Thadl68Thadl68s Parfumkommentare

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24.12.2017 18:44 Uhr
8 Auszeichnungen
Ach was soll`s...
Ich hau noch einen raus...ist ja schliesslich Weihnachten.

Frohes Fest an alle!!!

Das Intro ist wunderbar fruchtig.
Richtig lecker.
Saftig und zum Reinbeissen.
Orange und Hyazinthe dominieren bei mir.
Aber unisex? Hm...
Ich bin ja sehr lax in der Beziehung, aber an einem Mann?
Isch wees ned…

Der Duft verdichtet sich und wird nun richtig cremig.
Das ist sicher die Orangenblüte, meine Angstgegnerin.
Hier gefällt sie mir, wie sie mit den anderen Noten verwurstelt wurde.
Man kann sie sehr deutlich herausriechen.
Generell muss ich den Leuten von Les Senteurs Gourmandes speziell in diesem Fall ein Kompliment machen: man kann die aufgeführten Duftnoten alle sehr gut wahrnehmen.

Es gesellt sich eine ganz leichte marzipanige Note dazu, die ich der Mandel zuschreibe.
Dennoch wird es nicht zu süss, denn das Sandelholz bremst.
Trotzdem süss-fruchtig genug um wie gesagt an einem Durchschnittsmann etwas zu la-vie-est-bellig zu wirken, aber das ist ja alles relativ und Geschmackssache.
Die Vanille ist jetzt auch da und verstärkt die Cremigkeit.
Gefällt mir wirklich gut.
Aber man bekommt von allem sehr viel!
Jetzt kommt noch eine Pudrigkeit ins Spiel.
In dem Stadium und bezogen auf die Pudrigkeit sehe ich durchaus eine deutliche Nähe zu Guerlain.
Oder eben zu anderen blumig-pudrigen Klassikern.
Toll! Echt leckerer Duft.
Hat wirklich was von Strandurlaub, verbreitet auf jeden Fall gute Laune und ist generell ein “positiver” Duft.
In Farben ausgedrückt: Orange oder Gelb oder Rot.
Grün oder gar dunkel ist hier nichts.
Die Duftintensität ist schon ordentlich, der Duft ist kein Leichtgewicht.
Die Haltbarkeit lässt auch nichts zu wünschen übrig.
Den Flakon finde ich persönlich schön schlicht, wie bei allen Düften dieser Marke.
Gefällt mir.
Mit Vanille Monoi gibt es noch einen anderen Duft von Les Senteurs Gourmandes, der das Urlaubsthema aufgreift, aber bei dem wurde etwas übers (Kokos-Sonnnencreme-Ambre Solaire)-Ziel hinaus geschossen.
Der kann auch schonmal stressen.
Amande Fleurie ist intensiv, aber nie over the top.
Ganz klarer Frühlings-, vorzugsweise Sommerduft!




