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Minigolf

Minigolf

Rezensionen
11 - 15 von 2565
Ist das denn jetzt "Nische"!?
Dämliche Frage? Vielleicht- vielleicht auch nicht! Wer weiß...
Doch mit 21% Parfumanteil (Extrait) würde ich glatt auf JA tippen, auch wenn es preislich beinahe zu den "Cheapies" gehört. Doch es könnte auch glatt ein "Lutens" sein.
Als erstes rieche ich Rosen. Alte Sorten Wildrosen- von herb-blumig bis pudrig-blumig, bisweilen gar "grün" und "fruchtig". Heiß umhüllt von Safran- kühl gewürzt mit Pfeffer. Ambivalenz und wechselvolles Parfum-Herz. Aufkeimen holziger Akkorde- tief, dunkel und mitunter erdig. Und warmer, runder "flüssiger Bernstein"- Harze prähistorischer Koniferen- balsamisch, vertiefend.
Duft gewordenes Eintauchen in alte Wälder und historische Wildrosen-Rabatten. Englische Landschaftsparks und gleichzeitig "orientalisch"...reich an Finessen, nicht ZU süß- wandlungsfähig , lang anhaltend- gut abstrahlend- kein "zu viel" an Schwere- auch nicht zu leicht.. Ist das denn jetzt "Nische"? Aber klar!
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Minzbetontes Frischecologne
Da bin ich der aktuellen Jahreszeit weit voraus mit diesem Frischling... der gehört eher in die warmen Monate. Wie Hochsommer, bei 30°C im Schatten. Dann tut die dominierende Minze erst so richtig ihr wohltuendes Werk. Spritzige Abkühlung! Limettig im Abgang nimmt sie grün-würzige Wacholderbeeren auf und gibt ihr etwas holzige Tiefe. Fein ziseliertes, erdnahes Patchouli lässt an schattigen Wald denken. Die qualitativ hochwertig anmutenden Aromen strahlen subtil ab. Gerade stark genug, um seine Umgebung in etwa 2 Metern Umkreis an ihren Wohlgerüchen teilhaben zu lassen.
Doch das reicht in der Regel bei Hitze, bei kühleren Temperaturen wäre das wohl etwas zu "kurz", obwohl das Cologne gute 5 Stunden anhält. Doch der pure Duft als solcher riecht für meine Nase einfach wunderbar!
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Mischmasch- bunt. In wunderbar-würzig!
Ei, was haben wir denn da schon wieder blind ertauscht?!! Und schon der Flakon, in schlichtem Mattglas, hoch oval, erinnert mich an was ganz Bestimmtes. Das zu raten ist nicht schwer, nicht so schwer wie das Flascherl... Genau! Der gute, alte Acqua di Giò pour Homme Eau de Toilette in Bestform, vor der Verdünnung.
Und der Inhalt? Fast wie der Genannte Bekannte, nur NOCH würziger! Es beginnt schon frisch und bunt. Alle möglichen Zitrusfrüchte, Bitterorangenblüten- etwas Jasmin (der "Grüne").
Dann würzt und blümt es bunt im Reigen. Kraut & Rosen- Muskat & Veilchen, pfirsichsaftige Meeresluft, in Koriander gehüllte Freesien... Ein herrlicher "Mischmasch", der dennoch fein zusammen harmoniert.
Wenn sich dann noch patchoulisiertes Eichenmoos und geamberte Zedern dazu gesellen, hat mich der Duft nun so richtig am Wickel! Hier wurde was richtig Großartiges zusammengebraut, aber leider nie "an die große Glocke" gehängt. DER begeistert mich- im Gegensatz zum aktuellen "Original". Das nur "ganz gut" ist. Dieser "Alhambra" ist super-gut!
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... und zimtig stäubt es durch die Nacht...
Ein "Gewürzwurzen", der es in sich hat! Kraftvoll, dunkel (nicht düster) und vor allem besonders!
Zimtiger Safran im Muskatnussmantel kommt mir zuerst entgegen. Raukörnig, etwas scharf-warm.... und wenn es eine Farbe gibt, die haargenau passt, dann tiefes Dunkelrot. Nach einiger Zeit lassen sich herb-grasige Facetten erkennen, Spielarten von "wurzelig-erdig" über "grasgrün" bis hin zu "balsamisch".. und "wechselwarm" die Temperaturen. Schleichend stiehlt sich Oud in die Nase, begleitet von hellerem Zedernholz und geringen, aber wahrnehmbaren Spuren von Vanille. Dann, wie herbeigezaubert, dunkles Patch, das sich schließlich mit dem kräftigen Zimt verbindet-- und die Hauptakzente setzt, ohne die "Vornoten" ganz zu verdrängen. Genau DAS ist es- Zimt mit Patchouli, was den Duft sehr besonders macht!
Stäubend flirrt es würzig durch die Nacht- niemals zu süß- gut abstrahlend- doch nicht aufdringlich.
Ein Parfum, das es auch mit "Nischendüften" aufnehmen könnte. Absolut zu empfehlen für die dunklere Jahreszeit :-))
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Britisches Statement in Erdig-Würzig
Dass die Briten klasse Düfte machen können, weiß ich schon lange.. Etliche "Penhaligons" und "Floris"- Die "Woods of Windsors" und "Old Bond-Streets" beweisen dies! Doch das Haus "Murdock" war mir bisher völlig unbekannt.
Mit diesem "Patchouli" habe ich ein wahres Prachtexemplar an erdig-würzigem Wohlgeruch unter der Nase! Er beginnt schon recht rau und zartbitter mit Untertönen herber Zitrusfrüchte und "dunklen" Gewürzen. Frisch-scharf der Pfeffer, aromatisch-erdig der Muskat.
Doch ganz so rack und rau bleibt es nicht. Frische Blüten weben feine Bänder hinein- ohne allerdings süß oder gar lieblich zu duften. Die setzen minzig-rosig- grün-jasminige Akzente, die sehr stimmig sind.
Langsam, aber sicher vertieft sich das lang anhaltende Parfum in erdig-rauchige Gefilde. Zuerst gibt das Patchouli seine irdenen Töne wie ein Echo von Waldböden zum Besten.
Der gut wahrnehmbare Weihrauch reiht sich ein, hier in Verbindung mit dem Pfeffer besonders interessant. Moos und Sandelholz tauchen alles in ein mildes, balsamisch-harziges Licht. Und tintiger Birkenteer schließt letztlich die Reihen.
Hier kommen Freunde und Liebhaber tiefertöniger Düfte wahrlich exzellent auf ihre Kosten. Es setzt ein britisches Statement der ganz besonderen und eigenständig-eigenwilligen Art- Herrlich!
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