Medianus76Medianus76s Parfumrezensionen

Medianus76 vor 5 Monaten 28
8.5
Duft
7
Haltbarkeit
6
Sillage
8
Flakon

On an Island...
Meeresrauschen. Das vor mir befindliche Wasser glitzert in der orangefarbenen Glut der Sonne, als ob tausende Diamanten darauf schwimmen. Eine frische Prise weht über die Weiten des Meeres zu mir, und vermischt sich mit dem Duft der im Hinterland befindlichen Zitrushaine zu einer wunderschönen Melange. Das Leben kann so unbeschwert sein…
Neben mir liegt und räkelt sich im Sand meine bildhübsche Begleitung. Wäre es doch jammerschade dieses Szenario allein genießen zu müssen! Einzigartig ist sie. Ihr perfekter Körper sanft vom Sand bedeckt, verströmt einen elegant cremig holzigen Schleier. Definierte Kurven und ein langer schlanker Hals fügen sich perfekt ins exotische Landschaftsbild ein. Gleichzusetzen mit einer jung gebliebenen Fruchtigkeit die ihresgleichen sucht. Saftig und süßlich zugleich! Zum Anbeißen, wäre da leider nicht diese gewisse Sperrigkeit…Sie ist halt doch noch ein wenig grün hinter den Ohren. Aber dem kann ich ja Abhilfe verschaffen, wenn ich nur oft genug mit ihr spiele! Lange kann ich mich sowieso nicht mehr zurückhalten!
Meine Finger sind schon ganz kribbelig, und umgeben von all diesen sommerlich duftenden Aromen packt es mich. Vielmehr packe ich sie! Voller Inbrunst und Leidenschaft schnappe ich mir ihren Hals. Mit einem gekonnten Ruck ziehe ich sie auf meinen Schoß. Ich lege meine eine Hand auf Ihren weichen und holzig duftenden Unterbau, während meine andere Hand sanft ihren cremigen Hals umschließt!
Und dann, ja dann, hole ich aus, und spiele das schönste Stück aus meinem Repertoire auf meiner heißgeliebten Gitarre aus der Hanika Manufaktur…:-)

**

Inspiriert durch die segensreichen Frühlingstemperaturen der letzten Tage entstanden diese Zeilen zu Bohemian Lime. Ein wunderschöner Sommerduft, der auch ein wenig an The Tycoon von St Giles erinnert. Unkompliziert, erfrischend und Hoffnung spendend insofern, als das für die anstehenden Monate pragmatische und anwendbare Lösungen für die Zukunft gefunden werden. Damit wir alle einen unbeschwerten, und möglichst sorgenfreien Sommer in diesen immer noch sehr eingeschränkten und reduzierten Zeiten erleben dürfen.

23 Antworten

Medianus76 vor 6 Monaten 26
9
Duft
9
Haltbarkeit
8
Sillage
8
Flakon

Freier Fall
Ich stehe an der Grenze der Wahrnehmung, den Klippen der Realität.
Geschärft sind die Sinne einem Adler gleich.
Balsamische Tiefe am Firmament erstrahlt.
Der Abgrund vor mir - harzig, süßlich und samtartig weich.
Lasse mich fallen und treiben, taumelnd den Halt verlierend.
Holzgetränkte Schleier voll surrealer psychedelischer Emotion.
Verwischen die Wirklichkeit, betörend und berauschend zugleich.
Eine geschnitzte Wirklichkeit, die es nie gab und nie geben wird.
Erlegen dem Trugschluss der cremigen Illusion, begehrenswert und so voll Hoffnung.
Tiefblaues Licht schimmert aus der erhofften Welt.
Auf mystischen Pfaden zu mir
Erreicht mich flackernd und rein
Geklärt soll mein innerstes Ich nun sein
Denn so wie die Vergänglichkeit
Ist eine Träne auf der Wange der Zeit
Gibt sandiger Staub und warmer Bernstein
Erneut viel Hoffnung dem leuchtenden Sein

Carved Oud stellt für mich eine äußerst spannende olfaktorische Modifikation zu OW dar. Auch wenn die Seelen beider Kompositionen denselben ästhetischen Ursprung haben, so bietet Carved Oud eine gewisse mehr Tendenz zum orientalischen „Wüstenduft“!

