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Ambra Nera 2011 Eau de Parfum

7.3 / 10 85 Bewertungen
Ein Parfum von Ortigia für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2011. Der Duft ist würzig-harzig. Es wird noch produziert.
Vergleich
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Duftrichtung

Würzig
Harzig
Orientalisch
Holzig
Süß

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
GewürzeGewürze HölzerHölzer
Herznote Herznote
PatchouliPatchouli VetiverVetiver ZedernholzZedernholz
Basisnote Basisnote
LabdanumLabdanum GalbanumGalbanum MoschusMoschus

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.385 Bewertungen
Haltbarkeit
7.171 Bewertungen
Sillage
6.070 Bewertungen
Flakon
8.181 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.117 Bewertungen
Eingetragen von Ergoproxy · letzte Aktualisierung am 19.12.2025.
Quellenbasiert & geprüft

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Rezensionen

8 ausführliche Duftbeschreibungen
8Duft 7.5Haltbarkeit 5Sillage
Palonera

467 Rezensionen
Palonera
Palonera
Top Rezension 23  
Zufall. Zufall?
Ich weiß: Namen sind Schall und Rauch – eigentlich.
Gleiche Namen sagen gar nichts aus – eigentlich.
Gut zu sehen an Heiner Müller und der Müller-Milch oder auch an Doktor Müller-Wohlfahrt.
Und so weiter und so fort.
Und so dachte ich denn auch bei "Ambra Nera": reiner Zufall.
Reiner Zufall, daß es da noch eine and're gibt, eine zweite "Ambra Nera", das kleine Apotheken-Tier.
Jenes kleine, schwarze, wilde mit den nadelspitzen Krallen.
Zufall, sicher doch.

Fünf Tage lang hab' ich sie nun getragen, Ortigias "Ambra Nera".
Fünf Tage lang, um mich nicht doch zu täuschen, um nicht dem Irrtum zu erliegen, der aus Erwartung resultiert, wie sehr man sich auch gegen sie verwahren mag.
Und jeden Morgen wieder kam es angeschlichen, das Zibetkätzchen, das mir so gut bekannt – so warm und weich, so wild und zärtlich, so seidigschwarz und nicht die Spur domestiziert.
Es kommt mit jedem ersten Augenblick, kennt keinen Umweg, keine Scheu, schert sich nicht um Anstand und Benehmen.
Ein wenig herb, ein wenig harzig und so erotisch, daß mir Röte in die Wangen steigt.
Dunkel, bittersüß und tief – der Farmacia Annunziatas kleine Schwester, Zufall hin oder Zufall her.

Alles, was mir jene "Ambra Nera" präsentiert, wenn Opas Kreislauftropfen glücklich überstanden sind, schenkt mir auch die schwarze Ambra von Ortigia – allein: Sie ist ein wenig sanfter, ein wenig weicher, sie schmiegt sich näher an und grollt ganz leise nur.
Eine Gerte führt sie nicht und hinterläßt auch keine Male, zumindest nicht auf meiner Sommerhaut.
Dabei ist ihr gleich, ob es kühl ist oder heiß, ob die Sonne meine Haut verbrennt oder ob ein feiner Film aus Niesel sie bedeckt.
Unbeeinflußt, unbeeindruckt bleibt sie immer gleich, dunkelsamtigdicht und zugleich doch transparent, leichter als die große Schwester, deren Vater man nicht kennt – doch ich hielte manche Wette, daß Herr Villoresi auch hier seine Hand im Spiel...

PS: Ergoproxy - danke!
18 Antworten
6.5Duft 8Haltbarkeit 7Sillage
Meggi

1018 Rezensionen
Meggi
Meggi
Top Rezension 24  
Wirksam verhütete Leidenschaft
Ambra Nera benötigt ein Weilchen, bevor er seine Linie findet. Erst rieche ich irgendwas Bittersüßes, dann denke ich an süßen Milchreis mit einer Überdosis Zimt. Aber rasch folgt eine Gemengelage von Amber, Ambra, Labdanum - und die richtet sich gemütlich ein:

Die drei entwickeln binnen Minuten was dominant Wächsernes - ehe die Sache ernsthaft hätte aufgebrochen werden können von der im Grunde gut spürbaren Prise Animalik, die ihren Ursprung zunächst aus dem Labdanum und weniger aus der Ambra nimmt. Dieser eilige Wachs-Überzug wider das Triebhafte kommt mithin arg früh und verhütet allzu exponierte Lüsternheit gleichermaßen zuverlässig, wie es bei anderer Gelegenheit sicherlich der Versuch eines ad hoc per Flüssig-Wachs maßgefertigt angegossenen Kondoms leisten könnte. Da vergeht’s einem doch schon beim Gedanken daran, gelle? E-ben!