24.12.2017 10:39 Uhr
4 Auszeichnungen
Was ich initial rieche:
Rose mit alkoholischem Unterbau.
Das ist wohl der Whiskey.
Kann leider nicht mitreden, hab´s nicht so mit Trinkethanol.
Schon gar nicht mit dem harten Scheiss…
Beschwipster Anfang, der dadurch auch eine schöne Frische und Schärfe ins Spiel bringt.
Ein Mittelteil, in dem die Rose sich weiter öffnet und erblüht, bis zur majestätischen Grösse.
Rise of the Rose sozusagen.
SO macht man das. Nicht kleckern, klotzen!
Aber dennoch niemals verspielt oder zu feminin (was nicht schlimm wäre, aber der Marketingleiter hat dieses Parfum nun mal L´Eau de Parfum 20 for men genannt.)
Wie lange habe ich auf so eine “Männerrose” gewartet!
Ich bin sehr angetan.
Von Anfang bis Ende ist sie präsent. Toll!
Seit Jahren sehe ich die Massenhuldigung von Lumiere noir pour homme kritisch.
Wo war da die Rose nochmal?
Unter dem zimtig süssen Duftteppich?
Vom Staubsauger verschluckt, als man den Duftteppich mal gesaugt hat?
“Kurkdijans Meisterstück”, wie jemand es betitelt hat, war eine herbe Enttäuschung für mich.
Ich sehe nicht wo da die Leistung ist, wenn man die Rose so versteckt und übertüncht, dass man sie förmlich suchen muss. Es sei denn es war nicht seine Intension die Rose in diesem Duft ins Zentrum zu stellen und man vermittelt mir nur durch die Kommentare, dass dies so sein sollte.
Ganz anders bei Lumiere noir pour femme. DA gibt es Rose satt.
Aber wie auch immer...
Hier bei Korres jedenfalls hat man die Rose genommen, ins Zentrum gestellt und gekonnt in Szene gesetzt.
Ich habe vor einiger Zeit für mich in Collection Extraordinaire - Rose Velours
einen wunderbaren Rosenduft für mich gefunden. Es kratzt nichts, sehr rund, eine wundervolle Rose. Dennoch braucht es schon etwas Selbstbewusstsein zum Tragen als Mann, denn der Duft ist durch Honig und Iris schon ein wenig “romantisch unterwegs”.
Bei Korres jedoch bleibt dir Rose tough. Durch Amber kommt nun langsam eine leichte Süsse dazu, die aber eher dafür sorgt, dass der Duft mehr an Volumen gewinnt, wärmer und runder wird. Alles im positiven Sinne.
Es würde mich nicht wundern, wenn da auch Hölzer zu den Rosen gelegt worden wären, denn holzige Elemente rieche ich auch. Im Fond werden sie sogar präsenter und sägen etwas am Rosenthron. Noch ein Punkt bezüglich Männertragbarkeit.
Auch hat der Duft Momente, die mich leicht an Au Masculin denken lassen (Süssholz?!)
Insgesamt ein toller, dunkler, leicht mystischer, erwachsener Duft der jedoch sicher von beiden Geschlechtern getragen werden kann.
Kein at home Duft. Dress up for this!
In meinen Augen ganz klar ein Ausgehduft, da keinesfalls ein Mauerblümchen, sondern eine stolze, mächtige Rose, die zeigt, wer hier die Bossin ist!
Duftintensität gut und Haltbarkeit bei 6 Stunden.


23.12.2017 18:43 Uhr
4 Auszeichnungen
Nach dem Gewürzkracher Costes Red, war ich sehr gespannt, wie der zweite Duft dieser Marke wohl riechen würde.
Also frisch ans Werk.
Kurz zeigt sich in der Kopfnote die Rose.
Schon massiv flankiert von holzig-zimtigen Noten.
Süsslich-holzig-blumig ist dadurch der Auftakt und sofort ist der Duft da - es gibt keinen wirklichen Duftverlauf.
Ich rieche nun eine ganze Weile einen warmen Duft voller Zimt, der trotz des Guajakholzes und der anderen Assistenten süss bleibt, aber wohlig süss, einfach rund.
Der perfekte Duft um vor einem Kaminfeuer mit seinem Lieblingsmenschen und einer Tasse heisser Schokolade von der Magie der Flammen verzaubert zu werden.
Ein Duft für den speziellen Moment.
Costes 2 ist wie eine weiche, warme, hochwertige Decke, die sich um einen schlingt und Geborgenheit und Wärme spendet.
(Merkt man, dass ich den Duft mag? Geringfügig wahrscheinlich...)
:-)
Extrem unisex kommt er daher und ist meiner Meinung nach ein reiner Winterduft.
Ich finde der passt nicht mal in den Herbst, denn durch seine wärmenden Eigenschaften und diesem “comforting”, wie es im Englischen so schön heisst, braucht es hier definitiv Winter, vorzugsweise verschneiten Winter.
Aufdringlich ist hier nichts, man kann praktisch nicht überdosieren. Es ist generell eher ein Duft für sich selbst oder der Person, die einem ganz nah ist.
Langsam lässt der kuschelige, nun auch pudrige Duftschleier nach, der Zimt zieht sich zurück und das Ganze endet in einem süssen, würzigen Fond.
Hält nicht so superlange, aber 4 Stunden darf man schon dieses schöne Gefühl geniessen, das der Duft vermittelt.


