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Moss Collector

7.5 / 10 5 Bewertungen
Ein Parfum von Firn Botanical Fragrance für Damen und Herren. Das Erscheinungsjahr ist unbekannt. Der Duft ist holzig-erdig. Es wird noch produziert.
Vergleich
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Duftrichtung

Holzig
Erdig
Grün
Würzig
Harzig

Duftnoten

EicheEiche PilzePilze PatchouliPatchouli schwarzer Pfefferschwarzer Pfeffer ImmergrünImmergrün VeilchenblattVeilchenblatt

Parfümeur & kreative Köpfe

Bewertungen
Duft
7.55 Bewertungen
Haltbarkeit
6.45 Bewertungen
Sillage
6.85 Bewertungen
Flakon
6.86 Bewertungen
Eingetragen von KingLui · letzte Aktualisierung am 07.09.2025.
Quellenbasiert & geprüft

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Womit der Duft vergleichbar ist

Rezensionen

2 ausführliche Duftbeschreibungen
9.5Duft 6Haltbarkeit 7Sillage
Barbarella27

21 Rezensionen
Barbarella27
Barbarella27
1  
Das größte Glück mag kleine Dinge
Seit ich denken kann bin ich fasziniert von Moos. Was gibt es schöneres als auf einem dichten, weichen Moosbett zu liegen und die winzigkleinen, perfekten Blätter aus der Nähe zu betrachten?

Moos ist das Yin und Yang der Natur. Es ist ein Symbol für Verfall und Vergänglichkeit. Moos wächst auf Grabsteinen, altem Gemäuer, und ist Teil des natürlichen Verfalls. Es entsteht auf verrotteten Organismen und kargen Flächen, weshalb wir es ebenso mit Leben, und insbesondere neuem Leben in Verbindung bringen. Kein Wunder also, das Moos eine so besondere Wirkung und Anziehungskraft auf uns ausübt.

Zum Duft:

Im Auftakt umhüllt einen die terpenische Frische, von moosbewachsenen Nadelhölzern. Ich schließe die Augen und stehe in Mitten eines Exotenwaldes, umgeben von tausenden, prächtigen Mammutbäumen. Die Nadeln haben einen fast anis-ähnlichen Geruch, insbesondere nach einem Regenschauer. Die Rinde riecht kaum, ist dafür aber weich, fast schwammähnlich, genau wie das Moos, welches den Boden ringsherum bedeckt. Geschmeidig, „schwammig“ passt auch zum Duft, der sich im weiteren Verlauf zu einem samtigen, wässrig-pilzigen Moosgeruch entwickelt. Hin und wieder weht mir der frisch-würzige Duft von Nadelstreu um die Nase, aber das süßliche Geosmin und der leicht modrig-pilzige Geruch von moosigem Unterholz dominiert. Viel mehr passiert nicht. Soll‘s für mich aber auch nicht. Die samtgrüne Moosdecke umhüllt mich noch für einige, glückliche Stündchen und verdunstet nach und nach.

Moss Collector ist definitiv mehr Duft als Parfüm, was für einige Kandidaten aus Firn’s Sortiment gilt. Aber ich persönlich empfinde genau diese orts- und ding- bezogene Realitätsnähe als ausschlaggebend für Firn‘s Charme.
2 Antworten
7.5Duft 7Haltbarkeit 7Sillage
Meggi

1018 Rezensionen
Meggi
Meggi
Top Rezension 16  
Wie bei den Schmugglern
In seinem Roman „Die Hunde des Krieges“ aus dem Jahr 1974 schilderte Frederick Forsythe detailliert, wie sich seinerzeit Ware über eine nicht grundlos als „Champagnerstrecke“ bezeichnete Route von Frankreich nach Belgien – oder eben umgekehrt – schmuggeln ließ:

Im dicht bewaldeten Grenzgebiet zwischen den beiden Staaten gab es eine derartige Vielzahl an kleinen Straßen, dass die Behörden sie unmöglich sämtlich beaufsichtigen konnten. Stattdessen waren mobile Trupps unterwegs, die die Übergänge zeitweise beschrankten und dann alle Durchfahrenden kontrollierten.

