Top Rezension
Anfängereuphorie und was davon bleibt!
Nach einigen Jahren haben sich viele Düfte, von denen ich meinte, sie unbedingt haben zu müssen, weil sie mit so wunderbar und einzigartig erscheinen, von ihrer profanen Seite gezeigt und ihre Einzigartigkeit für mich verloren.
Und so erlebte ich das mit "Ambra Nera" von Ortiglia. Am Anfang bei Parfumo, beim ersten Entdecken von mir neuen Parfüms, war "Ambra Nera" einer der ersten Ambradüfte dieser Art. Ich war so begeistert. Er wurde eines der ersten Parfümobjekte meiner Sehnsucht.
Da ich jedoch nicht so spontan alles besorge, wie ich es mir wünsche, sei es, weil ich gerade dafür kein Geld übrig habe oder sei es, dass das Objekt der Sehnsucht schwierig oder gar nicht für mich verfügbar ist, so konnte ich damals "Ambra Nera" nicht finden.
Und mit der Zahl der getesteten Düfte geriet "Ambra Nera" immer wieder in den Hintergrund. Vorübergehend nahm ich ihn nach einem erneuten Test wieder von der Wunschliste.
Ich habe mittlerweile viele Düfte dieser Art getestet und besitze einige ähnliche.
Jedoch beim Aufarbeiten der alten Notizen meine ersten Parfümnotizbuches kam "Ambra Nera" wieder in den Fokus meiner Begehrlichkeiten.
Wie es der Zufall will, gab es auch eine Versteigerung eines Flakons in der Bucht.
Ich habe selbstverständlich vor dem Bieten erst geprüft, was denn "Ambra Nera" kosten würde, wenn ich es regulär im Handel kaufen könnte. Dabei stellte ich erneut fest, dass er zumindest in Deutschland und online nicht zu haben war.
Aber der Anfangspreis war moderat. Ich wußte, bis zu welcher Höhe ich für einen halb gefüllten Restflakon gehen dürfte.
Ich habe mir auch die Pyramide angeschaut, ebenfalls die Kommentare gelesen, ja, ich wollte ihn immer noch, ganz bestimmt.
Und ich erhielt den Zuschlag. Das ist war ein richtiges Erfolgserlebnis als ich den schönen Schuber mit dem Duft auspacken konnte.
Das leicht erhaben geprägte metallic-orange des Motivs passt wunderbar zum schwarzbraunen Untergrund. Der Flakon mit seinem hellorangem Parfüm und dem gleichen Motiv in dunkelbraun auf beiden Seiten ist etwas klobig, auch in der Handhabung.
Die Flüssigkeit ist klar, einwandfrei, der Flakon wie neu. Der auf dem Foto gezeigte Inhalt ist in Wirklichkeit noch reichlicher gewesen.
Ich habe die Batchnummer auf dem Boden des Flakons und auf dem Schuber gefunden. Ich hatte somit gut gekauft.
Aber nun der ersehnte Duft.
Ja, es ist das von mir so lange gewünschte Parfüm, meine Erinnerung war richtig und doch auch wieder nicht.
Der Verlauf beginnt mit harzigen Ambernoten, moderater Würzigkeit und leicht holzig. Ein frischer grüner Duft folgt, den ich Vetiver und hellerem Patchouli zuordne.
Das konnte ich zu Beginn hier alles noch gar nicht bestimmen. Aber grün und leicht frisch, würzig etc. hatte ich sehr richtig notiert. Auch die langsame Wandlung, den Verlauf habe ich beschrieben.
Allerdings erschien mir der Duft damals ausdrucksstärker und deutlich lieblicher und süßer.
Die Haltbarkeit und Sillage nahm ich seinerzeit allgemein bei Düften viel schwächer wahr.
Jetzt aber stelle ich fest, dass "Ambra Nera" tatsächlich keine große Sillage und eine mittelmäßige Haltbarkeit hat im Vergleich zu anderen gleichartigen Düften.
Allmählich wird "Ambra Nera" auch jetzt etwas lieblicher, ich nehme erdige Irispudernoten wahr, sowie mäßige Labdanumsüße. Ganz wie damals notiert, nur entzückt mich das jetzt bei Weitem nicht mehr so.
