Scentwolf
Rezensionen
Filtern & Sortieren
Detailliert
Der Spieltrieb (Teil II)
Dies ist die Fortsetzung (Teil II) der Rezension von Kollege und Mitstreiter Midnights.
Dem geneigten Leser sei die richtige Reihenfolge beim Lesen ans Herz gelegt !!
————————————
Drei Frühstücksgedecke. Sie weiß es! Den Chatverlauf hat sie abfotografiert. Das Geburtsdatum als PIN war keine allzu gute Idee. Das Online-Konto ebenfalls gehacked. Gut, dass die Stunden im Hotel immer nur in bar beglichen wurden. Nutzen würde es nichts, es kam eh immer alles raus. Sie stellte Fragen. Noch mehr Fragen. Ein Verhör! Zwei Jahre geht das so. Er kann irgendwann nicht mehr. Es folgt das Unvermeidliche. Erlösung und Trauer. Gleichzeitig. Sie wollte zusammen mit ihm alt werden. Er wollte jung dabei bleiben. Das Ende war somit von Anfang an klar. Beide wollten es nicht sehen.
Lachen und Weinen, Reden und Schweigen. Die Andere, ein kurzes Glück. „Ich gehöre dir“ hatte sie mit gebrochenen Augen geflüstert. Hatte Mann und Kind. Konnte nicht gehen. Er fand das Perfekt!
Die Eine und die Andere. Gedanklich präsente Vergangenheit. Jules gibt es immer noch. Wenigstens das!
Epilog:
Sie saßen einander gegenüber. Eine drittes Frühstücksgedeck hatte sie auf den Tisch gestellt. Immer, wenn sie mit der Hand auf den Tisch hauen und wütend sein wollte, war da nur eine kalte, verletzte Leere in ihr. Wie er mit Scham in den Augen und einem Krampf im Magen da saß. Sie hatte es kommen sehen. Die langen Abende ohne ihn, die Bewegungen auf dem Konto, die Hinweise auf Casinobesuche, Die innere Unruhe, die ihn erfasst hatte. Die Wesensveränderungen und sein Gerede von Rissen auf seiner Haut. Sie dachte an Natalie Portman und „Black Swan“ und fragte sich, in welchem Film er sich befand. „Jules gibt es immer noch. Wenigstens das!“, wiederholte er einige Male Zuviel. Schon der Gedanke an dieses flüssige Testosteron bereitete ihr Abscheu. Er würde ab sofort im Gästezimmer schlafen müssen. Ihr war nach stundenlangem Duschen. Vorher musste sie aber diesen Flakon wegschmeißen. Es war sein zweiter, und gerade Zahlen hatten nichts als Unglück gebracht
Dem geneigten Leser sei die richtige Reihenfolge beim Lesen ans Herz gelegt !!
————————————
Drei Frühstücksgedecke. Sie weiß es! Den Chatverlauf hat sie abfotografiert. Das Geburtsdatum als PIN war keine allzu gute Idee. Das Online-Konto ebenfalls gehacked. Gut, dass die Stunden im Hotel immer nur in bar beglichen wurden. Nutzen würde es nichts, es kam eh immer alles raus. Sie stellte Fragen. Noch mehr Fragen. Ein Verhör! Zwei Jahre geht das so. Er kann irgendwann nicht mehr. Es folgt das Unvermeidliche. Erlösung und Trauer. Gleichzeitig. Sie wollte zusammen mit ihm alt werden. Er wollte jung dabei bleiben. Das Ende war somit von Anfang an klar. Beide wollten es nicht sehen.
Lachen und Weinen, Reden und Schweigen. Die Andere, ein kurzes Glück. „Ich gehöre dir“ hatte sie mit gebrochenen Augen geflüstert. Hatte Mann und Kind. Konnte nicht gehen. Er fand das Perfekt!
Die Eine und die Andere. Gedanklich präsente Vergangenheit. Jules gibt es immer noch. Wenigstens das!
