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SniffyStiffy

SniffyStiffy

Rezensionen
1 - 5 von 12
Wieso kann ich Parfum nicht einfach trinken?
Okay wow. Auf Social Media macht dieser Duft die Runde. Dabei dachte ich mir: Es wird mal wieder Zeit ein paar Cheapies blind zu testen (ich bin nicht süchtig btw). Und wie dieses Parfum abliefert, hätte ich ehrlich nicht erwartet.

Sofort nach dem ersten Sprühstoß wird eine saftige Note von Birne und ein wenig Apfel bemerkbar. Dabei bleibt der Pear Potion von vorne bis hinten bei der Birne. Karamell und Yasmin untermalen alles, wobei ersteres dem Duft eine sehr leckere Note verleiht. Moschus macht die Komposition weicher. Suchtpotenzial ist bei dieser Fruchtbombe vorprogrammiert.
Die Haltbarkeit lässt sich auf meiner Haut wirklich blicken. Selbst nach 8h konnte man den Pear Potion auf meiner Haut wahrnehmen. Dabei strahlt er in den ersten 3h eine starke Sillage aus.

Ich erwische mich immer wieder selber, wie ich am Flakon oder an meinem Handgelenk schnüffle, weil er einfach so saftig und lecker riecht. Man kann es mit einer Tüte Gummibärchen vergleichen. Dabei ist der Duft meiner Meinung nach auch perfekt für den Sommer geeignet, da er nicht zu penetrant ist und eine wirklich gute, authentische Birnennote besitzt.

Der Flakon fühlt sich für den günstigen Preis auch sehr hochwertig an. Allgemein das Design finde ich sehr clean beziehungsweise edel und der Deckel wiegt eine Tonne.

Es mag sich vielleicht anhören, als würde ich für den Duft werben wollen, aber so ist es überhaupt nicht. Er erweckt in mir einfach solch eine Begeisterung, dass ich es nicht in anderen Worten beschreiben kann.

Ich bin zwar ein Opfer von Social-Media-Influence, aber manchmal bin ich auch froh darüber. Ansonsten hätte ich solch eine leckere Perle der saftigen Früchte wohl nicht gefunden.
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Setzt die Segel, wir salzen ab!
Meine Blindkäufe sollten vielleicht mal etwas abnehmen. Aber irgendwie finde ich immer wieder Düfte, die so günstig sind und so gut klingen, wodurch ich auf Proben auch verzichten kann.

Was man mit dem Ghyoom erhält, ist wirklich beachtlich. Der Duft startet schön fruchtig mit Blutorange und Ananas. Wobei sich die Ananas wirklich sehr sehr stark zurückhält. In der Komposition sollen auch Safran und Lavendel auftreten, was für meine Nase, die durch Komplexität von Düften noch trainiert werden muss, nicht wirklich erkennbar ist. Gestützt wird das Ganze mit moosigen Noten und Hölzern.
Was ich verwunderlich an den Duft finde, ist dass das Zusammenspiel der Noten einen salzigen Touch hat. In gewisser Weise erinnert mich dieser Duft an den Megamare oder den "Atlas / اطلس | Lattafa / لطافة" aus meiner Sammlung. In einem Moment denke ich an das salzige Meer und in einem anderen wirkt der Ghyoom wie kein schlechter Freshie, was ihn wirklich speziell macht.
Man könnte ihn vielleicht, wie eine „light-Version“ des Megamare / Atlas mit eigenem Twist betrachten.

Der leichte Ansatz von den eben genannten Düften schafft beim Gyhoom auch eine gewisse Grundstruktur, welche man nach längerer Zeit noch wahrnimmt (damit meine ich diese leicht salzige sowie moosige Note). Für einen frischen Duft ist die Haltbarkeit wirklich gut mit mindestens 6h auf meiner Haut. Die Sillage lässt sich ebenfalls sehen.

Die Verpackung und der Flakon sagen mir optisch sowas von zu. Wobei der schwere Deckel vielleicht ein wenig too much bling-bling für mich ist. Aber im Gesamtpaket wirkt er wirklich edel. Eben der blaue Farbverlauf an der unteren Seite finde ich besonders ansprechend (aber bitte nicht am Deckel anheben, sonst lernt der massive Flakon die Schwerkraft kennen).

