Hailam Kilam Ensar Oud
19
Top Rezension
50 Shades of Oud
Als jemand, der schon einige Ouds genießen durfte, setzt man eine gewisse Holzigkeit (fortwährend) und Ledrigkeit (häufig nach vielen Stunden) voraus. Was sich hier allerdings darbietet ist eine angenehme Überraschung.
Empfangen wird man von einem erdigen Pflaumenmus. Es sind die Früchte, die bereits vor Überreife freiwillig vom Baum gefallen sind und sich dann dort mit dem Humus verbinden. Nach nur wenige Minuten wird man zu changierenden dunkleren Brauntönen getragen, die an die Maserung von Akazienholz erinnern und durch Röstaromen die Assoziation an verbranntem Karamell und Mahagoni hervorrufen.
Erst nach weiteren Stunden findet eine Rückführung zur anfänglichen Fruchtigkeit statt. Der Dunst von dunklem Rotweine auf dem zerfurchten Boden eines alten Eichenfasses wabert empor, bis dieser verdunstet ist. Dann wird dieses Fass aus dem Keller getragen und in die Sonne gestellt, um zu trocknen. Das Holz entlässt die Fermente des Weines und offenbart sich zunehmend, begleitet von einem Hauch von Honig.
Dieses wertvolle wilde Oud hebt die meisten Vorstellungen von Oud aus den Angeln, ohne dabei die generelle Erhabenheit seines "Stammes" zu verraten. Es verhält sich wie ein schweres, natürliches Parfüm mit allen Rot und Brauntönen, die man sich nur wünschen kann. Im Gegensatz zu den meisten Ouds, dich ich bisher testen konnte, entbehrt dieser edle Tropfen nahezu jeder Rauigkeit. Er ist stehts seiden, ölig und glatt. Einzigartig, was die Natur in nur einer Ingredienz vermag zu vereinen. Für die Nachbildung durch Menschenhand wird das unerreichbar bleiben.
Vielen Dank an PallasCC für diese wundervolle Reise und Erweiterung des Dufthorizontes. ♥
Empfangen wird man von einem erdigen Pflaumenmus. Es sind die Früchte, die bereits vor Überreife freiwillig vom Baum gefallen sind und sich dann dort mit dem Humus verbinden. Nach nur wenige Minuten wird man zu changierenden dunkleren Brauntönen getragen, die an die Maserung von Akazienholz erinnern und durch Röstaromen die Assoziation an verbranntem Karamell und Mahagoni hervorrufen.
Erst nach weiteren Stunden findet eine Rückführung zur anfänglichen Fruchtigkeit statt. Der Dunst von dunklem Rotweine auf dem zerfurchten Boden eines alten Eichenfasses wabert empor, bis dieser verdunstet ist. Dann wird dieses Fass aus dem Keller getragen und in die Sonne gestellt, um zu trocknen. Das Holz entlässt die Fermente des Weines und offenbart sich zunehmend, begleitet von einem Hauch von Honig.
Dieses wertvolle wilde Oud hebt die meisten Vorstellungen von Oud aus den Angeln, ohne dabei die generelle Erhabenheit seines "Stammes" zu verraten. Es verhält sich wie ein schweres, natürliches Parfüm mit allen Rot und Brauntönen, die man sich nur wünschen kann. Im Gegensatz zu den meisten Ouds, dich ich bisher testen konnte, entbehrt dieser edle Tropfen nahezu jeder Rauigkeit. Er ist stehts seiden, ölig und glatt. Einzigartig, was die Natur in nur einer Ingredienz vermag zu vereinen. Für die Nachbildung durch Menschenhand wird das unerreichbar bleiben.
Vielen Dank an PallasCC für diese wundervolle Reise und Erweiterung des Dufthorizontes. ♥
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@Mosaik: Es ist ein Öl aus einem Holz aus Hainan Provinz in China. Das Auftragen hängt davon ab, was man bezwecken will. Zum Studieren wird ein Tropfen auf die Handoberfläche aufgetragen. Immer tupfen, nie reiben.