México,...welch ein mystisches und schönes Land.
Ein Land,mit immer noch seltsamen und okkulten Ritualen.
Rituale die bis in die Neuzeit überdauert haben,wie das Fest der Toten oder die Huldigung des Jaguargottes.
Beide verbindet etwas,es ist der Weihrauch,von den Mayas auch "Copal" genannt.
Da ich persönlich viel in México war,konnte ich bei solchen Festivitäten des öfteren dabei sein.
Diesen Geruch habe ich nie vergessen.
Dieser Weihrauch-Harz,wurde auch verbrannt bei einem sehr düsteren Riual,....bei der Opferung von Mensche,zu Gunsten des Jaguargottes der Mayas.
Makaber,aber wahr!
Copal Azur imitiert dieses Ritual und diese Feste sehr treffend.
Ein eiskalter,schneidender und kristallklarer Weihrauch,so klar wie die Klinge eines Opferdolches.
Durch die maritimen Noten des Parfums,hat man das Gefühl direkt am karibischen Meer zu sein,oder auf einem Boot.
Nach meinem Wissen kann man Copal nicht direkt zu einem Parfum mischen,es muss synthetische hergestellt werden,um es zu gebrauchen.
Es ist grandios gelungen,meiner Meinung nach.
Die kühle von Copal wird durch die Zugabe von Patchouli sehr gut unterstrichen und in die Länge gezogen,er verändert sich nicht großartig.
Aber dann doch.....!
Was Aedes de Venustas zum Schluss-Akkord des Duftes haben einfallen lassen,ist spektakulär.
Was die alten Mayas durch ihre ihre Opferungen von Menschen erreichen wollen,war in Kontakt mit ihren Gott zu treten,es war der
Jaguargott.
Und er erscheint auch als Amber,Myrrhe und Tonkabohnen-Akkord.
Es dauert eine Weile,aber dann schwenkt er in eine sehr sinnliche Wärme um.
Der Jaguargott ist jetzt da!
Ich persönlich nehme Copal Azur überwiegend im Sommer,aber auch im Winter,er unterstreicht die Kälte immens.
Dieser Duft hat eine Geschichte die man kennen muss,um ihn zu verstehen.
Er ist höchst ungewöhnlich und exzentrisch.
Ich traf mal eine Mexicanerin in Deutschland und fragte sie,wie sie mein Parfum empfinden würde,und ob es sie an ihre Heimat erinnern würde.
Sie antwortet sehr ängstlich und erschrocken,...Es riecht nach Tod,es macht mir Angst!
Man sollte lieber keinen Mexicaner damit begegnen,sie fürchten sich davor,aber auch nicht alle.
Ach, und noch was,....ich trage ihn auch immer zu meinen Opfer-Ritualen,hab da noch ne sehr lange Liste!
Adios
...endlich muss ich Dir auch hier noch eine Antwort dalassen: Schon öfter gelesen und dran erfreut, ganz tolle Rezension! Wer mag seitdem wohl aus Deinem Umfeld verschwunden sein...??
Vielen Dank für deinen feinen Kommentar. Für mich die treffendste Beschreibung dieses tollen Duftes. Bei meinem Besuch im Aedes Store in NY hat Robert Gerstner im Gespräch übrigens bestätigt, dass Copal Azur der olfaktorischen Szenerie Yucatans nachempfunden sein soll. Und er hat bestätigt, dass Bertrand Duchaufour der absolute Wunschparfumeur für dieses Projekt war.
Richtig gut beschrieben! Mit mexikanischen Ritualen kann ich leider nichts anfangen, aber das mit dem M-Opfer hat mich an die Szene bei V erinnert wo Lagertha in weiß und gold prächtig aussehend in der Nacht eben so ein Opfer dar bringt und im Hintergrund ein Kehlkopfgesang die ganze Szene unterstreicht.
Nein,ehrlich.
Der duftet wirklich sehr schön!
Ich werde sehr oft darauf angesprochen,wenn ich ihn trage.
Dieser Duft ist riechbare Geschichte.
Exzentrisch und höchst ungewöhnlich.
In den mexikanischen Kirchen riecht es bis heute noch nach Copal.
gruselig:))
Der duftet wirklich sehr schön!
Ich werde sehr oft darauf angesprochen,wenn ich ihn trage.
Dieser Duft ist riechbare Geschichte.
Exzentrisch und höchst ungewöhnlich.
In den mexikanischen Kirchen riecht es bis heute noch nach Copal.