Sanctuary von St. Clair Scents
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7.8 / 10 9 Bewertungen
Ein neues Parfum von St. Clair Scents für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2025. Der Duft ist grün-fruchtig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich.
Vergleich
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Duftrichtung

Grün
Fruchtig
Blumig
Animalisch
Zitrus

Parfümeur & kreative Köpfe

Bewertungen
Duft
7.89 Bewertungen
Haltbarkeit
8.08 Bewertungen
Sillage
7.08 Bewertungen
Flakon
7.34 Bewertungen
Eingetragen von Gandix, letzte Aktualisierung am 20.08.2025.

Duftet ähnlich

Womit der Duft vergleichbar ist

Rezensionen

2 ausführliche Duftbeschreibungen
6
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
SebastianM

53 Rezensionen
SebastianM
SebastianM
Top Rezension 16  
Ein bukolisches Bouquet
Dieses Parfüm hat offensichtlich ein Konzept, das viele Menschen erreicht. Der Duft wird mit existenziellen Erfahrungen wie Angst, Schmerz und Heilung verbunden. Mir geht das anders, ich versuche es einmal nüchterner mit einer kurzen, möglichst objektiven Einordnung.

Der Auftakt von Sanctuary ist grün, mit sanften, gedämpften Zitrusnoten und Anklängen an Lavendel und Kräuter. Dann kommt ein St.-Clair-typisches Blumenbouquet, auf jeden Fall mit Iris, auch Narzisse, vielleicht Rose - wie in einem ganz klassischen Damenparfüm. Ein wenig pudrig ist es, aber nicht staubig, und auch ein wenig herb: kein zuckriges Bouquet, sondern eher wie ein Vintage-Cologne auf Naturbasis.

Im Laufe der Zeit wird der Duft immer heuiger und wärmer. Leise Animalik taucht hier und da auf und gibt ihm ein bisschen angenehme, körperliche Substanz. Ich rieche vor allem Wachs und Honig, weiches Leder, trockenes Heu und einen Hauch von Harz. Ein dezenter Anklang von Tabak oder getrockneten Wiesenblumen kann dabei sein, aber das betrachte ich als Teil des Heus. Im ersten Viertel des Verlaufs macht sich außerdem eine gewisse Fruchtigkeit bemerkbar. Aber es sind keine klassischen Pfirsich- oder Pflaumentöne, sondern ein natürlich gärender, warm-fruchtiger Effekt. Auch das kennt man von anderen Parfüms, die diese Art von Heu-Honig-Kombination verwenden.

Zusammengefasst: Sanctuary ist ein herb-blumiges, heuig-warmes, honigsüßes, ein wenig altmodisches und dezent ländliches Parfüm. Es ist reichhaltig, aber nicht schwer. Der Duft ist leise und strahlt nur wenig ab, wirkt intim und zurückhaltend. Alles ist dicht verwoben und sehr schön.

Um Sanctuary in der Duftlandschaft zu positionieren, helfen vielleicht Bezüge zu anderen Parfüms. Mir sind eingefallen:
- Slowdive (Hiram Green) wegen des Frucht-Honig-Akkords, der an Trockenobst erinnert.
- Sables (Annick Goutal), auch wegen der Ahornsirup-Aprikosen-Note, aber vor allem wegen des trockenen Heus und Bienenwachses und der Rustikalität.
- Jicky (Guerlain) wegen der Kombination von Lavendel, Kräutern und einem warmem, leicht animalischem Unterbau. (Sanctuary fehlt die Vanillesüße und die glatte Politur von Jicky, sozusagen ein Jicky auf dem Bauernhof.)
- Dryad (Papillon) wegen des herben, grünen Narzissen-Akkordes. Aber auch St. Clair's eigenes Song of Aubrac kann hier Pate gestanden haben.
- Cuir de Russie (Chanel) wegen der Kombination aus Leder und floraler Note. Das Leder in Cuir de Russie ist allerdings weniger zart als in Sanctuary, und Sanctuary hat auch keine Aldehyde.

Die Summe Sables + Jicky + Dryad + eine Spur (aldehydfreiem) Cuir de Russie + ein Schuss extra Honig klingt viel chaotischer als Sanctuary wirklich ist. Trotzdem kann sie einem schon eine ganz gute Vorstellung von dessen Charakter geben. Ich mag Sanctuary sehr! Das sollte niemanden überraschen, denn ich bin als Fan von Diane natürlich voreingenommen.
20 Antworten
7
Sillage
9
Haltbarkeit
9
Duft
Skydiver19

52 Rezensionen
Skydiver19
Skydiver19
Top Rezension 23  
lieber allein, als ...
Lieber allein,
als unverstanden sein.
Verzerrte Vorstellungen
durch Menschen,
bittere Rechthaberei,
die mich durchdringt,
falsche Bilder sich eingraben,
bis meines
vollends entrinnt.
Mein Wesen ausradiert.
Wer bin ich?

Lieber allein,
als unverstanden sein.
Einsamkeit unter Menschen
treibt Nägel in ein Herz,
das sich verströmen will.
Existiert es doch nur,
wenn Andere es sehen,
dass seine Pforten aufgehen.
Dunkler Schmerz,
wenn Misstrauen
diese Öffnung mit Füßen (zu)tritt.
Herz, wofür lebst du?

