Gandix

Gandix

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1 - 5 von 172
Gandix vor 28 Tagen 33 55
10
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
8.5
Duft
A letter to someone
Es macht keinen Sinn, dir Briefe zu schreiben.
Du willst meine Liebe nicht.
Nicht jetzt...
Und dann ist es eh zu spät...
Eine goldene Träne sucht sich den Weg die Wange entlang.

Der Laubwald wiegt sich sanft
im goldenen Spätherbstlicht,
flüstert mir voll Melancholie
sein Indian-Summer-Lied...
Das Licht der Orangensonne
es bricht...

Es bricht...
in Scherben aus Bernstein,
malt funkelnde Zimtsterne,
wie ein Kaleidoscop
aus braunrotgoldorangenen Farben.
Sie glänzen und summen
Chrystal lullabies...

Weißt du noch, als wir sie unseren Kindern sangen?
Du hattest Schokoflecken auf deinen Lippen.
Wie sehr ich dich liebe...
Es ist so still...

Es ist so still...
Nur das Rauschen der Blätter,
und die Luft erfüllt von würziger Balsamik.
Ab und zu summt noch eine Biene.
Ein Specht klopft und
hämmert...
Kleine Holzbrösel fallen zu Boden,
wie das Schwinden des Herbstes...
Wie ein letzter Atemhauch...

Die Sonne steht tief, taucht den Wald
in ihr goldenes Licht...

Ein Freund ist gegangen...
Das wollte ich dir eigentlich erzählen...
Aber vielleicht muss das nicht ich tun...
Irgendwer wird es dir schon sagen ...
Der Herbst umschließt uns...
So fern ist der Winter nicht...
Und seine Kälte...

Die Sonne steht tief,
taucht den Wald in ihr goldenes Licht...

Und das letzte Blatt fällt...
wiegt sich im Wind...
Schmiegt sich ein letztes Mal ans Leben...
Und dann ist es still....
55 Antworten
Gandix vor 2 Monaten 40 75
6
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
8.5
Duft
Dem Sternengewölbe entgegen
Phänomenale Blumen
in traumschönem Grün
Bienenwachstropfen
Zibet weint Ylangtränen
Ihr goldsamtiges Fell hebt und senkt sich im Chypreschlag

Zibet weint, weil dieser betörend-schöne Auftakt so schnell vergeht.
Die beständige Basis ist Ylang/Zibet-betont,
mit nur geringer Animalik, dafür von so unglaublicher Weichheit, wie das früher in uralten Vintagedüften war.
Basierend auf einem wunderbaren Chypre-Gerüst, mit goldenem Bernstein-Amber unterlegt.

Ein Duft zwischen Sucht und Tränen.

Die 9 weil ich mich aufrege, dass dieser unglaubliche Auftakt auf meiner Haut nicht länger bleibt, obwohl mir auch die Basis wahnsinnig gut gefällt.
Der Punkt Abzug aber auch, weil die Dosierung eine Gratwanderung ist.
Ein wenig zu viel und diese tollen Blumen werden kurzzeitig (vielleicht 5 Minuten) fast muffig,
und diese überaus anziehende Animalik wird für wenige Minuten derb.
Für mich ein Duft wie früher zum auf die Pulspunkte tupfen, und so faszinierend, dass ich Richtung 10 tendiere.
Weitere Tests sind dringend nötig.

Nachtrag... Wenn der Duft schon fast weg ist, bleibt so ein ledriges Grundrauschen zurück.
Ich überlege schon ne ganze Weile, was den so anziehend macht.
So ein Haut-Ledergefühl, sowie Moos, das da ist, aber auch wieder nicht.
Jetzt lehne ich mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte...
Der riecht, als wäre ein Mousse de Saxe Akkord verwendet worden, oder zumindest etwas kreiert, das dem sehr nahe kommt. Einfach unglaublich.
75 Antworten
Gandix vor 3 Monaten 41 76
10
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
7
Duft
Die Hoffnung stirbt nie
Ozon
Die Erde ein blauer Ball...
Selbst wenn die Welt 1000 grüne Tränen weint,
bis das Wasser cremige Wellen über das Land trägt...
Erde zu Lehm wird und nach Mitti riecht...
Steinwüsten
Geosmin schwitzen...
Blüten im blasssilbrigen Dunst der sterbenden Sonne zu Eis erstarren...
im Raumschiff ein Duft nach Gestern schwebt...
Damals - Erinnerung...
Menschen verloren im All...

Doch Hoffnung stirbt nie

Wenn leise ein erstes fluffiges Wölkchen seine Bahn zieht...
eine Moosflechte sich frech über einem Stein ausbreitet...
ein Bienchen, noch schwach, nach Nahrung sucht...
(Wo hatte es sich nur versteckt?)...
dann komm ich nach Haus...
fühl mich warm und geborgen im sanften Grün-Braun...
und oben drüber ist es immer noch blau.

Diane macht sich viele Gedanken über die Auswirkungen der Umwelteinflüsse auf die Ökosysteme der Erde, möchte in diesem Duft die Schönheit dieser Ökosysteme zeigen, sowie deren Zerbrechlichkeit. Das ist ihr ganz wundervoll gelungen. Für mich ist es ein Duft voller Hoffnung geworden. So besteht der Duft aus 7 Duftakkorden, manches davon kann ich riechen, anderes nicht. Zum Beispiel fällt es mir schwer, die einzelnen Blumen auszumachen, doch es sind sehr kühle Blumen, fast schon unnahbar.
Oberflächlich betrachtet ist es ein ausgesprochen grüner Duft, mit deutlich Ozon, schon fast stechend im Auftakt, der auch cremige Noten aufweist.
Geht man in die Tiefe, ist er ungeheuer spannend, und zeigt sehr viele Facetten. Es ist mal wieder ein Duft, bei dem ich umso mehr entdecke, je weniger ich auftrage. Sprühe ich mehr, dann ist auch mir das Grün und das Ozon zu prägnant.
In jedem Fall aber spannend zu testen.
76 Antworten
Gandix vor 9 Monaten 60 81
6
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Die unzüchtige Hexe
Schimpft jetzt bitte nicht mit mir. Das ist, was Stora Skuggan zu dem Duft suggeriert.

