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Top Rezension
Vom manchmal nicht wissen wollen, was gut für einen ist
Frankreich. Paris. 1er Arrondissement. Am Place de la Concorde wird für die im nächsten Jahr stattfindenden Olympischen Sommerspiele geworben, im Garten der Tuilerien stehen schon weihnachtlich hergerichtete Verkaufsstände und die Abendbeleuchtung an der Seine taucht die Umgebung in dieses typisch romantisch-goldene Licht. Und ich habe nur Augen und Nase für Parfum.
Das erste Mal begegnete mir Samharam vor zwei Jahren. Ein bisschen wie in Trance kam ich aus dem wunderbaren Pariser Jovoy-Laden, voll mit Eindrücken und drei Abfüllungen. Samharam war nicht darunter. Ich weiß noch, wie ich unmittelbar nach dem Aufsprühen auf den Teststreifen dachte, das sei der schönste und perfekteste Weihrauchduft, den ich je gerochen hätte. Am nächsten Tag kehrte ich nochmal zurück. Und kam wieder mit drei Abfüllungen heraus. Tauers ‚Rose Flash‘, Brecourts ‚Eau Libre’ und Roos & Roos‘ ‚A Capella’. Kein Samharam. Warum? Weil ich keine Soliflor-Weihrauchdüfte trage. Ich mag ihren meist kühlen, eleganten, tiefen, spirituellen Charakter, aber auf der Haut sind sie mir schnell zu intensiv, zu eigen, zu charakterstark. Aber ich rieche sie so gerne. An anderen. Ich finde, es gibt kein die Seele so in ihrem Ursprung berührendes Geruchsprofil wie das des Weihrauchs. Und die Möglichkeit Samharam irgendwo mal auf der Haut zu testen, würde sich schon noch ergeben.
Die olympischen Sommerspiele liegen nun schon über ein Jahr zurück, ebenso ein weiterer Paris-Besuch (zu Jovoy schaffte ich da es nicht) und die Erinnerungen an Samharam blitzten in dieser Zeit immer wieder mal auf. Die Gelegenheit ergab sich allerdings nie. Und wurde nicht forciert. Bis vor Kurzem. Da wollte ich unbedingt noch einmal einen anderen Duft der Marke riechen: ‚Giallo Riviera’. Der hatte mich jahrelang nicht losgelassen und ich stand ein paar Mal kurz vor dem Kauf. Zu meinem Glück fand ich einen kleinen Online-Parfumhandel, der diese Marke führte und Abfüllungen anbot. Auch von Samharam. And the rest is history, wie man so schön sagt.
Stella73 fasst es in ihrem Statement perfekt zusammen: „… Schwenkend das Thurible…“. Kirchenweihrauch. In seiner schönsten Form. Wunderbar sakral. Wenigstens für mein Empfinden. Klar, würzig, balsamisch. In diesen Facetten austariert und auf das Wesentliche reduziert. Das beeindruckt mich am meisten. Und seine intensive Würze. Er löst bei mir einen ähnlichen Effekt aus wie Cartiers ‚Déclaration‘. Aber nicht so kühl und streng, sondern freundlicher. Vergleichbar mit Profvmvm Romas ‚Olibanvm‘. Ein zwischen Kühle und Wärme changierender Weihrauch. Eine Kombination aus klassisch balsamischem Kirchenweihrauch und dem würzigen, intensiven orientalischen. Ohne süße Aromatisierung durch Benzoe oder Styrax. Auf so unaufgeregte Weise elegant. Nicht chic. Erdverbunden. Unprätentiös und doch besonders.
Ich bin, wie unschwer zu erkennen, mehr als angetan von diesem Duft und kann ihn seit Kurzem mein Eigen nennen. Seitdem bemerke ich eine kleine Veränderung in mir. Nichts Großes oder Dramatisches, aber ich fühle meine Persönlichkeit ein bisschen ausgefüllter. Wie, als wenn ich ein fehlendes Puzzlestück gefunden hätte, von dem ich immer schon ahnte, dass es zu mir gehört, ich aber in der passenden Form noch nicht gefunden hatte. Oder - deshalb wahrscheinlich auch die lange Genese - nicht finden wollte. Nun ist es so ein kleiner Knotenlöser geworden. Ein kleiner Schritt zu mehr innerem Frieden.