Epilog:
Sie saßen einander gegenüber. Eine drittes Frühstücksgedeck hatte sie auf den Tisch gestellt. Immer, wenn sie mit der Hand auf den Tisch hauen und wütend sein wollte, war da nur eine kalte, verletzte Leere in ihr. Wie er mit Scham in den Augen und einem Krampf im Magen da saß. Sie hatte es kommen sehen. Die langen Abende ohne ihn, die Bewegungen auf dem Konto, die Hinweise auf Casinobesuche, Die innere Unruhe, die ihn erfasst hatte. Die Wesensveränderungen und sein Gerede von Rissen auf seiner Haut. Sie dachte an Natalie Portman und „Black Swan“ und fragte sich, in welchem Film er sich befand. „Jules gibt es immer noch. Wenigstens das!“, wiederholte er einige Male Zuviel. Schon der Gedanke an dieses flüssige Testosteron bereitete ihr Abscheu. Er würde ab sofort im Gästezimmer schlafen müssen. Ihr war nach stundenlangem Duschen. Vorher musste sie aber diesen Flakon wegschmeißen. Es war sein zweiter, und gerade Zahlen hatten nichts als Unglück gebracht
28 Antworten
No Ordinary Love
I want no ordinary lover. I want a fucking storm.
I want sleepless nights and endless conversations at 4 a.m.
I want passion. I want madness.
Dein Leben sortiert sich neu. Bisheriges trägt nicht mehr. Kontakte lösen sich auf, Bindungen enden. Nur Echtes und Wahrhaftiges bleibt. Es ist erschreckend wenig. Vielleicht ist es auch gut so, vielleicht gilt es, das Alte loszulassen, damit das Neue kommen kann. Die zeitliche Spanne dazwischen schmerzt. Muss schmerzen. Will durchlebt, durchlitten, ertragen werden. Du wirst wachsen.
Écrin de fumée ist zimtwarme Bestärkung. Der Rum gibt Kraft, Tabakblätter spenden Aroma. Dezente Rauchigkeit schiebt unisex in Richtung maskuline Eleganz. Das Serge Lutens nur drei Inhaltsstoffe angibt, sollte man als Understatement verbuchen. Ernst gemeint sein kann es nicht. Dafür ist dieser Duft zu reichhaltig und zu dicht. Was auch immer da noch drin ist, es fügt sich perfekt ein. Hier ist nichts zu leise oder zu laut. Nichts fehlt, nichts ist zuviel. Alle Noten folgen einer Orchestrierung die an Nicolai erinnert. Meisterhaft.
Ein Sog. Treibsand der Emotionen. Es zieht dich hinein. Du willst es nicht anders.
Der Firniss deines bisherigen Lebens zeigt Risse. Du erkennst dich selbst - du erkennst dich nicht wieder. Lange Verborgenes zeigt sich endlich (wieder). Ahnungen werden Gewissheit, Erfüllung zum Versprechen.
Welche Türen werden sich öffnen?
Puls. Lebendigkeit. Puls. Neuland. Puls. Entspannte Aufruhr. Puls.
Marianengrabentiefes Vertrauen...
Push the button!!!
"Ganz Frau" hattest du gesagt.
Ich bin bereit!
I want sleepless nights and endless conversations at 4 a.m.
I want passion. I want madness.
Dein Leben sortiert sich neu. Bisheriges trägt nicht mehr. Kontakte lösen sich auf, Bindungen enden. Nur Echtes und Wahrhaftiges bleibt. Es ist erschreckend wenig. Vielleicht ist es auch gut so, vielleicht gilt es, das Alte loszulassen, damit das Neue kommen kann. Die zeitliche Spanne dazwischen schmerzt. Muss schmerzen. Will durchlebt, durchlitten, ertragen werden. Du wirst wachsen.
