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Top Rezension
Jelängerjelieber lieber noch länger
"Die Jagd nach Schmetterlingen" empfinde ich als Name für diesen Duft recht unpassend, ähnlich unpassend wie den Flakon. Ich würde eher von einem Flug mit den Schmetterlingen sprechen, der Flakon müsste mehrfarbig, hell, filigran sein und fröhliche Bewegung vermitteln.
Damit ist schon die Richtung angedeutet, in die dieser wunderschöne Duft für mich geht, auch wenn ich eine Zeit brauchte, das Fliegen mit den Schmetterlingen zu lernen, denn sie flogen zunächst mal zum Jasmin. Das hat mich als Jasminkritikerin bei meinem ersten Test vor Jahren sofort nachhaltig verschreckt. Nur die spontane Wahrnehmung "Jasmin" hatte gereicht, ihn sofort abzuwaschen.
Ja, ich bin furchtbar wählerisch bei Jasmin. Früher mochte ich Jasmin generell so gut wie nie, ich kannte aber auch noch nicht viel. Im Laufe meiner nunmehr über drei Parfumo-Jahre habe ich schon eine Reihe von Jasminnoten kennengelernt, die mir dann doch gefallen. Und ich habe gemerkt, dass Jasmin und Orangenblüte zusammen mein Jasminproblem verstärken, während die gleichzeitige Anwesenheit von Tuberose mir den Jasmin schmackhaft machen kann. Auch YlangYlang gelingt es manchmal, den Jasmin so zu besänftigen und ihm die Spitze zu nehmen, dass ich ihn mag.
In La Chasse aux Papillons sind sie nun alle drei auch drin, so dass der Jasmin und die Orangenblüte jeweils einen Besänftiger haben. Das wird einer der Gründe sein, wieso ich den Jasmin hier schön finden kann und ihn eher wie Geißblatt, also Jelängerjelieber wahrnehme, auch ein Weißblüher, auch oft indolisch, aber komischerweise finde ich diese Eigenschaften beim Geißblatt betörend, während ich Jasmin oft stechend-schneidend-nervtötend empfinde.
Also, Jasmin, Tuberose, Orangenblüte und YlangYlang werden für mich zu Jelängerjelieber. Da haben die Schmetterlinge mit ihrer farbigen Leichtigkeit schon fünf verschiedenen Blüten ihren Besuch abgestattet. Nehmen wir Zitronenblüte noch dazu, die ich Orangenblüte sehr ähnlich empfinde und hier nicht unterscheiden kann, dann haben wir schon sechs.
Nun ist in der Pyramide auch Lindenblüte mit aufgeführt. Echten Lindenblütenduft liebe ich sehr. In La Chasse aux Papillons finde ich ihn jedoch nicht, aber es mag sein, dass auch diese Note zu meiner Jelängerjelieber-Melange beiträgt.
Damit wären wir schon am Ende.
La Chasse aux Papillons besteht nur aus dieser wundervollen, üppigen und doch auf ihre Art leichten Blütenkombination, bei der für mich außer der Zitronen- und Lindenblütte auch alle einzeln wahrnehmbar sind, bei der aber insgesamt und im Vordergrund "Geißblatt" entsteht.
Anfangs empfinde ich die Intensität sehr stark, aber sie legt sich schnell und schon nach 3-4 Stunden wünsche ich mir eigentlich mehr von der betörenden Intensität zurück. Auch wenn der Duft dann dezent noch über einige weitere Stunden wahrnehmbar ist und auf Kleidung noch den nächsten Tag übersteht, wäre mir Jelängerjelieber doch länger noch lieber gewesen.
Aber halb so schlimm: so halte ich mich dann an mein Motto lieber früher nachzusprühen als eine nicht enden wollende, quälend-stickige Moschus- oder Cashmeranbasis ertragen zu müssen, die sich vielleicht noch nicht mal abwaschen lässt.
Damit ist schon die Richtung angedeutet, in die dieser wunderschöne Duft für mich geht, auch wenn ich eine Zeit brauchte, das Fliegen mit den Schmetterlingen zu lernen, denn sie flogen zunächst mal zum Jasmin. Das hat mich als Jasminkritikerin bei meinem ersten Test vor Jahren sofort nachhaltig verschreckt. Nur die spontane Wahrnehmung "Jasmin" hatte gereicht, ihn sofort abzuwaschen.
Ja, ich bin furchtbar wählerisch bei Jasmin. Früher mochte ich Jasmin generell so gut wie nie, ich kannte aber auch noch nicht viel. Im Laufe meiner nunmehr über drei Parfumo-Jahre habe ich schon eine Reihe von Jasminnoten kennengelernt, die mir dann doch gefallen. Und ich habe gemerkt, dass Jasmin und Orangenblüte zusammen mein Jasminproblem verstärken, während die gleichzeitige Anwesenheit von Tuberose mir den Jasmin schmackhaft machen kann. Auch YlangYlang gelingt es manchmal, den Jasmin so zu besänftigen und ihm die Spitze zu nehmen, dass ich ihn mag.
In La Chasse aux Papillons sind sie nun alle drei auch drin, so dass der Jasmin und die Orangenblüte jeweils einen Besänftiger haben. Das wird einer der Gründe sein, wieso ich den Jasmin hier schön finden kann und ihn eher wie Geißblatt, also Jelängerjelieber wahrnehme, auch ein Weißblüher, auch oft indolisch, aber komischerweise finde ich diese Eigenschaften beim Geißblatt betörend, während ich Jasmin oft stechend-schneidend-nervtötend empfinde.
Also, Jasmin, Tuberose, Orangenblüte und YlangYlang werden für mich zu Jelängerjelieber. Da haben die Schmetterlinge mit ihrer farbigen Leichtigkeit schon fünf verschiedenen Blüten ihren Besuch abgestattet. Nehmen wir Zitronenblüte noch dazu, die ich Orangenblüte sehr ähnlich empfinde und hier nicht unterscheiden kann, dann haben wir schon sechs.
Nun ist in der Pyramide auch Lindenblüte mit aufgeführt. Echten Lindenblütenduft liebe ich sehr. In La Chasse aux Papillons finde ich ihn jedoch nicht, aber es mag sein, dass auch diese Note zu meiner Jelängerjelieber-Melange beiträgt.
Damit wären wir schon am Ende.
La Chasse aux Papillons besteht nur aus dieser wundervollen, üppigen und doch auf ihre Art leichten Blütenkombination, bei der für mich außer der Zitronen- und Lindenblütte auch alle einzeln wahrnehmbar sind, bei der aber insgesamt und im Vordergrund "Geißblatt" entsteht.
Anfangs empfinde ich die Intensität sehr stark, aber sie legt sich schnell und schon nach 3-4 Stunden wünsche ich mir eigentlich mehr von der betörenden Intensität zurück. Auch wenn der Duft dann dezent noch über einige weitere Stunden wahrnehmbar ist und auf Kleidung noch den nächsten Tag übersteht, wäre mir Jelängerjelieber doch länger noch lieber gewesen.
Aber halb so schlimm: so halte ich mich dann an mein Motto lieber früher nachzusprühen als eine nicht enden wollende, quälend-stickige Moschus- oder Cashmeranbasis ertragen zu müssen, die sich vielleicht noch nicht mal abwaschen lässt.
14 Antworten


Beim Flakon hätte etwas hübsches verspieltes sicher besser gepaßt.