Top Rezension
Liebe, Sex und Zärtlichkeiten im Alten Ägypten: „Komm, wollen wir uns eine Stunde niederlegen, das ist gut für dich.“
L‘Ambre de Carthage ist ein knisternd erotischer, innig streichelnder, blumig holziger Ambraduft. L‘Ambre de Carthage ist als Männerduft deklariert. Dem möchte ich energisch widersprechen, die die Zeiten überdauernde feminine Anmut und Reize des Alten Ägyptens beschwörend.
Der Papyrus D’Orbiney ist ein neuägyptisches Papyrusfragment aus der Zeit um 1200 v. Chr. und ist nach einer Engländerin benannt, die ihn 1851 erworben hat. Auf dem Papyrus D'Orbiney ist die ägyptische Version des Zweibrüdermärchens niedergeschrieben (das in unserem Kulturkreis in Zusammenhang mit dem biblischen Yosef, Sohn von Ja’akow bekannt ist). Eine Episode des Zweibrüdermärchens beschreibt den Verführungsversuch einer untreuen Ehefrau.
Ein kräftiger junger Mann mit dem Namen Bata arbeitet auf dem Hof seines wesentlich älteren Bruders Anubis. Anubis hat ihn aufgezogen und ist inzwischen mit einer (im Märchen namenlos bleibenden) wunderschönen, sehr reizvollen Frau verheiratet. Bata arbeitet auf dem Gut seines Bruders und verrichtet für ihn die Arbeit auf dem Feld und im Stall. Nach dem jährlichen Nilhochwasser macht sich Bata zusammen mit seinem Bruder Anubis an die Aussaat auf den Feldern.
Als sie einige Tage später neues Saatgut brauchen, schickt Anubis seinen Bruder Bata in sein Haus zurück. Dort trifft Bata auf die schöne Frau des Anubis, die gerade nackt von ihren Sklavinnen frisiert wird. Einer Frau beim frisiert werden zuzusehen, galt im Alten Ägypten als sehr intim und erotisch. Sie schickt Bata in die Getreidekammer, um das Saatgut zu holen.
Als er schwer beladen mit dem Saatgut zurückkehrt, findet Bata sie allein im flackernden Kerzenlichte vor. Sie fährt mit ihrer Hand über seinen entblößten Oberkörper. Sie macht ihm Komplimente über seine Stärke und will ihn, in Leidenschaft entflammt, verführen. Das Papyrus-Fragment schildert dies so. Sie sprach: „Du hast große Kraft in dir. Ich sehe ja täglich deine Stärke“. Und sie wünschte, ihn zu erkennen, wie frau einen Mann erkennt. Sie stand auf, ergriff ihn und sagte zu ihm: „Komm, wollen wir uns eine Stunde niederlegen, das ist gut für dich.“
L’Ambre de Carthage riecht nach der erotischen Aura einer entkleideten Frau, durch deren dunkles langes Haar man fährt. Die man im Kerzenlicht liebkost. L‘Ambre de Carthage ist die magisch-knisternde und erregende Anziehung, die man bei einer gegenseitigen erotischen Massage verspürt.
Die warme, betörend würzige, verführerisch süßliche, aromatische, harzige Ambranote ist der rote Faden durch L’Ambre de Carthage.
Nach dem Aufsprühen von L‘Ambre de Carthage entfaltet sich der Geruch von dunkler weiblicher Haut. Besonders zauberhaft und anziehend riecht die Haut von orientalischen oder indischen Frauen, der Duft ihrer Haut riecht ungemein verführerisch, fruchtig, floral, würzig. Die frische und fruchtige Bergamotte der Kopfnote erinnert an zärtlich geküsste Wangen, die fruchtige Jasminteenote an das Liebkosen voller, dunkler Lippen.
Etwas Patschuli haucht das Licht einiger Kerzen aus, der L’Ambre de Carthage dunkelt etwas ab. Das Kaminfeuer, flackernd wie leidenschaftliche braune Augen, verbreitet den Duft von warmem Holz und holzig-harzige Noten von Labdanum.
Ein reifer, erotisch exotischer Pfirsich liebkost die dunkle entblätterte, sanfte, weiche Haut. Alsdann betört und erregt der Duft von aromatischer, würziger, süßlicher, harziger Ambra - lasziv, sinnlich, erotisch, etwas lüstern.
Die Basis, kuschelsanfter Moschus, lieblich süßliches Sandelholz und ein hintergründiger Weihrauch, ist während Stunden eher körpernah wahrzunehmen.
Die Alten Ägypterinnen waren, entgegen des gängigen Klischees, nicht im klassischen Sinne schön, aber sie waren ungemein das männliche Geschlecht reizend. Genau dieses magisch knisternde Gefühl der erotischen Anziehung und Kraft strahlt L‘Ambre de Carthage aus. L’Ambre de Carthage tragend haucht Batas Schwägerin unablässig ins Ohr: „Du hast große Kraft in Dir. Komm, wollen wir uns ein paar Stunden niederlegen“.
L’Ambre de Carthage soll 60 Jahre älter als ich sein. Ich glaube, das ist ein Schmäh. Ein derart tief erotischer, fast lasziver Duft soll 1924 auf den Markt gekommen sein? Das hätten die gestrengen Sittenwächter nicht erlaubt. Doch heutzutage darf man sich von L’Ambre de Carthage verführen lassen.
