.. eröffnet einem, ein prächtiges Lavendelfeld, welches im Wind tanzt.
Prächtig in seinen Farben, erhellt es so manches Gemüt.
Darüber hinaus hängt eine starke Note von Kaffee, welches alles sehr gemütlich erscheinen lässt.
Man stelle sich vor, man ist in einem alten Steinhaus, sitzt in einem bequemen Ohrensessel, trinkt dabei genüsslich Kaffee und blickt auf die nie endend wollende Landschaft, voller Lavendel. So ist Heart of the Darkness. Zumal ich ihn nicht so finster finde, eher friedvoll und genügsam. Zum Genießen. Zum Verweilen.
Mit der Zeit dann deutlich untergraben, mit einer kräftigen Note von Muskat und es wird auch etwas dunkel, süßer, durch die Tonkabohne. Dabei immer schön drall, mitschwigend, dieser unverkennbare Ton von Lavendel und Kaffee, was ich wirklich gut gelungen finde.
Für mich ist dieser Duft eher, das Tor zum Herzen, als das Herz der Finsternis. Da braucht es deutlich mehr Tiefgang, um einen in die Unterwelt zu ziehen. Zum Eröffnen, langt es aber alle mal.
Unverkennbare tröstende Süße, bis hin zum Schluss, klingen nur langsam ab. Das Lavendelherz blutet nur langsam aus, ehe es den letzten Atemzug leistet und erschöpft in die Mitte des Körpers sackt.
Da bin ich gleich voller Freude, denn ein Tor zu einem friedvollen Herzen ist mir tausendmal lieber als das Herz der Finsternis dessen Tor gern verschlossen bleiben darf! Den Platz im Ohrensessel nehme ich gern ein und verweile im Steinhaus hoffentlich nicht allein! Sehr schöner Beitrag!
Wunderbar beschrieben. Ich mag auch den Namen des Duftes - wobei ich mich frage, was dieser warm-würzige Kaffee-Freund mit der Geschichte von Joseph Conrad zu tun haben könnte. (Frag ich mich ernsthaft. Kaffee --> Kolonialismus, oder warum?)
Sehr interessante Komposition mit Kaffee.
Schön beschrieben!