Augusto
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Ambersternchen
Dieser türkise mit goldenen Sternchen betupfte Flakon enthüllt einen würzig-amberigen Duft, der zugleich hell glitzert und warm umhüllt. Er hat bei aller Wärme etwas Frisches und den typischen von AugustA heimlich geliebten Rem-Hippie-Vibe mit viel Cote-d’Azur-Sonne, die auf zimtbraune Haut scheint.
Nicht Vanille steht hier im Vordergrund, sondern Amber, so wie ich ihn auch im gleichnamigen Amberduft wahrnehme, aber hier nicht ganz so gischtig und im Vergleich auch gar nicht seifig.
Etwas brauner Zucker verblendet im Herz bittere Gewürze und weiße Blüten. Was hier so strahlt, schient Labdanum zu sein. Harzig, amberig, holzig, sogar ein wenig klebrig gibt sich der Duft auf der Haut. Die Sonne steht heiß am blauen Himmel über dem kleinen Cistrosenstrauch, der in Küstennähe blüht. Am Ende bleibt ein Eindruck von Mandel, der mich an Frühling erinnert und der Duft fadet sanft aus.
Wieder ein toller Reminiscence, leider nicht mehr zu haben.
Nicht Vanille steht hier im Vordergrund, sondern Amber, so wie ich ihn auch im gleichnamigen Amberduft wahrnehme, aber hier nicht ganz so gischtig und im Vergleich auch gar nicht seifig.
Etwas brauner Zucker verblendet im Herz bittere Gewürze und weiße Blüten. Was hier so strahlt, schient Labdanum zu sein. Harzig, amberig, holzig, sogar ein wenig klebrig gibt sich der Duft auf der Haut. Die Sonne steht heiß am blauen Himmel über dem kleinen Cistrosenstrauch, der in Küstennähe blüht. Am Ende bleibt ein Eindruck von Mandel, der mich an Frühling erinnert und der Duft fadet sanft aus.
Wieder ein toller Reminiscence, leider nicht mehr zu haben.
10 Antworten
Chyprische Moosseligkeit oder saftiggrüne Wonne?
Eine Hallowach-Mischung aus Chypre, Badeschaum und Natur für alle trifft AugustAs Nase ohne Umschweife. In der Wirkung ist Wrappings nicht gerade brav, aber auch nicht ganz so wildwütig aromatisch wie das bekannte Elixir aus dem selben Haus oder Bandit oder andere ältere Chypres. Aber er ist durchaus verwandt, was die krautige Komposition angeht.
Wenn die Blumen dazutreten - klassisch, frisch und im guten Sinne damenhaft - wird er lichter und etwas cremig. Kräuterpflegecremig.
Ich wate stundenlang kniehoch in mediterranen Kräutern. Ein Duft wie frische kühle Luft beim Gang durch den Kräutergarten, keinerlei Süße, versteht sich, dann wieder der aromatische Badeschaumvibe.
Wie man sieht, hat Wrappings mich locker eingewickelt und ich schwanke zwischen saftiggrüner Wonne und chyprischer Moosseligkeit.
Gut vorstellbar in Frühling und Sommer, geeignet zu kräftigenden Erfrischungskur.
Ich hebe mir den Rest der Probe jedenfalls für einen Sommertest auf.
Wenn die Blumen dazutreten - klassisch, frisch und im guten Sinne damenhaft - wird er lichter und etwas cremig. Kräuterpflegecremig.
Ich wate stundenlang kniehoch in mediterranen Kräutern. Ein Duft wie frische kühle Luft beim Gang durch den Kräutergarten, keinerlei Süße, versteht sich, dann wieder der aromatische Badeschaumvibe.
Wie man sieht, hat Wrappings mich locker eingewickelt und ich schwanke zwischen saftiggrüner Wonne und chyprischer Moosseligkeit.
Gut vorstellbar in Frühling und Sommer, geeignet zu kräftigenden Erfrischungskur.
Ich hebe mir den Rest der Probe jedenfalls für einen Sommertest auf.
19 Antworten
Die Miss
Die Miss ist frech und herb. Nicht grob, nur herb. Und laut, aber das mit einnehmender Eleganz. Der blumig-seifige Grundton aus Rose und Nelke und etwas Weiß entfaltet sich voluminös im Herzen des Dufts und geht später über in eine frisch-harzige andere Blumigkeit. Alte Blumen, altmodische Jugendlichkeit, rosiges Maiglöckchengebimmel ohne Ende. Etwas Erde, dunkelgrüne Basis. Enorme Sillage. Not Everyone’s Darling, for shure not. Bleibt lang, aber es ist ein unvergesslicher Abend mit der Miss. Wouldn't want to miss it.
9 Antworten
Geronnene Blüten
Ein Honigduft, der AugustA außerordentlich gut gefällt, wiel er nicht vordergründig süß ist, sondern zu erkennen gibt, dass Honig von verdauten Blüten kommt. Poetischer gesprochen: Es riecht nach zu Honig geronnenem Blütenstaub. Und das riecht ungourmandig gut und eigenständig, weil ungewohnt gegenüber dem, was man sich unter Honig geruchstechnisch so vorstellt. Riecht weder nach Gourmand noch nach Orientale. Und im Abgang, na gut, dann doch typisch: beruhigend wie warme Milch und Honig.
8 Antworten
Für einen dieser Tage
Schon wieder hell. Man quält sich aus dem Bett, hat den ganzen langen Tag noch vor sich. Die Augen sind verklebt, ab unter die Dusche. Hhmmmm, gut. Jetzt noch rasieren. Und dann:
Sedley.
Nein, leider kein Aprés-Rasage. Es sollte aber eines sein. Wann, wenn nicht just in diesem Moment, kann der Tag noch gerettet werden. Eine neue Wendung im Geschehen.
Frisch – ja – aber auch umhüllend, intensiv, und gleichzeitig so leicht. Dabei stets transparent. Klischeelos. Langsam, ganz langsam, nimmt es einen bei der Hand, Schritt für Schritt. Es nimmt einen mit.
Man öffnet die Augen, schaut in den Spiegel, und – erhascht ein schelmisches Grinsen. „Den Tag, den hab ich doch im Sack!“ „Kinderspiel.“
…Hmm, vielleicht noch ein kleiner Spritzer, auf den Weg…
Das ist die Kraft von Sedley.
Unbezahlbar? Fast.
Sedley.
Nein, leider kein Aprés-Rasage. Es sollte aber eines sein. Wann, wenn nicht just in diesem Moment, kann der Tag noch gerettet werden. Eine neue Wendung im Geschehen.
Frisch – ja – aber auch umhüllend, intensiv, und gleichzeitig so leicht. Dabei stets transparent. Klischeelos. Langsam, ganz langsam, nimmt es einen bei der Hand, Schritt für Schritt. Es nimmt einen mit.
Man öffnet die Augen, schaut in den Spiegel, und – erhascht ein schelmisches Grinsen. „Den Tag, den hab ich doch im Sack!“ „Kinderspiel.“
…Hmm, vielleicht noch ein kleiner Spritzer, auf den Weg…
Das ist die Kraft von Sedley.
Unbezahlbar? Fast.
7 Antworten