Außerdem walzt cremige Süße aus der ambratisch-vanilligen Ecke herbei. Eine Art Vorbotin, wie sich herausstellt, denn noch während des Vormittags ist sie da: H-Sahne. Normalerweise wittere ich derlei oft bei Anwesenheit von Guajak und/oder Sandel. Hier steht zwar nichts davon, meine Nase fordert mich allerdings auf, ihr gefälligst zu trauen.

Glück ist, dass sich meine H-Sahne in Richtung Karamell wandelt. Unglück ist, dass das Kätzchen, welches unseren Zoo nunmehr ergänzen mag, bei mir sozusagen in Flüssig-Karamell ersäuft - einzig direkt auf der Haut kann ich es erahnen. Ab dem Nachmittag beschränkt sich der Duft zunehmend auf eine wächsern-amberige Basis, mittlerweile ohne Getier. Nach hinten raus könnte eine kaum merkliche, helle Kunstholznote Unterstützung bieten.

Von Ambra Nera hatte ich mir vor dem Hintergrund des bisher dazu Geschilderten viel, viel mehr versprochen. Insbesondere finde ich den von der werten Palonera in ihrem Text zum Vergleich herangezogenen Duft selben Namens aus dem Hause Farmacia SS. Annunziata weitaus gelungener.

Ich bedanke mich bei Ergoproxy für die Probe.
20 Antworten
8Duft 7Haltbarkeit 7Sillage
Serenissima

1231 Rezensionen
Serenissima
Serenissima
Top Rezension 23  
problemlos und absolut liebenswert
Schwarzer Amber und Weihrauch: wie alt musste ich werden, um die Schönheit dieser Duftnoten in all ihren Facetten so genießen zu können!
Langjährige Bekannte sind immer noch erstaunt, dass ich zierliches, blondes "Blumenwesen" mich für diese - häufig sehr wuchtigen - Duftkreationen begeistern kann und wie gut diese trotzdem zu mir passen.
Natürlich lässt mir meine angeborene Neugier auch keine Ruhe; welche Mutter hat noch eine tolle Duft-Tochter?

In den unterschiedlichsten "Abreise-/To go"-Ordnern stöbernd, fand ich "Ambra Nera".
Der sizilianische Hersteller hat sich bereits bei der Wahl der Flacons einiges einfallen lassen: man schaut doch zweimal hin. "Hallo, wer bist denn Du?"
Ich kenne Siracusa zwar nur von einem Tagesausflug von Malta her. Damals, an einem 21. Dezember, kam ich mit einem Katamaran von Valetta nach Sizilien - 90 Kilometer über das Meer in einem Gefährt, dessen Passagierkabine eine Neigung von ca. 90° zur Wasseroberfläche aufweist: die Haltestangen überall sind notwendig!
Ein besonderes Erlebnis der Mittelmeer-Überquerung mitten im Winter!
Dass Siracusa nicht nur eine der übliche, reizvollen Altstädte und den "Archäologischen Park" aufzuweisen hat, in dem Zitrusfrüchte in Massen zum Aufheben und Mitnehmen auf den Wegen liegen, sondern auch einen feinen Parfumzauberer, wusste ich bis heute nicht.
Erst Yatagan machte mich durch seine Antwort auf mein Statement darauf aufmerksam - vielen Dank!
Denn dem Unternehmen Ortigia und Lorenzo Villoresi gelingt es, aus verhältnismäßig wenigen Duftnoten einen sehr liebenswerten Duft zu kreieren.
Bitte: "liebenswert" ist nicht abwertend gemeint!