*geschnitzten Dank an NuiWhakakore für den Test*
22 Antworten

Medianus76 vor 6 Monaten 45
8
Duft
8
Haltbarkeit
8
Sillage
9
Flakon

Was bin Ich? Das heitere Parfüm raten
Der Saal wartet gespannt auf den Beginn der Sendung. Als der Protagonist die Bühne betritt wird er mit Applaus empfangen. An der Tafel kurz innehaltend, nimmt der Gast ein Stück Kreide und schreibt seinen Namen darauf: “Mr. Creed”, und macht zeitgleich ein Kreuzchen bei “Selbstständig". Der Moderator der Sendung, Herr Johannes Bähre, begrüßt den Gast energisch und bittet ihn doch gerne Platz zu nehmen.
“So, dann wollen wir Sie erst einmal vorstellen” erklärt der Moderator, und lässt einen kleinen, neben ihm befindlichen Gong ertönen. Daraufhin wird am unteren Bildschirmrand folgender Text eingeblendet:

King Ave -Batch 20E01-ntus

Als der Gong ein zweites mal ertönt, ist der Text auch schon wieder ausgeblendet.
Die Rate-Jury, bestehend aus Frau Jasmin Birke, Frau Kasambra Van Ille, Herr Pat Chouli sowie Frau Anna Nass, kann diese Einblendung selbstverständlich nicht sehen. Dies zu erraten und heraus zu finden ist ja ihre Aufgabe, der Hauptbestandteil des Spiels. Die Jury darf nur Fragen stellen welche der Kandidat mit “Ja” oder “Nein” beantworten kann. Für jede mit “Nein” beantwortete Frage bekommt Mr. Creed 50 Parfumo Points. Bei 10 mit “Nein” beantworteten Fragen gewinnt der Gast. Sollte die Jury vorher herausfinden welches Parfüm hier sitzt, gewinnt logischerweise die Jury.

“Welches Schweinderl hätten´s denn gern?” fragt der Moderator den Gast Mr. Creed. “Ich nehme das Gelbe” antwortet dieser, und räkelt sich auf seinem Stuhl zurecht. “Dann wollen wir auch gleich beginnen. Aber zuvor darf ich Sie noch um eine typische Handbewegung bitten” fordert Johannes Bähre den Gast auf. Dieser greift daraufhin mit seiner Hand nach einem imaginären Knauf, und drückt diesen nach vorne, als ob er eine Türe öffnen würde...
“Vielen Dank” quittiert Herr Bähre die Geste, und bittet als gleich Frau Jasmin Birke mit der ersten Frage zu beginnen.

