RibesNigrum
Rezensionen
Detailliert
Warmes Fell
Wow, dieser Duft ist eine spannende Persönlichkeit. Von Anfang an strahlt hier für mich eine ausgesprochen sinnliche, goldene Sandelholz-Note heraus: Cremig, warm und einladend. Das Oud ist ebenfalls präsent und gibt dem Duft eine schöne Animalik, die etwas von einem Tierfell an sich hat (eher weniger von Kuhstall). Encounters gibt mir ein Gefühl von umhüllender, Geborgenheit spendender Abenddämmerung. Wie eine dunkle, kuschelige Höhle, in die ich mich zurückziehen kann. Wie ein Fuchsbau.
Der Duft ist sehr dicht, strahlt wenig ab und wird daher vorallem aus der Nähe erst so richtig interessant. Im weiteren Verlauf wird die sanfte, erdige Pudrigkeit der Iris prominenter und hierbei kommt wieder die Assoziation von Tierfell in mir auf. Dabei transportiert der Duft eine wunderschöne goldene Wärme und vermittelt eine gewisse Intimität. Was mich allerdings im Verlauf stört, ist das Abgleiten ins leicht staubige und dadurch ein Verlust an Tiefe, die Encounters zu Beginn so fesselnd macht.
Mich verwundern die vielen Kommentare zu der Assoziation mit Brause. Manchmal ist eine leicht säuerliche Komponente wahrnehmbar, aber ich schreibe diese tatsächlich eher der Oud-Animalik zu und weniger den zitrischen Noten, die in der Pyramide angegeben sind. Die Zitrik bleibt für mich ausgesprochen dezent und nur ein kleiner Sprenkel, der den Duft etwas aufhellt.
Als kleines Fazit: Was den Duft für mich besonders auszeichnet ist, dass er trotz seiner Animalik und Naturnähe etwas total luxuriöses und edles in sich trägt. Er strahlt für mich Sinnlichkeit, Wärme und Geborgenheit aus.
Der Duft ist sehr dicht, strahlt wenig ab und wird daher vorallem aus der Nähe erst so richtig interessant. Im weiteren Verlauf wird die sanfte, erdige Pudrigkeit der Iris prominenter und hierbei kommt wieder die Assoziation von Tierfell in mir auf. Dabei transportiert der Duft eine wunderschöne goldene Wärme und vermittelt eine gewisse Intimität. Was mich allerdings im Verlauf stört, ist das Abgleiten ins leicht staubige und dadurch ein Verlust an Tiefe, die Encounters zu Beginn so fesselnd macht.
Mich verwundern die vielen Kommentare zu der Assoziation mit Brause. Manchmal ist eine leicht säuerliche Komponente wahrnehmbar, aber ich schreibe diese tatsächlich eher der Oud-Animalik zu und weniger den zitrischen Noten, die in der Pyramide angegeben sind. Die Zitrik bleibt für mich ausgesprochen dezent und nur ein kleiner Sprenkel, der den Duft etwas aufhellt.
Als kleines Fazit: Was den Duft für mich besonders auszeichnet ist, dass er trotz seiner Animalik und Naturnähe etwas total luxuriöses und edles in sich trägt. Er strahlt für mich Sinnlichkeit, Wärme und Geborgenheit aus.
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Balsam für die Seele
Ich bin geflashed! Moonlight in Chiangmai ist für mich ein klarer Favorit aus dem Haus Dusita. Der Duft schafft den Spagat zwischen außergewöhnlich und gefällig ganz wunderbar. Im Gesamteindruck ist Moonlight ein balsamischer, harzig-warmer, Muskat-würziger Holzduft, der aber eine wunderschöne Leichtigkeit und Frische transportiert. Ganz leicht erinnert er mich an den Duft von frischem Fichtenharz in der Sonne. Er hat also eine gewisse Kühle und Frische an sich, die aber sehr ausdrucksvoll mit warmen Balsamnoten verwoben ist.
Im Opening erinnert mich Moonlight an einen luxuriösen Sauna Aufguss und weckt Assoziationen an knarziges Sauna-Holz: warm und trocken, erfrischend- harzig mit einer leichten Mentholhaftigkeit. Das erschafft eine gemütliche und entspannte Stimmung. Ganz dezent ist auch eine herbe Rasierschaum-Note wahrnehmbar. Das ist der Anteil am Duft, der mich nachvollziehen lässt, warum Dusita ihn an Männer vermarktet. Aber ich empfinde ihn trotzdem als unisex genug. Im weiteren Verlauf verschmelzen Benzoe Siam, Myrrhe und Muskat zu einem wunderschönen bernsteinhaften Kern, der stetig präsenter wird. Keine dieser Noten stechen für mich dabei irgendwie spitz heraus, sondern bleiben im gemeinsamen Schmelztiegel. Hier entwickelt der Duft eine ganz einzigartige malzige, glatte Süße, die mich regelrecht süchtig macht und in eine ganz besinnliche Stimmung bringt. Ab und zu leuchtet in meiner Wahrnehmung diese herbe Fichtenharz-Frische wieder auf, ich frage mich ob das von der Yuzu kommt?
