
Barbarella27
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Barbarella27
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2
Willi Tonka‘s geheimer Garten
Da ich eine Schwäche für Grüne Gourmands habe, konnte ich es kaum erwarten Fresh Sweetgrass auszutesten. Auf Lisa’s Homepage heißt es er sei mild und grün mit gourmandigen Anklängen.
Auf meiner Haut entfaltet sich allerdings direkt die vanillig-würzige Tonkabohnen-Süße, welche ich von vielen Cumarin-lastigen Düften kenne. Es gesellt sich auch gleich das milde „Wiesenblumen“-Grün und ein Hauch Heu dazu, aber die cremige Tonkasüße dominiert. Das muss man mögen, aber ich persönlich bin begeistert! Wenn Düfte Farben wären, wäre dieser in milchige Wogen aus cremeweiß, topazblau, flieder, und jadegrün gehüllt.
Der Duft birgt eine nostalgisch-romantische Tragik, die mich an gothische Gärten und (düstere) Märchen denken lässt. Eine tragische Heldin, die vor ihrem bösartigen Gatten flieht, und durch einen mit Efeu- und wilden Orchideenranken überwucherten Garten voller bröckelnder Steinmauern, und verworrener Wege irrt. Die Pflanzen sind dornig und stachelig und scheinen nach ihr zu greifen, während sie immer tiefer in den Garten gerät, an schweren, verschlossenen schmiedeeisernen Toren rüttelt, nur um sich schließlich auf einem moosbewachsenen Familienfriedhof wiederzufinden.
Auch ohne traditionelle Duftpyramide, würde ich den Duft keinesfalls als linear bezeichnen. So wie der Garten, nimmt er faszinierende Wendungen und Drehungen.
Was verbirgt sich hinter der nächsten Kurve? Was (oder wer) ist hinter dem schweren, schlüssellosen Tor?
Ein kleines Wäldchen, und dahinter eine Lichtung mit einem glitzernden Teich auf dem ein majestätisches Schwanenpaar seine Runden dreht. Eine große Trauerweide, deren hängende Äste die samtige Oberfläche des Sees berühren, bietet Unterschlupf für magische Wesen, die in und auf dem mächtigen Baum ein gut geschütztes Zuhause gefunden haben.
Kaninchenmamis sammeln getrocknete Gräser, Fell und Schwanenfedern, um ein Nest für ihre Jungen zu polstern.
Im hohen Gras wachsen Klee, Waldmeister, Kornblumen und Mädesüß, welche die summende Luft mit ihren berauschenden Aromen von Mandeln, Honig und Marzipan erfüllen, und Nahrung für Fellnasen, geflügelte Wesen und alles was summt, krabbelt und hüpft bieten.
Das pittoreske Ambiente geht mit einer warmen, leicht „schwitzigen“ Moschus-Note einher, die ich im späteren Verlauf stärker wahrnehme und auf das Zusammenwirken von Heu und der cremig, zimtigen Cumarin-„Hitze“ zurückführe. Der Duft bleibt weiterhin grün und gourmandig, aber erinnert auch an holziges Einstreu, den staubigen, leicht pferdischen Geruch von Tierställen und warmes, weiches Fell.
Auf meiner Haut entfaltet sich allerdings direkt die vanillig-würzige Tonkabohnen-Süße, welche ich von vielen Cumarin-lastigen Düften kenne. Es gesellt sich auch gleich das milde „Wiesenblumen“-Grün und ein Hauch Heu dazu, aber die cremige Tonkasüße dominiert. Das muss man mögen, aber ich persönlich bin begeistert! Wenn Düfte Farben wären, wäre dieser in milchige Wogen aus cremeweiß, topazblau, flieder, und jadegrün gehüllt.
Der Duft birgt eine nostalgisch-romantische Tragik, die mich an gothische Gärten und (düstere) Märchen denken lässt. Eine tragische Heldin, die vor ihrem bösartigen Gatten flieht, und durch einen mit Efeu- und wilden Orchideenranken überwucherten Garten voller bröckelnder Steinmauern, und verworrener Wege irrt. Die Pflanzen sind dornig und stachelig und scheinen nach ihr zu greifen, während sie immer tiefer in den Garten gerät, an schweren, verschlossenen schmiedeeisernen Toren rüttelt, nur um sich schließlich auf einem moosbewachsenen Familienfriedhof wiederzufinden.
Auch ohne traditionelle Duftpyramide, würde ich den Duft keinesfalls als linear bezeichnen. So wie der Garten, nimmt er faszinierende Wendungen und Drehungen.
Was verbirgt sich hinter der nächsten Kurve? Was (oder wer) ist hinter dem schweren, schlüssellosen Tor?
Ein kleines Wäldchen, und dahinter eine Lichtung mit einem glitzernden Teich auf dem ein majestätisches Schwanenpaar seine Runden dreht. Eine große Trauerweide, deren hängende Äste die samtige Oberfläche des Sees berühren, bietet Unterschlupf für magische Wesen, die in und auf dem mächtigen Baum ein gut geschütztes Zuhause gefunden haben.
Kaninchenmamis sammeln getrocknete Gräser, Fell und Schwanenfedern, um ein Nest für ihre Jungen zu polstern.
Im hohen Gras wachsen Klee, Waldmeister, Kornblumen und Mädesüß, welche die summende Luft mit ihren berauschenden Aromen von Mandeln, Honig und Marzipan erfüllen, und Nahrung für Fellnasen, geflügelte Wesen und alles was summt, krabbelt und hüpft bieten.
Das pittoreske Ambiente geht mit einer warmen, leicht „schwitzigen“ Moschus-Note einher, die ich im späteren Verlauf stärker wahrnehme und auf das Zusammenwirken von Heu und der cremig, zimtigen Cumarin-„Hitze“ zurückführe. Der Duft bleibt weiterhin grün und gourmandig, aber erinnert auch an holziges Einstreu, den staubigen, leicht pferdischen Geruch von Tierställen und warmes, weiches Fell.
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Gras
Vanille
Heu
Süßgras



Bellemorte
Yatagan


