Écrin de fumée ist zimtwarme Bestärkung. Der Rum gibt Kraft, Tabakblätter spenden Aroma. Dezente Rauchigkeit schiebt unisex in Richtung maskuline Eleganz. Das Serge Lutens nur drei Inhaltsstoffe angibt, sollte man als Understatement verbuchen. Ernst gemeint sein kann es nicht. Dafür ist dieser Duft zu reichhaltig und zu dicht. Was auch immer da noch drin ist, es fügt sich perfekt ein. Hier ist nichts zu leise oder zu laut. Nichts fehlt, nichts ist zuviel. Alle Noten folgen einer Orchestrierung die an Nicolai erinnert. Meisterhaft.
Ein Sog. Treibsand der Emotionen. Es zieht dich hinein. Du willst es nicht anders.
Der Firniss deines bisherigen Lebens zeigt Risse. Du erkennst dich selbst - du erkennst dich nicht wieder. Lange Verborgenes zeigt sich endlich (wieder). Ahnungen werden Gewissheit, Erfüllung zum Versprechen.
Welche Türen werden sich öffnen?
Puls. Lebendigkeit. Puls. Neuland. Puls. Entspannte Aufruhr. Puls.
Marianengrabentiefes Vertrauen...
Push the button!!!
"Ganz Frau" hattest du gesagt.
Ich bin bereit!
35 Antworten
Ray und die Rettung des Einzelhandels
Wo steht denn hier der Tester? Warum ist denn ausgerechnet hier keiner?
Mein Termin ist erst in 30 Minuten. Was tun so lange? Natürlich mal wieder durch die Duftregale stromern! Ich könnte doch mal nach der Gentleman Collection von Aramis schauen, die steht doch hier....
Stand! Einzig und allein Tuscany ist übrig geblieben. Immerhin, aber leider ohne Testmöglichkeit. Dann halt heute eben nicht.
"Wie kann ich Ihnen helfen?"
Ich wollte mich eben trollen, als mich Ray einkreist. Noch einen Haken nach links schlagend versuche ich mich zu entziehen, noch ein Häkchen nach rechts...vergeblich! Die Freundlichkeit in Person steht vor mir und strahlt mich an.
"Ich wollte eben Etruscan mal wieder riechen, aber da steht leider kein Tester."
"Etrus...??"
"Äh ja, so hieß der früher mal. Ich meinte Tuscany."
"Ahhh, der Tuscany!!!"
Wir stehen vor dem Regal. Nein sagt Ray, kein Tester. Leider! Sorry!
Ich weiß nicht wie Ray wirklich heißt. Aber der Name würde gut zu ihm passen. Ich bewege mich Richtung Ausgang, Ray begleitet mich. Erzählt von seinen Lieblingsdüften und fragt nach meinen.
"Allsoo, wenn Sie diese Duft mögen, dann nehmen Sie die Tuscany. Der ist viel wöözigerr." Ray hat einen drolligen Ami-Akzent, der ihm hervorragend steht. Wir stehen schon wieder vor dem besagten Regal. Wie macht der das??? Ray hat noch immer keinen Tester und ohne den mittlerweile reformulierten Duft zu riechen, kaufe ich den nicht. Zu verschwommen sind die Erinnerungen an vergangene Zeiten, als ich Etruscan hatte, der jetzt Tuscany heisst.
"Wenn Sie ihn kaufen, gebe ich Ihnen 20 Prozent." Das ist nett Ray, aber was nützen mir 20 Prozent Nachlass, wenn der Duft nicht passt?
Ray läuft jetzt zu Hochform auf...
"Allsoo, wenn er Ihnen nicht gefällt, dann bringen Sie ihn mir wieder und sagen, er macht Kopfschmerzen!"
"Sie nehmen ihn dann zurück?"
"Selbstverständlich!"
Ich müsste dann nochmal in die Stadt, dann hat Ray wahrscheinlich seinen freien Tag...
Nein, das ist mir zu viel Aufwand.
Ray ist nun zu allem entschlossen und wächst über sich hinaus. Von der hintersten Verpackung zieht er die Folie ab und packt den Flakon aus.
