
Violett
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Ich finde mich wieder
Nahema fühlt sich für mich an wie an einem bisher fremden Ort nach Hause zu kommen. Je öfter ich den Duft trage, um so mehr Facetten ich entdecke, umso vertrauter wird er mir.
Als ich neun Jahre alt war ,zogen wir in ein neues Haus um. Im Garten standen vereinzelt Rosen in verschiedenen Farben. Ich verbrachte einige Zeit damit, alle genauestens zu beschnuppern und auf mich wirken zu lassen. Keine roch wie die andere. Eine dunkelrote roch süßlich, fruchtig und irgendwie traurig. Eine rosarote roch leicht und würzig, frisch und kühl. Und dann gab es da noch diese eine ,die schönste von allen.Leuchtend pastell-gelb-orange, rosa schimmerte sie durch das Grün und ihre oberen Blattränder waren etwas dunkler rötlich-orange. Sie blühte in den Farben eines wunderschönen Sonnenunterganges- oder besser Sonnenaufgangs. Ihr Duft war warm, freundlich und tröstlich und sanft und wunderschön. Meine Nahema-Rose. In dem damaligen kindlichen, unaufgeregten und hellwachen Lebensgefühl, unendlich viel Zeit zu haben, und die Welt und die Natur, die mich umgibt ,mit allen Sinnen wahrzunehmen, finde ich mich bei Nahema wieder. Ich rieche die Rosenblätter meiner Sonnenaufgangsrose, dazu ein Tröpfchen Blütennektar, und ganz leise das helle Grün der Blätter.
In dem Gefühl, nach Hause zu kommen und willkommen und beschützt zu sein, finde ich mich bei Nahema wieder.
Der Duft von Pfirsich mischt sich wahrnehmbar zur Rose. Doch es ist ein dezenter, distinguierter, ich möchte sagen guerlainscher Pfirsich ,mit zart fruchtig duftender Haut. Nur leicht süßlich.
Ylang Ylang lässt im Hintergrund zurückhaltend die Sonne scheinen, zusammen mit einer Ahnung unsüßer Vanille, und erzählt von Südseefeeling und sommerlicher Gelassenheit.
Die gelisteten Frühlingsblüten nehme ich nicht im einzelnen wahr, doch sicherlich verleihen sie der Rose frische, blumige Facetten und nehmen ihr etwas ihrer Dominanz. Man liest es schon, Nahema ist ein entspannter Duft, in dem sich die Hauptakteurin nicht wie eine Operndiva, die mit ihrer Stimme den Saal füllt, unter die Naseflügel drängelt. Sondern eine, die sich voll Zufriedenheit in ihrer Schönheit selbst genügt. Es ist ein reifer, aber kein altmodischer Duft.
In dem Gefühl, erwachsen zu sein, keiner Mode nachjagen zu müssen, nicht schreiend auf mich aufmerksam machen zu müssen, mir zu genügen, ja, mit Beinen bis zum Boden schön genug zu sein, finde ich mich bei Nahema wieder. Seit ich den Duft kenne, und eigentlich ja schon vorher, gehört er selbstverständlich zu mir. Jetzt habe ich ihn gefunden. Er ist wunderbar. Großes Duftkino, feiert das Leben und die Schönheit auf seine Weise. Und als Abfüllung ist Nahema einer der ganz wenigen Düfte in einer blödsinnig großen Sammlung, auf den ich nicht mehr verzichten möchte.
(PS:Bitte auch noch das schöne Statement zum Duft von Flacon11e lesen !)
Als ich neun Jahre alt war ,zogen wir in ein neues Haus um. Im Garten standen vereinzelt Rosen in verschiedenen Farben. Ich verbrachte einige Zeit damit, alle genauestens zu beschnuppern und auf mich wirken zu lassen. Keine roch wie die andere. Eine dunkelrote roch süßlich, fruchtig und irgendwie traurig. Eine rosarote roch leicht und würzig, frisch und kühl. Und dann gab es da noch diese eine ,die schönste von allen.Leuchtend pastell-gelb-orange, rosa schimmerte sie durch das Grün und ihre oberen Blattränder waren etwas dunkler rötlich-orange. Sie blühte in den Farben eines wunderschönen Sonnenunterganges- oder besser Sonnenaufgangs. Ihr Duft war warm, freundlich und tröstlich und sanft und wunderschön. Meine Nahema-Rose. In dem damaligen kindlichen, unaufgeregten und hellwachen Lebensgefühl, unendlich viel Zeit zu haben, und die Welt und die Natur, die mich umgibt ,mit allen Sinnen wahrzunehmen, finde ich mich bei Nahema wieder. Ich rieche die Rosenblätter meiner Sonnenaufgangsrose, dazu ein Tröpfchen Blütennektar, und ganz leise das helle Grün der Blätter.