22.12.2017 07:29 Uhr
5 Auszeichnungen
Beherzt nehme ich die Flasche in die Hand.
Sprüüühhhhhh...
Zitrisch süsser Auftakt.
Zuckerwatte und Popcorn kuscheln sich an die Zitrone.
Eigentlich eine schöne Vorstellung.
Hier wird es aber nun leider synthetisch.
Im Grunde müsste so etwas rauskommen, wenn man einem seelenlosen Parfumeurcomputer mit künstlicher Intelligenz (wir setzen jetzt mal voraus, dass so etwas schon entwickelt wurde) die Aufgabe stellt, einen süssen Gourmandduft zu kreieren.
Dann müsste eigentlich genau so ein Kirmesgourmand rauskommen:

Kopfnote: Zitrone
Herznote: Retortenkaramell, Diabetes
Basisnote: Play-Doh Vanille, Zuckerwatte

Ein Fun Duft, der gerade auf einem Weihnachtsmarkt oder Kirmes sicher riesig Spass und Sinn macht. Aber wie oft hängt man dort ab?
Wahnsinn, dass Acqua e zucchero von Profumum Roma ein Duftzwilling sein soll.
Die Vorstellung 2 Euro/ml ausgegeben zu haben und dann SO zu riechen ist irgendwie schräg…
Wie auch immer, für die nette 13jährige von nebenan ist Soft von Al Rehab sicher nicht der schlechteste Duft.
Sie wird lange Spass daran haben (6 Stunden +) und wirklich JEDE aus ihrer Mädchenclique wird sie riechen können, auch die mit der akuten Sinusitis.


21.12.2017 06:38 Uhr
1 Auszeichnungen
Uiuiui…
Ein Sprüher - volle Dröhnung!
Sehr viel Rose kommt mir da entgegen.
Meine ersten Parfumassoziationen sind Jil Sander No4 oder Cabotine.
Auch YSL Paris geht in die Richtung, auch wenn ich Paris jetzt etwas Unrecht tue, denn der spielt schon in einer ganz anderen Liga - sorry Al Rehab!
Shadha ist sehr damenhaft. Damit meine ich, dass es zum Tragen dieses Parfums schon eine Frau braucht, die weiss was sie will und kein junges Mädchen, das noch Orientierung sucht.
Der Duft ist ein Statement. Quasi das Gegenteil von Undercover.
Die Rose ist nicht allein da. Vielleicht noch ein wenig Jasmin? Auf keinen Fall Tuberose, es fehlt dieses Butterige. Oder doch? Es erinnert nämlich auch ein wenig an Poison. Aber vielleicht assoziiere ich das nur, weil der Beginn so krawallig ist.
Einen holzigen Unterbau kann man nun auch erkennen, eventuell auch Moschus, denn der Duft wird etwas voluminöser, mehrschichtiger, nicht mehr rein blumig.
Ab hier könnte ich ihn mir auch gut an einem Mann vorstellen.
Aber Obacht: man bekommt immer noch eine overdose Rose!
Ganz klarer Frühling/ Sommer Duft, mit erfrischendem, sehr lautem Intro und zurücknehmendem weiteren Verlauf.
Je weiter es zur Basis geht, desto wärmer wird der Duft. Etwas zu Lasten der Rose, die nun ihre Dominanz verliert und zu einem blumigen Mischmasch mutiert.
Die Haltbarkeit ist gut und Gleiches gilt für die Duftintensität.
Man bekommt immer wieder bei Bewegung einen ordentlichen Duftschwall ab.

Aber Vorsicht mit Rosen:

“Vor der Hochzeit kriegst Du Rosen,
nach der Hochzeit stopfst Du Hosen”

(UrheberIn unbekannt)


20.12.2017 07:02 Uhr
2 Auszeichnungen
Angenehm ledrig ist meine erste Assoziation.
Ganz feines Leder.
Auch Anklänge von Feige rieche ich. Auch eine Spur von Kokos.
Leicht holzig unterlegt.
Wo ist die Pflaume?
Sehr unisex. Understatement pur. Klassisch.
Irgendwie hat der was. Aber seeeehr zurückgenommen.
Ein Hautduft. Ein Duft, der einem ein gutes Gefühl geben kann.
Nur für sich - nicht für andere.
Ähnlich teurer, gut sitzender underwear, die einen schon ganz anders laufen lässt, allein weil man selbst weiss, was man da Tolles trägt. Obwohl… man kann schicke underwear ja auch für Schatzi tragen… hm… ich schweife ab...
Jedenfalls: so müsste eigentlich ein Ledersattel riechen, den man ausgiebig mit Kokosöl gepflegt hat.
Any Reitermädchen in the house? Kann das mal eine nachprüfen?
Sillage ist praktisch nicht vorhanden und Haltbarkeit ist auch eher unterdurchschnittlich, d.h. ca. 2-3 Stunden. Dennoch finde ich den Duft sehr lecker, gerade weil er so unprätentiös und schlicht daher kommt. Perfekt für Vorstellungsgespräche o.ä.
Da universell einsetzbar auch ganzjährig tragbar.
Flakon sehr schlicht oder schlichtweg einfallslos - je nach Blickwinkel.