Merke: hast du keinen Tester, dann bastle dir einen !
Ray sprüht auf Papier. Ich zögere noch...
Ray sprüht auf meinen Arm...
Ich rieche....
Überlege...
Ray fühlt sich im Moment wahrscheinlich wie eine Ente, pardon ein Erpel..."Smooth on the surface but paddling like hell". Hochkonzentriert wie ein Tiger vor dem Sprung, versucht er gleichzeitig die Ruhe eines Buddhas zu verströmen.
"Okay, ich nehme ihn"
Ray entspannt sich. Er hat alle Register gezogen, es hat geklappt. Sein Körper wird von Endorphinen geflutet, ich bin mir dessen sicher.
"You are wonderful" sagt Ray, "I could hug you!"
Ray oder wie auch immer du heissen magst, du bist die Rettung des Einzelhandels. Ich wünschte alle Verkäufer dieser Welt wären wie du! Selten wurde ich freundlicher bedient als heute.
God bless you, Ray !!!
P.S. Falls sich jemand fragt, wie ich den Duft finde...ich habe dazu ein Statement geschrieben, da kann man das lesen.
Mein Termin ist erst in 30 Minuten. Was tun so lange? Natürlich mal wieder durch die Duftregale stromern! Ich könnte doch mal nach der Gentleman Collection von Aramis schauen, die steht doch hier....
Stand! Einzig und allein Tuscany ist übrig geblieben. Immerhin, aber leider ohne Testmöglichkeit. Dann halt heute eben nicht.
"Wie kann ich Ihnen helfen?"
Ich wollte mich eben trollen, als mich Ray einkreist. Noch einen Haken nach links schlagend versuche ich mich zu entziehen, noch ein Häkchen nach rechts...vergeblich! Die Freundlichkeit in Person steht vor mir und strahlt mich an.
"Ich wollte eben Etruscan mal wieder riechen, aber da steht leider kein Tester."
"Etrus...??"
"Äh ja, so hieß der früher mal. Ich meinte Tuscany."
"Ahhh, der Tuscany!!!"
Wir stehen vor dem Regal. Nein sagt Ray, kein Tester. Leider! Sorry!
Ich weiß nicht wie Ray wirklich heißt. Aber der Name würde gut zu ihm passen. Ich bewege mich Richtung Ausgang, Ray begleitet mich. Erzählt von seinen Lieblingsdüften und fragt nach meinen.
"Allsoo, wenn Sie diese Duft mögen, dann nehmen Sie die Tuscany. Der ist viel wöözigerr." Ray hat einen drolligen Ami-Akzent, der ihm hervorragend steht. Wir stehen schon wieder vor dem besagten Regal. Wie macht der das??? Ray hat noch immer keinen Tester und ohne den mittlerweile reformulierten Duft zu riechen, kaufe ich den nicht. Zu verschwommen sind die Erinnerungen an vergangene Zeiten, als ich Etruscan hatte, der jetzt Tuscany heisst.
"Wenn Sie ihn kaufen, gebe ich Ihnen 20 Prozent." Das ist nett Ray, aber was nützen mir 20 Prozent Nachlass, wenn der Duft nicht passt?
Ray läuft jetzt zu Hochform auf...
"Allsoo, wenn er Ihnen nicht gefällt, dann bringen Sie ihn mir wieder und sagen, er macht Kopfschmerzen!"
"Sie nehmen ihn dann zurück?"
"Selbstverständlich!"
Ich müsste dann nochmal in die Stadt, dann hat Ray wahrscheinlich seinen freien Tag...
Nein, das ist mir zu viel Aufwand.
Ray ist nun zu allem entschlossen und wächst über sich hinaus. Von der hintersten Verpackung zieht er die Folie ab und packt den Flakon aus.
Merke: hast du keinen Tester, dann bastle dir einen !
Ray sprüht auf Papier. Ich zögere noch...
Ray sprüht auf meinen Arm...
