Serenissima

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Serenissima vor 1 Monat 9 8
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Duft
goldbrauner Honig umhüllt
... reizvoll und gleichzeitig ein wenig aufreizend, während "Aphrodisia" sich auf der Haut einrichtet und dabei sinnlich und verlockend zu lächeln scheint.
"Aphrodisia" so heißt die neue Duftgöttin, die anlässlich meines Geburtstages den Weg zu mir fand.
Eigentlich wollte ich ja aus Altersgründen meine Sammlung verkleinern; aber wer kann diesen Schönheiten aus einer anderen Zeit schon widerstehen?
So wusste mein lieber Can777 sehr genau, was er tat, als er mir „Aphrodisia“ von Fabergé in das liebevoll zusammengestellte und gepackte Päckchen legte.
Er konnte ganz sicher sein in seiner Annahme, ich wäre begeistert.
Und ich bedanke mich ganz herzlich und mit einer Umarmung bei ihm.

Und natürlich irrte er sich nicht!
Wer könnte diesem rassigen, würzigen Chypreduft aus den früheren Dreißigerjahren schon widerstehen?
Aldehyde wurden bei der Komposition, ganz untypisch für diese Zeit, außen vor gelassen; so entfalten sich auch die zitrisch und fruchtigen Duftnoten im Auftakt ohne großes Feuerwerk, dafür aber ausgesprochen eindrucksvoll.
Ein helles Leuchten geht von den so bekannten Früchten Bergamotte und ihre duftig-frischen Verwandten aus, sommerliches Obst – mit Sicherheit aber reife Pfirsiche in ihrer prallen samtigen Haut – gesellt sich dazu: Sehr ausgewogen entwickelt sich diese Mixtur, so ganz ohne unruhiges Prickeln oder klebrige Süße.
Süße, nämlich dunkelgoldene Honigsüße, eröffnet reich und sämig die Herznote:
Die Duftschönheit einer beeindruckenden Blütenpracht der klassischen Parfumkunst, nämlich edler Rosen, üppig blühenden Jasmins und heiterer Ylang Ylang-Ranken, begleitet die würzige Duftnatur der inzwischen leider doch fast schon vergessenen Gartennelken.
All ihre Aromen finden wir in einer außergewöhnlichen, durch diese Duftschöpfung tragenden Honignote wieder, die in ihrem Reichtum fast schon ein wenig ölig scheint und somit warm und leicht erregend geschmeidig unter die Haut geht und somit die Sinne weckt.
Aphrodite hat die Duftbühne betreten, umhüllt von einem dieser Göttin angepassten goldbraun schimmerndem Schleier, von hellen zitrisch-fruchtigen Lichtspuren durchzogen.
Natürlich wird die Göttin der Liebe nun auch entsprechend begleitet: Warme, weiche Moschus- und Amberwolken in Gesellschaft von Vetiver umschweben sie, während sie anmutig und lockend einen Vorhang aus würzigem Eichenmoos durchschreitet.
Während sie noch freundliche grüßt, lässt sich das kleine pelzige Tierchen an ihrer Seite nicht verleugnen; es fügt so auf Zibetkatzenart seine ganz eigene, erotisierende Duftnote bei.

„Aphrodisia“ ist so sicher nicht „Everybody’s Darling“, macht aber seinem Namen wirklich Ehre:
Langeweile kommt im Laufe dieser opulenten Duftentwicklung nicht auf, denn jede einzelne sich entfaltende Facette verfügt über ihren eigenen, ein kleines bisschen altmodischen Charme, dem jene hemdsärmelige Vertraulichkeit fehlt, die heute vielen Düften eigen zu sein scheint:
„Aphrodisia“ ist eine geheimnisvolle Frau, die ihre ganz besonderen Reize erst während der nicht übermäßig ausgeprägten Haltbarkeit preisgibt.
Und das ist gut so!
Nicht jeder Schleier muss sofort fallen, nicht jedes Geheimnis sofort gelüftet werden!
Es lohnt sich auf jeden Fall dieser vollmundigen Duftentwicklung zu folgen und diese mit allen Sinnen zu genießen!
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Serenissima vor 2 Monaten 13 9
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Duft
ein Kamerad in Grün und Braun
Höre oder lese ich Nina Ricci, denke ich zuerst an eine zärtliche blumige Duft-Umarmung und den bekannten Flacon mit den beiden turtelnden Täubchen: „L’Air du Temps“ – wie könnte das bei meiner Generation auch anders sein!