„Und die Sterne funkeln weiter in der Pariser Nacht, ungeachtet all der Lebenslinien, die sich dort unter ihnen kreuzen.“
Das erste Mal begegnete mir Samharam vor zwei Jahren. Ein bisschen wie in Trance kam ich aus dem wunderbaren Pariser Jovoy-Laden, voll mit Eindrücken und drei Abfüllungen. Samharam war nicht darunter. Ich weiß noch, wie ich unmittelbar nach dem Aufsprühen auf den Teststreifen dachte, das sei der schönste und perfekteste Weihrauchduft, den ich je gerochen hätte. Am nächsten Tag kehrte ich nochmal zurück. Und kam wieder mit drei Abfüllungen heraus. Tauers ‚Rose Flash‘, Brecourts ‚Eau Libre’ und Roos & Roos‘ ‚A Capella’. Kein Samharam. Warum? Weil ich keine Soliflor-Weihrauchdüfte trage. Ich mag ihren meist kühlen, eleganten, tiefen, spirituellen Charakter, aber auf der Haut sind sie mir schnell zu intensiv, zu eigen, zu charakterstark. Aber ich rieche sie so gerne. An anderen. Ich finde, es gibt kein die Seele so in ihrem Ursprung berührendes Geruchsprofil wie das des Weihrauchs. Und die Möglichkeit Samharam irgendwo mal auf der Haut zu testen, würde sich schon noch ergeben.
Die olympischen Sommerspiele liegen nun schon über ein Jahr zurück, ebenso ein weiterer Paris-Besuch (zu Jovoy schaffte ich da es nicht) und die Erinnerungen an Samharam blitzten in dieser Zeit immer wieder mal auf. Die Gelegenheit ergab sich allerdings nie. Und wurde nicht forciert. Bis vor Kurzem. Da wollte ich unbedingt noch einmal einen anderen Duft der Marke riechen: ‚Giallo Riviera’. Der hatte mich jahrelang nicht losgelassen und ich stand ein paar Mal kurz vor dem Kauf. Zu meinem Glück fand ich einen kleinen Online-Parfumhandel, der diese Marke führte und Abfüllungen anbot. Auch von Samharam. And the rest is history, wie man so schön sagt.
Stella73 fasst es in ihrem Statement perfekt zusammen: „… Schwenkend das Thurible…“. Kirchenweihrauch. In seiner schönsten Form. Wunderbar sakral. Wenigstens für mein Empfinden. Klar, würzig, balsamisch. In diesen Facetten austariert und auf das Wesentliche reduziert. Das beeindruckt mich am meisten. Und seine intensive Würze. Er löst bei mir einen ähnlichen Effekt aus wie Cartiers ‚Déclaration‘. Aber nicht so kühl und streng, sondern freundlicher. Vergleichbar mit Profvmvm Romas ‚Olibanvm‘. Ein zwischen Kühle und Wärme changierender Weihrauch. Eine Kombination aus klassisch balsamischem Kirchenweihrauch und dem würzigen, intensiven orientalischen. Ohne süße Aromatisierung durch Benzoe oder Styrax. Auf so unaufgeregte Weise elegant. Nicht chic. Erdverbunden. Unprätentiös und doch besonders.
Ich bin, wie unschwer zu erkennen, mehr als angetan von diesem Duft und kann ihn seit Kurzem mein Eigen nennen. Seitdem bemerke ich eine kleine Veränderung in mir. Nichts Großes oder Dramatisches, aber ich fühle meine Persönlichkeit ein bisschen ausgefüllter. Wie, als wenn ich ein fehlendes Puzzlestück gefunden hätte, von dem ich immer schon ahnte, dass es zu mir gehört, ich aber in der passenden Form noch nicht gefunden hatte. Oder - deshalb wahrscheinlich auch die lange Genese - nicht finden wollte. Nun ist es so ein kleiner Knotenlöser geworden. Ein kleiner Schritt zu mehr innerem Frieden.
„Und die Sterne funkeln weiter in der Pariser Nacht, ungeachtet all der Lebenslinien, die sich dort unter ihnen kreuzen.“
26 Antworten


Unerklärlich!!!
Umso schöner, wenn es dann passiert.
Wenn wir bereit sind…
Seit kurzem habe ich endlich auch einen Flakon.