Meiner Meinung nach gibt es aussagekräftigere Freshies in dieser günstigen Preisklasse. Aber dennoch denke ich, dass der Gyhoom richtig gut gelungen ist und die Parfum-Sammlung schön ausschmückt. Man kann mit diesem Duft im Sommer wirklich nichts falsch machen.
1 Antwort
Hidden Gem
Du spazierst an einem etwas kühlen Frühlingstag durch den Wald und entdeckst ein abgelegenes Café. Drinnen angekommen, findest du auf der Karte vielerlei leckere Süßspeisen, wobei die Entscheidung am Ende auf das Zitronensorbet fällt. Ganz entspannt wartest du, bis dir die kalt Nachspeise serviert wird, als ein kühler Hauch von Kräutern durch den Laden zieht. Im Anschluss genießt du das Sorbet und bedankst dich für diese Leckerei.
Schlussendlich stolzierst du zwischen den Bäumen und genießt den Tag in vollen Zügen.

Als großer Fan von zitrischen Düften ist mir der "Al Noble Safeer | Lattafa / لطافة" besonders ins Auge (oder eher in die Nase lul) gesprungen. Die Assoziation mit Zitronensorbet und würzigen Zitrusnoten in den Parfumo-Rezensionen haben mich für einen Blindkauf überzeugt (ist ja sowieso ein Schnapper).

Was man hier bekommt, ist keine Zitrik, wie man sie in frischen Sommerdüften findet. Bei diesem Lattafa-Parfum wird im Auftakt mit Würze und bitteren Zitronen-Unterton gearbeitet. Dazu gesellen sich holzige Noten und viel Kräuter, welche eine Erfrischung in den Duft bringen.
Allgemein finde ich den Duft wirklich einzigartig und ist unter meiner Kenntnis soweit kaum mit einem anderen vergleichbar.

Die Haltbarkeit sowie Sillage sind ebenso atemberaubend (metaphorisch betrachtet). Der Duft hält easy 8h und sorgt für einen starken Duftschweif, den man im Herbst und Frühling wirklich gerne hinter sich ziehen möchte.
Der Flakon ist einfach wunderschön. Die Samt-Textur ist zwar ein kleiner Staubmagnet, aber es lässt sich wirklich blicken und fühlt sich in der Hand schön weich an. Der Deckel ist echt massiv, sitzt auch genauso fest und ist optisch echt ein Hingucker.

Hier bekommt man also einen sehr soliden, einzigartigen Duft von Lattafa, den wohl nicht viele auf dem Radar haben. Bezahlt habe ich ca. 15€, wobei er um einiges hochwertiger wirkt, als er kostet. Ich lege ihn wirklich jenen ans Herz, wer sich von der Masse abheben möchte und Frische durch Kräuter gepaart mit angenehmer Zitrik liebt.
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Lattafa Asad Elixir
Ein weiterer sensationeller Drogerie-Duft auf den ich durch Miki Monumental auf seinem Youtube-Kanal „Pleite Wegen Düfte“ gestoßen bin. Nochmals vielen Dank an der Stelle.

Ursprünglich hat der "Asad / أسد | Lattafa / لطافة" seinen Weg in meine Sammlung gefunden, weil er wie Sauvage Elixir sein soll. Bislang war ich auch recht zufrieden mit der Alternative von Lattafa…Jedoch ist mir der Duft von Müller in die Hände gefallen und ich muss sagen: Der batscht echt rein.

Der Duft ist durchweg sehr harzig und dunkel. Die Kopfnote startet mit viel Würze und Lakritz. Es riecht schon beinahe nach einer gewürzten Cola, was wirklich einzigartig ist. Nach einer Zeit legt sich die stechende Würze und er wird leicht moosig und sogar ein bisschen frisch. Begleitet wird das ganze mit sanften Lavendel.
Die Intensität des Golden Safran ist sehr bemerkenswert. Als ich ihn in der Drogerie testete, hat er mich fast umgehauen.
Overall hat man hier einen lauten Duft der auch locker 6h hält.

