Lacrima von Liquides Imaginaires
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7.7 / 10 71 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Liquides Imaginaires für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2014. Der Duft ist harzig-würzig. Es wird noch produziert.
Vergleich
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Duftrichtung

Harzig
Würzig
Rauchig
Holzig
Animalisch

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
rosa Pfefferrosa Pfeffer AldehydeAldehyde
Herznote Herznote
ElemiharzElemiharz HölzerHölzer
Basisnote Basisnote
BenzoeBenzoe MoosMoos BibergeilBibergeil LabdanumLabdanum

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.771 Bewertungen
Haltbarkeit
7.561 Bewertungen
Sillage
6.663 Bewertungen
Flakon
7.177 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
5.825 Bewertungen
Eingetragen von Franfan20, letzte Aktualisierung am 29.06.2025.
Wissenswertes
Der Duft wurde 2019 erneut auf den Markt gebracht.
Das Parfum ist Teil der Kollektion Les Humeurs.

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Rezensionen

3 ausführliche Duftbeschreibungen
10
Preis
10
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
NofNirvana

9 Rezensionen
NofNirvana
NofNirvana
Hilfreiche Rezension 10  
Sanft verbrennen in den kalten Flammen von Lacrima
Weit abseits meiner üblichen Verdächtigen entdeckte ich beim Stöbern den wunderschönen leuchtend blauen Flakon. Ich besaß zu diesem Zeitpunkt wenig holzige oder gar krautige Düfte und soweit mir das bewusst war auch keinen Weihrauch-Duft. Umso interessierter war ich, da meine ersten und frühesten Begegnungen mit Weihrauch nicht unbedingt erfreulich waren.
Ich weiß nicht, ob es das ehrfürchtige Betreten der Kirche war, das meine Mutter damals an den Tag legte. Oder vielleicht einfach nur der strenge Ausdruck, den sie dort trug. Jedenfalls verband ich den Geruch stets mit diesen erzwungenen Eindrücken.
Das änderte sich mit dem älter werden. Ich lernte harzige, rauchige Aromen und insbesondere Weihrauch im Kontext der Mystik kennen.
Dort verweilt mein Verständnis von Düften dieser Art seitdem. Aus dem Rauch der Harze, aus der Hitze des Feuers und der Glut steigt eine enigmatische Version meiner selbst hervor. Eingehüllt in Rauch, der eine Gewissheit um mich webt. Weiche Tiefe in die man sich fallen lassen kann aber auch eine erhabene Kälte. Dualität um die eigene Existenz, wie sie tröstlicher nicht sein könnte.
Und daraus resultierend heilsame Gleichgültigkeit als Beweis für den andauernden Egoismus, der die innere Traurigkeit anfacht.
Tränen die ehrlicher nicht sein könnten, wohl temperiert, dem Anlass entsprechend vorgetragen.

Abseits meiner Fantasterei - zum Duft:

Ich finde den Duft relativ linear, was ich bei dieser Form von harzigen, holzigen Düften gegenwärtig begrüße. Der Pfeffer im Opening kitzelt minimal in der Nase und die Aldehyde frischen diesen auf, machen ihn etwas greifbarer. Sehr schnell kommen dann auch die holzigen Untertöne dazu und auch etwas harziges, krautiges tritt nach nur wenigen Minuten hervor. Nach dem Auftritt von Holz und Harz als auch dem Eichenmoos tritt warmes Benzoe hervor und wärmt den Duft wunderbar zart und fast schon pudrig auf, haucht minimal etwas Süße hinzu. Mein Eindruck des Labdanums ist, dass es den Duft ätherisch, aber auch erdig abrundet. Das in der Basis genannte Bibergeil kann ich in den krautigen, beruhigenden Nuancen nur erahnen. Der Duft scheint mir keineswegs animalisch gelagert zu sein.
Lacrima kommt ernst daher, jedoch keineswegs zu sakral. Die Tränen haben eine wunderbar dosierte Stärke von ihrem Schöpfer erhalten. Ein wirklich schöner Weihrauch Duft, der meine erste Bekanntschaft mit dem Haus Liquides Imaginaires ist, mich neugierig auf mehr macht und bestehende Vorurteile aufzulösen vermag.
6 Antworten
8
Flakon
7
Sillage
9
Haltbarkeit
9.5
Duft
Profumo