Angelika, die unzüchtige Hexe
überkamen ganz seltsame Triebe.
Zu ihrer Erlösung dacht sie, es wäre gut, wenn sie sich
an einem Schierling-beschmierten Besenstiel riebe.

Belladonnaglut in ihren MarzipanAugen,
flitzt sie wie irr auf ihrem Gefährt durch den Hemlockwald.
Die Nachbarschaft weint aus Angst bitter-salzige
TuberosenTränen alsbald.

Der Stil aus formals warmen Holz,
fing beim Bremsen auf der Patcherde Feuer.
Das war selbst der Hex nicht mehr ganz geheuer.

Erschöpft liegt sie jetzt am Boden,
Ihre Haare von Flechten durchzogen.
Ihre Gerätschaft vom Flug arg
ramponiert,
nun den Eingang zum Hexenhaus ziert.

Und die Moral von der Geschicht,
Schmier auf nen Besenstiel Hexenflugsalbe gar nimmer nie nie nicht.

So oder ähnlich könnte man sich das vorstellen, wenn man
die Zeilen von Stora Skuggan liest.

Am Ende ist es ein recht würziger, etwas süßer, mit leichten Bitterstoffen durchzogener Waldduft. Ein Wald für den Massentourismus, aber durchaus angenehm zu tragen.
Die Pilze wurden wohl von den Menschenmassen zertrampelt. Die finde ich hier nicht.

Der Duft gefällt mir schon sehr gut, auch so. Aber die Erwartungen nach etwas Aussergewöhnlichem wurden dennoch etwas enttäuscht.
81 Antworten
Gandix vor 9 Monaten 48 77
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
7
Duft
Die geheimen Leidenschaften des Barbapapa
Als mir neulich unsere Seejungfrau die verschiedensten Zuckerwatten für ihr Bild zeigte,
musste ich unweigerlich an die Kinderserie Barbapapa denken.
Nicht nur weil Barbe a Papa der französische Begriff für Zuckerwatte ist
(die Apostrophe dürft ihr euch dazu denken, die finde ich am Handy nicht, und eigentlich kann ich mir die eh nicht merken),
sondern auch weil das genauso kunterbunt aussah, wie die Barbapapas...
Nun gut...
Die Rosafarbene Papa-Watte hat es nicht
aufs Bild geschafft.
Die schmeckte bestimmt nach Erdbeere, das ist nicht im Duft. Deshalb wurde sie lieber gleich aufgefuttert...
Ja, hätte die mal nach Johannisbeere gerochen, dann wäre sie mitfotografiert worden...

Also heute kam dann der Duft...
Ganz ehrlich...
Die bibergeile Barbamama hat auch schon bessere Tage gehabt...
Der Funke will zu Barbapapa einfach nicht überspringen....
(Und zu mir irgendwie auch nicht...)
Er lächelt dann einfach süß ihre Annäherungsversuche weg...
Ihm ist Angst, weil eigentlich haben sie genug Kinder, eine ganze Lux - uriöse tropi-fruity-bunte Kinderschar.
Nur Calm sind sie nicht.

Argwöhnisch zieht Barbamama irisiert eine Augenbraue hoch...
Sein rosa Anzug riecht ja irgendwie doch nach Erdbeere...

Seeeejungfrau.... Spuck mal die Erdbeerwatte wieder aus..
Das war Papa's Anzug...

So eine 'Divine Person'...
Dabei sind in seinem Schlauch auch nur alte Säfte...
Wütend cremt sie ihren Iris-Pelz und räumt das Plastikspielzeug der Kinder auf.
Was für ein Saustall.

Aber das viele Plastik beruhigt sie... Das Baby ist wach und sie gibt Barbakus Bussis aufs bepuderte Popöchen.
Barbarella kommt von der Schule heim,
von weitem riecht sie ihre Lilavendel-Gutelaune...
Ihr Ärger über Barbapapa ist verflogen...

Irgendwo im Haus kullern noch ein paar Plastikerdbeeren rum...

**

Als kurze Zusammenfassung:

Am Sprüher riecht der Duft extrem süß, und die Frucht nehme ich überwiegend als Erdbeere wahr.
Auf Haut ist er zum Glück nicht gar so übersüsst,
trotzdem süß genug, dass die Assoziation mit Zuckerwatte gut passt.
Der typische Bianchi-Irispelz ist deutlich, und halt einfach nix Neues mehr.
Genau so wenig, wie die deutliche Anlehnung an Divine Perversion mit der Erdbeere, und an Luxe Calme Volupte mit den Puderfrüchten.
Was ich hier extrem habe, ist eine starke Plastiknote,
dafür kaum Rauch.
Plastik schmilzt ja auch nur ;)
Auch die Süße bleibt im ganzen Verlauf erhalten.
Lavendel bleibt sehr weit im Hintergrund.
Davon hätte ich gern etwas mehr...
Oud rieche ich nur sehr diffus und nur für ganz wenige Minuten.
Wo für mich in Byzantine Amber ein Streifzug durch ihre besten Düfte stattfand, ist das hier ein Mischmasch ihrer Belanglosesten.
Schlecht und uninteressant ist er trotzdem nicht, aber auch alles andere, als ein Highlight.
77 Antworten
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