In einer ganz anderen Duftliga spielt „Phileas“, ein „Nicht nur Herrenduft“ voll grüner Würze und recht maskuliner Begleitung aus Tabak- und Ledernuancen; er darf gern im Bereich "unisex" angesiedelt werden.

Ich würde ihn sogar in der Nähe der grünen Chypredüfte sehen.
Durch Aldehyd-leuchtende Zitrusaromen, viel würzigen Grünkram und aromatischen Wacholder in Beere und Nadeln entsteht ein belebender Auftakt, der diesen Duft auch für Frauen tragbar macht; etwas „Power“ von außen brauchen wir auch dann und wann.
In der Herznote schmeicheln das klassische würzige Nelkenaroma und sinnliche Jasminblüten-Nuancen; das Arrangement aus Kiefernadeln und Kümmel wäre mir sonst etwas zu rustikal, zu stachelig.
Aber auch Zedernholz glättet so manchen Widerhaken, der mich gern ins Näschen stechen würde.
„Was ist hier noch Herz- und was ist hier schon Basisnote?“, frage ich mich, als ich auf die alten Bekannten im Duft, goldbraunem Patchouli und Vetiver treffe.
Sie verleihen eine gewisse erdige, sehr angenehme Tiefe und bringen zu den unterschiedlichen Grün- auch satte Brauntöne in dieses Duftbild.
Beim Duftbraun bleiben die Sinne, nur wird dieses nach der ersten Begegnung mit Leder etwas heller, goldener: Dafür sorgen knisternde, leicht im Wind wehende, getrocknete Tabakblätter und das uns so vertraute Labdanumharz.
Eichenmoos zieht einen Vorhang vor diese Vereinigung der Duftnoten, dahinter weben Amber und Moschus eine angenehme, nicht zu zarte Decke zum Abschluss.

„Phileas“ ist eine Komposition in unterschiedlichen Grün- und Brauntönen, immer wieder von hellen Duft-Lichtern durchzogen und meinem Empfinden nach mehr für draußen als für den Aufenthalt in geschlossenen Räumen oder Büros gedacht.
So, zwischen „Stadtfrack“ und „Naturfreund“, entsteht auf meiner Haut eine doch sehr ansprechende Melange, die durch ihre Duftdichte nicht nur beleben, sondern auch entspannen kann.

Ich weiß nicht, ob ich „Phileas“ ständig in meiner Nähe haben möchte, aber diese Bekanntschaft hinterlässt doch ein sehr angenehmes, positives Tragegefühl.
Die Erinnerung an lange Spaziergänge in der Natur, oft auch ein bisschen über Stock und Stein, stellen sich ein.

„Phileas“ scheint der gute Freund zu sein, den wir alle ab und zu brauchen und wenn er auch nur als Duft im Schrank steht, so ist er doch bereit, wenn er gebraucht wird.
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Serenissima vor 2 Monaten 14 5
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Duft
Die Frau seines Herzens
… trug „Ma Griffe“!
Ja, das war sicher damals keine Seltenheit, aber wenn diese Frau mit Jean-Paul Guerlain verheiratet war, war es schon etwas ganz Besonderes:
Diese Frau setzte ein Statement!
Aber wie es so ist, es wurmte meinen Lieblingsparfümeur wohl doch, denn um sie „umzustimmen“ erschuf er für sie einen seiner zauberhaftesten Düfte:
„Chant d’Arômes“ – die von Liebe singenden Aromen!
War der Beweggrund vielleicht unbewusste Eifersucht auf „Ma Griffe“-Schöpfer Jean Carles, dessen Duft diese Frau so unvergleichlich kleidete; war es gekränkte männliche Eitelkeit oder war es einfach nur Liebe zu seiner Frau, die ihn diesen von großer Liebe singenden Gegenentwurf zu „Ma Griffe“ erschaffen ließ?
Wir wissen es nicht; vielleicht war es ein bisschen vom allem …