In dem Gefühl, nach Hause zu kommen und willkommen und beschützt zu sein, finde ich mich bei Nahema wieder.
Der Duft von Pfirsich mischt sich wahrnehmbar zur Rose. Doch es ist ein dezenter, distinguierter, ich möchte sagen guerlainscher Pfirsich ,mit zart fruchtig duftender Haut. Nur leicht süßlich.
Ylang Ylang lässt im Hintergrund zurückhaltend die Sonne scheinen, zusammen mit einer Ahnung unsüßer Vanille, und erzählt von Südseefeeling und sommerlicher Gelassenheit.
Die gelisteten Frühlingsblüten nehme ich nicht im einzelnen wahr, doch sicherlich verleihen sie der Rose frische, blumige Facetten und nehmen ihr etwas ihrer Dominanz. Man liest es schon, Nahema ist ein entspannter Duft, in dem sich die Hauptakteurin nicht wie eine Operndiva, die mit ihrer Stimme den Saal füllt, unter die Naseflügel drängelt. Sondern eine, die sich voll Zufriedenheit in ihrer Schönheit selbst genügt. Es ist ein reifer, aber kein altmodischer Duft.
In dem Gefühl, erwachsen zu sein, keiner Mode nachjagen zu müssen, nicht schreiend auf mich aufmerksam machen zu müssen, mir zu genügen, ja, mit Beinen bis zum Boden schön genug zu sein, finde ich mich bei Nahema wieder. Seit ich den Duft kenne, und eigentlich ja schon vorher, gehört er selbstverständlich zu mir. Jetzt habe ich ihn gefunden. Er ist wunderbar. Großes Duftkino, feiert das Leben und die Schönheit auf seine Weise. Und als Abfüllung ist Nahema einer der ganz wenigen Düfte in einer blödsinnig großen Sammlung, auf den ich nicht mehr verzichten möchte.
(PS:Bitte auch noch das schöne Statement zum Duft von Flacon11e lesen !)
26 Antworten
Zu spät ?
Rostracto ist ein Gauner. Ein bitterböser, düsterer Rosenchypre, den es so sicher kein zweites mal gibt.
Der Duft passt besser zu Halloween, als in den Frühling.
Wir kommen also in zweierlei Hinsicht zu spät.
Auch hier im Duft. Denn die vollkommene Zerstörung hat bereits stattgefunden.
Wir finden uns wieder in der Düsternis
eines tiefen Tannenwaldes, inmitten von wildem, dornigem Gestrüpp. Ein Ort, an den Menschen sich gemeinhin nicht verirren. Kalter Schneeregen prasselt auf längst verbrannte, schwarze Baumgerippe und dunkle Erde. Einige Kiefern stehen noch. Haben dem verheerenden Brand getrotzt. Rostracto ist hier Zuhause. Rauch des Feuers in den zerschlissenen Kleidern Bittere Kräuter in den Taschen. Roh und hart ist sein Leben in den Tiefen des Waldes.
Manchmal weht von irgendwo der sanfte Dunst von Rosen, eine ferne Erinnerung herüber. Ein leises Glühen ,unsterblich in seinem Herzen, Tag und Nacht.
Gleichgültig.
Denn es ist zu spät, wie gesagt. Die vollständige Zerstörung hat bereits stattgefunden.
Und das Leben geht weiter.
Rostracto weist uns den Weg in die Dunkelheit, einen Ort, den wir ohne ihn nicht gesucht und gefunden hätten. Tiefster, düsterster Wald, in dem eine irritierende Rose sich entweder langsam an die Oberfläche kämpft und ihre Blätter mit dunkelrotem Schimmer leise entfaltet, oder sich zumindest scheu als
Fata-Morgana, eine Erinnerung an eine andere Zeit, ein anderes, vergangenes Leben zeigt.