Ich rieche....
Überlege...
Ray fühlt sich im Moment wahrscheinlich wie eine Ente, pardon ein Erpel..."Smooth on the surface but paddling like hell". Hochkonzentriert wie ein Tiger vor dem Sprung, versucht er gleichzeitig die Ruhe eines Buddhas zu verströmen.
"Okay, ich nehme ihn"
Ray entspannt sich. Er hat alle Register gezogen, es hat geklappt. Sein Körper wird von Endorphinen geflutet, ich bin mir dessen sicher.
"You are wonderful" sagt Ray, "I could hug you!"
Ray oder wie auch immer du heissen magst, du bist die Rettung des Einzelhandels. Ich wünschte alle Verkäufer dieser Welt wären wie du! Selten wurde ich freundlicher bedient als heute.
God bless you, Ray !!!
P.S. Falls sich jemand fragt, wie ich den Duft finde...ich habe dazu ein Statement geschrieben, da kann man das lesen.
34 Antworten
How you remind me
"You make my heart beating faster !"
"Du willst mich doch nur sprachlos machen !"
Manchmal erinnert uns ein Duft an uns selbst und manchmal ist es eine Begegnung. Manchmal schaltet mein Herz einen Gang höher. Dieses Mal gleich zwei Gänge!
EL von Arquiste feiert das Leben, erinnert an glückliche Zeiten. Ein Fougere der besonderen Art. Tiefgrün und aromatisch. Voller Kraft und ausgestattet mit einer Tiefe, wie sie heute nur noch selten anzutreffen ist. Mit dem Kouros vergangener Tage hat er ziemlich viel gemein. Eine gewisse Animalik sollte man also schon mögen, um ihn gut zu finden. Dezente Bitternoten durch den Lorbeer. In der Basis auch noch Patchouli und Eichenmoos. Seine herbe Süße hat etwas sehr Verführerisches an sich. EL bleibt über den gesamten Verlauf stets ausgewogen und stimmig. Diese ganz auf den Mann ausgerichtete Komposition (für die Ladies gibt es ELLE aus dem gleichen Haus) begeistert auf der ganzen Linie.
...und du spürst, dass diese Begegnung wichtig für dich ist! Weil es dich packt. Weil du spürst, dass du lebst. Aber lebst du auch genug? Manch eine Begegnung löst Fragen in dir aus! Wer bin ich wirklich? Was halte ich zurück. Habe ich den Mut, den es braucht, um inneres Terrain (wieder) zu entdecken? Unerfüllte Sehnsüchte zu stillen? Anzukommen? So etwas wie "Nach Hause kommen"? EL von Arquiste stellt die gleichen Fragen! Darüber hinaus ist EL eher Berührung, Blick und Geste als große Worte. Die Kunst der nonverbalen Kommunikation. Das wirklich Wichtige steht eh meist zwischen den Zeilen...
Passt gut zu edlen Klamotten, lässig getragen. Der Italiener würde "Sprezzatura" sagen.
Drink: Gimlet mit Gin, zitronensauer.
Song: How you remind me, Nickelback.
Und bitte, laß dich nie wieder von deinem Weg abbringen!
Für M.
"Du willst mich doch nur sprachlos machen !"
Manchmal erinnert uns ein Duft an uns selbst und manchmal ist es eine Begegnung. Manchmal schaltet mein Herz einen Gang höher. Dieses Mal gleich zwei Gänge!
EL von Arquiste feiert das Leben, erinnert an glückliche Zeiten. Ein Fougere der besonderen Art. Tiefgrün und aromatisch. Voller Kraft und ausgestattet mit einer Tiefe, wie sie heute nur noch selten anzutreffen ist. Mit dem Kouros vergangener Tage hat er ziemlich viel gemein. Eine gewisse Animalik sollte man also schon mögen, um ihn gut zu finden. Dezente Bitternoten durch den Lorbeer. In der Basis auch noch Patchouli und Eichenmoos. Seine herbe Süße hat etwas sehr Verführerisches an sich. EL bleibt über den gesamten Verlauf stets ausgewogen und stimmig. Diese ganz auf den Mann ausgerichtete Komposition (für die Ladies gibt es ELLE aus dem gleichen Haus) begeistert auf der ganzen Linie.