Und mit dem von mir in der Erinnerung haften gebliebenen betörenden Balsam wird es nichts, auch wenn "Ambra Nera" moderat balsamisch wird mit einer cremigen Andeutung.
Ein insgesamt recht schöner Duft. Ein Duft, wie ich ihn gerne trage, auch im Sommer.
Dann wird "Ambra Nera", wieder würziger, ich rieche leicht Gewürznelken, die zuvor nachlassende Sillage verstärkt sich wieder, ein angenehmer Duft.
Mit anderen ähnlichen Düften verglichen ist „Ambra Nera“ jetzt für mich ein recht guter, aber nicht mehr der erstklassige Duft der balsamischen Ambra-Weihrauchdüfte.
Und dann kommt für mich das eigentliche Manko; nach einigen Stunden bleibt eine leichte Mischung aus Ambroxan und Kumarin, sehr wenig und nur auf der Haut wahrnehmbar. So ist es auch jetzt wieder beim erneuten Tragen zum Kommentieren.
Das habe ich seinerzeit und auch bei wiederholtem Testen nicht bemerkt, noch nicht bemerken können. Dazu fehlte mir an Übung und an Kenntnis nicht nur von solchen synthetischen Duftnoten.
Selbstverständlich ist es möglich, dass ich nicht immer gleich empfänglich für den Reiz von "Ambra Nera" bin, dass sich das zu später wieder anders verhält.
Wie ich gerade an diesen alten Notizen und denen, die ich bei erneutem Testen im Parfumo von damals getesteten Düften im Vergleich feststelle, nehme ich die Düfte keineswegs immer gleich wahr. wenn auch nicht jeweils vollkommen anders.
Im Grunde hatte ich oft "Ambra Nera" als Maßstab für diese Duftgattung genommen.
Und nun muss einmal wieder feststellen: Erinnerungen sind plastisch, bei Düften und Gerüchen ganz besonders.
Nein, ich bin nicht enttäuscht. Nur der betörende Zauber, den ich damals für "Ambra Nera" empfand hat sich nicht wieder eingestellt.
Trotzdem oder gerade deswegen bleibt "Ambra Nera" bei mir, weil dies Parfüm mich damals nicht nur verzauberte, sondern mich auch die Liebe zu dieser Art von Düften gelehrt hat.
Und so erlebte ich das mit "Ambra Nera" von Ortiglia. Am Anfang bei Parfumo, beim ersten Entdecken von mir neuen Parfüms, war "Ambra Nera" einer der ersten Ambradüfte dieser Art. Ich war so begeistert. Er wurde eines der ersten Parfümobjekte meiner Sehnsucht.
Da ich jedoch nicht so spontan alles besorge, wie ich es mir wünsche, sei es, weil ich gerade dafür kein Geld übrig habe oder sei es, dass das Objekt der Sehnsucht schwierig oder gar nicht für mich verfügbar ist, so konnte ich damals "Ambra Nera" nicht finden.
Und mit der Zahl der getesteten Düfte geriet "Ambra Nera" immer wieder in den Hintergrund. Vorübergehend nahm ich ihn nach einem erneuten Test wieder von der Wunschliste.
Ich habe mittlerweile viele Düfte dieser Art getestet und besitze einige ähnliche.
Jedoch beim Aufarbeiten der alten Notizen meine ersten Parfümnotizbuches kam "Ambra Nera" wieder in den Fokus meiner Begehrlichkeiten.
Wie es der Zufall will, gab es auch eine Versteigerung eines Flakons in der Bucht.
Ich habe selbstverständlich vor dem Bieten erst geprüft, was denn "Ambra Nera" kosten würde, wenn ich es regulär im Handel kaufen könnte. Dabei stellte ich erneut fest, dass er zumindest in Deutschland und online nicht zu haben war.
Aber der Anfangspreis war moderat. Ich wußte, bis zu welcher Höhe ich für einen halb gefüllten Restflakon gehen dürfte.
Ich habe mir auch die Pyramide angeschaut, ebenfalls die Kommentare gelesen, ja, ich wollte ihn immer noch, ganz bestimmt.
Und ich erhielt den Zuschlag. Das ist war ein richtiges Erfolgserlebnis als ich den schönen Schuber mit dem Duft auspacken konnte.