Der Duft erzählt von Gegensätzen.
Dunklem, gleichgültigem, fotschreitenden Verderben und gleichzeitig konstant zunehmendem ,sanftem Leuchten eines Hoffnungsschimmers.
Passiert das Unmögliche ? Kehrt in diese harte, kalte, krautige Duftwelt das ehemals blühende Leben zurück?
Der Duft lässt uns je nach Hautbeschaffenheit entweder im Ungewissen,
oder aber gibt der Rose schließlich den Raum, an diesem unwirtlichen Ort aufzublühen, von der Ahnung zur Realität zu werden.
An Dramatik und Spannung mangelt es diesem Duft wahrlich nicht.
Jedoch ist er auch fordernd und insgesamt wenig gefällig .
Ich sehe ihn als Parfum am männlichen, wenn nicht kerligen, sogar bruddeligen Einzelkämpfer, der dazu trotzdem noch sanften Rosenodeur zu schätzen weiß.
Der Duft passt besser zu Halloween, als in den Frühling.
Wir kommen also in zweierlei Hinsicht zu spät.
Auch hier im Duft. Denn die vollkommene Zerstörung hat bereits stattgefunden.
Wir finden uns wieder in der Düsternis
eines tiefen Tannenwaldes, inmitten von wildem, dornigem Gestrüpp. Ein Ort, an den Menschen sich gemeinhin nicht verirren. Kalter Schneeregen prasselt auf längst verbrannte, schwarze Baumgerippe und dunkle Erde. Einige Kiefern stehen noch. Haben dem verheerenden Brand getrotzt. Rostracto ist hier Zuhause. Rauch des Feuers in den zerschlissenen Kleidern Bittere Kräuter in den Taschen. Roh und hart ist sein Leben in den Tiefen des Waldes.
Manchmal weht von irgendwo der sanfte Dunst von Rosen, eine ferne Erinnerung herüber. Ein leises Glühen ,unsterblich in seinem Herzen, Tag und Nacht.
Gleichgültig.
Denn es ist zu spät, wie gesagt. Die vollständige Zerstörung hat bereits stattgefunden.
Und das Leben geht weiter.
Rostracto weist uns den Weg in die Dunkelheit, einen Ort, den wir ohne ihn nicht gesucht und gefunden hätten. Tiefster, düsterster Wald, in dem eine irritierende Rose sich entweder langsam an die Oberfläche kämpft und ihre Blätter mit dunkelrotem Schimmer leise entfaltet, oder sich zumindest scheu als
Fata-Morgana, eine Erinnerung an eine andere Zeit, ein anderes, vergangenes Leben zeigt.
Der Duft erzählt von Gegensätzen.
Dunklem, gleichgültigem, fotschreitenden Verderben und gleichzeitig konstant zunehmendem ,sanftem Leuchten eines Hoffnungsschimmers.
Passiert das Unmögliche ? Kehrt in diese harte, kalte, krautige Duftwelt das ehemals blühende Leben zurück?
Der Duft lässt uns je nach Hautbeschaffenheit entweder im Ungewissen,
oder aber gibt der Rose schließlich den Raum, an diesem unwirtlichen Ort aufzublühen, von der Ahnung zur Realität zu werden.
An Dramatik und Spannung mangelt es diesem Duft wahrlich nicht.
Jedoch ist er auch fordernd und insgesamt wenig gefällig .
Ich sehe ihn als Parfum am männlichen, wenn nicht kerligen, sogar bruddeligen Einzelkämpfer, der dazu trotzdem noch sanften Rosenodeur zu schätzen weiß.
23 Antworten
Stehblues auf dem Vulkan
Ich war sofort verliebt.Das Aussehen, ja. Aber vor allem die inneren Werte.Er war anders als alle. Ich wollte ihn haben.Unbedingt. Und als er dann da war: Was bin ich verzagt um ihn herumgeschlichen, Hab' mich regelrecht an ihm vorbeigedrückt, den Blick stets vorsorglich abgewandt von der Pracht des Flacons. Besorgt ob der Widersprüche, die da unter dem goldenen Kiesel toben und ob ich ihnen gewachsen bin.Verschüchtert von der selbstverständlichen Energie und in sich ruhenden Leidenschaft dieses Duftes.