287 Rezensionen
Profumo
Profumo
Top Rezension 35  
Normalerweise mag ich Düfte aus blauen Flakons nicht....
‚Lacrima’ habe ich zunächst als Weihrauch-Soliflor abgetan. Nicht, dass ich etwas gegen Weihrauch hätte, nein, ganz im Gegenteil, ich mag Weihrauch, aber er entfaltet häufig eine Dominanz, die mich schnell ermüdet. Ähnlich ergeht es mir mit Oud oder Safran, deren Verwendung häufig von durchschlagender Wirkung ist.
Dabei soll Weihrauch in ‚Lacrima’ gar nicht enthalten sein. Die Noten-Angaben sprechen dagegen von Elemiharz und rauchigem Holz: gut möglich, dass diese beiden Zutaten eine Art Weihrauch-Effekt kreieren, sehr gut möglich sogar. Es duftet jedenfalls wunderbar harzig, holzig und rauchig. Aber beileibe nicht nur das!

Weihrauch-Düfte – ich bleibe jetzt einfach mal beim Weihrauch – werden für mich nämlich dann erst richtig interessant, wenn man der Dominanz des Räucherwerks etwas entgegenzusetzten weiß: helle, frische Nuancen zum Beispiel, oder auch fruchtige.
Im Falle von ‚Lacrima’ hat sich die Parfumeurin für Aldehyde und rosa Pfeffer entschieden: luftig-ätherische Frische und fruchtig-würzige Schärfe bilden so das Entrée des Duftes, begleiten den tief orgelnden Ton der rauchenden Balsame.

Zur Mitte des Verlaufes hin, wenn diese den Duft aufhellenden Noten zu verblassen beginnen und die qualmenden Harze ihr Hochamt verrichten, scheinen von unten langsam die Basisnoten herauf: Labdanum und Benzoe, Moose und Castoreum. Zu letzterem sei gesagt: ich rieche es nicht, überhaupt nicht. Offenbar ist die verwendete Menge derart gering, dass es kaum auffällt, oder aber es ist dermaßen gut eingebunden, dass es gar nicht auffallen kann.
Wie auch immer: Animalik-Phobiker, keine Angst, der Biber ward nicht gesehen!
Dafür kommen die Balsame immer deutlicher ins Spiel. Der Duft wird mit zunehmendem Verlauf weicher, runder, schmeichelnder. Hier beginnt er das zu werden, was er sein soll: ein Seelentröster, ein Mittel gegen Herzschmerz und Trauer. So möchte es jedenfalls der Hersteller, der ‚Lacrima’ diese Eigenschaften zuschreibt.
Mag sein, dass das bei manchem klappt. In solchen Gemütszuständen richte ich mich nicht gerne ein, und bedarf auch daher keiner olfaktorischen Tröstung, aber zum Ende hin entfaltet ‚Lacrima’ schon eine wohltuende, geradezu beruhigende, meinetwegen auch therapeutische Wirkung.

Labdanum und Moos geben dem Duft einen klassischen Chypre-Twist, weit von Mitsouko-Ausmaßen entfernt, aber bei genauerem in-den-Duft-hinein-riechen schon erkennbar. Dieser unaufdringliche Chypre-Charakter vollendet den Duft in der Basis, rahmt ihn nach unten, so wie die Aldehyde ihn kuppelartig in der Höhe überwölben, und lässt ihn – da schließe ich nun an Ergoproxys Worte an – in sich ruhen. Der Duft bleibt bei sich, erzählt nicht viele Geschichten zugleich, vertändelt sich nicht, bleibt beim Thema. Und das Thema lautet: wenn dir zum Heulen ist, tue dir was Gutes, und wenn es das Einreiben mit wohltuenden und wohlriechenden Balsamen ist.

Was mir an ‚Lacrima’ sehr gut gefällt, abgesehen davon, dass der Duft wunderbar riecht, sind seine Proportionen: die wenigen Noten verleihen ihm eine schlanke Statur, die trotzdem Präsenz entwickelt. Der Duft ist deutlich wahrnehmbar, ohne jemals laut zu werden – da gibt es wahrlich andere Weihrauch-Kaliber! Diese angenehme, aber nicht vorlaute Präsenz hält lange an, sehr lange, zumindest auf meiner Haut. Noch am nächsten Morgen kann ich ihn als leisen Hautduft wahrnehmen.

Nur die blaue Farbe des Flakons will nicht so recht zum Inhalt passen, wie sie auch nicht wirklich zu ‚Phantasma’ passt - ansatzweise nur zu ‚Melancolia’. Vermutlich aber ist das Blau, neben dem Weiß der Kartonage, auch eher der Verlinkung mit Hippokrates, Arznei und Apotheke geschuldet, insbesondere mit den Gefäßen in denen die Arzneien einstmals aufbewahrt wurden: weiße Keramiken mit blauen Schriftzügen.
So gesehen passt das Blau dann doch wieder ganz gut, auch wenn ich Düfte aus blauen Flakons in aller Regel nicht mag - diesen hier mag ich sehr.