Lieber allein,
als unverstanden sein.
Im Alleinsein finde ich Halt.
Bin mir nahe, immer näher,
getragen vom Lied
einer lautlosen Stimme,
die in mir einmal sang:
"Geh aus, mein Herz,
und suche Freud..."
der Text geliehen,
die Liebe zwischen den Zeilen
überwältigend.
Ich bin die ich bin.

Nicht mehr allein.
Gesehen und verstanden,
durch Etwas tief in mir.
Das alles enthält.
Nichts mehr mir fehlt.

-----------

Duftverlauf
Gleißende, räumlich unendlich scheinende Helligkeit, bald weich eingefangen und leicht cremig gerahmt. Hellgrüne Cremigkeit wird daraus, eine Herzcreme, die Liebeslieder kennt. Die Lichtseele zeigt sich. Und es bleibt Zeit zum Lauschen und Genießen.
Sie steigt allmählich hinab ins Innere des Menschen, orientiert sich sachte und begegnet hier und da leichter Bitternis. Immer noch cremig, wie frühlingsfrische Blattknospen, kurz bevor sie sich öffnen. Auch diese Phase lässt sich Zeit, bevor die Duftakkorde sich weiter verdunkeln. Es bleibt noch kurz weich, bis erste Disharmonien in Erscheinung treten. Sie kommen mit harzigem Ernst und mit Gewicht. Der gefühlte Innenraum verengt sich. Und verdunkelt sich weiter.

In der entstandenen Enge zeigen sich bald leichte, helle florale Noten, die mit dem harzigen Ernst dynamisch interagieren. Mal tritt die eine Komponente in den Vordergrund, mal die andere. Allmählich entwickeln die harzigen Noten scharfe Kanten und graue Rauchigkeit - sehr subtil, aber dennoch spürbar. Es ist wie ein Kampf zwischen zwei unversöhnlichen Lagern. Und das agressivere hat gerade die Nase vorn.

Doch dieser Vorsprung ist nicht in Stein gemeißelt. Zufriedenheit im Erfolg macht nachlässig, und so können balsamische, fast blütenweiche Noten auf leisen Sohlen das Geschehen infiltrieren. Es ist, als würde sich ein weicher Mantel aus Hoffnung über die Wunden legen. Ihnen Zeit geben zu heilen. Und es ist, als würde dieser heilende Mantel ein Liebeslied für verletzte Seelen singen. Hingebungsvoll absichtslos. Falten im Herzen werden geglättet, und es gewinnt seine Größe zurück, strahlender denn je.
Nun möchte man die Zeit anhalten, diesen Moment des Wiederaufrichtens festhalten, genießen, sich an ihm satt freuen. "Geh' aus, mein Herz, und suche Freud'," singt es aus allen inneren und äußeren Poren, ein Kanon, und die ganze Welt stimmt gefühlt mit ein...
Und wie alles im Vergänglichen, ist auch dieser Prozess nicht ohne Ende.

Thematisch kehren wir im Leben zu Ausgangssituationen zurück und glauben, dass sich nichts geändert hätte, trotz aller Lektionen und Bemühungen. Dabei ist nur unsere bewusste Wahrnehnumg sensibler geworden, welche die Erlebnisse in kontrastreicheres Licht taucht.
Wie die meisten Entwicklungszyklen im menschlichen Geist, verweist auch dieser Duftverlauf auf einen Zyklus. Nach der langen, sinnlichen Genussphase zeigen sich erneut bitterharzige Akkorde. Sie scheinen aber nicht mehr so nahe an uns heranzutreten, mahnen nur aus der Ferne: Wachsam bleiben! Nichts, was Du (im Geiste) erwirbst, ist von Dauer. Es will immer wieder aufs Neue erworben werden.

Dieser Duft ist eher leise unterwegs, trotz seiner Dichte. Er ist niemals zu viel, lässt unserer Sensibilität Raum sich zu öffnen, um allen Botschaften bis in ihre vielfältigen Winkel zu folgen.
38 Antworten

Statements

4 kurze Meinungen zum Parfum
DuftessaDuftessa vor 1 Monat
7
Sillage
7
Haltbarkeit
7
Duft
Bitter-Süßes
Wachs-Tum
-
Fragen!
-
Tausend Schichten abgetragen
Unter den Lagen lagen Lagen
und nichts.
-- -- --
Ba-damm, Ba-damm, Ba-damm
8 Antworten
ElAttarineElAttarine vor 1 Monat
7
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
honigpollenzitrussüße dunkle Bitternis
Hoffnung öffnet Fenster ins Grüne
Moschuserinnerungen schwerer Zeiten
flüsternde laute Stille
Heilung
91 Antworten
Skydiver19Skydiver19 vor 1 Monat
7
Sillage
9
Haltbarkeit
9
Duft
Seele hell
Psyche schwer
Atem ernst
Stiche im Trost
wo ist Halt?
hell bitter
die Antwort
führt auf Weg
zu Selbstannahme
Psyche+Seele
hell++)
36 Antworten
GandixGandix vor 1 Monat
9
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Eine bezaubernde Seele
Nackt
Schutzlos
Verletzt
Hell und Dunkel
Liebe und Zerstörung
Es bleibt der bittere Geschmack der Angst im Moschus.
61 Antworten

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
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