31
Top Rezension
Nach Hause
L'Attesa ist einer dieser Düfte, die mich nicht loslassen. Nachdem ich letztes Jahr schonmal einen Flakon besessen, zur Hälfte geleert und dann fortgegeben hatte, musste ich immer und immer wieder an ihn denken.
Der fulminante Start ist dominiert von einer Iris, die Ihresgleichen sucht: Trocken, dumpf-wächsern, mineralisch mit der völligen Abwesenheit von Süße.
Für mich ist das die vollkommene Irisnote.
Es ist perfekt.
Nach einigen Minuten schleicht sich doch eine Süße an, die ich dem Mysore-Sandelholz zuschreibe. Ich kann weder zitrische Bestandteile, noch Champagner, noch Tuberose oder Ylang-Ylang wirklich herausriechen. Eichenmoos und Leder hätte ich von allein auch nicht getippt, erschließen sich mir aber mit Blick auf die Notenangaben.
Das Herausragende an L'Attesa ist auch, dass sich die Irisnote die ganze Zeit hält und bis zum schönen Sandelholz-Ende den Duft dominiert.
Warum hatte ich den Duft denn dann weggegeben?
Mein Mann hat ihn mir schon gleich am Anfang ein bisschen ruiniert, indem er am ersten Tag, den ich den neu errungenen (und zuvor lang ersehnten) Duft trug, morgens zu mir sagte: "Hm, hier riecht's aber gut. So intensiv nach Handcreme." Autsch. Und irgendwie hat er recht damit.
Ich trug ihn aber weiter und liebte ihn innig. Bis er mir mit der Zeit zu süß wurde und ich nach mehrmaligem Überlegen und Tragen entschied, ihn ziehen zu lassen. Ich hoffe sehr, dass die zunehmende Süße nur an meinem Empfinden lag und nicht daran, dass sich der Duft mit der Zeit im Flakon verändert.
Heute habe ich ihn mir jedenfalls wieder gekauft. In den vergangenen Monaten hatte ich oft an ihn gedacht. Der erste Sprüher hat mich getroffen, berührt und sentimental gemacht. Als wäre ein alter Freund wieder da, den man aus den Augen verloren hat. Und wie schmerzlich man ihn vermisst hat, wird einem erst bewusst, wenn man ihn wiedersieht und in die Arme nimmt.
So und jetzt reiße ich mich mal wieder zusammen. Das ist ein Parfum und kein Lebewesen. Man kann doch einer Sache nicht solche tiefen Gefühle zuschreiben.
Je mehr ich über den Handcreme-Vergleich nachdenke, desto mehr macht er Sinn für mich. L'Attesa riecht wie eine luxuriöse Creme. So eine, die nur ein einziges Mal hergestellt wurde, persönlich angefertigt für eine Königin. So eine, die in einem schweren Tiegel aufbewahrt wird und eine dicke, pastöse Konsistenz hat.
Das ist das beste Iris-Parfum, das ich kenne und ich kann mir schwer vorstellen, dass sich daran je etwas ändern wird.
Der fulminante Start ist dominiert von einer Iris, die Ihresgleichen sucht: Trocken, dumpf-wächsern, mineralisch mit der völligen Abwesenheit von Süße.
Für mich ist das die vollkommene Irisnote.
Es ist perfekt.
Nach einigen Minuten schleicht sich doch eine Süße an, die ich dem Mysore-Sandelholz zuschreibe. Ich kann weder zitrische Bestandteile, noch Champagner, noch Tuberose oder Ylang-Ylang wirklich herausriechen. Eichenmoos und Leder hätte ich von allein auch nicht getippt, erschließen sich mir aber mit Blick auf die Notenangaben.
Das Herausragende an L'Attesa ist auch, dass sich die Irisnote die ganze Zeit hält und bis zum schönen Sandelholz-Ende den Duft dominiert.
Warum hatte ich den Duft denn dann weggegeben?
Mein Mann hat ihn mir schon gleich am Anfang ein bisschen ruiniert, indem er am ersten Tag, den ich den neu errungenen (und zuvor lang ersehnten) Duft trug, morgens zu mir sagte: "Hm, hier riecht's aber gut. So intensiv nach Handcreme." Autsch. Und irgendwie hat er recht damit.
Ich trug ihn aber weiter und liebte ihn innig. Bis er mir mit der Zeit zu süß wurde und ich nach mehrmaligem Überlegen und Tragen entschied, ihn ziehen zu lassen. Ich hoffe sehr, dass die zunehmende Süße nur an meinem Empfinden lag und nicht daran, dass sich der Duft mit der Zeit im Flakon verändert.
Heute habe ich ihn mir jedenfalls wieder gekauft. In den vergangenen Monaten hatte ich oft an ihn gedacht. Der erste Sprüher hat mich getroffen, berührt und sentimental gemacht. Als wäre ein alter Freund wieder da, den man aus den Augen verloren hat. Und wie schmerzlich man ihn vermisst hat, wird einem erst bewusst, wenn man ihn wiedersieht und in die Arme nimmt.
So und jetzt reiße ich mich mal wieder zusammen. Das ist ein Parfum und kein Lebewesen. Man kann doch einer Sache nicht solche tiefen Gefühle zuschreiben.
Je mehr ich über den Handcreme-Vergleich nachdenke, desto mehr macht er Sinn für mich. L'Attesa riecht wie eine luxuriöse Creme. So eine, die nur ein einziges Mal hergestellt wurde, persönlich angefertigt für eine Königin. So eine, die in einem schweren Tiegel aufbewahrt wird und eine dicke, pastöse Konsistenz hat.
Das ist das beste Iris-Parfum, das ich kenne und ich kann mir schwer vorstellen, dass sich daran je etwas ändern wird.
12 Antworten


Ich fand den Duft am Anfang auch gar nicht so toll, aber er hat sich auch in meinem Kopf festgesetzt...und das will doch was heissen, bei uns Testprofis hier!
Wie einige der "Masques" ein ganz Besonderer.
Wartewartewartepokal.