"Ambra Nera" überrascht durch einen Auftakt von gut abgelagerten Hölzern, nicht sonderlich exotisch, sondern wohl eher von heimischer Herkunft. Das kleine Näschen registriert das erfreut!
Von den pauschaliert aufgeführten "Gewürzen", erkenne ich einen feinen Hauch von Muskatnuss; eine Duftnote, die ich sehr mag - nicht nur in der Küche!
Auch wurden wohl ein wenig Lorbeer und ein paar Blättchen Basilikum hinzugefügt: meine Sinne signalisieren mir das! Sizilien - ich erkenne Dich!
So ist das erste Kennenlernen schon erst einmal gelungen: wir beide mögen uns!
Das erdige Dunkel von Vetiver (in meiner Vorstellung ist es immer ein sehr dunkles, leicht feuchtes Dunkelgrün mit bemooster Oberfläche!) trifft auf würzige Zeder - was brauche ich also mehr, um angerührt zu werden?
Die Zeder! Nicht nur, dass deren Holzspäne hervorragend gegen Motten helfen - bei meiner Woll- und Kaschmirkollektion ein Segen! -: ihr Duft entführt mich sofort in den Süden - Richtung gefühlter Heimat!
Denn, dass ich hiervor Jahrzehnten in den "falschen Schornstein" geworfen wurde, ist ja inzwischen hinlänglich bekannt!
Patchouli, diese golden flimmernde, immer leicht schwebende Duftschönheit, beschließt dieses doch recht außergewöhnliche Herz eines Duftes: Gewürze und Hölzer; typische Vertreter einer satten Basisnote - was kommt jetzt noch?
Bisher entzückt mich der Duftverlauf: so ganz einfach und geradeaus - ohne Wenn und Aber, von natürlicher Anmut!
In "Ambra Nera" treffe ich eine problemlose, einfach nur schöne Duftkreation, die Freude macht.
Die hier erwähnte Basisnote weckt Erwartungen: was wird sich mir darbieten?
Aber ja: Labdanum - meine so geschätzte Zistrose, enttäuscht mich auch als Harz nie!
Ein Seelenschmeichler ganz besonderer Art: ein Lächeln kehrt zurück; der die Tage beherrschende Kummer scheint für einen Augenblick vergessen.
Welch ein Kraut - welch ein Harz!
Galbanum ist auch hier ein gleichberechtigter Partner: beide zusammen ergeben einen harmonischen Abschluss dieses charmanten, wenn auch ungewöhnlichen Duftgeflechtes.
Auch ist es gelungen, Moschus so geschickt dosiert einzusetzen, dass eine Melange entsteht, die durchaus geglückt ist: sie erschlägt nicht - sie beglückt nur.

Für mich ist die Bekanntschaft mit "Amber Nera" ein Gewinn.
Gerade, weil es ein Duftwesen ohne die erwartete Wucht und Kraft ist, ist es mir so sympatisch.
"Ambra Nera" schützt und wärmt, umarmt und tröstet - ohne selbst große Ansprüche zu stellen.
Mit einer Haltbarkeit, die zu der Leichtigkeit passt; sie entspricht meinen Erwartungen.
Eine gute, handwerklich gekonnte Duftkomposition muss nicht stundenlang um mich herum wabern: manchmal reicht eine Umarmung, die einige Stunden präsent ist und einfach nur umschmeichelt.

Ich kann mir vorstellen, dass "Ambra Nera" ein gelungener Einstieg in diese "dunklere Seite" der Düfte sein könnte. Wer ihn wagt, geht kein großes Risiko ein.
Es fordert nicht - es gibt!
Es ist nicht laut - nein, leichtfüßig und leise!
Es dominiert nicht - umarmt stattdessen!
Dabei doch vollmundig und mit viel Einfühlungsvermögen komponiert: ein Freund, der da ist, wenn man ihn braucht!
Aktualisiert am 12.01.2019 - 13:07 Uhr
12 Antworten
8Duft 6Haltbarkeit 5Sillage
Seerose