Marieposa erzählte mir dies als Beigabe zu einer großzügigen Abfüllung „Chant d’Arômes“.
Dies ist nur eine der Geschichten, die Düfte für mich so interessant, so lebendig machen.
Nicht nur das „Was ist enthalten?“, sondern auch das „Was steckt dahinter?“ weckt meine Neugier.
Und in diesem Fall auch: „Was macht „Ma Griffe“ aus? Weshalb hielt Mme. Guerlain so lange an ihrem selbstgewählten Duft fest?“

Nun endlich habe ich, dank einer ganz reizenden Duftfreundin, die mich liebevoll und großzügig immer wieder ganz selbstlos mit Abfüllungen und sogar Flacons versorgt, die Möglichkeit, das herauszufinden. Einen Versuch ist es doch allemal wert.

Ich finde einen gekonnt gewobenen grünen und feinwürzigen Chypreduft, mit einem für seine Zeit typischen Duftnoten-Muster.
Natürlich führen Aldehyde in dieses Duftprogramm ein: Mal mehr, mal weniger leuchtend, die belebende Frische der Zitrusfrüchte unterstreichend, und so die überraschende Anwesenheit der Gardenie hervorhebend: So früh erscheint diese Schönheit! Und so schön und so anmutig ist sie!
Ein klassisches Chypreherz aus herzigen Maiglöckchen, reichem, weißen Jasmin, zarten Orangenblüten und natürlich edlen Rosen und immer freundlichen, fein nach Honig duftenden Ylang-Ylang-Blütenranken wird von leicht maskulinen, cremigen Sandelholz-Nuancen umschlossen; auch die stolze Iris hält ihren mal pudrigen, mal cremig-buttrigen Zauber nicht zurück.
Ein Duft-Arrangement von 1946!
Heute immer noch harmonisch, wunderschön und äußerst tragbar.
Reichhaltiges Rauchen diverser, miteinander korrespondierender Harze umspielt würziges Eichenmoos (ich liebe es!); diesen einzelnen, umeinander tanzenden Duftspuren nachzuspüren macht allein schon Freude.
Wie passen sich hier Labdanum, Styrax und Benzoe an Tonka und Moschus an?
Woher kam der Gedanke, zum krönenden Abschluss dieser Komposition eine wahrnehmbare Dosis Zimt beizufügen?

„Ma Griffe“ zeigt sich bei mir als tragbarer grüner Chypreduft, der nicht einmal mit seinem Alter kokettieren muss: Dieser Duft ist selbst auf meiner nicht mehr jungen Haut so zeitlos, so modern: Er fühlt sich einfach sehr gut an!

Kein stundenlanger, aber doch stetig sich entfaltender Begleiter für jeden Tag und zu vielen Gelegenheiten passend – noch heute.
Die Frage, weshalb dieser Duft eingestellt wurde, stellt sich mir doch.
Es ist einfach schade, dass so ein sehr persönliches Markenzeichen im Duft vom Markt verschwunden ist.

Deshalb sage ich hier noch einmal vom ganzen Herzen „Danke“ für diese Abfüllung!
Ich genieße einfach jeden gemeinsamen Augenblick!
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Serenissima vor 2 Monaten 11 7
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Duft
flüssiges Gold
Gold: Nicht mit dem Pinsel aufgetragen, sondern fein auf der Haut versprüht:
Welch ein Luxus!

Dieser Luxus hat einen Namen: „Ysatis“, mir bisher als Eau de Toilette bekannt und mit Begeisterung getragen, setzt als Parfum allem Bekannten noch das Krönchen auf:
Es entfaltet sich pure Lust für die Sinne!
Reich an erlesenen Duftnoten, die auf seine Hochzeit hindeuten, umfließt dieser Duft wirklich wie flüssiges Gold.

