22.08.2024 - 06:53 Uhr

Creepwood
5 Rezensionen

Creepwood
Top Rezension
18
Grüne Frische ergänzt das Aesop-Sortiment
Die Düfte von Aesop gefallen mir so gut, dass ich Neuerscheinungen mittlerweile blind kaufe - so habe ich auch sofort zugeschlagen, als mir seitens des Aesop-Onlineshops ein ‚early access‘ zu Virere ermöglicht wurde. Soeben ist der Duft angekommen, und ich finde ihn ganz wunderbar. Das wird keine detaillierte Rezension; ich möchte einfach ein paar unsortierte Beobachtungen zu dieser Neuerscheinung notieren, die hier ja noch ganz unkommentiert ist.
- Virere schliesst eine Lücke im Aesop-Sortiment: Frische, grüne Düfte sind dort bisher eher untervertreten. Der Platzhirsch in diesem Segment ist Tacit, meiner Meinung nach ein fast unschlagbar guter Freshie. Gut möglich, dass Hausparfumeur Barnabé Fillion sich durch diese Produktion von Céline Barel angeregt fühlte und Tacit eine ‚grüne‘ Kreation mit seiner Handschrift zur Seite stellen wollte. Virere ersetzt Tacit keineswegs; die Düfte sind komplementär.
- Virere wirkt nahezu perfekt ausbalanciert. Die Heunote erinnert ein bisschen an den Vorgängerduft Ouranon, ist hier aber in ein sehr viel leichteres, frischeres und frühlingshafteres Ensemble eingebettet. Den Pfeffer bemerke ich fast nicht, was aus meiner Sicht ein Vorteil ist, dafür spielen Mate, Heu, Tee und Bergamotte in komplexer Weise miteinander und ineinander hinein.
- Wenige Minuten nach dem ersten Aufsprühen treten die Heunote und eine gewisse Grasigkeit in den Vordergrund. Alles sehr ausgewogen, gefällig und geschmackvoll, wie es bei Aesop-Düften ja meistens der Fall ist. Wer auffallen will oder grosse Knalleffekte sucht, wird hier nicht bedient.
- Einige Assoziationen: Der vielgehypte und wirklich grossartige „Imagination“ klingt hier an, aber es fehlen Süsse und Pfefferwürze; die Heunote nimmt diesen Platz ein. Zufällig trage ich heute Aventus, und vielleicht spinne ich, aber ich sehe auch hier eine leichte Verwandtschaft, nämlich im gekonnt austarierten Zusammenspiel von leicht saurer Fruchtigkeit und Holznoten.
- Obwohl Feige nicht gelistet ist, erinnert mich Virere auch an Düfte wie Ichnusa von Profumum Roma, Philosykos von Diptyque und Figuier Eden von Armani - es sind wohl die grünen, ‚blättrigen‘ Noten (und im Fall von Figuier Eden auch die Teenote), die zu diesen Vergleichen einladen.
Edit: Ich sehe erst jetzt auf der Verpackung des Dufts, dass Feige sogar zu den offiziell gelisteten Noten zählt - das erklärt diese Assoziationen.
Insgesamt ein sehr runder, sehr angenehmer und nur vermeintlich simpler Duft. Wie immer bei Aesop geht es auch hier sehr subtil und durchdacht zu - ein meines Erachtens sehr unterschätztes Haus (beziehungsweise sein Hausparfümeur) zeigt hier einmal mehr, was es kann. Und das ist sehr viel.
- Virere schliesst eine Lücke im Aesop-Sortiment: Frische, grüne Düfte sind dort bisher eher untervertreten. Der Platzhirsch in diesem Segment ist Tacit, meiner Meinung nach ein fast unschlagbar guter Freshie. Gut möglich, dass Hausparfumeur Barnabé Fillion sich durch diese Produktion von Céline Barel angeregt fühlte und Tacit eine ‚grüne‘ Kreation mit seiner Handschrift zur Seite stellen wollte. Virere ersetzt Tacit keineswegs; die Düfte sind komplementär.
- Virere wirkt nahezu perfekt ausbalanciert. Die Heunote erinnert ein bisschen an den Vorgängerduft Ouranon, ist hier aber in ein sehr viel leichteres, frischeres und frühlingshafteres Ensemble eingebettet. Den Pfeffer bemerke ich fast nicht, was aus meiner Sicht ein Vorteil ist, dafür spielen Mate, Heu, Tee und Bergamotte in komplexer Weise miteinander und ineinander hinein.
- Wenige Minuten nach dem ersten Aufsprühen treten die Heunote und eine gewisse Grasigkeit in den Vordergrund. Alles sehr ausgewogen, gefällig und geschmackvoll, wie es bei Aesop-Düften ja meistens der Fall ist. Wer auffallen will oder grosse Knalleffekte sucht, wird hier nicht bedient.
- Einige Assoziationen: Der vielgehypte und wirklich grossartige „Imagination“ klingt hier an, aber es fehlen Süsse und Pfefferwürze; die Heunote nimmt diesen Platz ein. Zufällig trage ich heute Aventus, und vielleicht spinne ich, aber ich sehe auch hier eine leichte Verwandtschaft, nämlich im gekonnt austarierten Zusammenspiel von leicht saurer Fruchtigkeit und Holznoten.
- Obwohl Feige nicht gelistet ist, erinnert mich Virere auch an Düfte wie Ichnusa von Profumum Roma, Philosykos von Diptyque und Figuier Eden von Armani - es sind wohl die grünen, ‚blättrigen‘ Noten (und im Fall von Figuier Eden auch die Teenote), die zu diesen Vergleichen einladen.
Edit: Ich sehe erst jetzt auf der Verpackung des Dufts, dass Feige sogar zu den offiziell gelisteten Noten zählt - das erklärt diese Assoziationen.
Insgesamt ein sehr runder, sehr angenehmer und nur vermeintlich simpler Duft. Wie immer bei Aesop geht es auch hier sehr subtil und durchdacht zu - ein meines Erachtens sehr unterschätztes Haus (beziehungsweise sein Hausparfümeur) zeigt hier einmal mehr, was es kann. Und das ist sehr viel.
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