...und du spürst, dass diese Begegnung wichtig für dich ist! Weil es dich packt. Weil du spürst, dass du lebst. Aber lebst du auch genug? Manch eine Begegnung löst Fragen in dir aus! Wer bin ich wirklich? Was halte ich zurück. Habe ich den Mut, den es braucht, um inneres Terrain (wieder) zu entdecken? Unerfüllte Sehnsüchte zu stillen? Anzukommen? So etwas wie "Nach Hause kommen"? EL von Arquiste stellt die gleichen Fragen! Darüber hinaus ist EL eher Berührung, Blick und Geste als große Worte. Die Kunst der nonverbalen Kommunikation. Das wirklich Wichtige steht eh meist zwischen den Zeilen...
Passt gut zu edlen Klamotten, lässig getragen. Der Italiener würde "Sprezzatura" sagen.
Drink: Gimlet mit Gin, zitronensauer.
Song: How you remind me, Nickelback.
Und bitte, laß dich nie wieder von deinem Weg abbringen!
Für M.
16 Antworten
I hate myself for loving you
Man II also. Verdammt, wo bist du? Jil Sander Man, den alle Welt hier Man pure nennt, hat mich lange Jahre als mein Duft begleitet. Man II ist mir in den 80ern völlig durch die Lappen gegangen. Leider! Hätte ich dich doch nie kennen gelernt! Es kam, wie es kommen musste. Wir sind uns doch begegnet. Harzig und hellbraun bist du. Mit einer feinen Cognacnote hast Du Dich in mein Gedächtnis gebrannt.
Während Jil Sanders Man (pure) eine wunderbare Erinnerung an vergangene Zeiten ist, bist du der Duft den ich mir heute noch täglich um die Ohren sprühen würde. Ich kenne nichts vergleichbares.
Dieses Kleinod ist ähnlich selten wie der legendäre Patou. Einfach unauffindbar. Wahrscheinlich nur noch in Haushaltsauflösung zu finden. Auf Flohmärkten, für kleines Geld, weil die armen Anbieter keine Ahnung haben, welchen Schatz sie da besitzen!
Mein Leben muss wohl ohne Dich weiter gehen…verdammt!
1982 erschienen war Jil Sander Man II kein großer Erfolg. In der gleichen Dekade verschwand er sang und klanglos. Doch er hat bis heute seine treuen Fans. Mich inklusive.
Ich höre mir jetzt noch 10 mal den passenden Song von Joan Jett an. Danach John Waite, Missing you.
Drink: Royal Bermuda Yacht Club
Fazit: Unersetzlich !
Während Jil Sanders Man (pure) eine wunderbare Erinnerung an vergangene Zeiten ist, bist du der Duft den ich mir heute noch täglich um die Ohren sprühen würde. Ich kenne nichts vergleichbares.
Dieses Kleinod ist ähnlich selten wie der legendäre Patou. Einfach unauffindbar. Wahrscheinlich nur noch in Haushaltsauflösung zu finden. Auf Flohmärkten, für kleines Geld, weil die armen Anbieter keine Ahnung haben, welchen Schatz sie da besitzen!
Mein Leben muss wohl ohne Dich weiter gehen…verdammt!
1982 erschienen war Jil Sander Man II kein großer Erfolg. In der gleichen Dekade verschwand er sang und klanglos. Doch er hat bis heute seine treuen Fans. Mich inklusive.
Ich höre mir jetzt noch 10 mal den passenden Song von Joan Jett an. Danach John Waite, Missing you.
Drink: Royal Bermuda Yacht Club
Fazit: Unersetzlich !
20 Antworten