Jetzt stellt sich die Frage: Nehme ich lieber den Asad von Lattafa oder die Müller-Alternative? Zu meinem Teil mag ich den Golden Safran mehr. Das liegt an der Intensität des Duftes. Bei Düften bin ich ein Fan von allem was knallt und das ist beim Golden Safran mehr der Fall als beim Asad. Das soll nicht bedeuten, dass der Müller-Duft in allen Punkten über den Dupe von Lattafa steht. Der Asad hat dennoch für jene seine Daseinsberechtigung, die eine etwas weniger harzige und stechende Variante mit etwas mehr Frische wollen. Ich muss auch zugeben, dass die starke Intensität des Golden Safran über die Zeit schnell abnimmt und sich auf einer Ebene mit dem Asad (oder weiter drunter) begibt. Darüber hinaus ist die Haltbarkeit ebenfalls etwas schwächer. Zudem ist dieser auch 6-9€ günstiger als der Lattafa-Duft.

Man kann den Vergleich folgendermaßen betrachten:
Golden Safran ist der kurze Sprinter mit viel Power.
Lattafa Asad ist der lange, gemütliche Läufer.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Düfte stark an ihr großes Vorbild rankommen und einen sehr guten Job für ihre Preisklasse machen. Gerne möchte ich den Golden Safran im Herbst oder für besondere Anlässe tragen.
3 Antworten
Bratapfel? Oder doch eher ein Apfelstrudel?
Bevor ich über den Mystic Dream schreibe, möchte ich meinen Dank an Miki Monumental aussprechen. Durch ein Youtube-Video auf seinem Kanal „Pleite Wegen Düfte“ bin ich auf diesen wunderbaren Drogerie-Duft gekommen und kann meine Nase nicht von diesen lassen. Ich würde das Video gerne unten verlinken, nur lassen die Richtlinien auf Parfumo dies nicht zu.

Der Angels' Share Eau de Parfum ist einer der besten und einzigartigsten Düfte, die ich je getestet habe. Die warme, kuschlige DNA und die Bratapfel-Note sind für mich die Hauptakteure bei diesem Brecher.

Online findet man viele Meinungen zum "Khamrah / خمرة | Lattafa / لطافة" und dass dieser eine Alternative oder Dupe zum Angels‘ Share sei. Zu meinem Teil habe ich den "Khamrah Qahwa / خمرة | Lattafa / لطافة" in meiner Sammlung, welcher von der Grundstruktur, wie der Khamrah mit einer Kaffee-Note sein soll.
Beide Düfte führen nach meinem Empfinden aber ihr eigenes Spiel, wenn man sie mit dem „Original“ vergleicht.

Nun schreitet der Mystic Dream von Müller ins Rampenlicht. Dieser hat nämlich das, was den Khamrah und seinem Bruder mit Kaffee von Grund auf fehlen: Die (Brat-) Apfel-Note.
Der Duft aus der Drogerie startet mit einem schön warmen Apfel, welcher mich eher an einem Apfelstrudel/-kuchen als einen Bratapfel erinnert. In der Kopfnote gesellt sich auch Cognac dazu, welcher wirklich gut durchkommt. Begleitet wird das ganze im Verlauf mit Zucker-, Zimt- und Kakao-Noten, welche den Duft wirklich lecker gestalten. Abgerundet wird alles mit Praline, Vanille. Es sind noch Tabak, Tonkabohne und Hölzer als Duftnoten gelistet, jedoch können diese nicht wirklich von meiner Nase wahrgenommen werden. Overall bildet alles eine schöne Harmonie miteinander.

Die Haltbarkeit ist pfänomenal und schafft locker 8h auf meiner Haut. Die Sillage - raumfüllend. Der Duft zeigt starke Präsens.

Schon etwas schade, dass ich diesen Cheapie so spät im Müller erhalten konnte. Es ist ein Winter-Gourmand schlicht weg. Ich freue mich, sobald es wieder weihnachtet und man sich mit diesem tollen Parfum einkuscheln kann. Soweit ist dies die beste Angels‘ Share-Alternative, die ich bis heute testen konnte. Jedoch kommt er von der Komplexität, Wärme und Qualität nicht ganz an sein großes Vorbild ran. Was anderes habe ich aber auch nicht für die Preisklasse erwartet.

Meiner Meinung nach findet der Mystic Dream Platz in jeder Sammlung und besonders bei Leuten, die gerne lecker riechen wollen (Das ganze glücklicherweise auch für einen schmalen Taler).
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