
Serenissima
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Serenissima
9
"... mein Land Burgund ist sonnig grün, ..."
„Mein ganzes Reich sei dein!
Mein Land Burgund ist sonnig grün,
Sei du die Königin!
Und wenn die weißen Lilien blühn,
Nimm sie als Zepter hin.“
(„Der Page“ – zweiter Vers, Balladen und ritterliche Lieder“
Börris Freiherr von Münchhausen, 1874-1945, deutscher Schriftsteller und Lyriker)
Um es vorwegzusagen: „Burgundy“ von Hind Al Oud ist nicht sonnig grün.
Die Flüssigkeit erinnert an ganz hellen aromatischen Weißwein, auch wenn gerade diese Beeren, die Weinbeeren, hier fehlen.
Aber bekanntlich lese ich viel und so manches hat sich im Laufe der Jahrzehnte in meinem Gedächtnis eingenistet.
Auch wenn ich von der Geschichte des Burgunds nicht sehr viel weiß, als dass Karl I., ehemaliger Herzog von Burgund, "der Kühne“ genannt, sein Land ständig verteidigen musste und vor Nancy auf dem Schlachtfeld im eiskalten Winter buchstäblich den Wölfen zum Fraß vorgeworfen wurde.
Seine Tochter, Marie von Burgund, heiratete den noch sehr jungen Maximilian I. von Habsburg ("der letzte Ritter"), dem der Reichtum sehr gelegen kam (die Habsburger waren immer "klamm").
Aber ich erinnere mich gut an das, was ich in Romanen gelesen habe.
So „ploppte“ also sofort beim Lesen von „Burgundy“ die Zeile „Mein Land Burgund ist sonnig grün“ auf; man möge mir das verzeihen.
Aber so hatte ich auch gleich den notwendigen „Aufhänger“; jetzt werde ich aber in die Gänge komme …
„Burgundy“ duftet dunkel beerig-violett, was auf die Aromen einer Vielzahl reifer praller Früchte (Brombeere, Cranberry und Himbeere) zurückzuführen ist.
Eine Ahnung aromatischer Orangen, mit Süße unter der narbigen Schale, blitzt - Leuchtkäfern gleich - in der dunklen Tiefe immer wieder auf: Ein sommerlicher Flirt mit "Duft-Folgen", könnte man sagen.
Verlockend hierzu bietet sich ein weiches Lager aus warmer weißer Vanille-Moschus-Harzrauch-Mischung an; nicht zu süß, aber vollmundig und weich und zum Kuscheln einladend.
So ist "Burgundy" ein wohlgestalteter glutäugiger Orientale mit französischem Flair, wie er im Buche steht.
Das war es eigentlich schon und ja: Der Vergleich mit warmem würzigen Früchtetee ist nicht allzu weit hergeholt.
Aber „Burgundy“ klebt nicht, ist harmonisch rund und von einer lange nicht bei so fruchtigen Kreationen erlebten Eleganz: Ein Duft für die kühleren Tage, an denen es – neben einer Tasse Tee – auch gern ein Glas guten Weins sein darf!
Sillage und Haltbarkeit passen sehr gut zu den jetzt kommenden dunklen Stunden bei flackerndem Kaminfeuer, Kerzenflammen oder "Lichtinseln"; denn die Magie des Duftes entfaltet sich erst, wenn die „Früchtetee“-Impressionen verflogen und das sinnliche Versprechen voll erblüht ist.
„Burgundy“ – ein dunkles Duftjuwel, gefasst in gelbem, sehr hellem Gold und unerwartet reich und kostbar, das an eine langvergangene Romanze (oder doch an ein Gedicht?) erinnert.
Diese Abfüllung wird nicht reisen; sie wird mich wohl mit ihrer aromatischen Wärme einige dunkle Stunden behaglich begleiten.
Mein Land Burgund ist sonnig grün,
Sei du die Königin!
Und wenn die weißen Lilien blühn,
Nimm sie als Zepter hin.“
(„Der Page“ – zweiter Vers, Balladen und ritterliche Lieder“
Börris Freiherr von Münchhausen, 1874-1945, deutscher Schriftsteller und Lyriker)
Um es vorwegzusagen: „Burgundy“ von Hind Al Oud ist nicht sonnig grün.
Die Flüssigkeit erinnert an ganz hellen aromatischen Weißwein, auch wenn gerade diese Beeren, die Weinbeeren, hier fehlen.
Aber bekanntlich lese ich viel und so manches hat sich im Laufe der Jahrzehnte in meinem Gedächtnis eingenistet.
Auch wenn ich von der Geschichte des Burgunds nicht sehr viel weiß, als dass Karl I., ehemaliger Herzog von Burgund, "der Kühne“ genannt, sein Land ständig verteidigen musste und vor Nancy auf dem Schlachtfeld im eiskalten Winter buchstäblich den Wölfen zum Fraß vorgeworfen wurde.
Seine Tochter, Marie von Burgund, heiratete den noch sehr jungen Maximilian I. von Habsburg ("der letzte Ritter"), dem der Reichtum sehr gelegen kam (die Habsburger waren immer "klamm").
Aber ich erinnere mich gut an das, was ich in Romanen gelesen habe.
So „ploppte“ also sofort beim Lesen von „Burgundy“ die Zeile „Mein Land Burgund ist sonnig grün“ auf; man möge mir das verzeihen.
Aber so hatte ich auch gleich den notwendigen „Aufhänger“; jetzt werde ich aber in die Gänge komme …
„Burgundy“ duftet dunkel beerig-violett, was auf die Aromen einer Vielzahl reifer praller Früchte (Brombeere, Cranberry und Himbeere) zurückzuführen ist.
Eine Ahnung aromatischer Orangen, mit Süße unter der narbigen Schale, blitzt - Leuchtkäfern gleich - in der dunklen Tiefe immer wieder auf: Ein sommerlicher Flirt mit "Duft-Folgen", könnte man sagen.
Verlockend hierzu bietet sich ein weiches Lager aus warmer weißer Vanille-Moschus-Harzrauch-Mischung an; nicht zu süß, aber vollmundig und weich und zum Kuscheln einladend.
So ist "Burgundy" ein wohlgestalteter glutäugiger Orientale mit französischem Flair, wie er im Buche steht.
Das war es eigentlich schon und ja: Der Vergleich mit warmem würzigen Früchtetee ist nicht allzu weit hergeholt.
Aber „Burgundy“ klebt nicht, ist harmonisch rund und von einer lange nicht bei so fruchtigen Kreationen erlebten Eleganz: Ein Duft für die kühleren Tage, an denen es – neben einer Tasse Tee – auch gern ein Glas guten Weins sein darf!
Sillage und Haltbarkeit passen sehr gut zu den jetzt kommenden dunklen Stunden bei flackerndem Kaminfeuer, Kerzenflammen oder "Lichtinseln"; denn die Magie des Duftes entfaltet sich erst, wenn die „Früchtetee“-Impressionen verflogen und das sinnliche Versprechen voll erblüht ist.
„Burgundy“ – ein dunkles Duftjuwel, gefasst in gelbem, sehr hellem Gold und unerwartet reich und kostbar, das an eine langvergangene Romanze (oder doch an ein Gedicht?) erinnert.
Diese Abfüllung wird nicht reisen; sie wird mich wohl mit ihrer aromatischen Wärme einige dunkle Stunden behaglich begleiten.
Aktualisiert am 01.11.2025 - 14:25 Uhr
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