
Nst85
34 Rezensionen

Nst85
Top Rezension
35
Eine völlig unerwartete Iris
Der neue Velvet Iris von Essential Parfums ist eine echte Überraschung aus der Hand von Dominique Ropion: Diese Iris ist so gar nicht wie die anderen in meiner Sammlung – nicht pudrig, nicht anschmiegsam, nicht zart. Diese Iris ist kantig, krautig und ziemlich grün.
Die Kopfnote gibt den Ton an: Hier ist Buchu der Player! Buchu habe ich noch nie solo gerochen, aber eine kleine Recherche ergibt, dass Buchu stark fruchtig-herb entfernt an schwarze Johannisbeere erinnern soll, auch etwas minzartig Ätherisches mitbringt und Assoziationen an Terpentin wecken kann. Insbesondere Letzteres kann ich gut nachvollziehen. Wäre es ein Duft von Toskovat, würde vielleicht sogar Terpentin in den Duftnoten stehen. Anfangs empfand ich das Buchu-Blatt durchaus als unharmonisch, aber dieser Eindruck legt sich schnell – zumindest auf der Haut. Generell ist dieser mal wieder ein Duft, der auf dem Papier nicht funktioniert. Der Duftverlauf braucht die Wärme der Haut, um nicht im Krautig-Ätherischen steckenzubleiben.
In der Herznote entfaltet sich Stück für Stück die Iris. Eingebettet in sie jedoch zunächst in eine ganze Wagenladung Galbanum: holzig, balsamisch, auch etwas bitter. Die Iris schimmert immer stärker durch und bringt eine leichte Süße und Blumigkeit mit. Unterstrichen durch ein dezentes Mastix-Harz. Insgesamt ist diese Iris hier aber sehr würzig und nicht vergleichbar mit einer gängigen Designer-Iris.
Labdanum ist der Star in der Basisnote: warm, erdig und vage ambriert. Es erinnert fast schon an einen zurückgenommenen Honig. Saffiano bringt eine leicht wächserne Anmutung mit. Sandelholz sorgt für einen Hauch Cremigkeit.
Insgesamt ist der Velvet Iris für mich kein klarer Blind Buy. Wer auf eine schöne pudrige Iris hofft, wird hier ganz klar und sehr deutlich enttäuscht. Wer jedoch offen für neue Erlebnisse ist, wird hier eine spannende Duftwelt finden.
Ich bin bekennder Fan von Essential Parfums. Den Bois Impérial Eau de Parfum liebe ich über alles. Und auch sechs weitere Düfte habe ich in meiner Sammlung. Ich schätze an ihnen sehr, dass sie so klar in ihrem Charakter und durch die Bank weg alltagstauglich sind. Einzig mit dem The Musc komme ich persönlich gar nicht zurecht. Aber vielleicht bekommt auch der auf meiner Duftreise noch eine zweite Chance.
Und dass noch viel Spannendes von der Brand zu erwarten ist, hat die Besitzerin Geraldine Archambault jüngst in einem Interview verraten: Noch in diesem Jahr kommen eine Extrait-Version vom "Nice Bergamote | Essential Parfums" und vom "The Musc | Essential Parfums". Außerdem arbeitet das Team am 12. Duft, der mehr auf der „yummi side“ sei und in Zusammenarbeit mit Jordi Fernández entsteht – immerhin der Parfumeur u.a. vom Widian London, Oud Maracuja und Blue Talisman. Essential Parfums bleibt also ein Dufthaus, das man unbedingt auf dem Schirm haben sollte und das nicht nur, wegen des exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnisses.
Die Kopfnote gibt den Ton an: Hier ist Buchu der Player! Buchu habe ich noch nie solo gerochen, aber eine kleine Recherche ergibt, dass Buchu stark fruchtig-herb entfernt an schwarze Johannisbeere erinnern soll, auch etwas minzartig Ätherisches mitbringt und Assoziationen an Terpentin wecken kann. Insbesondere Letzteres kann ich gut nachvollziehen. Wäre es ein Duft von Toskovat, würde vielleicht sogar Terpentin in den Duftnoten stehen. Anfangs empfand ich das Buchu-Blatt durchaus als unharmonisch, aber dieser Eindruck legt sich schnell – zumindest auf der Haut. Generell ist dieser mal wieder ein Duft, der auf dem Papier nicht funktioniert. Der Duftverlauf braucht die Wärme der Haut, um nicht im Krautig-Ätherischen steckenzubleiben.
In der Herznote entfaltet sich Stück für Stück die Iris. Eingebettet in sie jedoch zunächst in eine ganze Wagenladung Galbanum: holzig, balsamisch, auch etwas bitter. Die Iris schimmert immer stärker durch und bringt eine leichte Süße und Blumigkeit mit. Unterstrichen durch ein dezentes Mastix-Harz. Insgesamt ist diese Iris hier aber sehr würzig und nicht vergleichbar mit einer gängigen Designer-Iris.
Labdanum ist der Star in der Basisnote: warm, erdig und vage ambriert. Es erinnert fast schon an einen zurückgenommenen Honig. Saffiano bringt eine leicht wächserne Anmutung mit. Sandelholz sorgt für einen Hauch Cremigkeit.
Insgesamt ist der Velvet Iris für mich kein klarer Blind Buy. Wer auf eine schöne pudrige Iris hofft, wird hier ganz klar und sehr deutlich enttäuscht. Wer jedoch offen für neue Erlebnisse ist, wird hier eine spannende Duftwelt finden.
Ich bin bekennder Fan von Essential Parfums. Den Bois Impérial Eau de Parfum liebe ich über alles. Und auch sechs weitere Düfte habe ich in meiner Sammlung. Ich schätze an ihnen sehr, dass sie so klar in ihrem Charakter und durch die Bank weg alltagstauglich sind. Einzig mit dem The Musc komme ich persönlich gar nicht zurecht. Aber vielleicht bekommt auch der auf meiner Duftreise noch eine zweite Chance.
Und dass noch viel Spannendes von der Brand zu erwarten ist, hat die Besitzerin Geraldine Archambault jüngst in einem Interview verraten: Noch in diesem Jahr kommen eine Extrait-Version vom "Nice Bergamote | Essential Parfums" und vom "The Musc | Essential Parfums". Außerdem arbeitet das Team am 12. Duft, der mehr auf der „yummi side“ sei und in Zusammenarbeit mit Jordi Fernández entsteht – immerhin der Parfumeur u.a. vom Widian London, Oud Maracuja und Blue Talisman. Essential Parfums bleibt also ein Dufthaus, das man unbedingt auf dem Schirm haben sollte und das nicht nur, wegen des exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnisses.
6 Antworten



Kopfnote
Buchu
rosa Pfeffer
Kurkumablatt
Herznote
Iris Concrete
Galbanum
Mastixharz
Basisnote
Saffiano™
Sandelholz
Labdanum








Ewaerato
Ehresmann
BeatriceA
Tomkleins
LongPaf