“Herr Creed” startet die Birke. “Sind Sie schon lange im Parfüm Business?”
Der Befragte bestätigt mit einem klaren “Ja” die Frage.
“Lange ist ja ein relativer Begriff. Sind Sie länger als 10 Jahre am Markt?”
“Das wäre ich gerne, bin ich aber leider nicht. Also Nein” erwidert der Kandidat enttäuscht.
Daraufhin packt der Moderator 50 Parfumo Points in das gelbe Schweinderl, und deckt auf seinem Zählblock die Nummer 1 auf!
“Dann darf jetzt bitte Frau Anna Nass die nächste Frage stellen” fährt der Gastgeber fort.
“Gerne. Sind Sie denn ein fruchtiger Zeitgenosse” möchte die Anna Nass wissen, was ganz klar mit “Ja” bestätigt wird.
“Ist dann zufällig auch mein Name in Ihrem Duftpotpourri zu finden?”
“Logisch” kommt von Mr Creed wie aus der Pistole geschossen.
“Wie schön. Das freut mich sehr zu hören. Ich bin eben äußerst begehrt” sabbelt die Nass.
“Sind Sie eventuell ein Gourmand?” Entsetzt wird die Frage verneint, und es wandern wieder 50 Parfumo Points in die gelbe Sau. Nummer 2 erscheint auf dem Zählblock.
“Jetzt wäre Herr Pat Chouli an der Reihe” fordert der Johannes Bähre das Jury Mitglied auf.
“OK. Mr. Creed, sind Sie denn ein olfaktorischer Meilenstein?”
Kaum hat Pat die Frage gestellt, mandelt sich der Creed in seinem Stuhl auf und kontert:
“Ja selbstverständlich. Was denken Sie denn welche Persönlichkeit hier vor Ihnen sitzt”
“Alles klar. Demnach haben Sie der Menschheit einen besonderen Dienst erwiesen?”
“Aber sowas von! Was ist das für eine Frage” frotzelt der King zurück.
“Sind Sie ein Männerduft?”
“Logisch, maskuliner geht kaum”, grunzt er laut ins Studio.
“Kann es dann sein, dass Sie ein sogenannter Pantydropper sind?” fragt der sachlich und nüchtern wirkende Pat Chouli. Das hat gebatched! Der King sichtlich irritiert von der Frage, wendet sich hilfesuchend an den Moderator. Nach kurzem tuscheln der beiden, beantwortet der Kommentator die Frage ausweichend in der Art “das kann man jetzt so auch nicht sagen...also Nein”.
Zack, 50 Parfumo Points wieder dazu. Als nächstes kommt Frau Kasambra Van Ille zu Wort.
“Sind Sie dann ein Türöffner, Herr Creed? Ihre anfängliche Geste hat ja darauf schließen lassen.”
“Ja, auf jeden Fall” bestätigt der Gast arrogant die Frage.
“Und sind Sie zufälligerweise schon oft reformuliert worden?” fügt die Van Ille schnäppisch hinzu, mit einem fiesen Grinsen im Gesicht.
“Verdammt, ich hasse diese Frage”, so der Protagonist. “Aber ja, leider schon zu oft!”
“Insofern leidet ihre Qualität auch darunter?” möchte Kasambra wissen.
“Auf keinen Fall, Nein!” zetert der Creed. “ Sie müssen schon bei der Wahrheit bleiben”, ermahnt der Johannes Bähre den Gast harsch. “Diese Frage müssen wir bejahen” erklärt der Moderator der Jury, und gibt wieder an Frau Van Ille ab.
“OK. Herr Creed. Ich habe jetzt noch ein paar allgemeine Fragen. Sind Sie Raucher?”
“Ja”
“Birkenteer Raucher?”
“Ja genau” gibt der King schon fast entnervt zu.
“Sie sind also frisch fruchtig, rauchig und auch cremig holzig?”
“Das stimmt so alles” bestätigt Batch 20E01N.
“Das bedeutet Sie sind ein rundum gelungenes Parfüm, das gut duftet, gern getragen wird und vielen gefällt?!”. Der Protagonist, schon fast gebauchpinselt, bestätigt freudestrahlend alles mit “Ja aber darauf können Sie einen lassen”.
“Dann möchte ich jetzt eine Lösung präsentieren” jauchzt die Kasambra begeistert. “Vor uns sitzt der wahrhaftige, one and only King Ave-ntus!! Allerdings kann ich keine Batch Nummer nennen. Dafür sind Sie schon zu oft reformuliert worden...aber durch ihren hohen Bekanntheitsgrad haben wir sie eben recht schnell erkannt!”

Den geneigten und etwas älteren Lesern*innen ist sicherlich meine Anlehnung an das beliebte TV-Ratespiel aus den 70er und 80er Jahren aufgefallen. Des Weiteren habe ich diese Zeilen mit viel Augenzwinkern geschrieben, eher als kleine Hommage. Ich selbst kenne Aventus tatsächlich erst seit gut einem Jahr. Insofern ist dieses Parfüm für mich alles andere als abgedroschen, altbacken, beliebig, belanglos und charakterlos. Ich betrachte Aventus fernab all dieser ihm zugesprochenen Klischees, und nehme das Parfüm als gelungenes Werk wahr.
30 Antworten

Medianus76 vor 7 Monaten 30
10
Duft
9
Haltbarkeit
9
Sillage
8
Flakon

Go with the (green) Flow
Sich dem Fluss des Lebens hingeben und mitreißen lassen von dem was kommt. Eine sehr einladende Vorstellung, und in der heutigen Zeit wahrscheinlich für die meisten nur sehr bedingt umsetzbar. Zumindest in meinem Leben eine echte Herausforderung, da der Fluss immer wieder unterbrochen wird. Aber wie kommt man überhaupt in den rechten "Flow"?