Der Duft nimmt mich auf jeden Fall mit auf eine Entdeckungsreise, lässt mich träumen und verstehen, warum Parfum mich so begeistert. Ich kann nur empfehlen ihn zu testen. Für mich ein klarer Kaufkandidat :)
Im Opening erinnert mich Moonlight an einen luxuriösen Sauna Aufguss und weckt Assoziationen an knarziges Sauna-Holz: warm und trocken, erfrischend- harzig mit einer leichten Mentholhaftigkeit. Das erschafft eine gemütliche und entspannte Stimmung. Ganz dezent ist auch eine herbe Rasierschaum-Note wahrnehmbar. Das ist der Anteil am Duft, der mich nachvollziehen lässt, warum Dusita ihn an Männer vermarktet. Aber ich empfinde ihn trotzdem als unisex genug. Im weiteren Verlauf verschmelzen Benzoe Siam, Myrrhe und Muskat zu einem wunderschönen bernsteinhaften Kern, der stetig präsenter wird. Keine dieser Noten stechen für mich dabei irgendwie spitz heraus, sondern bleiben im gemeinsamen Schmelztiegel. Hier entwickelt der Duft eine ganz einzigartige malzige, glatte Süße, die mich regelrecht süchtig macht und in eine ganz besinnliche Stimmung bringt. Ab und zu leuchtet in meiner Wahrnehmung diese herbe Fichtenharz-Frische wieder auf, ich frage mich ob das von der Yuzu kommt?
Der Duft nimmt mich auf jeden Fall mit auf eine Entdeckungsreise, lässt mich träumen und verstehen, warum Parfum mich so begeistert. Ich kann nur empfehlen ihn zu testen. Für mich ein klarer Kaufkandidat :)
Weihrauch mal anders
Mystic Incense: ein mal etwas anderer Weihrauchduft, wie ich finde.
Obwohl in den Noten nicht gelistet, bekomme ich in der Kopfnote einen sehr feurig scharfen Pfeffer, zusammen mit einer überraschend angenehmen Curry-Note (ja, Curry :D). Schon in der Kopfnote ist auch die rauchige Seite des Duftes präsent, sehr trocken und warm.
Von da an setzt eine untypische und angenehme Süße ein, die eindeutig vom Salzkaramell stammt und die den Duft langsam aber stetig etwas weicher werden lässt. Die in der Pyramide aufgeführten Trockenfrüchte, die ja häufig eine sehr schwere und klebrige Süße erzeugen (wie z.B. bei Rouge Saray), kann ich hier nicht wirklich feststellen.
Bald wird auch der Weihrauch immer prominenter. Ich finde es ist tatsächlich der WeihRAUCH (und nicht das Harz an sich), der hier die Hauptrolle spielt. Zusammen mit der Karamellnote eine wirklich interessante, leckere Kombi. Vielleicht eine mal etwas mehr Genuss-betonte Seite vom Weihrauch…mehr gemütlich einhüllend, als sakral.
Nach einer kleinen Weile wird ganz zart der Kakao wahrnehmbar, der sehr schön mit dem Salzkaramell verschmilzt. Im Duftverlauf bewegt sich der Kakao auch immer mehr an die Oberfläche und verleiht dem Duft eine zunehmende Tiefe und warme Dunkelheit. Vielleicht gerade die Ingredienz, die ihn auch etwas mystisch macht.
Der Duft bleibt im gesamten Verlauf sehr warm, smoky und vor allem trocken. Hier sehe bzw. rieche ich das einzige Manko: Durch die Trockenheit driftet Mystic Incense für mich irgendwann ein wenig ins staubige ab. Es hätte noch irgendetwas gebraucht, was dem Duft ein bisschen Saft verleiht und alles nochmal mehr zusammenschmelzen lässt (eine Alkohol- Note vielleicht, oder einen Milch-Akkord etc.).
Im Gesamten: spannender, gourmandiger Weihrauchduft, sehr unisex, rauchig und würzig. Lecker! Aber definitiv für die kälteren Tage. Probiert ihn aus :).
Obwohl in den Noten nicht gelistet, bekomme ich in der Kopfnote einen sehr feurig scharfen Pfeffer, zusammen mit einer überraschend angenehmen Curry-Note (ja, Curry :D). Schon in der Kopfnote ist auch die rauchige Seite des Duftes präsent, sehr trocken und warm.