Gut, dass ich meinem ersten Urteil misstraut habe!
7 Antworten
7
Sillage
10
Haltbarkeit
10
Duft
Ergoproxy

1129 Rezensionen
Ergoproxy
Ergoproxy
Top Rezension 17  
Gush forth my tears
Manchmal kommt es vor, dass ich einen Duft mit einem Song verbinde. Meist dann, wenn der Duft in mir etwas ganz Bestimmtes auslöst. Im Fall von Lacrima war es im Gegensatz zum Namen, ein Lächeln.
Gush forth my Tears sangen zu Beginn der 90er Jahre die drei Damen der Gruppe Miranda Sex Garden. Der elfengleiche Gesang wurde mit hypnotischen Electronica-Klängen in Leftfield-Stil unterlegt was dem Stück einen eher melancholischen, denn traurigen Anstrich verleiht. Und da wären wir dann auch bei Lacrima von Les Liquides Imaginaires, denn so wirklich zum weinen finde ich den Duft nicht, eher melancholisch. Den Song finde ich zum Duft im übrigen sehr passend und, ich musste damals beim ersten Hören des Songs lächeln.

Die Marke Liquides Imaginaires ist für mich eine der spannenden Firmen im Duftbereich. Man traut sich was und ist nicht vordergründig auf Gefälligkeit und Massengeschmack ausgelegt, was man an den Reaktionen hier gut nachverfolgen kann. Und auch mir haben längst nicht alle bisher getesteten Kreationen gefallen.

Im Fall von Lacrima war es Liebe auf den ersten Atemzug!

Ich mag Düfte die beim Thema bleiben, ohne für mich eintönig zu wirken und genau das ist hier der Fall.

Duftbestimmend sind Harze und Räucherwerk. Ich denke das hier zum Holz auch noch Weihrauch im Kessel lag. Auch wenn das eher schwer klingt, die Kombi duftet eher hell und erinnert mich an das Räucherwerk, wie es in den Tempeln in Japan zu riechen war. Zusätzlich wird die Kopfnote durch dezent seifige Aldehyde aufgehellt.

Zur Basis hin addiert sich dann sachte das Moos hinzu und bekommt zusätzlich einen wirklich sehr dezenten Hauch Animalik, vor dem man sich aber nicht fürchten muss.

Die Haltbarkeit ist auf meiner Haut sehr gut. Die besprühte Stelle hat gestern mehrere Handwäschen überstanden und war den ganzen Tag gut wahrzunehmen. Die Projektion schätze ich als moderat ein, denke aber, dass diese mit der Dosierung deutlicher ausfällt.

Fein finde ich bei der Marke auch das Produktdesign. Die Flakons liegen gut in der Hand, sprühen fein und das Ganze macht einen wertigen Eindruck auf mich.

Für mich der schönste Duft der Marke!
27 Antworten

Statements

20 kurze Meinungen zum Parfum
AxiomaticAxiomatic vor 2 Jahren
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Facettenreiches Elemiharz, tief holzig und rauchig.
Anfangs von Aldehyden erhellt, wird der Verlauf dunkler und wärmer.
Auch ohne Tränen. *
44 Antworten
ElAttarineElAttarine vor 8 Monaten
6
Sillage
6
Haltbarkeit
8.5
Duft
Silberperlentränen
Elemirauchfäden steigen ins Licht
wenn sich Trauer zaghaft wandelt
in körperlichen Balsam
mit der Sehnsucht
brich auf...
56 Antworten
SchalkerinSchalkerin vor 4 Jahren
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Weihrauch nimmt dich mit und geht mit dir
seinen ruhigen, harzigen und graden Weg.

Sehr linear und doch besonders.
24 Antworten
BosworthBosworth vor 2 Monaten
8
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Stehe still im Weihrauchnebel,
es regnet feinste Tropfen aus Harz.
Warm und trotzdem kühl,
Regen auf warmem Stein.
Geräusche ausgeblendet.
31 Antworten
SeejungfrauSeejungfrau vor 5 Jahren
8
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
Weihrauch.Harz wie Moos.
Silberhelle Luftblasen.Ätherisch.
Melancholie ist nicht Trauer.
Eher die Lust am Vergänglichen…
Le Feu Follet.
16 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

Bilder

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