21
Top Rezension
... und leise klingt das Glöckchen
Das Schweigen im Walde:
Kein Laut, kein Schritt ist zu hören auf dem leicht schwingenden Boden; so dicht ist die Schicht der Tannennadeln: man spürt die Bewegung nur.
Auch Moos bedeckt den Boden und erklimmt hier und da die hohen Stämme der Nadelhölzer, die dem Licht entgegenstreben: ein grünes Gewölbe, getragen von vielen Baum-Pfeilern.
Die Dämmung in dieser Waldkathedrale macht anderen Pflanzen das Leben fast unmöglich; wir gehen durch einen Wald aus Stämmen, die auch immer wieder von begrünten Ästen besetzt sind: dort, wo die Strahlenfinger aus Sonne und Licht manchmal durch die dichtgeflochtene Kuppel dringen können.
Tiefe Ruhe umgibt den Wanderer; es ist eher heimelig als unheimlich!
Was erwartet man hier zwischen dem unendlichen Labyrinth von Stämmen:
Einen weißen Hirsch mit goldenem Geweih?
Einen schwarzen Wolf mit menschlichen Augen?
Den Waldschrat, dessen Menschenscheu sprichwörtlich ist und der vielleicht auf einem der Stapel geschlagenen Holzes sitzt?
Alles ist möglich in dieser tiefen, balsamischen Dufthöhle mit den würzigen Aromen: wer kennt sie, nennt die Namen all dieser Nadelhölzer, die in ihrer Hoheit berühren?
Ruhe umfängt mit weitgeöffneten Armen aus benadelten Zweigen und lädt bereits jetzt zur ersten Kontemplation und Andacht ein.
Kein Weg ist vorgezeichnet und doch gibt es kein Zögern: Schritt für Schritt geht es durch diese aromatische scheinbare Einsamkeit, in der plötzlich der zarte, helle Klang eines kleinen Glöckchens ertönt.
Der Eremit ahnt das Kommen der Besucher und weist ihnen den Weg auf seine Lichtung durch diesen klaren Glockenklang.
Hier steht seine Hütte neben einer kleinen Kapelle; beide aus dem Holz dieses Waldes erbaut und beide schon sehr alt.
Die Türen sind weit zum Willkommen geöffnet und Weihrauch als Zeuge einer noch nicht lange zurückliegenden einsamen Andacht, erobert die Stille der Lichtung, lässt im Augenblick verweilen.
Dass Lichtung von Licht kommt, zeigt sich hier deutlich: wie freudig wird die Sonne begrüßt und wie behütend umhüllen zusätzliche Weihrauch- und Myrrheschwaden, beide in einer großen Schale verbrannt, die auf dieser scheinbar leise singenden Aussparung inmitten des gewaltigen Waldesgrün steht: als Mittelpunkt dieser Kathedrale aus Stämmen, Zweigen, Nadeln und Wipfeln.
Selbst hier im Freien und mitten im gefühlten Nirgendwo durchschweben sie ruhig und rauchig-aromatisch die klare Luft und erfüllen die Sinne mit vergessenen, lang verschütteten Gedanken und Gefühlen.
Der schweigende Eremit weist lächelnd auf eine einfache hölzerne Bank, vor der ein Holztisch steht.
Dessen einst wohl grob behauene Platte glänzt fast seidig. Wie viele unruhige Hände haben sie in der Vergangenheit wohl berührt, haben sie tief in Gedanken gestreichelt und so die ursprüngliche Kraft der Natur gespürt?
Das Holz verströmt immer noch Leben; es scheint leise zu vibrieren und im eigenen Rhythmus zu schwingen.
Gern wird der einfache Becher warmen Tees angenommen; der Weg war weit; die sich während des Gehens ausbreitende innere Stille beunruhigend und fremd.
Wie willkommen und belebend ist deshalb das wohlbekannte rauchige Aroma des heißen Lapsang-Souchong-Tees: nun endlich wird das vorher so fremde Schweigen vertraut und hüllt behütend ein.
Das scheint das Ziel von Pinewards tiefdunkler Duftmagie „Murkwood“ zu sein.
Einmal in Kontakt mit der Haut öffnen sich Duft und Sinne: eine tiefe, warm-würzige, rauchig-harzige und balsamische Welt entwickelt sich.
Die Gedanken sind frei und so bestimmt „Murkwood“ nicht deren Richtung, zeigt nur Möglichkeiten auf, wie dieses Mysterium im Duft von jedem selbst erschlossen werden kann.
Für eine magische Reise bleibt viel Zeit: „Murkwood“ begleitet einige Stunden lang harmonisch, gewährt immer wieder neue Einblicke in sein tiefes grünes Duftwesen.
Vertrauen in diesen Duft lohnt sich: innere Ruhe und Zufriedenheit breiten schließlich ihre Flügel aus und entführen – wohin?
Das darf jeder selbst entscheiden!