Um herauszufinden, ob an einem gemeinhin verwaisten Posten die lästigen Gesetzeshüter zugange waren, wurde ein unverdächtiger Wagen vorgeschickt, während der Laster mit dem Schmuggelgut in sicherem Abstand wartete. Kamen die Späher rasch zurück, war die Luft rein - der Transporter konnte Gas geben.

Diese Passage fiel mir ein, als Jumi berichtete, welche abenteuerlichen Umwege die aus den USA stammenden Proben von Firn Botanical Fragrance nehmen mussten, weil sie im Zuge der um sich greifenden Partial-Paranoia nicht direkt nach Deutschland geliefert werden (dürfen). Obschon hier völlig legal, erinnern die verschlungenen Pfade sehr an eine Schmuggler-Geschichte: Von Kanada aus bestellt, gelangten die Proben zunächst an eine Postlagerstelle nahe der Grenze. Dort wurden sie von einem LKW-Fahrer auf Tour Richtung Norden mitgenommen und endlich von Kanada aus über den großen Teich versandt. Für diese Mithilfe bei unserer Naturduft-Recherche (s. Blog von Fluxit; Tag: „#100prozentnatur“) gilt Jumi mein Dank.

Für die olfaktorischen Angebote des Waldes um sie herum hatten die Schmuggler gewiss wenig Sinn. Sollte der eine oder die andere davon sich nunmehr zur Ruhe gesetzt haben, ließe sich (bei einem Gläschen Champagner?) mit Hilfe von ‚Moss Collector‘ das Versäumte nachholen.

Ein Waldboden voller Pilze lässt sich erschnuppern; er ist von jener „muffigen Frische“, die gleichermaßen alt und neu wirkt. Es handelt sich wohl um einen Nadelwald, denn bald rieche ich zudem Fichte wie aus dem Franzbranntwein, inklusive des harzig-säuerlichen, fast schwitzigen Geruchs des Heilmittels. Oder? Bitter-Holziges ist spürbar, wozu wiederum der Gedanke an Eiche(ln) passt; Gerbstoffe ohne Ende. Daneben aber immer der nadelige Anflug. Entscheiden wir uns salomonisch für einen Mischwald.

Spätestens die verrottenden, weißlich überzogenen Baumstämme im Verlauf lassen mich den Duft endgültig zum Stimmungs-Aroma erklären. Das ändert sich auch nicht, als zum Mittag hin eine Winzigkeit Süße und eine womöglich pfeffer-induzierte Rauch-Idee hinzutreten. Das scheint mir freilich keine speziellen Akzente setzen zu wollen, sondern als Hilfsmittel zur Wahrung der Atmosphäre gedacht zu sein.

Der allmähliche Rückzug am Nachmittag bedeutet nicht, dass der Duft nichts Neues mehr zu bieten hätte. Mir kommt etwa ein zugewachsener Weiher in den Sinn. Lustigerweise entsteht ganz nach hinten raus sogar eine kompostige Anmutung, die von einer Spur hustensaftiger Süße abgemildert wird – aha, vielleicht ist außerdem was Dunklerrauchiges hineingeraten? Ungestützt würde ich auf Myrrhe tippen. Doch das ist lediglich ein letztes Intermezzo auf dem Weg in eine grün-braun-moosig-gestrüppig-warme Unterlage, die mich überraschenderweise bis abends still begleitet.

Fazit: ‚Moss Collector‘ ist Geruch, nicht Duft. Auf seine Art ist er gut gelungen, allerdings besitze ich mit ‚Im tiefen Wald‘ von Divergent bereits einen noch besseren Waldling, der obendrein „parfümiger“ daherkommt.
12 Antworten

Statements

2 kurze Meinungen zum Parfum
2
Als läge man auf einem dicken weichen Moospolster mitten in einem schattigen Wald...
0 Antworten
9
3
Das ist schon sehr originell: Da breitet sich ein ganzer Wald mit frischem Harz, Holz, grünen Akzenten und vielleicht sogar Pilzen aus.
3 Antworten

Diagramm

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