683 Rezensionen
Seerose
Seerose
Top Rezension 0  
Anfängereuphorie und was davon bleibt!
Nach einigen Jahren haben sich viele Düfte, von denen ich meinte, sie unbedingt haben zu müssen, weil sie mit so wunderbar und einzigartig erscheinen, von ihrer profanen Seite gezeigt und ihre Einzigartigkeit für mich verloren.
Und so erlebte ich das mit "Ambra Nera" von Ortiglia. Am Anfang bei Parfumo, beim ersten Entdecken von mir neuen Parfüms, war "Ambra Nera" einer der ersten Ambradüfte dieser Art. Ich war so begeistert. Er wurde eines der ersten Parfümobjekte meiner Sehnsucht.
Da ich jedoch nicht so spontan alles besorge, wie ich es mir wünsche, sei es, weil ich gerade dafür kein Geld übrig habe oder sei es, dass das Objekt der Sehnsucht schwierig oder gar nicht für mich verfügbar ist, so konnte ich damals "Ambra Nera" nicht finden.
Und mit der Zahl der getesteten Düfte geriet "Ambra Nera" immer wieder in den Hintergrund. Vorübergehend nahm ich ihn nach einem erneuten Test wieder von der Wunschliste.
Ich habe mittlerweile viele Düfte dieser Art getestet und besitze einige ähnliche.
Jedoch beim Aufarbeiten der alten Notizen meine ersten Parfümnotizbuches kam "Ambra Nera" wieder in den Fokus meiner Begehrlichkeiten.
Wie es der Zufall will, gab es auch eine Versteigerung eines Flakons in der Bucht.
Ich habe selbstverständlich vor dem Bieten erst geprüft, was denn "Ambra Nera" kosten würde, wenn ich es regulär im Handel kaufen könnte. Dabei stellte ich erneut fest, dass er zumindest in Deutschland und online nicht zu haben war.
Aber der Anfangspreis war moderat. Ich wußte, bis zu welcher Höhe ich für einen halb gefüllten Restflakon gehen dürfte.
Ich habe mir auch die Pyramide angeschaut, ebenfalls die Kommentare gelesen, ja, ich wollte ihn immer noch, ganz bestimmt.
Und ich erhielt den Zuschlag. Das ist war ein richtiges Erfolgserlebnis als ich den schönen Schuber mit dem Duft auspacken konnte.
Das leicht erhaben geprägte metallic-orange des Motivs passt wunderbar zum schwarzbraunen Untergrund. Der Flakon mit seinem hellorangem Parfüm und dem gleichen Motiv in dunkelbraun auf beiden Seiten ist etwas klobig, auch in der Handhabung.
Die Flüssigkeit ist klar, einwandfrei, der Flakon wie neu. Der auf dem Foto gezeigte Inhalt ist in Wirklichkeit noch reichlicher gewesen.
Ich habe die Batchnummer auf dem Boden des Flakons und auf dem Schuber gefunden. Ich hatte somit gut gekauft.
Aber nun der ersehnte Duft.
Ja, es ist das von mir so lange gewünschte Parfüm, meine Erinnerung war richtig und doch auch wieder nicht.
Der Verlauf beginnt mit harzigen Ambernoten, moderater Würzigkeit und leicht holzig. Ein frischer grüner Duft folgt, den ich Vetiver und hellerem Patchouli zuordne.
Das konnte ich zu Beginn hier alles noch gar nicht bestimmen. Aber grün und leicht frisch, würzig etc. hatte ich sehr richtig notiert. Auch die langsame Wandlung, den Verlauf habe ich beschrieben.
Allerdings erschien mir der Duft damals ausdrucksstärker und deutlich lieblicher und süßer.
Die Haltbarkeit und Sillage nahm ich seinerzeit allgemein bei Düften viel schwächer wahr.
Jetzt aber stelle ich fest, dass "Ambra Nera" tatsächlich keine große Sillage und eine mittelmäßige Haltbarkeit hat im Vergleich zu anderen gleichartigen Düften.
Allmählich wird "Ambra Nera" auch jetzt etwas lieblicher, ich nehme erdige Irispudernoten wahr, sowie mäßige Labdanumsüße. Ganz wie damals notiert, nur entzückt mich das jetzt bei Weitem nicht mehr so.
Und mit dem von mir in der Erinnerung haften gebliebenen betörenden Balsam wird es nichts, auch wenn "Ambra Nera" moderat balsamisch wird mit einer cremigen Andeutung.
Ein insgesamt recht schöner Duft. Ein Duft, wie ich ihn gerne trage, auch im Sommer.
Dann wird "Ambra Nera", wieder würziger, ich rieche leicht Gewürznelken, die zuvor nachlassende Sillage verstärkt sich wieder, ein angenehmer Duft.
Mit anderen ähnlichen Düften verglichen ist „Ambra Nera“ jetzt für mich ein recht guter, aber nicht mehr der erstklassige Duft der balsamischen Ambra-Weihrauchdüfte.
Und dann kommt für mich das eigentliche Manko; nach einigen Stunden bleibt eine leichte Mischung aus Ambroxan und Kumarin, sehr wenig und nur auf der Haut wahrnehmbar. So ist es auch jetzt wieder beim erneuten Tragen zum Kommentieren.
Das habe ich seinerzeit und auch bei wiederholtem Testen nicht bemerkt, noch nicht bemerken können. Dazu fehlte mir an Übung und an Kenntnis nicht nur von solchen synthetischen Duftnoten.
Selbstverständlich ist es möglich, dass ich nicht immer gleich empfänglich für den Reiz von "Ambra Nera" bin, dass sich das zu später wieder anders verhält.
Wie ich gerade an diesen alten Notizen und denen, die ich bei erneutem Testen im Parfumo von damals getesteten Düften im Vergleich feststelle, nehme ich die Düfte keineswegs immer gleich wahr. wenn auch nicht jeweils vollkommen anders.
Im Grunde hatte ich oft "Ambra Nera" als Maßstab für diese Duftgattung genommen.
Und nun muss einmal wieder feststellen: Erinnerungen sind plastisch, bei Düften und Gerüchen ganz besonders.
Nein, ich bin nicht enttäuscht. Nur der betörende Zauber, den ich damals für "Ambra Nera" empfand hat sich nicht wieder eingestellt.
Trotzdem oder gerade deswegen bleibt "Ambra Nera" bei mir, weil dies Parfüm mich damals nicht nur verzauberte, sondern mich auch die Liebe zu dieser Art von Düften gelehrt hat.
Aktualisiert am 14.03.2017 - 21:15 Uhr
13 Antworten
9Duft 10Haltbarkeit 5Sillage
Ergoproxy