Von da an setzt eine untypische und angenehme Süße ein, die eindeutig vom Salzkaramell stammt und die den Duft langsam aber stetig etwas weicher werden lässt. Die in der Pyramide aufgeführten Trockenfrüchte, die ja häufig eine sehr schwere und klebrige Süße erzeugen (wie z.B. bei Rouge Saray), kann ich hier nicht wirklich feststellen.
Bald wird auch der Weihrauch immer prominenter. Ich finde es ist tatsächlich der WeihRAUCH (und nicht das Harz an sich), der hier die Hauptrolle spielt. Zusammen mit der Karamellnote eine wirklich interessante, leckere Kombi. Vielleicht eine mal etwas mehr Genuss-betonte Seite vom Weihrauch…mehr gemütlich einhüllend, als sakral.
Nach einer kleinen Weile wird ganz zart der Kakao wahrnehmbar, der sehr schön mit dem Salzkaramell verschmilzt. Im Duftverlauf bewegt sich der Kakao auch immer mehr an die Oberfläche und verleiht dem Duft eine zunehmende Tiefe und warme Dunkelheit. Vielleicht gerade die Ingredienz, die ihn auch etwas mystisch macht.
Der Duft bleibt im gesamten Verlauf sehr warm, smoky und vor allem trocken. Hier sehe bzw. rieche ich das einzige Manko: Durch die Trockenheit driftet Mystic Incense für mich irgendwann ein wenig ins staubige ab. Es hätte noch irgendetwas gebraucht, was dem Duft ein bisschen Saft verleiht und alles nochmal mehr zusammenschmelzen lässt (eine Alkohol- Note vielleicht, oder einen Milch-Akkord etc.).
Im Gesamten: spannender, gourmandiger Weihrauchduft, sehr unisex, rauchig und würzig. Lecker! Aber definitiv für die kälteren Tage. Probiert ihn aus :).
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Holzig süße Seidigkeit
Silky Woods hat für mich einen sehr einzigartigen Duftcharakter: weich, edel, warm, pudrig. Er erweckt in mir die Assoziation von ganz fein zerpudertem hellen Holz und wirkt dabei tatsächlich sehr seidig, sodass ich den Namen passend finde. Der Eindruck von Seidigkeit in diesem Duft erinnert mich an die schwer beschreibbare Aura, die auch ISO-e-super an sich hat: glatt, weich, warm, schwer fassbar.
Die Wildledernote nehme ich nur zu Beginn und auch nur sehr leicht und hintergründig war. Von Zimt merke ich so gut wie nichts. Im weiterem Duftverlauf kommt vor allem das Sandelholz zum Vorschein, das einen total spannenden salzigen Anklang hat. Über all dem liegt eine recht dominante Vanillenote, die den Duft auch recht süß macht (tendenziell ein bisschen zu süß für meinen Geschmack). Die Süße der Vanille bleibt aber im gesamten Duftverlauf sehr trocken und wird nie klebrig. Vom Gesamteindruck her ist der Duft unisex, tendiert aber für mich ganz leicht in die feminine Richtung.
Ich finde die Duftnoten wirken sehr gut miteinander verwoben. Die seidig-süße, holzige Pudrigkeit, die den Duft so auszeichnet, ist aber glaube ich nicht gleich jedermanns/fraus Sache. Für mich persönlich war sie manchmal etwas zu überwältigend. Im Gesamten ist Silky woods aber ein wirklich toll gemachter, spannender Holz-Duft, mit dem man mit Sicherheit hervorstechen wird. Ich kann sehr empfehlen ihn mal auszuprobieren.
Die Wildledernote nehme ich nur zu Beginn und auch nur sehr leicht und hintergründig war. Von Zimt merke ich so gut wie nichts. Im weiterem Duftverlauf kommt vor allem das Sandelholz zum Vorschein, das einen total spannenden salzigen Anklang hat. Über all dem liegt eine recht dominante Vanillenote, die den Duft auch recht süß macht (tendenziell ein bisschen zu süß für meinen Geschmack). Die Süße der Vanille bleibt aber im gesamten Duftverlauf sehr trocken und wird nie klebrig. Vom Gesamteindruck her ist der Duft unisex, tendiert aber für mich ganz leicht in die feminine Richtung.
Ich finde die Duftnoten wirken sehr gut miteinander verwoben. Die seidig-süße, holzige Pudrigkeit, die den Duft so auszeichnet, ist aber glaube ich nicht gleich jedermanns/fraus Sache. Für mich persönlich war sie manchmal etwas zu überwältigend. Im Gesamten ist Silky woods aber ein wirklich toll gemachter, spannender Holz-Duft, mit dem man mit Sicherheit hervorstechen wird. Ich kann sehr empfehlen ihn mal auszuprobieren.
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