Olfaktorisch betrachtet hat mich der Flow, was Düfte und Parfüms angeht, ganz unerwarteter Weise vor ein paar Wochen ereilt, als mir ein wertgeschätzter Parfumo Kollege Mousse Illuminee als Probe zukommen lies.
Als ich den Duft zusammen mit ein paar anderen Düften testete, fiel mir das Werk von Rogue erstmal gar nicht wesentlich ins Auge respektive in den Geruchssinn. Erst als ich nach verlassen des Raumes wieder zurück ins Zimmer kam, tja da schwebte er, dieser alles überlagernde Duftteppich...
Es glich dem ultimativen Erwachen, und ich dachte mir...Wow, das offenbart schon fast ein Stück weit das wonach ich olfaktorisch immer gesucht habe. Somit kam ich in den Flow - augenblicklich und voller Begeisterung!

Mousse Illuminee legt dich in Ketten im positiven Sinn, hält Dich fest und nimmt dich mit auf eine schimmernde Reise. Nicht der Träger trägt diesen Duft, sonder der Duft trägt den Träger! Ein wesentlicher Grundsatz! Denn sobald die Duftmoleküle den Zerstäuber passieren und in Kontakt mit der Umwelt treten, bedeutet das in ein grünes Lichtermeer voller atemberaubender Schönheit einzutauchen. Ätherisch grün leuchtende Frische kommt zum Vorschein, einem Smaragdwald gleichend voller Anmut und Zauberei. Aber Vorsicht, denn die anfängliche Schärfe, enorme Krautigkeit und der streckenweise beißende Geruch kann auch sehr schnell als unangenehm empfunden, beziehungsweise mit zu starker Animalik gleichgesetzt werden. Doch dazu später ein paar Worte mehr.
Mousse Illuminee braucht seine Zeit. Je länger man ihn trägt, umso schöner, authentischer und puristischer wird er.
Denn die eigentliche Magie, welche der Hersteller Manuel Cross souverän zeichnet, und den Duft für mich damit schon fast visionär macht, ist der innewohnende Geist des Waldes. Kennt ihr diese Bilder von Waldgöttern, deren Gesicht aus Blättern besteht, kreisrund angeordnet, mit gespitzten Lippen als ob sie Wind aushauchen? An genau solch eine Gestalt muss ich bei MI denken...mystisch, zauberhaft und geheimnisvoll!
Dieses Phänomen entsteht durch das Eichenmoos, welches hier so grandios in Szene gesetzt, dem Duft diese außergewöhnliche Aura einhaucht. Phantastisch!

Was das Thema Harnstoff beinhaltende Aromen im Duft angeht, so wird in den Statements oft von "anpinkeln", "Pisse", "markieren", "anbrunzen"...:-) gesprochen.
Das ist übrigens urbayerisch, sensationeller Begriff, und bedeutet das gleiche wie "a´gseicht", also angebieselt.
Aber nun genug dieser urinalen Begrifflichkeiten, sind sie doch nach meiner Meinung gehend für diesen wundersamen Duft mehr als unpassend und gänzlich ungeeignet!
Es liegt einzigst und allein im intensiven Auftakt von MI, der diese Annahme zulässt. Ich nehme diese Duftnoten so aber in keinster Weise wahr. Im Gegenteil. MI braucht diese Intensität um seine enorme Ausdauer auszuspielen. Er hält tatsächlich den ganzen Tag! Also ist hier beim dosieren vorsicht geboten, denn MI tapeziert im näheren Umfeld alles organische als auch anorganische mit seinen Molekülen...
Nein, das stimmt natürlich nicht. Aber zuviel gesprüht führt schnell zur sozialen Ausgrenzung!