Den dunklen, schwelenden Untiefen, der Zerstörung durch Feuer.Heiße Asche und Glut, die sich schließlich in düstere Wärme verwandeln. Und dann, bald schon, zerschmilzt die Welt in dunkler Schokolade und hüllt sich in weichen, schwarzen Samt.
Auf diesem Boden wächst und gedeiht in kühler, distanzierter Schönheit SIE. Die berüchtigte Geliebte und Gehasste.
Trotzt allen Naturgesetzen und trägt auf eben erst erstarrter Lava ,frische, Tau benetzte Rosenknospen. Allmählich ergreift die umgebende Wärme auch von ihr Besitz.
Aus blassem, unbeteiligtem hellrosa wird peu a peu sanft glühendes , pulsierendes Dunkelrot. Aus Tautropfen werden rosenrote, würzige Tränen. Dann Rinnsale, schließlich Bäche aus rotem Rosenwein auf deren im Morgendämmer schimmernder Oberfläche tausende Rosenblätter dahingleiten.
Dionysos lädt ein zum Tanz auf dem Vulkan.
Und ich lasse mich darauf ein.
Und hatte ich erst Respekt davor, den Duft auf meine Haut zu lassen, merke ich nun plötzlich mit Staunen: Wir scheinen füreinander gemacht, passen zusammen. Verschmelzen förmlich zu einer Einheit. Er zieht sich vornehm zurück, ich bemerke ihn kaum. Aber wenn es eng wird, dann ist er da. Dunkel und sinnlich, Süffig und lecker, warm und anschmiegsam. Edel und nie zu süß.
Auch wenn das seine Zeit ist :Ich möchte ihn nicht in die Nachtstunden verbannen. Gerade am Tag kann so ein dunkler Begleiter doch für die nötige Würze sorgen.
Und wer Rosen liebhat, so wie ich, der sollte es auch einmal mit ihm versuchen.
Den dunklen, schwelenden Untiefen, der Zerstörung durch Feuer.Heiße Asche und Glut, die sich schließlich in düstere Wärme verwandeln. Und dann, bald schon, zerschmilzt die Welt in dunkler Schokolade und hüllt sich in weichen, schwarzen Samt.
Auf diesem Boden wächst und gedeiht in kühler, distanzierter Schönheit SIE. Die berüchtigte Geliebte und Gehasste.
Trotzt allen Naturgesetzen und trägt auf eben erst erstarrter Lava ,frische, Tau benetzte Rosenknospen. Allmählich ergreift die umgebende Wärme auch von ihr Besitz.
Aus blassem, unbeteiligtem hellrosa wird peu a peu sanft glühendes , pulsierendes Dunkelrot. Aus Tautropfen werden rosenrote, würzige Tränen. Dann Rinnsale, schließlich Bäche aus rotem Rosenwein auf deren im Morgendämmer schimmernder Oberfläche tausende Rosenblätter dahingleiten.
Dionysos lädt ein zum Tanz auf dem Vulkan.
Und ich lasse mich darauf ein.
Und hatte ich erst Respekt davor, den Duft auf meine Haut zu lassen, merke ich nun plötzlich mit Staunen: Wir scheinen füreinander gemacht, passen zusammen. Verschmelzen förmlich zu einer Einheit. Er zieht sich vornehm zurück, ich bemerke ihn kaum. Aber wenn es eng wird, dann ist er da. Dunkel und sinnlich, Süffig und lecker, warm und anschmiegsam. Edel und nie zu süß.
Auch wenn das seine Zeit ist :Ich möchte ihn nicht in die Nachtstunden verbannen. Gerade am Tag kann so ein dunkler Begleiter doch für die nötige Würze sorgen.
Und wer Rosen liebhat, so wie ich, der sollte es auch einmal mit ihm versuchen.
24 Antworten
Can't buy me love
"Love for Sale", hach ja. Wie geil.Wie unendlich ermüdend. Diese öde blöde "Sex-sell's-Verkaufs-Masche". Wobei beim Gedanken an käufliche Liebe ja sowieso nicht unbedingt die Zielgruppe für den Duft, also eher die Damen ,angesprochen wird.
Höchstens vielleicht insofern, als dass die Ladies selber möglicherweise gerne irgendwie verrucht, verboten, anstößig,
ludrig, erotisch riechen wollen. Das wollen wir Frauen ganz sicher ab und zu.