Hubert de Givenchy sagte zwar: „… “Ysatis“ ist wie eine sinnliche Frau mit Charme, eine in strenges Schwarz gekleidete Silhouette, die von kostbarem Schmuck erhellt wird.“
Dachte er dabei an das „Kleine Schwarze“, das ihn an Audrey Hepburn im Film „Frühstück bei Tiffany“ so berühmt machte?
Hier setzt mein Widerspruch ein: Wie verträgt sich diese Aussage mit dem Slogan “Das große Parfum der Nacht“, mit dem diese Schöpfung beworben wurde?

Trotz dieses elegant-puristischen Gedankens umfließt mich „Ysatis“ als Parfum wie ein goldener Fluss, in gerade der passenden Konsistenz: Nicht zu luftig und nicht zu schwer, nicht zu schnell, nicht zu langsam, sondern wunderbar modulierend, sich der Persönlichkeit anpassend und sie als besonders auszeichnend.
Das Leuchten bekannt-frischer zitrischer Duftnoten, Aldehyd-durchzogen, ähnelt kleinen Flämmchen, die auf dieser Oberfläche aufflackern.
Sie umtanzen eine außergewöhnliche Mischung aus harzigem Galbanum und edlen, satten Palisanderholz-Nuancen.
So erhält dieser dahinfließende Goldstrom schon jetzt Tiefe, ehe die Vielzahl der so Chypre-beliebten Blütendüfte eingewebt wird.
Welch wunderschönes Muster entsteht hier aus Jasmin, Rose, der noblen Iris und ihren so duftvollen wunderschönen Begleiterinnen.
Ein Löffelchen sämig-goldenen Honigs verleiht dem so entstandenen Gewebe weiterhin das wohlige Gefühl des die Sinne Umfließens: So reichhaltig, so luxuriös!
Natürlich besitzt auch „Ysatis“-Parfum eine damals zeitgemäße Basis, an der sich zum Glück noch niemand versucht hat.
Vielleicht sind Zibet, Bibergeil und auch das von mir so geliebte Eichenmoos nicht mehr auf der Höhe der Zeit, aber sie sind genau dort, wohin sie gehören: Sie verleihen dieser Komposition das gewisse Etwas, spielen etwas mit den bereits vorhandenen Duftnoten, bevor sich eine finale sinnlich warme Decke aus Rum und Gewürznelken verfeinerter Vanille über unser bekanntes und geliebtes Basis-Trio Sandelholz, Patchouli und Vetiver legt.
Über allem schwebt, wie könnte es anders sein, eine aromatische Wolke edlen Amberrauchs.

„Ysatis“: Ein Duft der Opulenz, des Luxus, des fließenden Goldes!
Ein Duft: Nicht mehr zeitgerecht, vielen vielleicht sogar unverständlich und allein schon durch seine reichhaltige Sillage und extreme Haltbarkeit fast schon antiquiert?

Aber erleben Antiquitäten nicht gerade hier in unserer Duftwelt eine Renaissance?
Warum jubeln wir über jeden Vintage-Fund und freuen uns von Herzen mit, wenn wir darüber lesen, vielleicht sogar daran teilhaben dürfen?
Wie gern möchten wir doch immer noch dann und wann von zärtlichen Erinnerungen und Duftreichtum umschmeichelt werden.
Nicht mehr täglich, aber wir möchten diese Momente der Sinnlichkeit auch nicht missen.
„Ysatis“ als Parfum schenkt diese kostbaren Augenblicke, die wie flüssiges Gold umfließen!
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Serenissima vor 2 Monaten 8 5
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Duft
Duftpiratenschätze
Eine derart reichhaltige Pyramide wie beim Duft „Le Boucanier“ zeigt wieder einmal, wie komplex so eine Komposition ist:
Hier gibt es viele Haupt- und noch mehr kleine und größere Nebenwege, um zum reichhaltigen Finale zu gelangen:
Jede Duftnote für sich führt etwas näher zum Ziel und vervollständigt das Ganze.
Und doch wurden auch hier die Gesetze zur Parfum-Kreation eingehalten:
Wir finden eine zitrische, würzige Kopf- und eine auf Teesorten basierende Herznote mit kräftiger Rosengeranien- und sinnlichen Jasmin-Nuancen, von Ylang-Ylangblütenranken umarmt, und gelangen darüber zu einer klassischen Basis aus Sandelholz, Patchouli und Vetiver an der Seite von warmer Vanille und seidig-holzigen Zedern, alles von dichten Amber- und Weihrauchschwaden abschließend umtanzt.