Dem Labelinhaber Manuel Cross ist es hiermit gelungen einen genialen Oldschool Powerhouse Duft zu kreieren, mit einem modernen, und eben für mich fast schon visionären Twist. Meiner Vorrednerin Frau Holle pflichte ich deswegen uneingeschränkt bei: Bester Duft!
Allerdings muss ich ihr eine Sache abreden: sie hat nicht alle Flakons, einer steht bei mir...:-)

Ich bedanke mich bei meinem mittlerweile fast schon Mentor Floyd, der mich überhaupt erst auf dieses Label aufmerksam gemacht hat, sowie dem wertgeschätzten Mr. Bloodxclat, der mir vor vielen Wochen diese damals unscheinbare Probe hat zukommen lassen!

*Es ist Zeit etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen*

Vielen Dank das hier alles zu lesen!
22 Antworten

Medianus76 vor 7 Monaten 18
8
Duft
8
Haltbarkeit
7
Sillage
8
Flakon

Quercia - Die Eiche
Die altehrwürdige knorrige Eiche. Steht sie doch seit Jahrhunderten auf der lichtdurchfluteten Anhöhe im sommerlich schimmernden Mischwald. Vieles hat sie in all den Jahren gesehen, und die Zeit hat sie gezeichnet. Tiefe Furchen in der festen Rinde, ausgehöhlt der Stamm von anderem Getier. Dennoch sind die starken Äste breit verzweigt, und das Wurzelsystem sich tief ins Erdenreich neigt.
Ihre Unverwüstlichkeit hat sie zu dem gemacht was sie heute ist. Mystisch und geheimnisvoll gilt sie als der König der Wälder. Seit jeher wird sie den obersten Gottheiten zugeschrieben, verkörpert sie doch Stärke, Macht und Beständigkeit in vollen Trieben
Viele sagenumwobene Geschichten ranken sich um ihre Gestalt, und ihre heroische Erscheinung zog die Menschen schon immer zu ihr in den Wald!
Die Eiche symbolisiert einen starken und autarken Ruhepol...

****
Quercia verkörpert für mich auch einen wunderschönen Ruhepol. Ein Duft der den Namen eines solch stattlichen Baumes trägt, das will schon was bedeuten. Allerdings ist Quercia sicherlich nicht mit einem klassischen Waldduft gleichzusetzen. Eher gar nicht! Dennoch lässt sich bei genauerer Betrachtung für mich sehr wohl eine olfaktorische Brücke zur Eiche schlagen...

Der frische und zitrische Empfang offenbart eine einvernehmende Präsenz. Authentisch ist der Auftakt, so wie eine Eiche eben auch. Kaum habe ich es mir unter der Baumkrone gemütlich gemacht, gesellt sich auch schon dieser herrliche, weich würzige Schleier von Quercia dazu. Er verleiht dem Duft anhaltenden Raum und die notwendige Tiefe. Das Holz des Baumes lebt, er atmet, was durch die hervorragend ausbalancierte herbe, leicht kantige Holzigkeit zum Ausdruck kommt. Gepaart mit einer morderaten Süße, entsteht der Eindruck eines in der Blütezeit befindlichen Baumes. Sicherlich spielt hier die Tonkabohne als auch der Kardamom ein paar Takte mit.
Der uralte Stamm ist bedeckt mit Eichenmoos, was dem Duft diese ganz spezielle und magische Aura verleiht. Eichenmoos haucht den Düften immer einen subtilen und unscheinbaren Zauber ein, und erweckt sozusagen den grünen Geist des Waldes...

Somit ist der Duft in der Lage, auf leichtfüßige und elegante Art, durch einzelne Aromen ein in sich greifendes Duftpanorama zu schaffen. Er wirkt dabei zu keinem Zeitpunkt künstlich oder gar aufdringlich. Die Haltbarkeit und Sillage sind angemessen, mehrere Stunden ist der Duft ein angenehmer Begleiter in so ziemlich allen Lebenslagen. Unkompliziert, gefällig und dennoch einzigartig und besonders!

Shinrin-yoku steht für die japanische "Kunst" bzw Therapie des "Waldbadens". Das verweilen unter großen alten Bäumen bzw. der Aufenthalt in Wäldern führt nach diesen Überlegungen zu mehr Wohlbefinden und Stärkung des Immunsystems!
Insofern wäre dies ein perfekter Anlass Quercia zu genießen, und unter einer alten Eiche zu entspannen.
Voilá - der Bezug zu Duft und Baum wäre somit hergestellt.
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