Der Papyrus D’Orbiney ist ein neuägyptisches Papyrusfragment aus der Zeit um 1200 v. Chr. und ist nach einer Engländerin benannt, die ihn 1851 erworben hat. Auf dem Papyrus D'Orbiney ist die ägyptische Version des Zweibrüdermärchens niedergeschrieben (das in unserem Kulturkreis in Zusammenhang mit dem biblischen Yosef, Sohn von Ja’akow bekannt ist). Eine Episode des Zweibrüdermärchens beschreibt den Verführungsversuch einer untreuen Ehefrau.
Ein kräftiger junger Mann mit dem Namen Bata arbeitet auf dem Hof seines wesentlich älteren Bruders Anubis. Anubis hat ihn aufgezogen und ist inzwischen mit einer (im Märchen namenlos bleibenden) wunderschönen, sehr reizvollen Frau verheiratet. Bata arbeitet auf dem Gut seines Bruders und verrichtet für ihn die Arbeit auf dem Feld und im Stall. Nach dem jährlichen Nilhochwasser macht sich Bata zusammen mit seinem Bruder Anubis an die Aussaat auf den Feldern.
Als sie einige Tage später neues Saatgut brauchen, schickt Anubis seinen Bruder Bata in sein Haus zurück. Dort trifft Bata auf die schöne Frau des Anubis, die gerade nackt von ihren Sklavinnen frisiert wird. Einer Frau beim frisiert werden zuzusehen, galt im Alten Ägypten als sehr intim und erotisch. Sie schickt Bata in die Getreidekammer, um das Saatgut zu holen.
Als er schwer beladen mit dem Saatgut zurückkehrt, findet Bata sie allein im flackernden Kerzenlichte vor. Sie fährt mit ihrer Hand über seinen entblößten Oberkörper. Sie macht ihm Komplimente über seine Stärke und will ihn, in Leidenschaft entflammt, verführen. Das Papyrus-Fragment schildert dies so. Sie sprach: „Du hast große Kraft in dir. Ich sehe ja täglich deine Stärke“. Und sie wünschte, ihn zu erkennen, wie frau einen Mann erkennt. Sie stand auf, ergriff ihn und sagte zu ihm: „Komm, wollen wir uns eine Stunde niederlegen, das ist gut für dich.“
L’Ambre de Carthage riecht nach der erotischen Aura einer entkleideten Frau, durch deren dunkles langes Haar man fährt. Die man im Kerzenlicht liebkost. L‘Ambre de Carthage ist die magisch-knisternde und erregende Anziehung, die man bei einer gegenseitigen erotischen Massage verspürt.
Die warme, betörend würzige, verführerisch süßliche, aromatische, harzige Ambranote ist der rote Faden durch L’Ambre de Carthage.
Nach dem Aufsprühen von L‘Ambre de Carthage entfaltet sich der Geruch von dunkler weiblicher Haut. Besonders zauberhaft und anziehend riecht die Haut von orientalischen oder indischen Frauen, der Duft ihrer Haut riecht ungemein verführerisch, fruchtig, floral, würzig. Die frische und fruchtige Bergamotte der Kopfnote erinnert an zärtlich geküsste Wangen, die fruchtige Jasminteenote an das Liebkosen voller, dunkler Lippen.
Etwas Patschuli haucht das Licht einiger Kerzen aus, der L’Ambre de Carthage dunkelt etwas ab. Das Kaminfeuer, flackernd wie leidenschaftliche braune Augen, verbreitet den Duft von warmem Holz und holzig-harzige Noten von Labdanum.
Ein reifer, erotisch exotischer Pfirsich liebkost die dunkle entblätterte, sanfte, weiche Haut. Alsdann betört und erregt der Duft von aromatischer, würziger, süßlicher, harziger Ambra - lasziv, sinnlich, erotisch, etwas lüstern.
Die Basis, kuschelsanfter Moschus, lieblich süßliches Sandelholz und ein hintergründiger Weihrauch, ist während Stunden eher körpernah wahrzunehmen.
Die Alten Ägypterinnen waren, entgegen des gängigen Klischees, nicht im klassischen Sinne schön, aber sie waren ungemein das männliche Geschlecht reizend. Genau dieses magisch knisternde Gefühl der erotischen Anziehung und Kraft strahlt L‘Ambre de Carthage aus. L’Ambre de Carthage tragend haucht Batas Schwägerin unablässig ins Ohr: „Du hast große Kraft in Dir. Komm, wollen wir uns ein paar Stunden niederlegen“.
L’Ambre de Carthage soll 60 Jahre älter als ich sein. Ich glaube, das ist ein Schmäh. Ein derart tief erotischer, fast lasziver Duft soll 1924 auf den Markt gekommen sein? Das hätten die gestrengen Sittenwächter nicht erlaubt. Doch heutzutage darf man sich von L’Ambre de Carthage verführen lassen.
9 Antworten


Ein wunderbarer Kommentar (auch für blonde, hellhäutige Frauen).
Du solltest wieder mehr schreiben, 'das ist gut für dich' ;-)
Gern auch androgyn. Wobei... hier verschwimmt ohnehin wo eins endet und anderes beginnt. Une sculpture en mouvement lascif.