19.12.2017 12:32 Uhr
7 Auszeichnungen
Würzige, holzige Zitrone schlägt mir sofort entgegen.
Jasmin? Ich weiss nicht.
Patchouli festigt das Ganze.
Was für ein toller, besonderer Duft.
Er will aber mal so gar nicht in die heutige süsse Synthetikwelt der gängigen Düfte passen.
Ein toller Chypre Duft, der nach seinem fast scharf-würzig-zitronigem Auftakt bald wärmer und runder wird.
Das ist echt toll gemacht, wie vermutlich der Amber den Duft etwas gefälliger macht, die anfängliche Schärfe nimmt. Dennoch bleibt er durch das Eichenmoos immer Chypre.
Ein sehr einzigartiger Duft, voller Kräuter und Gewürze.
Gerade in dieser Phase kann ich nicht verstehen, dass dieser Duft als Damenparfum konzipiert sein soll. Zu herb kommt er rüber.
Come la Luna bleibt zu jedem Zeitpunkt ein erwachsener Duft, der einen Ebensolchen als TrägerIn voraussetzt. Klar dass dieser Duft bei einem jungen Geschöpf völlig deplaziert wäre.
Was mir super gefällt ist die Nähe zu Klassikern wie Aromatics Elixir/ Aramis 900.
Und wenn ich schon bei diesem Vergleich bin: Come la Luna bleibt dauerhaft viel würziger, herber, ja, nennen wir es durchaus “männlicher”.
Aber man sieht mal wieder: wie bei Jil Sander “Simply”, verschwimmen oft die Gendergrenzen.
Es sollte einen daher umso mehr anspornen, Düfte zu tragen, die einem gefallen und nicht welche, die einem zugewiesen werden.
Die Duftintensität ist ok, man penetriert nicht unbedingt die Nasen fremder Leute, aber dennoch wird man wahrgenommen.
Hab ich schon vom Flakon geschwärmt? Ein Traum in Gold.
Da fängt der Spass schon an.
Flakon bewundern - den kostbaren Inhalt aufsprühen - in aufrechtem Gang glücklich ins Leben hinaus…
Für mich ein Duft für das ganze Jahr, ich könnte mich nicht für eine Jahreszeit entscheiden.
Ein weiterer schöner Duft des Hauses Bois 1920.


18.12.2017 14:09 Uhr
3 Auszeichnungen
Holzig-pfefferig geht es los.
Bergamotte? Wo?
Der Auftakt leicht maskulin.
Der Pfeffer geht - das Sandelholz kommt.
Sehr rund und warm. Unspektakulär, aber kuschelig.
Die Assoziation mit warmer Milch kann ich nachvollziehen, dieses schöne Alles-Wird-Gut-Gefühl. Natürlich haben wir es hier mit warmer Milch zu tun, in die man ordentlich Holzspäne reingelegt hat und leicht gesüsst ist die Milch auch.
Ergibt wirklich ein schönes Duftgemisch, z.B. für alle, denen so Düfte wie Hinoki oder Tam Dao zu heftig sind, denn die Tonkabohne sorgt für Schmusekurs.
Der Duft gewinnt etwas an Pudrigkeit, aber holzig-pudrig, was mal eine sehr schöne Richtung ist, da man ja doch meistens eher pudrig-süss kennt.
Nun sind wir in einem klaren Unisex Bereich angelangt.
Definitiv für beide Geschlechter ein schöner, passender Duft.
Kleines Manko ist die mangelnde Sillage. 5 Hübe auf den Unterarm ergeben einen sehr dezenten Duftschleier.
Dadurch vielleicht an einem Mediziner vorstellbar - man würde die Patienten nicht zusätzlich mit aufdringlichem Duft stressen, sondern durch die sich verbreitende Warme-Milch-Alles-Wird-Gut-Aura eher beruhigen.
Auch wenn man jemanden umarmt, den man mag und der Gegenüber verströmt so einen Duft wäre das sicher ein schöner Gedanke. Alles wäre dann gut.
Nicht falsch verstehen, es ist kein reiner food Duft oder Gourmand, dazu ist dann doch zu viel Holz eingearbeitet.
Haltbarkeit ist ganz ok, man hat paar Stunden was davon, muss aber wie gesagt mit der Nase schon direkt an die Haut.
Ganzjährig tragbar.