Aber vielleicht doch nicht zwingend im Sinne von jemand, der sein täglich Brot hart als Prostituierte erarbeitet ?
Schöner wäre für mich da der Gedanke von Liebe, im Sinne von Liebe, die in Flaschen verkauft wird. Das wär' doch mal was. Sich Liebe aufsprühen. Oder halt eben zumindest etwas, in dem auf jeden Fall ganz viel Liebe drin steckt.
Da dies ein Bianchi ist,bewegen wir uns irgendwo dazwischen.
Der Anfang kätscht einem entgegen wie eine süße Kaugummiblase. Knall ! Und paff, süße Zuckerwatte, gepimpt mit künstlichem Erdbeeraroma. Dazu ein fettes Lippenstift-Bussi, von orangen Fruchtgummi- Schlauchbootlippen. Soweit ,so trashig. Und nicht unangenehm . Tatsächlich ganz witzig. Schmutziges, aber hübsches Leder lümmelt abgetragen im Hintergrund, zusammen mit aller Bianchis Mutter- Frau Iris Butter. Stell' ich mir tatsächlich für 's Überthema Rotlichtmilieu gar nicht unpassend vor, diesen Anfang des Duftes. Ist aber vollkommen egal.
F.B. hat wohl als Basis für diesen Duft "The lovers tale" gewählt.
Einen Duft den ich, Fans verzeiht mir, super eklig finde. In der Konzentration, in der er hier vertreten ist, finde ich ihn aber wunderschön. Dieses sanfte, nicht mehr ganz saubere, abgetragenen Leder im Hintergrund ist es, was diesen Duft attraktiv und interessant macht. Ihm Wärme und Tiefe gibt. Die quietschige Süße vom Anfang verwandelt sich in etwas immer noch sehr Süßes, zart Pudriges, das mir fast schon etwas arg belanglos Richtung sweeten Mainstreamduft dümpelt.( Mögest du nie endgültig dort ankommen, Frau Bianchi !) Und trotzdem. Dieser süße, ganz leicht orangige Puder verbandelt sich so zartfühlig mit der Ahnung von der ollen Lederjacke ( oder Buxe ?), dass ich diesen Süßholzraspler von Duft schon irgendwie gernhabe. Lieblos gemacht ist er nicht,Ja, wenn ich jetzt so nachschnüffele, hat er beinahe was Zärtliches.
Von Liebe zum Aufsprühen wähne ich ihn aber leider doch noch meilenweit entfernt.
Auf den ersten Eindruck ist er mir zu süß. Zuviel Süße killt meinem Empfinden nach die anderen Duftnoten, verhindert oder vermindert auf jeden Fall Spannung und Tiefgang innerhalb eines Duftes.
Ein Tick mehr vom Leder und dafür weniger Pfirsichlolli würd' ich mir wünschen.
Wie bei den neueren Kreationen der Parfumeurin üblich, hat auch diese nicht mehr so viel Wumms wie ihre älteren 'Duftkollegen". Das ist schade, aber nicht weiter schlimm.
Das ist vermutlich Kostengründen geschuldet, wie so oft.
Gibt es ein Fazit ? Nein, gibt es nicht. Um herauszufinden, inwiefern ich es hier mit olfaktorisch "sündigem Treiben', mit Liebe, oder wirtschaftlichen Wünschen, Erwägungen und Absichten von Frau B. zu tun habe, muss ich diesen Duft erst noch weitertesten.
Hübsch und tragbar ist er jedenfalls auf der ersten Riecher. Aber falls ihr ihn jetzt käuflich erwerben möchtet, strengt euch an ! Denn kaum isser da, isser auch schon wieder weg. Da dieser Duft limitiert ist/ war, muss/musste man verdammt schnell sein, um ein Exemplar zu ergattern.
Ich für meinen Teil bin ich mit 2ml ausreichend versorgt. ( Mit Dank an die unverdrossen immer wieder spannende Düfte sharende Lacrimula)
Höchstens vielleicht insofern, als dass die Ladies selber möglicherweise gerne irgendwie verrucht, verboten, anstößig,
ludrig, erotisch riechen wollen. Das wollen wir Frauen ganz sicher ab und zu.
Aber vielleicht doch nicht zwingend im Sinne von jemand, der sein täglich Brot hart als Prostituierte erarbeitet ?