Das leicht erhaben geprägte metallic-orange des Motivs passt wunderbar zum schwarzbraunen Untergrund. Der Flakon mit seinem hellorangem Parfüm und dem gleichen Motiv in dunkelbraun auf beiden Seiten ist etwas klobig, auch in der Handhabung.
Die Flüssigkeit ist klar, einwandfrei, der Flakon wie neu. Der auf dem Foto gezeigte Inhalt ist in Wirklichkeit noch reichlicher gewesen.
Ich habe die Batchnummer auf dem Boden des Flakons und auf dem Schuber gefunden. Ich hatte somit gut gekauft.
Aber nun der ersehnte Duft.
Ja, es ist das von mir so lange gewünschte Parfüm, meine Erinnerung war richtig und doch auch wieder nicht.
Der Verlauf beginnt mit harzigen Ambernoten, moderater Würzigkeit und leicht holzig. Ein frischer grüner Duft folgt, den ich Vetiver und hellerem Patchouli zuordne.
Das konnte ich zu Beginn hier alles noch gar nicht bestimmen. Aber grün und leicht frisch, würzig etc. hatte ich sehr richtig notiert. Auch die langsame Wandlung, den Verlauf habe ich beschrieben.
Allerdings erschien mir der Duft damals ausdrucksstärker und deutlich lieblicher und süßer.
Die Haltbarkeit und Sillage nahm ich seinerzeit allgemein bei Düften viel schwächer wahr.
Jetzt aber stelle ich fest, dass "Ambra Nera" tatsächlich keine große Sillage und eine mittelmäßige Haltbarkeit hat im Vergleich zu anderen gleichartigen Düften.
Allmählich wird "Ambra Nera" auch jetzt etwas lieblicher, ich nehme erdige Irispudernoten wahr, sowie mäßige Labdanumsüße. Ganz wie damals notiert, nur entzückt mich das jetzt bei Weitem nicht mehr so.
Und mit dem von mir in der Erinnerung haften gebliebenen betörenden Balsam wird es nichts, auch wenn "Ambra Nera" moderat balsamisch wird mit einer cremigen Andeutung.
Ein insgesamt recht schöner Duft. Ein Duft, wie ich ihn gerne trage, auch im Sommer.
Dann wird "Ambra Nera", wieder würziger, ich rieche leicht Gewürznelken, die zuvor nachlassende Sillage verstärkt sich wieder, ein angenehmer Duft.
Mit anderen ähnlichen Düften verglichen ist „Ambra Nera“ jetzt für mich ein recht guter, aber nicht mehr der erstklassige Duft der balsamischen Ambra-Weihrauchdüfte.
Und dann kommt für mich das eigentliche Manko; nach einigen Stunden bleibt eine leichte Mischung aus Ambroxan und Kumarin, sehr wenig und nur auf der Haut wahrnehmbar. So ist es auch jetzt wieder beim erneuten Tragen zum Kommentieren.
Das habe ich seinerzeit und auch bei wiederholtem Testen nicht bemerkt, noch nicht bemerken können. Dazu fehlte mir an Übung und an Kenntnis nicht nur von solchen synthetischen Duftnoten.
Selbstverständlich ist es möglich, dass ich nicht immer gleich empfänglich für den Reiz von "Ambra Nera" bin, dass sich das zu später wieder anders verhält.
Wie ich gerade an diesen alten Notizen und denen, die ich bei erneutem Testen im Parfumo von damals getesteten Düften im Vergleich feststelle, nehme ich die Düfte keineswegs immer gleich wahr. wenn auch nicht jeweils vollkommen anders.
Im Grunde hatte ich oft "Ambra Nera" als Maßstab für diese Duftgattung genommen.
Und nun muss einmal wieder feststellen: Erinnerungen sind plastisch, bei Düften und Gerüchen ganz besonders.
Nein, ich bin nicht enttäuscht. Nur der betörende Zauber, den ich damals für "Ambra Nera" empfand hat sich nicht wieder eingestellt.
Trotzdem oder gerade deswegen bleibt "Ambra Nera" bei mir, weil dies Parfüm mich damals nicht nur verzauberte, sondern mich auch die Liebe zu dieser Art von Düften gelehrt hat.
Aktualisiert am 14.03.2017 - 21:15 Uhr
13 Antworten


erstklassiger kommi:-))))))