17.12.2017 13:42 Uhr
3 Auszeichnungen
Interessant!
Die kompletten Duftnoten der hier beschriebenen Kopfnote sind zu riechen.
Frisch-fruchtig und lecker!
Am längsten halten sich Zitrone und Petitgrain.
Veilchen und Iris sind aber schon in den Startlöchern.
Der Auftakt gefällt mir sehr gut.

Rose betritt das Geschehen.
Das ging nahtlos ineinander über.
Niedergang der Zitrone - Aufstieg der Rose.
Zusammen mit dem Rest der Duftnoten ergibt das einen interessanten Mix.
Ein wenig wie Flower by Kenzo, aber längst nicht so pudrig-blumig-süss, sondern pudrig-blumig-leicht herb. Wahrscheinlich bremst die Zeder etwas die Süsse.
Schöner Duft was diese Duftrichtung betrifft, aber jetzt auch kein Meilenstein.
Durchaus passend für jüngere Frauen durch den tollen frischen Auftakt und der schönen pudrig-blumigen Mitte, die aber nie etwas guerlainesques hat und somit Gefahr läuft, von bösen Mädchen als alte Omi Muff beschrieben werden zu können.
Der Flakon tut sein Übriges um verspielt-mädchenhaft aufzutreten.
Die Rose geht übrigens im Verlauf schlafen und es bleibt ein cremig pudriger holziger Duft, der echt schön ist und auch kleine Gourmandmomente hat.
Woher das kommt? Keine Ahnung.
Vielleicht macht das der Pfirsich in der Basis…
Preislich bekommt man dieses Parfum praktisch nachgeschmissen und insofern kann man kaum was falsch machen, wenn man diese Duftrichtung mag.
Kein Sillagemonster. Haltbarkeit ist gut.
Für mich ein Frühling/ Sommer/ Herbst Duft. Für den Winter etwas zu unbeschwert.


16.12.2017 11:37 Uhr
3 Auszeichnungen
Der Inbegriff von “Orientalischer Duft” für mich.
In der Tat ist der Auftakt aquatisch. Ganz kurz nur, jedoch klar erkennbar.
Aber er geht in eine ganz andere Richtung...
Cremiges Sandelholz und ordentlich Vetiver vermischen sich mit Amber und Vanille und geben einen wundervollen, fremdartigen, orientalischen Duftakkord.
Ähnliches (aber rein assoziativ) nehme ich auch bei Kamasurabhi oder Oriental Lumpur wahr. Sehr exotisch für meine Begriffe, aber kein “Tropen Kokos exotisch”, sondern würzig und geheimnisvoll exotisch.
Ich könnte mir vorstellen als Sultan so riechen zu wollen.
Auf der Hochzeit meines Erstgeborenen.
Obwohl prinzipiell unisex, finde ich ihn ein wenig mehr auf der männlichen Seite.
Gerade eine etwas herbere männliche Ausdünstung könnte dem Duft durchaus entgegen kommen, denn er menschelt auch ein wenig, wie ich finde. Vielleicht ist das der Part des Ouds.
Ein verführerischer Duft.
Die recht gegensätzlichen Ingredienzien sind in der Tat in unharmonischer Symbiose vereint, aber genau das macht den Duft aus. Die Blume muss mit dem Holz klar kommen, die Vanille mit dem Oud, Amber mit Patchouli. Hier stört nichts, aber er ist weit davon entfernt ein gefälliger Duft zu sein im Sinne von crowd pleaser.
Aufgrund der Dichte und des würzig-süssen Charakters gehört er für mich in den Herbst oder Winter. Er hat etwas Wärmendes.
Haltbarkeit ist super und er ist auch deutlich zu riechen.
Das ist auch gut so, denn nur einer kann der Sultan sein...


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