Schöner wäre für mich da der Gedanke von Liebe, im Sinne von Liebe, die in Flaschen verkauft wird. Das wär' doch mal was. Sich Liebe aufsprühen. Oder halt eben zumindest etwas, in dem auf jeden Fall ganz viel Liebe drin steckt.
Da dies ein Bianchi ist,bewegen wir uns irgendwo dazwischen.
Der Anfang kätscht einem entgegen wie eine süße Kaugummiblase. Knall ! Und paff, süße Zuckerwatte, gepimpt mit künstlichem Erdbeeraroma. Dazu ein fettes Lippenstift-Bussi, von orangen Fruchtgummi- Schlauchbootlippen. Soweit ,so trashig. Und nicht unangenehm . Tatsächlich ganz witzig. Schmutziges, aber hübsches Leder lümmelt abgetragen im Hintergrund, zusammen mit aller Bianchis Mutter- Frau Iris Butter. Stell' ich mir tatsächlich für 's Überthema Rotlichtmilieu gar nicht unpassend vor, diesen Anfang des Duftes. Ist aber vollkommen egal.
F.B. hat wohl als Basis für diesen Duft "The lovers tale" gewählt.
Einen Duft den ich, Fans verzeiht mir, super eklig finde. In der Konzentration, in der er hier vertreten ist, finde ich ihn aber wunderschön. Dieses sanfte, nicht mehr ganz saubere, abgetragenen Leder im Hintergrund ist es, was diesen Duft attraktiv und interessant macht. Ihm Wärme und Tiefe gibt. Die quietschige Süße vom Anfang verwandelt sich in etwas immer noch sehr Süßes, zart Pudriges, das mir fast schon etwas arg belanglos Richtung sweeten Mainstreamduft dümpelt.( Mögest du nie endgültig dort ankommen, Frau Bianchi !) Und trotzdem. Dieser süße, ganz leicht orangige Puder verbandelt sich so zartfühlig mit der Ahnung von der ollen Lederjacke ( oder Buxe ?), dass ich diesen Süßholzraspler von Duft schon irgendwie gernhabe. Lieblos gemacht ist er nicht,Ja, wenn ich jetzt so nachschnüffele, hat er beinahe was Zärtliches.
Von Liebe zum Aufsprühen wähne ich ihn aber leider doch noch meilenweit entfernt.
Auf den ersten Eindruck ist er mir zu süß. Zuviel Süße killt meinem Empfinden nach die anderen Duftnoten, verhindert oder vermindert auf jeden Fall Spannung und Tiefgang innerhalb eines Duftes.
Ein Tick mehr vom Leder und dafür weniger Pfirsichlolli würd' ich mir wünschen.
Wie bei den neueren Kreationen der Parfumeurin üblich, hat auch diese nicht mehr so viel Wumms wie ihre älteren 'Duftkollegen". Das ist schade, aber nicht weiter schlimm.
Das ist vermutlich Kostengründen geschuldet, wie so oft.
Gibt es ein Fazit ? Nein, gibt es nicht. Um herauszufinden, inwiefern ich es hier mit olfaktorisch "sündigem Treiben', mit Liebe, oder wirtschaftlichen Wünschen, Erwägungen und Absichten von Frau B. zu tun habe, muss ich diesen Duft erst noch weitertesten.
Hübsch und tragbar ist er jedenfalls auf der ersten Riecher. Aber falls ihr ihn jetzt käuflich erwerben möchtet, strengt euch an ! Denn kaum isser da, isser auch schon wieder weg. Da dieser Duft limitiert ist/ war, muss/musste man verdammt schnell sein, um ein Exemplar zu ergattern.
Ich für meinen Teil bin ich mit 2ml ausreichend versorgt. ( Mit Dank an die unverdrossen immer wieder spannende Düfte sharende Lacrimula)
30 Antworten
Neujahrs-Veilchen
Es ist die Zeit, zwischen den Jahren, wo pflichtbewusst sich alle um die Tafel scharen.Völlerei all allerorten.