Wie viele Geschichten, wie viel Leid und Tragik mögen diese Schätze in sich tragen, die wir, vereint in einer Art „Dufttresor“, antreffen.
Ein Blick auf all die Schätze zeichnet auch die Routen der vielen Kaperfahrten der namensgebenden Piraten nach: Kreuz und quer machten sie die Weltmeere unsicher.
So könnten man „Le Boucanier“ fast schon als „globalen Duft“ bezeichnen.
Vom so Duft-vertrautem Mittelmeer zu den an Gewürzen reichen Antillen, Richtung Osten in den Indischen Ozean und so weit die Fahrten eben führten: Nichts war zu profan, um es nicht mitzunehmen und dem Ganzen schließlich harmonischen hinzuzufügen.

Freunde kräftiger Aromen, die immer wieder neue Dufteindrücke schaffen, werden hier auf ihre Kosten kommen.
Wege, die diese Komposition gestern auf meine sehr kühle Haut zauberte, auf denen ich durch zitrisch-aromatische, mit Zedernholz bestäubte Hesperidenhaine rund ums Mittelmeer schlendere, zeigen sich heute nicht mehr.
Plötzlich befinde ich mich in der reich gewürzten Luft der Antillen, es prickelt und bitzelt in meiner Nase – Ingwer und Pfeffer melden sich zur Stelle.
Aber auch die sinnliche Vanille verbreitet sich und umarmt warm und voll sämigem Duftzaubers.
Die urwüchsige Feuchtigkeit des Dschungels rund um den Indischen Ozean wechselt mit schmuddeligen Oud-getränkten Gassen von Hafenstädten, wo finstere Kaschemmen mit natürlich hervorragendem Alkohol- und wertvollen Zigarrensortimenten – beides natürlich Schmuggelgut - um die Kundschaft buhlen.
Ein bisschen „Puma-Käfig“ ist natürlich auch dabei; nichts geht ohne etwas Animalik.

Eine olfaktorische Weltreise aus unterschiedlichsten Aromen wurde hier von Duft-Piraten kreiert; reichhaltig, aufregend und immer wieder neu.
Frisch und salzig, fruchtig, blumig bis hin zu dunklen schmuddeligen Duftbereichen.
Bisher glich kein Tag, an dem ich „Le Boucanier“ trug, dem anderen: Duftfacetten wechseln sich ab und zeichnen immer wieder neue Bilder aus all diesen unterschiedlichen Bestandteilen.

Zeit haben sie bei dieser außergewöhnlichen Haltbarkeit, Stillstand im Duft scheint es hier nicht zu geben; jedenfalls nicht auf meiner Haut.
Aber die ist ja bekanntlich etwas speziell.

Es lohnt sich auf jeden Fall, in die Höhle dieser Duft-Piraten hineinzuschnuppern.
Es wäre schade sich durch die Vielzahl der Duftnoten abschrecken zu lassen:
Zum Schluss kommt es doch auf das harmonische Ganze an.
Zu meiner Grundschulzeit, als Mathematik noch einfach Rechnen hieß, sagte einmal ein Lehrer: Wichtig ist schließlich nur, was unter dem Strich steht; der Weg dorthin ist nebensächlich.
Gut, nebensächlich ist hier keiner der zahlreichen Duftstoffe:
„Le Boucanier“ ist komplett, eine Art „Duft-Chamäleon“ und äußerst angenehm zu tragen, wenn auch nicht gerade alltäglich.

Neugierige vor: Ein Duft-Abenteuer ruft!
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