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Dufti1985

Dufti1985

Rezensionen
1 - 5 von 44
Der zivilisierte Outlander
Heute habe ich diesen schönen Duft aus einer Abfüllung getestet. Natürlich war der Vergleich mit Outlands unausweichlich, vor allem, weil ich diesen bereits getestet hatte und sehr gut fand.

Nach zirka 4 Stunden empfinde ich Dark Syrup als überaus angenehm, ziemlich nahe am großen Vorbild, aber nicht ganz so dicht/balsamisch/würzig. Im Auftakt rieche ich eine etwas süßliche, beinahe Gourmandnote, vermutlich den namensgebende "Sirup". Es ist aber keine Kopfschmerz-Süße, sondern eine gut in würzigen Noten eingebundene. Der Sirup tritt im weiteren Verlauf hinter den warmen, harzigen Gewütznoten zurück.

Der Duft hält und projeziert nicht ganz so intensiv, was ihn aber aus meiner Sicht wesentlich alltagstauglicher macht.

Mit lediglich kleinen Unterschieden liefert Monkoku hier also einen zivilisierten "Outlander" zu einem top Preis-Leistungs-Verhältnis.
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Orangen-Gewürz-Punsch für kühle Tage
Zum Auftakt kommt hier für mich ganz kurz eine leicht synthetisch-süße Kaugummi-Assoziation auf. Diese verschwindet aber schnell - zum Glück - und weicht einer fruchtigen Mandarine. Sehr angenehm, wärmend, und flankiert von einer holzigen Würze.

Das orientalisch anmutende Wechselspiel aus fruchtigen und würzigen Komponenten empfinde ich als ausgewogen. Ich muss dabei an einen warmen Früchtepunsch denken und sehe den Najim im Herbst und Winter, je nach Dosierung beinahe universell tragbar.

Im Drydown nimmt die Frucht langsam ab, ich könnte aber nicht sagen, dass eine Duftkomponente der Pyramide hervorsticht, was mir besonders beim Vetiver ganz recht ist.

Der klassische Eros-Flakon gefällt mir sehr gut, die Farbe passt wunderbar zum Dufterlebnis.

Alles in allem kein herausragendes "Nischenerlebnis", aber ein schöner, fruchtiger Daily für die kalte Jahreszeit mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
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Edler Allrounder oder "Staple Piece"
Als edlen Allrounder würde ich diesen schönen Duft bezeichnen. Der Eindruck beginnt bereits beim Flakon: Klassisch und raffiniert, nicht gefallsüchtig, sondern wertig und zeitlos, wie die Arbeit eines Handwerkers, die über Jahrzehnte dient und Trends überdauert.

Weiter geht es mit dem Duft an sich: Der Auftakt wirkt zunächst dezent süß durch die enthaltenen Blüten und wärmend. Sogleich gesellt sich aber dieser seriöse, erwachsene Twist dazu, erdig und würzig, leicht grün.

Ambersüße, grün-würzige Noten und Patchouli sind sehr ausgewogen und umspielen mit sehr guter Haltbarkeit und Sillage den Träger. Man fühlt sich erwachsen, aber nicht alt, professionell, aber nicht distanziert.

Wenn man Glück hat, findet man in seinem Umfeld jemanden, der einem ehrliches Feedback zu den getragenen Parfums gibt. Als ich den Ambre des Abysses letztens in der Arbeit trug, lief eine deutlich jüngere Kollegin an mir vorbei (ich bin 40). Nach einem Meter stoppte sie, kam zurück und schnüffelte. "Wow, was ist das für ein Duft? Wow...also das ist einer der besten, die du in letzter Zeit getragen hast! Süß, aber irgendwie...erwachsen".

Dementsprechend empfinde ich ihn auch und kann ihn für Männer in den besten Jahren ;) beinahe rund ums Jahr zu fast jeder Gelegenheit empfehlen.
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Der Duft für leichte Tage
Dieser Duft wird mit Sicherheit im nächsten Sommer einer meiner Favoriten. Passenderweise habe ich ihn nun, im Oktober, getestet, in der Zeit der süßen, harzigen, gourmandigen Düfte. Doch so sehr ich mich in den sonnigen Monaten darauf gefreut habe, wieder Weihrauch, Oud, Tonkabohne, Leder etc. tragen zu können, so freue ich mich jetzt auf 25 Grad plus und Muschio Bianco Eau de Parfum

Für ein EdP bringt er keine intensive H/S mit, es ist ein sauberer, klarer Duft, der von allem etwas hat, was man so in der Duftpyramide findet. Leicht zitrisch, leicht würzig - er legt sich um einen wie ein frisch gewaschenes Baumwolltuch, das so dünn ist, dass die Sonne hindurchscheint, während es durch die Sommerbrise weht.

Ein Duft für jeden Tag und jede Gelegenheit, wenn man sich frisch und sauber fühlen möchte.
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Weniger Weihrauch, mehr Seife
Von diesem Duft erhielt ich als Beigabe eine Probe. Nach dem ersten Blick auf die Duftpyramide erwartete ich eigentlich deutlich mehr Weihrauch.

Zum Auftakt lässt sich auch etwas leicht Sakrales vernehmen, weicht dann aber tatsächlich schnell einer gourmandigen Süße in Verbindung mit würziger Seife. Meine Skepsis bzgl. des Rums bestätigte sich nicht, er fließt lediglich in die Gesamtkomposition mit ein, boozy ist der Duft nicht.

Da ich allerdings seifige Düfte nicht so mag, legte ich ihn erstmal ad acta. Einige Zeit später, es war draußen deutlich kühler, wagte ich einen neuen Versuch. Wir waren auf dem Sprung zu einer Veranstaltung im Gemeindesaal und ich wollte auf der einen Seite zwar wahrgenommen werden, auf der anderen Seite aber nicht eine Duftwolke mit mir herumziehen, bei der die Leute hinter dir den Kopf schütteln.

Hier fand ich den Incense 01 - dezent aufgetragen - plötzlich doch ganz passend, da der seifige Eindruck irgendwie ein gepflegtes Gefühl vermittelt. Kurz darauf hab ich mir auch einen Flakon gekauft und bin sehr zufrieden damit.

Tragen würde ich ihn aufgrund der Intensität definitiv im Herbst und Winter, abends für mich oder zum Ausgehen.
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