Killer Queen = Queen-Killer: Der Name ist Programm. Der killt Königinnen. Auch ägyptische. Und weil ich gerne noch ein bisschen leben (und herrschen!) möchte, habe ich mich mit einem einzigen Test begnügt. Das muss bei diesem Duft reichen. Gut, ich übertreibe ein bisschen. Sooo schlecht ist er nun auch wieder nicht. Der Flakon ist relativ auffällig, deshalb bin ich wohl überhaupt darauf angesprungen. So ein bisschen gewollt königlich, aber beileibe nicht edel. Den könnte ohne weiteres auch der Herr Glööckler entworfen haben.
Der Inhalt ist dann so, wie ich es schon erwartet habe. Mal wieder ein süßer, fruchtiger, blumiger Allerweltsduft, von denen ich dachte, es gäbe inzwischen mehr als genug davon. Aber hänge dem ewig Gleichen ein neues, prächtiges Mäntelchen um, gebe ihm einen aufmerksamkeitsheischenden Namen, und die Leute sind geblendet. Das scheinen zumindest die Marketingstrategen zu glauben. Traut sich denn keiner mehr, auch im Mainstream mal etwas ganz Neues zu wagen? Offensichtlich nicht. Und so warte ich darauf, dass diese Fruchtig-Süß-Blümchen-Plastikpampe-Welle endlich mal abebbt.
Ja, was soll ich groß zum Duft sagen: Er startet mit Plastikbeeren und ist in der Herznote ziemlich dominant, ohne dass ich einzelne Komponenten herausriechen könnte. Um ihn nicht völlig zu verreißen, muss ich zugeben, dass er in der Basis dann „ganz nett“ ist: Warm, weich und ja, auch ein bisschen schmeichelnd. Und alle, die diesen Duft mögen werden, dürfen sich darüber freuen, dass er sehr lange hält. Was ich an diesem Duft allerdings wirklich tödlich finde, ist die gähnende Langeweile! Auch dieses Wässerchen reiht sich ein in all diejenigen, die ich so und ähnlich schon Tausend Mal gerochen habe. Nun, es ist ein „Starduft“, der sich sicherlich an weitaus jüngere Konsumentinnen wendet als ich es bin. Ich bin nunmehr 2.082 Jahre alt, habe mich dafür aber noch erstaunlich gut gehalten!
Tja, wenn man schon Königinnen killen will, dann doch bitte mit Stil. Mit dem Gift einer Königskobra zum Beispiel… Dabei fällt mir ein, ich lese gerade eine Biografie über mich selbst. Dabei schwanke ich ständig zwischen köstlichem Amüsement und befremdlichem Kopfschütteln. Unglaublich, was die Leute alles über mich erfunden haben! Wer auch nur die leiseste Ahnung davon hat, wie grauenvoll ein Tod durch Schlangengift ist, würde sich denken können, dass ich das niemals so gemacht hätte. Und außerdem würde ich dann ja wohl auch nicht mehr leben! Aber die Liz Taylor ist schon sehr dekorativ gestorben, das muss ich zugeben. Aber das ist eine andere Geschichte und wird vielleicht ein andermal erzählt. Mein Eselsmilch-Bad wartet...
"Und so warte ich darauf, dass diese Fruchtig-Süß-Blümchen-Plastikpampe-Welle endlich mal abebbt." *gg* genau darauf warte ich auch. *seufz* ich kann es einfach nicht mehr riechen. Den Flakon finde ich auch pompöös. ;-)
Ich bin ja auch kein Fan von Celebrity-Düften, aber man sollte ihnen eine Chance geben. Mit niedrigen Erwartungen hab ich ihn getestet und war doch angenehm überrascht, denn so künstlich-pappig-süß wie manch andere ist er nicht.
Finde ich alles legitim und gut mit der Materie auseinandergesetzt. Lediglich die Generalisierung von Celebrity-Düften stört mich. Aber das wurde schon oft gesagt. Auch hier ist nicht alles schlecht.
Liz Taylor konnte nicht nur schön sterben, sondern auch schöne Düfte auf den Markt bringen. Vielleicht nicht unbedingt einer Königin würdig, aber viel besser als diese Majestätsbeleidigung sind sie allemal.
Die Sternchen Düfte gehen mir auch völlig auf den Geist. Ich mag lieber die "grösser, schöner, reicher, herrschen" Düfte :-)
Lebens-Pokal für Dich ohne Königin Killer Gift und Schlangen.
Es lebe Kleo:-)
Der Kommentar mit dem Herrn Glööööckler ist Gold wert. Ansonsten auch schön geschrieben, gefällt mir. Nach der Beschreibung der Duft dann aber wohl eher nicht.
Haha klasse! *lach* Genial geschrieben. :-) Da war nie ein Tester, sonst hätte ich den auch mal Probiert. Löwe und kostbare Seife für dein Eselsmilch-Bad. Lalalala lalala lalaaaa ;-)
Lebens-Pokal für Dich ohne Königin Killer Gift und Schlangen.
Es lebe Kleo:-)