Auch in der Basisnoten kommt keine Besserung in Sicht. Weiterhin vermischen sich alle Noten und das Dufterlebnis wirkt belanglos. Versteht mich nicht falsch, er riecht definitiv nicht schlecht und man ist von einem warmen, mal stärker süßlichen, mal weniger süßen Wolke umgeben, aber mehr halt auch nicht. Neben den Zutaten aus der Herznote kommt lediglich noch Leder hinzu, aber das ist auch sehr zurückhaltend und sehr schwach.
Und somit verschwindet der König still und heimlich und bleibt nicht wirklich als außergewöhnlich in Erinnerung. Natürlich ist die Aufmachung sehr hochwertig und es steht sicherlich auch eine hohe Handwerkskunst dahinter aber ich hatte einfach viel mehr erwartet. Alles in allem der schlechteste Xerjoff den ich getestet habe, aber auch dieser wird seine Liebhaber und Fürsprecher finden.
Der Vollständigkeithalber: ich habe bei meinem Test 4 Sprüher aufgetragen, einen auf den Handrücken, 3 aufs Handgelenk/ Unterarm. Bewusst habe ich auf die Sprüher im Halsbereich verzichtet um einer evtl. Duftblindheit entgegenzuwirken. Trotzdessen hatte ich Mühe den Duft nach 6-7h noch wirklich wahrzunehmen, da musste ich die Nase sehr nah an die eingesprühten Stellen halten. Die Sillage ist ebenfalls sehr zurückhaltend und zieht sich sehr schnell stark zurück.
Entweder lag es an meiner Erwartungshaltung oder wirklich am Duft… ich bin froh ihn getestet zu haben und werde die Abfüllung auch noch aufbrauchen aber dann endet auch unsere gemeinsame Reise, ohne besondere Erlebnisse. Man kann mitreden aber für mehr hat es nicht gereicht.
Danke fürs lesen!
Ein recht neuer Xerjoff ohne eine Flut von Rezessionen, noch dazu der klassische Flakon mit der Verzierung unterhalb des Deckels und in einer royal blauen Lederbox… ich war angefixt und da ich sowieso einen 4er Pack Proben direkt bei Xerjoff bestellen wollte war dieser mit dabei.
Vorweg, rein von den Duftnoten hatte ich schon recht hohe Erwartungen, frisch würzige Noten im Auftakt, gefolgt von Rose und Kaffee. Das Ganze gebettet auf Sandelholz und Leder nur um einige Noten zu nennen. Aber genau hier zeigt sich warum bei dieser Preiskategorie ein Blindbuy keine gute Idee ist.
Nun aber zum eigentlichen Duft: Tatsächlich habe ich den Duft mehrmals getragen und auch 2mal den kompletten Duftverlauf in exakt gleichen zeitlichen Abständen notiert.
Im Opening bekommt man die volle Ladung würzige Noten. Diese sind hier ganz klar im Vordergrund. Neben den würzigen Noten nehme ich noch grüne bzw. krautige Noten sowie einen Hauch von Spritzigkeit wahr. Direkt nach dem Aufsprühen ist ein medizinischer Geruch präsent, verfliegt größtenteils sehr schnell.
In der Kopfnote bleiben jedoch Reste des medizinischen Alkoholgeruchs präsent, ich führe das auf den Safran und den Likör zurück. Als wirklich angenehm ordne ich das nicht ein. Trotzdessen wird der Duft wärmer und süßer, aber geht nicht in eine cremig-süße Richtung sondern eher würzig-süß. Auch nach ca. 30min ändert sich nicht wirklich viel, aber es sind erste Anzeichen von den blumigen Komponenten (Rose und Lavendel) zu erahnen.
Im Herz verliert Louis XV sein Ziel aus den Augen und wird recht belanglos. Immer wieder wechseln sich Rose, Kakao, Haselnuss, Safran sowie leichte holzige Noten ab. Keine übernimmt die Führung und alles verschmilzt zu einem süßen, warmen Duft. Positiv ist jedoch, dass die Rose und der Safran (vermute ich zumindest) dafür sorgen, dass es nicht zu süß wird.
Auch in der Basisnoten kommt keine Besserung in Sicht. Weiterhin vermischen sich alle Noten und das Dufterlebnis wirkt belanglos. Versteht mich nicht falsch, er riecht definitiv nicht schlecht und man ist von einem warmen, mal stärker süßlichen, mal weniger süßen Wolke umgeben, aber mehr halt auch nicht. Neben den Zutaten aus der Herznote kommt lediglich noch Leder hinzu, aber das ist auch sehr zurückhaltend und sehr schwach.
Und somit verschwindet der König still und heimlich und bleibt nicht wirklich als außergewöhnlich in Erinnerung. Natürlich ist die Aufmachung sehr hochwertig und es steht sicherlich auch eine hohe Handwerkskunst dahinter aber ich hatte einfach viel mehr erwartet. Alles in allem der schlechteste Xerjoff den ich getestet habe, aber auch dieser wird seine Liebhaber und Fürsprecher finden.
Der Vollständigkeithalber: ich habe bei meinem Test 4 Sprüher aufgetragen, einen auf den Handrücken, 3 aufs Handgelenk/ Unterarm. Bewusst habe ich auf die Sprüher im Halsbereich verzichtet um einer evtl. Duftblindheit entgegenzuwirken. Trotzdessen hatte ich Mühe den Duft nach 6-7h noch wirklich wahrzunehmen, da musste ich die Nase sehr nah an die eingesprühten Stellen halten. Die Sillage ist ebenfalls sehr zurückhaltend und zieht sich sehr schnell stark zurück.
Entweder lag es an meiner Erwartungshaltung oder wirklich am Duft… ich bin froh ihn getestet zu haben und werde die Abfüllung auch noch aufbrauchen aber dann endet auch unsere gemeinsame Reise, ohne besondere Erlebnisse. Man kann mitreden aber für mehr hat es nicht gereicht.
Danke fürs lesen!