Man trägt Düfte schwerer Sorten. Leute wälzen sich zum Feste in Amber,Patch, Orangenzeste. Baden in Nelken, Zimt und Tier.Schwimmen auf schwerem Blütenschwulst einh(i)er. Räkeln sich in ihrem Wahn zum Kerzenschein in Ambroxan. Lassen's mit Sandel und Honig knallen, dass Fliegen ohnmächtig von der Decke fallen. Manch einer dünstet, man glaubt es kaum, wie sein eigener Weihnachtsbaum. Ein anderer riecht, als würd es brennen und wundert sich, dass alle rennen. Es ist die Zeit im Jahr für Pause, doch überall herrscht große Sause. Und während noch Korken und Böller knallt, sehne ich mich nach der Ruhe im Wald.
Dort wo das kleine Veilchen steht,
ganz still, und hübsch vom eignen Duft umweht. Umgeben von zartester Frühblüher-Pracht, (was Klimawandel möglich macht.) Die Bäume, noch in Winterruh' geben Holzodeur dazu.
Und wieder mal seh' ich es ein : Wahre Schönheit kann so einfach sein.
Und während laut die Böller tönen, will ich dem Purismus frönen. Nur noch ein kleines Weilchen, hier bei meinem Veilchen.
**
Es endet nun bald die Zeit der mehr oder weniger harmonischen Familienzusammenkünfte im Land, begleitet von ausufernden Festivitäten und Schlemmereien. Es naht der Silvesterabend und mit ihm die guten Vorsätze für das nächste Jahr, die nicht selten etwas mit Verzicht ( und Disziplin) zu tun haben.
Also lasst uns am verkaterten ersten Tag des Jahres die Erkenntnis auffrischen, wie gut manchmal ein einfaches Glas kühles Wasser ( evtl mit Aspirin) tun kann.
Dieses Duftschätzchen passt dazu.
Ein einfacher, klassischer Veilchenduft, leicht,frisch,harmonisch, der im Verlauf ein wenig lieblicher und cremiger wird. Leise, nie fordernd. Sooo entspannt.
.....vergriffen, leider.
Manchmal ist so was mehr als genug.
Allen einen guten Rutsch. Lasst es krachen, oder auch nicht. Und einen entspannten Start ins neue Jahr. :-)))
Man trägt Düfte schwerer Sorten. Leute wälzen sich zum Feste in Amber,Patch, Orangenzeste. Baden in Nelken, Zimt und Tier.Schwimmen auf schwerem Blütenschwulst einh(i)er. Räkeln sich in ihrem Wahn zum Kerzenschein in Ambroxan. Lassen's mit Sandel und Honig knallen, dass Fliegen ohnmächtig von der Decke fallen. Manch einer dünstet, man glaubt es kaum, wie sein eigener Weihnachtsbaum. Ein anderer riecht, als würd es brennen und wundert sich, dass alle rennen. Es ist die Zeit im Jahr für Pause, doch überall herrscht große Sause. Und während noch Korken und Böller knallt, sehne ich mich nach der Ruhe im Wald.
Dort wo das kleine Veilchen steht,
ganz still, und hübsch vom eignen Duft umweht. Umgeben von zartester Frühblüher-Pracht, (was Klimawandel möglich macht.) Die Bäume, noch in Winterruh' geben Holzodeur dazu.
Und wieder mal seh' ich es ein : Wahre Schönheit kann so einfach sein.
Und während laut die Böller tönen, will ich dem Purismus frönen. Nur noch ein kleines Weilchen, hier bei meinem Veilchen.
**
Es endet nun bald die Zeit der mehr oder weniger harmonischen Familienzusammenkünfte im Land, begleitet von ausufernden Festivitäten und Schlemmereien. Es naht der Silvesterabend und mit ihm die guten Vorsätze für das nächste Jahr, die nicht selten etwas mit Verzicht ( und Disziplin) zu tun haben.
Also lasst uns am verkaterten ersten Tag des Jahres die Erkenntnis auffrischen, wie gut manchmal ein einfaches Glas kühles Wasser ( evtl mit Aspirin) tun kann.
Dieses Duftschätzchen passt dazu.
Ein einfacher, klassischer Veilchenduft, leicht,frisch,harmonisch, der im Verlauf ein wenig lieblicher und cremiger wird. Leise, nie fordernd. Sooo entspannt.
.....vergriffen, leider.
Manchmal ist so was mehr als genug.
Allen einen guten Rutsch. Lasst es krachen, oder auch nicht. Und einen entspannten Start ins neue Jahr. :-)))
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