Kein Laut, kein Schritt ist zu hören auf dem leicht schwingenden Boden; so dicht ist die Schicht der Tannennadeln: man spürt die Bewegung nur.
Auch Moos bedeckt den Boden und erklimmt hier und da die hohen Stämme der Nadelhölzer, die dem Licht entgegenstreben: ein grünes Gewölbe, getragen von vielen Baum-Pfeilern.
Die Dämmung in dieser Waldkathedrale macht anderen Pflanzen das Leben fast unmöglich; wir gehen durch einen Wald aus Stämmen, die auch immer wieder von begrünten Ästen besetzt sind: dort, wo die Strahlenfinger aus Sonne und Licht manchmal durch die dichtgeflochtene Kuppel dringen können.
Tiefe Ruhe umgibt den Wanderer; es ist eher heimelig als unheimlich!
Was erwartet man hier zwischen dem unendlichen Labyrinth von Stämmen:
Einen weißen Hirsch mit goldenem Geweih?
Einen schwarzen Wolf mit menschlichen Augen?
Den Waldschrat, dessen Menschenscheu sprichwörtlich ist und der vielleicht auf einem der Stapel geschlagenen Holzes sitzt?
Alles ist möglich in dieser tiefen, balsamischen Dufthöhle mit den würzigen Aromen: wer kennt sie, nennt die Namen all dieser Nadelhölzer, die in ihrer Hoheit berühren?
Ruhe umfängt mit weitgeöffneten Armen aus benadelten Zweigen und lädt bereits jetzt zur ersten Kontemplation und Andacht ein.
Kein Weg ist vorgezeichnet und doch gibt es kein Zögern: Schritt für Schritt geht es durch diese aromatische scheinbare Einsamkeit, in der plötzlich der zarte, helle Klang eines kleinen Glöckchens ertönt.
Der Eremit ahnt das Kommen der Besucher und weist ihnen den Weg auf seine Lichtung durch diesen klaren Glockenklang.
Hier steht seine Hütte neben einer kleinen Kapelle; beide aus dem Holz dieses Waldes erbaut und beide schon sehr alt.
Die Türen sind weit zum Willkommen geöffnet und Weihrauch als Zeuge einer noch nicht lange zurückliegenden einsamen Andacht, erobert die Stille der Lichtung, lässt im Augenblick verweilen.
Dass Lichtung von Licht kommt, zeigt sich hier deutlich: wie freudig wird die Sonne begrüßt und wie behütend umhüllen zusätzliche Weihrauch- und Myrrheschwaden, beide in einer großen Schale verbrannt, die auf dieser scheinbar leise singenden Aussparung inmitten des gewaltigen Waldesgrün steht: als Mittelpunkt dieser Kathedrale aus Stämmen, Zweigen, Nadeln und Wipfeln.
Selbst hier im Freien und mitten im gefühlten Nirgendwo durchschweben sie ruhig und rauchig-aromatisch die klare Luft und erfüllen die Sinne mit vergessenen, lang verschütteten Gedanken und Gefühlen.
Der schweigende Eremit weist lächelnd auf eine einfache hölzerne Bank, vor der ein Holztisch steht.
Dessen einst wohl grob behauene Platte glänzt fast seidig. Wie viele unruhige Hände haben sie in der Vergangenheit wohl berührt, haben sie tief in Gedanken gestreichelt und so die ursprüngliche Kraft der Natur gespürt?
Das Holz verströmt immer noch Leben; es scheint leise zu vibrieren und im eigenen Rhythmus zu schwingen.
Gern wird der einfache Becher warmen Tees angenommen; der Weg war weit; die sich während des Gehens ausbreitende innere Stille beunruhigend und fremd.
Wie willkommen und belebend ist deshalb das wohlbekannte rauchige Aroma des heißen Lapsang-Souchong-Tees: nun endlich wird das vorher so fremde Schweigen vertraut und hüllt behütend ein.
Das scheint das Ziel von Pinewards tiefdunkler Duftmagie „Murkwood“ zu sein.
Einmal in Kontakt mit der Haut öffnen sich Duft und Sinne: eine tiefe, warm-würzige, rauchig-harzige und balsamische Welt entwickelt sich.
Die Gedanken sind frei und so bestimmt „Murkwood“ nicht deren Richtung, zeigt nur Möglichkeiten auf, wie dieses Mysterium im Duft von jedem selbst erschlossen werden kann.
Für eine magische Reise bleibt viel Zeit: „Murkwood“ begleitet einige Stunden lang harmonisch, gewährt immer wieder neue Einblicke in sein tiefes grünes Duftwesen.
Vertrauen in diesen Duft lohnt sich: innere Ruhe und Zufriedenheit breiten schließlich ihre Flügel aus und entführen – wohin?
Das darf jeder selbst entscheiden!
11 Antworten


Wieder eine spannende und informative Reise.
Ich fand den Murkwood auch gut, aber gerade anfänglich etwas anstrengend waldig. Später wurde er für mich sehr viel städtiger, also eher vom Wald in die Stadt.