1129 Rezensionen
Ergoproxy
Ergoproxy
Top Rezension 10  
Dunkler Bernstein
So, heute habe ich mir in Hannover endlich einen Duft von der Marke Ortigia gegönnt. Es gibt in Deutschland anscheinend wenig Parfümerien, welche diese Marke führen. L. in Hannover ist hier im Norden wahrscheinlich die Einzigste.

Die 2006 ins Leben gerufene Marke Ortigia ist nach einer kleinen, vorgelagerten Insel Siziliens benannt. Alle Produkte werden aus natürlichen Inhaltsstoffen der Region hergestellt und sollen das Lebensgefühl und die (antike) Kultur der Insel wiederspiegeln. Neben diverser Düfte gibt es auch Duftkerzen, Duschgeels u.v.m.
Die einzelnen Linien sind abhängig vom jeweiligen Duftthema in passende Farben verpackt. Alle Produkte ziert in Anlehnung an die Antike eine Palme und zwei Leoparden (so sehe ich das zumindest). Wer sich ein Bild der Verpackung von diesem Duft machen möchte, der kann sich den Umkarton auf meiner Seite ansehen. Nun aber zum Duft!

Ambra Nera ist ein wundervoller Amberduft, mit linearer Duftentwicklung.

Dieser Amber startet recht würzig und für einen Amberduft relativ "frisch".

Nach und nach entfaltet er seinen warmen und sinnlichen Amberduft, von sehr guter Haltbarkeit. Der Duft bleibt präsent, aber eher körpernah. Durch den gekonnten Einsatz von Gewürzen, hat man dem Amber etwas mehr tiefe gegeben, aber "schwarz" empfinde ich ihn nicht. Ich würde ihn farblich mit einem eher dunkleren Bernstein vergleichen, wie sie manchmal in der Ostsee gefunden werden. Die Süße ist sehr angenehm, jedoch würde ich diesen Duft eher in der kühleren Jahreszeit tragen (oder an einem Sommertag wie heute, 15 Grad und Regen).

Wer die Möglichkeit hat, diese Marke zu testen, der sollte die Gelegenheit nicht ungenutzt vertstreichen lassen, es lohnt sich!
9 Antworten
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Statements

16 kurze Meinungen zum Parfum
32
34
Gewürze und Kräuter
zu Staub gemahlen
Bittersüße Nebel
über harzigem Holz
Dunkel glänzende
Amberbonbons
mit leuchtendem
Schmuddelkern...
34 Antworten
30
36
süß-trockener Duft im Fachwerk
schwarze Balken, gestärkt von 100 Jahre altem Harz
behagliche Restwärme im Ofen
Staubkörnchen tanzen im Licht
36 Antworten
26
50
Hätte ein schöner, grün, gewürzter, balsamischer Amberduft werden können, wenn nicht das pöse, pöse Ambroxan reingschafteln müsste...
50 Antworten
25
23
Kühlwarme Schönheit
Im schwarzen Nappaledermandel
sudelig, sexy und sinnlich
flüstert sie Dir
nicht ganz Jugendfreies ins Ohr.
23 Antworten
10
8
Ein herrlich trockener und staubiger Amber, in dem sich Noten von Labdanum und Patchoul langsam entfalten, um ein weiches und elegantes Herz
8 Antworten
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So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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